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News aus Hamburg: Mariahilf-Klinik: Frau stirbt bei Geburt in Kreißsaal – ihr Neugeborenes überlebt

Mariahilf-Klinik: Frau stirbt bei Geburt im Kreißsaal, Neugeborenes überlebt +++ Lebenslang für Mord vor Fitnessstudio +++ Mehr Geld für Hamburger Grünanlagen gefordert +++ Führungen in Schmidt-Haus bald möglich +++ Einbrecher verstecken sich unter Kissenberg +++ News aus Hamburg.

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Die ärztliche Besetzung war laut der Mariahilf-Klinikleitung zum Zeitpunkt des tragischen Vorfalls "voll umfänglich" (Symbolbild)

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Mariahilf-Klinik: Frau stirbt bei Geburt im Kreißsaal, Neugeborenes überlebt

In der Helios-Mariahilf-Klinik in Heimfeld ist am Freitag vergangener Woche eine Frau während der Geburt ihres Kindes gestorben. Dies bestätigte ein Sprecher der Einrichtung gegenüber dem "Hamburger Abendblatt". Das Neugeborene überlebte dem Bericht zufolge. "Wir trauern mit der Familie und bedauern den Tod der Patientin sehr", wird aus einer Erklärung der Klinik zitiert. Auch den Mitarbeitern sei der Vorfall sehr nahegegangen, heißt es.

Es ist das zweite Mal binnen weniger Tage, dass das an der Stader Straße gelegene Krankenhaus in negativen Schlagzeilen steht. So war zu Wochenbeginn bekannt geworden, dass die Klinik in der vergangenen Woche zwischen Freitag und Montag gleich zweimal stundenlang ihren Kreißsaal aufgrund Personalmangels von der Notfallversorgung hatte abmelden müssen und in diesem Zuge auch mehrere schwangere Frauen abgewiesen hatte (hier lesen Sie die gesamte Geschichte).

Aufgekommenen Gerüchten, wonach es einen Zusammenhang zwischen dem Tod der Frau und dem Personalmangel gebe, wies die Klinikleitung gegenüber dem "Hamburger Abendblatt" entschieden zurück. "Die ärztliche Besetzung war zu diesem Zeitpunkt voll umfänglich: Es waren drei Chefärzte, zwei Oberärzte, ein Assistenzarzt und zwei Hebammen anwesend", sagte Geschäftsführer Philip Fröschle der Zeitung. Zudem habe sich der Todesfall außerhalb der temporären Kreißsaal-Sperrung ereignet und stehe damit in keinem Zusammenhang. Stattdessen sprach Fröschle von einer bislang "einmaligen Reihung von unglücklichen Ereignissen".

Laut "Abendblatt" hat die Klinik die Gesundheitsbehörde über den Todesfall am vergangenen Freitag informiert. 

Quelle: "Hamburger Abendblatt"

Mord vor Fitnessstudio: Täter zu lebenslanger Haft verurteilt

Wegen heimtückischen Mordes hat das Landgericht Hamburg einen 23-Jährigen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Der Angeklagte habe dem 26 Jahre alten Opfer am 13. Juli vergangenen Jahres vor einem Fitnessstudio im Stadtteil Steilshoop aufgelauert und mit mindestens drei Schüssen aus einem Revolver getötet, sagte die Vorsitzende Richterin am Freitag. Mit der Strafe entsprach das Schwurgericht der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Der Deutsch-Afghane hatte sich mit seinem Landsmann um 8.000 Euro gestritten. Das Geld hatte der Angeklagte dem Bekannten ein Jahr zuvor geliehen, aber nicht zurückbekommen. Der Streit eskalierte, als dem 23-Jährigen vorgeworfen wurde, er habe öffentlich über die Schulden des Bekannten gesprochen. Es sei dem Angeklagten schließlich nicht mehr auf die Rückzahlung des Geldes angekommen, sondern vor allem auf die Wiederherstellung seiner Ehre. "Der Angeklagte wollte nicht als Schwächling dastehen", sagte die Richterin.

