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Verlobung mit James Matthews: Warum Pippa den besseren Mann bekommt als Kate

Der Verlobungsring kostete eine Viertelmillion, die Stadtvilla in London fast 20 Millionen Euro: Mit James Matthews hat sich Pippa Middleton einen schwerreichen Briten geangelt - und darf im Gegensatz zu ihrer Schwester Kate den Luxus genießen.

Von Catrin Bartenbach

Pippa und Kate Middleton

Die Middleton-Schwestern Pippa und Kate. Letztere heiratete 2011 Prinz William, Pippa ist nun ebenfalls mit einem Millionär verlobt.

Philippa Charlotte "Pippa" Middleton hätte es zur Herzogin in spe bringen können, hätte sie George Percy, ihren Freund aus Edinburgher Studienzeiten und Erben des reichen Herzogs von Northumberland, geheiratet. Damit wäre sie mit ihrer Schwester fast gleichgezogen, und das lästige Etikett "die Schwester von Kate mit der tollen Rückseite im Brautjungfernkleid" sehr elegant losgeworden. Doch sie begnügt sich mit einem Bürgerlichen.

Pippa kann den Luxus problemloser genießen als Kate

Begnügt sich? Bei näherem Hinsehen hat sie es vielleicht sogar besser getroffen als ihre ältere Schwester Kate, die seit ihrer Einheirat in die Royal Family lieber Catherine genannt werden möchte: Pippa hat sich einen derart unverschämt reichen Bräutigam geangelt, große Stadtvilla in Chelsea, einem der besten Stadtviertel Londons, und Privatjet inklusive, dass sie nie wieder über Geld nachdenken muss und shoppen gehen und Urlaube buchen kann, wie es ihr gefällt.

Anders als die Herzogin von Cambridge, die unter ständiger, strenger Beobachtung der Öffentlichkeit und der als äußerst sparsam geltenden Schwiegergroßmutter Elizabeth II. steht, und sich weder finanzielle noch sonstige Ausrutscher leisten kann, ohne dass ein weltweiter medialer Shitstorm auf sie niederkommt.

Wenn Miss Middleton, die jüngere, denn mit einem Jetset-Luxusleben ohne eigene Aufgabe an der Seite ihres Hedgefonds-Managers zufrieden ist. Immerhin ist sie Akademikerin und hat in der Vergangenheit mehrere Versuche unternommen, sich eine Karriere aufzubauen, zunächst als Event-Managerin - eine eigentlich nachvollziehbare Idee, da ihren Eltern ja ein sehr erfolgreicher Partyzubehör-Online-Shop gehört - und dann als Buchautorin und Kolumnistin in verschiedenen Medien, in allen Fällen leider nur mit mäßigem Erfolg. Sie wurde nie ganz den Ruf los, aus ihrer berühmten Verwandtschaft Kapital schlagen zu wollen, obwohl ihr die Verbindung zur königlichen Familie in dem Zusammenhang wahrscheinlich eher geschadet als genützt hat. 

Die Queen verpasste Pippa einen Maulkorb

Pippa Middleton

Selbst beim Joggen trägt Pippa ihren Verlobungs-Klunker

Ihr Party-Ratgeber-Buch "Celebrate" hätte trotz wenig originellen Inhalts wahrscheinlich einigermaßen erfolgreich sein können, wenn ihr der Buckingham Palast nicht starke Beschränkungen auferlegt hätte, wie und wo sie dafür werben durfte. Eine TV-Talkshow in den USA beispielsweise musste sie absagen, obwohl ihr ein Auftritt im dortigen nationalen Fernsehen unschätzbare PR für ihr Buch eingebracht hätte. Man fürchtete damals wohl, sie könne Interna über ihre Schwester ausplaudern, von der gerade oben-ohne-Urlaubsbilder geleakt worden waren.

Die einzigen Male, dass ihr allgemein in den Medien Respekt gezollt wurde, waren Anlässe, bei denen sie bei Wohltätigkeits-Sportwettbewerben reüssierte, denn außerordentlich sportlich sind sie beide, die Middleton-Mädchen. Sonst wurde Pippa weitgehend als Partygirl dargestellt, das bei gesellschaftlichen Veranstaltungen aller Art etwas zu eifrig das Scheinwerferlicht und ansonsten seit der Traumhochzeit ihrer Schwester 2011 recht dringend selbst einen Ehemann sucht.

Nun hat sie ihren Mr. Right gefunden, es bleibt abzuwarten, wie Pippa ihr Leben als Mrs. Matthews gestalten wird. Beim britischen Adel heiratet man mit dem Gatten immer auch mindestens einen Landsitz mit und muss dadurch Aufgaben als Gutsherrin übernehmen, so spannende Dinge wie den jährlichen Kirchenbasar zu eröffnen oder Besichtigungstouren durchs Schloss zu organisieren, um die nötigsten Renovierungsarbeiten am alten Gemäuer finanzieren zu können.

Kinder sind wohl fest geplant

Als Frau eines Geld-Adeligen bleibt ihr hingegen erstmal nichts zu tun, außer vielleicht das Haus in London neu einzurichten, oder sich nach einem passenden Landsitz umzusehen, den man als Wochenendrefugium erwerben könnte. Und bald geht das Paar sicher auch das Thema Familienplanung an, da sie schon 32 beziehungsweise 40 sind. Die Kinder werden sie wohl weitgehend selbst großziehen und nicht nur Nannys überlassen, ganz bürgerlich im Stil der Middletons, klassische Aufgabenteilung also, nichts Ungewöhnliches.

Zunächst darf man aber gespannt sein auf eine prachtvolle Hochzeit, eines der wichtigsten gesellschaftlichen Ereignisse, die es nächstes Jahr im Vereinigten Königreich geben wird, wenn auch ohne Fernsehübertragung.