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SAG Awards: So deutlich wenden sich Hollywoodstars gegen Trumps Einreisedekret

Es war eine beeindruckende Anti-Trump-Show: Etliche Hollywoodstars haben bei der Verleihung der SAG Awards gegen das Einreisedekret protestiert - darunter Ashton Kutcher und Julia Louis-Dreyfus. Die Gala wurde zur politischen Demonstration.

SAG-Awards: Ashton Kutcher

Ashton Kutcher startete bei den SAG-Awards den Reigen der Reden gegen die Politik von Donald Trump.

Gleich zu Beginn setzte Ashton Kutcher ein Zeichen gegen Donald Trump: Bei der Verleihung der SAG Awards in Los Angeles begrüßte er am Sonntagabend nicht nur die Zuschauer zuhause und im Saal, sondern auch alle "auf Flughäfen, die zu meinem Amerika gehören. Wir lieben euch und heißen euch willkommen", sagte Kutcher - und spielte damit auf das umstrittene des US-Präsidenten an. Etliche Hollywoodstars folgten seinem Beispiel.

, die den Preis als beste Schauspielerin in einer Comedy-Serie ("Veep") erhielt, wurde noch deutlicher und protestiere in ihrer Dankesrede lautstark: "Das Einreiseverbot ist ein Makel, und es ist unamerikanisch", sagte sie und bekam dafür viel Beifall. Sie erinnerte daran, dass ihr Vater ein Flüchtling aus dem von den Nationalsozialisten besetzten Frankreich gewesen sei.

Warnungen an Donald Trump

Die bewegendste Rede des Abends hielt Mahershala Ali. Der Schauspieler, der zum Islam konvertierte, wurde für seine Rolle im Film "Moonlight" ausgezeichnet. Er wies darauf hin, dass er Muslim sei und drückte seine Angst vor Diskriminierung und Ausgrenzung aus. "Wir sehen, was passiert, wenn man Menschen schikaniert", sagte Ali, "sie klappen in sich zusammen."

Emma Stone durfte den Preis als beste Hauptdarstellerin für "La La Land" entgegen nehmen und nimmt damit weiter Kurs auf einen Oscar. Auch sie bezog klar Stellung gegen und sagte: "Wir sind in einer kniffligen Zeit in unserem Land, und viele Dinge sind unentschuldbar und furchteinflößend und müssen angegangen werden."

Tosender Applaus für David Harbour

Vielfalt, Toleranz und Akzeptanz - diese Worte waren in vielen Dankesreden zu hören. David Harbour ("Stranger Things") wurde noch deutlicher: "Wir werden die Lügen hinter uns lassen und Monster jagen", sagte der 41-Jährige. "Und wenn wir verloren sind inmitten von Scheinheiligkeit und beiläufiger Gewalt, werden wir einigen Leuten ins Gesicht schlagen, wenn sie versuchen, die Schwachen zu zerstören." Für seine Rede erhielt Harbour tosenden Applaus.

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Neben politischen Reden gab es auch einige Überraschungssieger. Den Ensemble-Preis holte sich die Besetzung von "Hidden Figures" und ist damit im Oscar-Rennen. Denzel Washington holte sich am Sonntag den Preis als bester männlicher Hauptdarsteller für seine Rolle in der Filmadaptation des Theaterstücks "Fences". Die Preise wurden von Hollywoods Schauspielerverband SAG ( ) zum 23. Mal vergeben. Die SAG-Awards gelten als zuverlässige Vorboten für die Ende Februar anstehende Oscar-Verleihung.

mai