Garten- und Landschaftsbauer fordern mehr Geld für Parks

Zum Fortbestand Hamburger Parks und Grünanlagen haben Garten- und Landschaftsbauer ausreichend finanzielle Mittel von der Politik gefordert. Es gehe nicht darum, immer größer, höher und weiter zu planen, berichtete ein Wegbereiter der Internationalen Gartenschau 2013 in Hamburg, Hanns-Jürgen Redeker, am Freitag. Benötigt würden durchdachte Konzepte und finanzielle Mittel für den Erhalt der bestehenden grünen Infrastruktur. "Nur dann kann diese ihre Aufgaben erfüllen, erholsame Frei- und Lebensräume für Menschen und Tiere zu schaffen und das Klima in Städten positiv zu regulieren", teilte der frühere Verbandschef anlässlich des 50-Jährigen Bestehens des Fachverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hamburg (FV HH) mit.

Für private Gärten haben Experten einen Wandel ausgemacht: "Die eigene Persönlichkeit im Garten auszudrücken, ist ein starker Trend. Der Garten wird als erweiterter Wohnraum begriffen, und selbst kleinste Gartenräume werden Teil des gesamten Wohnkonzeptes", berichtete Landschaftsarchitekt Bernd Franzen (Gartenplus GmbH, Jüchen) zur Fachtagung des Verbands. Statt eigene Gärten mit Kieselsteinen dicht zu schütten, gebe es eine Rückbesinnung auf die Natur und die Pflanze. "Die Kunden möchten keine Palmen im Garten, sondern lieber einen heimischen Apfelbaum", hielt Franzen fest.

Führungen durch das Haus von Helmut Schmidt bald buchbar

Führungen für kleine Gruppen durch das Privathaus von Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt und seiner Frau Loki in Hamburg-Langenhorn sind ab dem 5. April möglich. Buchungen für diesen Termin können vom 23. Februar an über die Internetseite www.helmut-schmidt.de vorgenommen werden, wie die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung am Freitag mitteilte.

Bis zu 24 Plätze stehen an einem Tag pro Monat zur Verfügung. Weitere Termine sollen quartalsweise freigeschaltet werden. Die Stiftung will die Anzahl der Führungen in den kommenden Jahren steigern.

Die Schmidts wohnten seit 1961 in der recht bescheidenen Immobilie am Neubergerweg 80 im Norden der Stadt. Hierhin lud Helmut Schmidt ausländische Staatschefs wie Valéry Giscard d'Estaing und Weltpolitiker wie Henry Kissinger ein. Das Haus soll entsprechend dem Testament der Schmidts unverändert als Gedächtnisort bewahrt werden. Alles soll weiter so aussehen wie zu Lebzeiten Schmidts. Helmut Schmidt war im November 2015 kurz vor Vollendung seines 97. Lebensjahrs in seiner Heimatstadt Hamburg gestorben.

Helmut Schmidt Wohnzimmer Hamburg News

Flur und Wohnzimmer des Hauses von Helmut Schmidt. Alles in der Wohnung ist noch so wie vor seinem Tod. Das Haus sollte nach dem Testament des Ausnahme-Hamburgers unverändert als Gedächtnisort verbleiben. Der Alt-Kanzler hatte seit 1961 in dem schlichten Anwesen gelebt.

DPA

Unter einem Berg Kissen: Kita-Einbrecher versuchen sich vor Polizeihund zu verstecken

Zwei 17 und 19 Jahre alte Einbrecher, die sich am frühen Donnerstag in Hamburg-Wilhelmsburg Zugang zu einer Kindertagesstätte verschafft hatten, wurden vorläufig festgenommen. Das berichtet die Polizei. Zuvor waren die Beamten über einen Einbruchsalarm in der Sanitastraße informiert worden. Mit zu dem Einsatz nahmen die Beamten den Diensthund "Rebell". Die beiden Diebe waren wohl durch ein offenstehendes Fenster in die Rückseite des Gebäudes gelangt. 

Beim Eintreffen in der Kindertagesstätte umstellten die Beamten das Gebäude und begannen mit dem Zugriff. Polizeihund "Rebell" lief sofort ins Dachgeschoss. Dort schmiss der Vierbeiner seine Super-Nase an - und entdeckte die beiden Einbrecher unter einem großen Berg aus Kissen. 

