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Sechs Monate auf Bewährung Ex-"Bachelor" Sebastian Preuss nach illegalem Motorradrennen verurteilt

Sebastian Preuss
Sebastian Preuss trat 2020 in der RTL-Show "Der Bachelor" auf
© Steffi Adam/Geisler-Fotopress / Picture Alliance
Im Mai vergangenen Jahres verunglückte Sebastian Preuss bei einem verbotenen Motorradrennen. Der frühere "Bachelor" wurde nun wegen fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs verurteilt.

Ende Mai 2020 verunglückte Ex-"Bachelor" Sebastian Preuss bei einem Motorradunfall schwer. Der 31-Jährige zog sich komplizierte Brüche zu und verbrachte fünf Wochen im Krankenhaus. Zehn Tage lag er sogar auf der Intensivstation. "Mein Unterarm war gebrochen, mein Becken war mehrfach gebrochen und mein Unterschenkel war gebrochen. Insgesamt hatte ich neun Brüche", verriet Preuss rund drei Monate nach dem Unfall auf seinem Instagram-Account. Mit einer Reha und Physiotherapie kämpfte er sich in den Alltag zurück.

Nun hat der Unfall für Preuss aber noch ein juristisches Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft München II hat ihn wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens angeklagt. Vom Amtsgericht Wolfratshausen wurde der Münchner nun wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennens und fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt, ausgesetzt auf zwei Jahre.

Sebastian Preuss: Motorradunfall mit überhöhter Geschwindigkeit

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich Preuss vor seinem Unfall ein verbotenes Motorradrennen mit einem Freund geliefert hatte. In einer Kurve auf der Staatsstraße 2065 in Bayern verlor der frühere "Bachelor" die Kontrolle über das Fahrzeug, touchierte ein Auto im Gegenverkehr, raste über eine Böschung und wurde durch die Luft geschleudert. Nach Berechnungen eines Gutachters soll Preuss zum Zeitpunkt des Aufprall mit bis zu 130 Stundenkilometer unterwegs gewesen sein – erlaubt sind auf der Strecke 70 km/h.

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Die 207-PS-Maschine, die Preuss als Markenbotschafter von BMW testen durfte, war nach dem Unfall ein Totalschaden. Der 31-Jährige selbst musste schwerverletzt mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen und dort operiert werden. Bis heute sei er zu 70 Prozent schwerbehindert, seinen Beruf als Maler und Lackierer könne er nicht mehr ausüben.

Erschwerend kommt bei dem Urteil hinzu, dass der Profi-Kickboxer bereits Ende 2018 wegen eines illegalen Autorennens mit seinem Lamborghini auf der A8 verurteilt worden war. Damals musste er 4800 Euro Strafe zahlen und erhielt sechs Monate Fahrverbot. 

Seinen Führerschein musste Preuss bereits im vergangenen Jahr nach dem Unfall abgeben. Nun brummten ihm die Richter zu der Bewährungsstrafe weitere drei Monate Fahrverbot auf. "Es fühlt sich an, als ob man vom Himmel fällt und in der Hölle aufwacht", sagte Preuss vor Gericht.

Quellen:  "Merkur", "tz", Sebastian Preuss Instagram

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jum

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