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Erfolgsband One Direction Justin Bieber hoch fünf


Was ist besser als Justin Bieber? Fünf Jungs, die aussehen wie Justin Bieber: Die Boyband One Direction sind die Gewinner der MTV Awards - und machen Bieber den Rang als Teenieidol streitig.
Von Jens Maier

Es vergeht keine Woche ohne sie. Mal wird erklärt, dass Sänger Niall Horan seine große Liebe angeblich via Twitter sucht, mal ist das Mikrofon-Tattoo von Zayn Malik als Abziehbildchen beigelegt und natürlich darf fast nie ein Poster der fünf Jungs fehlen: One Direction sind die neuen Stars der Jugendzeitschrift "Bravo". Während ihre Bekanntheit sich in Deutschland noch auf Zahnspangenträger beschränkt, sind sie in ihrer Heimat Großbritannien und Irland schon Megastars. In den USA werden die Jungs bereits als Nachfolger von Boybands wie Take That, New Kids On The Block oder den Backstreet Boys gefeiert.

Bei der Verleihung der MTV Video Music Awards am Donnerstagabend in Los Angeles waren One Direction mit gleich drei Preisen die Gewinner des Abends und damit erfolgreicher als die Superstars Rihanna und Beyonce zusammen. Ihr Song "What Makes You Beautiful" wurde als "Bestes Popvideo" und als "Empfehlenswertestes Video im Internet" ausgezeichnet. Außerdem wurden Niall Horan, 18, Zayn Malik, 19, Liam Payne, 19, Harry Styles, 18, und Louis Tomlinson, 20, als "Beste neue Künstler" geehrt - und das gerade mal ein halbes Jahr, nachdem sie in den USA ihr erstes Album veröffentlicht haben.

So erfolgreich wie Jack White

One Direction erobern derzeit Amerika. Ob in Los Angeles oder New York - wo sie auftauchen, sind die fünf Jungs von Horden kreischender Mädchen umgeben. Ihr erstes Album "Up All Night" ist rekordverdächtig. Neben den Alben von Taylor Swift und Jack White, ist es die einzige Platte, die es in den Staaten in diesem Jahr von Null auf Platz eins in die Charts geschafft hat. 176.000 Kopien wurden in der ersten Woche verkauft. One Direction sind damit die erfolgreichste britischen Neueinsteiger seit den Spice Girls. Ebenso wie die berühmten Mädels sind sie das Produkt eines cleveren Produzenten.

Entdeckt wurden die Sänger 2010 in der britischen Castingshow "The X-Factor". Damals traten alle fünf als Einzelkandidaten an, schlossen sich jedoch auf Anraten von Jurymitglied Nicole Scherzinger zu einer Band zusammen. Obwohl One Direction nur dritte wurden, witterte Produzent und "X-Factor"-Erfinder Simon Cowell das Potenzial der Boygroup. Mit Hilfe Cowells bekamen sie einen Plattenvertrag bei Sony Music und ihr Mentor kündigte an, sie weltweit zu Stars machen zu wollen.

Ihr Erfolgsgeheimnis: Boyband mit Anspruch

Das Erfolgsgeheimnis der Band folgt dem klassischen Boygroup-Schema. Alle fünf sehen gut aus und bedienen unterschiedliche Typen. Da sind: Der Draufgänger und Mädchenschwarm, Harry Styles - dem Lockenkopf wurde sogar eine Affäre mit einer 15 Jahre älteren Frau nachgesagt. Der Brave, Liam Payne, der mit einer Tänzerin liiert ist. Der Süße, Blondschopf Niall Horan, der einzige Ire in der Band. Der Vorlaute, Louis Tomlinson, mit 20 Jahren das älteste Bandmitglied und in Interviews und auf der Bühne am unterhaltsamsten. Und schließlich die Stimme, Zayn Malik. Der 19-Jährige mit den pakistanischen Wurzeln ist neben Styles der beste Sänger der Band.

Anders als bei vielen Boygroups, haben die Macher hinter One Direction nicht den Fehler gemacht, sich nur auf gutes Aussehen und Talent zu verlassen. Der Band wurde ein Team aus erfolgreichen Hitschreibern zur Seite gestellt. Der Nummer-Eins-Song "What Makes You Beautiful" stammt aus der Feder von schwedischen Produzenten und bedient nicht das klassische Klischee eines Teenie-Lovesongs. Es ist eingängiger Gute-Laune-Pop, vermischt mit einer Brise Softrock, und erinnert an Songs der Beach Boys oder an die Songs von Justin Bieber.

Sollte der Erfolg von One Direction sich weiter so rasant fortsetzen wie bislang, wird sich der kanadische Sänger auch am meisten Sorgen machen müssen. Bei den MTV Video haben ihm die Jungs von One Direction ihm sämtliche Preise weggeschnappt. Fortsetzung nicht ausgeschlossen.


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