Hamburger Bezirksämter bleiben wegen Personalversammlung geschlossen

Wegen einer Personalversammlung bleiben die Hamburger Bezirksämter am Montag (11. Februar) bis zum Nachmittag geschlossen. In der Zeit von 8 bis 14 Uhr sei in allen Dienststellen mit "erheblichen Einschränkungen bei der telefonischen und persönlichen Erreichbarkeit" zu rechnen, heißt es in einer Mitteilung des Senats. Trotz eines eingerichteten Notdienstes im Bezirksamt Harburg werde empfohlen, Besuche auf einen anderen Termin zu verschieben. Schriftliche Anträge könnten aber jederzeit über die jeweiligen Hausbriefkästen abgegeben werden.

Mehr Schwarzfahrer in Hamburg - Millionenschaden für die Bahn 

Die Zahl der Schwarzfahrer in Hamburg ist auch im vergangenen Jahr gestiegen. Mehr als 80.000 Menschen wurden 2018 in den S-Bahnen der Hansestadt ohne gültigen Fahrschein erwischt. Das berichtet die "Hamburger Morgenpost". Die Quote stieg demnach von 4,5 auf 5 Prozent. Die Zahlen gehen aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage des CDU-Verkehrsexperten Dennis Thering hervor. Darin heißt es weiter, dass in den S-Bahnen häufiger kontrolliert wurde wie in den letzten Jahren - nämlich 81.300 Mal. 2017 sollen es knapp 10.000 Kontrollen weniger gewesen sein. Bei der Hochbahn, die in Hamburg das U-Bahn-Netz betreibt, wurden die Kontrollen dagegen von ca. 137.000 auf etwa 135.000 zurückgefahren. Ärgerlich für beide Betreiber: In fast 50 Prozent aller Fälle zahlen die Schwarzfahrer das verhängte Bußgeld nicht. Von den insgesamt 6,5 Millionen kamen nur etwas mehr als 3,8 Millionen bei den Verkehrsbetrieben an. 

Der Hamburger Verkehrsverbund schätzt den durch entgangenen Fahrtkosteneinnahmen entstandenen Schaden sogar auf mehr als 20 Millionen Euro. 


News aus Hamburg von Donnerstag, 7. Februar

Polizei beobachtet linke WG mit versteckter Kamera in Cola-Flasche

Die heimliche Beobachtung mit einer in einer Cola-Flasche versteckten mutmaßlichen Polizei-Kamera empört die Bewohner eines linken Hausprojekts im Hamburger Schanzenviertel. Sie seien durch einen Hinweis auf die im Fenster eines Altenheims auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehende Flasche aufmerksam geworden, teilten die Bewohner des Hausprojekts Kleiner Schäferkamp 46 am Donnerstag mit. Damit konfrontiert, habe der Leiter des Altenheims erklärt, dass die Polizei die Kamera vor einigen Monaten dort installiert habe. Inzwischen sei die Kamera entfernt worden. Die Hamburger Polizei wollte sich auf dpa-Nachfrage nicht zu dem Vorfall äußern. "Dazu sagen wir nichts", meinte ein Sprecher.

Die Kamera war laut Bewohnern so angebracht worden, dass sie die gesamte Gebäudefront, einschließlich Gehweg, erfassen konnte. In dem Haus seien neben Wohnungen auch ein linker Infoladen und weitere Projekträume untergebracht.

"Die Polizei hatte wegen der Drogenproblematik im Schanzenpark angefragt", sagte der Heimleiter nach dem Gespräch mit den Bewohnern am Mittwoch der Tageszeitung "taz". Deshalb habe man der Installation der Kamera auch nicht widersprochen. Sie sei zudem regelmäßig von einem IT-Fachmann der Polizei gewartet worden.

"Es ist ein Skandal. Ich fühle mich wie in einem Überwachungsstaat", sagte eine der Bewohnerinnen. "Wie kann es sein, dass sich ein Altenheim zum Handlanger der Polizei Hamburg macht?" Sie fühle sich in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt. Der Anwalt des Projekts schätzte die Überwachung als rechtswidrig ein und kündigte Rechtsmittel an.

