HOME

Johnny Depps skurrilstes Interview: 30.000 Dollar im Monat für Wein verprasst? "Beleidigend. Denn es war weitaus mehr"

Drei Tage hat sich Johnny Depp für ein aktuelles Interview Zeit genommen. Das Ergebnis ist ein bizarres Gespräch über Geld, Drogen und die Asche von Hunter S. Thompson, die Depp aus einer Kanone in den Himmel schoss. Ja, wirklich.

Johnny Depp

Johnny Depp will in einem aktuellen Interview einiges klarstellen. 

DPA

"Bist du hier, um die Wahrheit zu hören? Sie ist voller Betrug" -  so beginnt Johnny Depps aktuelles Interview in der Musikzeitschrift "Rolling Stone". 72 Stunden hat er mit dem Journalisten Stephen Rodrick gesprochen. Bei Wein und Joints geht es um Depps Leben. Und der Schauspieler und Musiker hat sich offenbar wirklich entschieden, auszupacken. 

Johnny Depp gibt bizarres Interview

Seine Finanzen, seine Familie, Alkohol und Drogen und seine gescheiterte Ehe zu Schauspielerin Amber Heard, die häusliche Gewalt vorwarf. 

Er will Dinge richtig stellen. Depp soll mit seinen Filmen in den vergangenen Jahrzehnten rund 650 Millionen Dollar verdient haben. Das meiste davon hat er offenbar verprasst, glaubt man Vorwürfen seines Ex-Business-Managers Joel Mandel. Mandel und die "The Management Group" haben auf eine Klage Depps - er wirft der Firma Betrug vor - mit einer Gegenklage reagiert. 

Depps Finanzen

"Wein ist kein Investment, wenn man ihn sofort trinkt, nachdem man ihn gekauft hat" - nur einer der witzig formulierten Vorwürfe seiner ehemaligen Finanzberater. Er habe 75 Millionen Dollar für 14 Häuser ausgegeben und unglaubliche drei Millionen Dollar dafür investiert, die Asche seines verstorbenen Idols aus einer Kanone in den Himmel zu schießen. 

Außerdem hätte Depp 7.000 Dollar ausgegeben, um seiner Tochter ein Sofa vom Set der Reality-Show "Keeping up with the Kardashians" zu kaufen. Alleine 200.000 Dollar wären für Privatflüge im Monat drauf gegangen. Zwei der ziemlich absurden Vorwürfe widerspricht der 55-jährige Schauspieler im Interview vehement. "Es ist beleidigend, zu sagen, ich hätte 30.000 Dollar im Monat für ausgegeben. Denn es war weitaus mehr", sagt Depp. "Und übrigens, es hat keine drei Millionen gekostet, Hunter in den verdammten Himmel zu schießen. Es waren fünf Millionen." 

Mit dem Autoren verband Depp eine enge Freundschaft und die Liebe zu . In der Romanverfilmung von Hunter S. Thompsons Werk "Fear and Loathing in Las Vegas" spielte Depp 1998 die Hauptrolle.

Mandel wirft Depp eine "Kaufsucht" vor. Die könne belegt werden, würde man Depp untersuchen, so der Manager. 

Die Beziehung zu seiner Mutter

Von seinem ersten Geld kaufte Depp seiner Mutter Betty Sue ein Haus, erzählt er in dem Gespräch. Sie sei vermutlich "die gemeinste Person auf der Welt" gewesen, wie er in seiner Trauerrede auf ihrer Beerdigung verriet. 

Und obwohl sie ihn in seiner Kindheit regelmäßig geschlagen hat, wird deutlich, dass die Beziehung zu ihr zwar speziell, aber doch eng war. Nachdem Betty Sue 2016 verstarb, zog der Rest seiner Familie trotzdem nicht aus dem Haus aus, das Depp für seine Mutter gekauft hatte. "Die denken, dass ich für immer für sie sorgen werde und dass das Haus jetzt ihnen gehört. Aber das habe ich nie versprochen", erklärt er. 

Die Ehe mit Amber Heard

Depps Ehe und die öffentliche Schlammschlacht mit Schauspielerin Amber Heard sorgten 2016 für Schlagzeilen. Heard warf Depp vor, sie regelmäßig geschlagen zu haben - eine Freundin der 32-Jährigen bestätigte damals die Geschichten. Depp bestreitet bis heute, jemals gewalttätig gewesen zu sein. Die Ex-Partner haben eine Verschwiegenheitsvereinbarung unterschrieben, dürfen also nicht mehr in der Öffentlichkeit übereinander sprechen. 

"Ich war so weit unten wie ich nur hätte sein können", gibt Depp im Interview mit "Rolling Stone" zu. Seine Musik - Depp tourt derzeit mit seiner Band Hollywood Vampires - hätte ihn abgelenkt. "Ich habe mir morgens einen Wodka eingeschenkt und angefangen zu schreiben, bis die Tränen meine Augen füllten und ich das Blatt Papier nicht mehr sehen konnte", gesteht er. "Ich habe versucht, herauszufinden, womit ich das alles verdient hatte", sagt er. 

Schuld sieht er bei sich offenbar nicht. Die Klage gegen sein ehemaliges Management basiert auf der Taktik des Unwissenden. Sie hätten seine Finanzen geregelt, Geld verloren und ihn darüber im Unklaren gelassen. 

ls