Per 5G: Hochgeschwindigkeits-Internet für die Wohnung

Kurz vor Abschluss eines Tests von Hochgeschwindigkeitsinternetanschlüssen auf der Basis von 5G-Technologie in Hamburg hat Telefónica Deutschland eine positive Zwischenbilanz gezogen. "Die Erfahrungen sind bisher vielversprechend", sagte Sprecher Jörg Borm am Donnerstag in der Hansestadt. Mit den in diesem Test erstmals konkret genutzten 5G-Frequenzen im 26 GHz-Band sei es möglich, mit mehreren Gigabit pro Sekunde blitzschnell im Internet zu surfen.

Es geht um eine drahtlose Anbindung vom einem Verteilerkasten in eine Wohnung. Die Technologie "Fixed Wireless Access" (FWA) auf Basis der fünften Mobilfunkgeneration 5G ist vor allem für ländliche Gegenden und Kleinstädte gedacht und soll laut Unternehmen eine Alternative zum klassischen DSL- oder Kabel-TV-Anschluss sein. Der Vorteil der hohen Frequenz, die sich ähnlich wie Licht ausbreite, liege in der erzielbaren Bandbreite, erklärte Telefónica. Die Reichweite liege maximal bei einem Kilometer. Dickes Mauerwerk sei eine Herausforderung, aber es gebe dafür Lösungen, sagte Borm.

Der dreimonatige Test, an dem rund 20 Kunden in der Hansestadt teilnahmen, sollte nach Angaben von Telefónica zeigen, ob Haushalte auch ohne das aufwendige Verlegen von Glasfaserleitungen mit hochqualitativen Gigabit-Anschlüssen versorgt werden können.

Elfjährige läuft bei Rot über die Straße und wird erfasst

Ein elfjähriges Mädchen ist bei seinem Weg in die Schule in Hamburg-Hummelsbüttel von einem Auto angefahren und schwer verletzt worden. Das Kind sei am Mittwochmorgen bei Rot über den Poppenbütteler Weg gerannt, um einen Bus zu erreichen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Dabei sei die Elfjährige vom Auto einer 28-Jährigen erfasst worden. Die junge Frau habe den Unfall trotz einer Vollbremsung nicht mehr verhindern können. Das Mädchen wurde den Angaben zufolge beim Sturz an Hüfte und Bein verletzt. Lebensgefahr bestehe nicht.

HVV-Tarif ab Jahresende auch in Nordniedersachsen gültig

Pendler aus dem nördlichen Niedersachsen können künftig mit preisgünstigen Wochen-, Monats- und Jahreskarten des Hamburger Verkehrsverbundes HVV in die Hansestadt fahren. Eine entsprechende Regelung, die vom Fahrplanwechsel am 15. Dezember an gilt, vereinbarten Niedersachsen und Hamburg am Donnerstag. Der HVV-Tarif für Zeitkarten gilt damit bis auf wenige Ausnahmen in den Landkreisen Uelzen, Heidekreis, Rotenburg und Cuxhaven im regionalen Bahnverkehr. Auf Teilabschnitten werden auch Einzel- und Tageskarten zum HVV-Tarif angeboten. Die Länder und Landkreise ermöglichen die günstigeren Fahrkarten mit einer jährlichen Millionenförderung.

Hamburger Fluggäste können jetzt beim Warten Klavier spielen

Die Zeit bis zum Abflug können sich Reisende am Hamburger Airport mit Klaviermusik vertreiben. Im Sicherheitsbereich in der Nähe des Terminal 2 stehe ein Flügel bereit, teilte der Helmut-Schmidt-Airport am Donnerstag mit. Damit könnten Passagiere sich und anderen Gästen die Zeit bis zum Abflug angenehmer gestalten. Videos und Bilder des Gastauftritts können unter dem Hashtag #HAMtalent in den sozialen Netzwerken geteilt werden, wie der Flughafen mitteilte. Die Idee unter dem Motto "Was wäre ein Airport ohne Flügel?" stamme von den Flughafen-Mitarbeitern. Ob "Über den Wolken" von Reinhard Mey zu hören sein wird, bleibt abzuwarten.

Schwäbischer Whisky darf nicht "Glen Buchenbach" heißen

Der nahe Stuttgart gebrannte Whisky "Glen Buchenbach" darf nicht länger so heißen. Das Landgericht Hamburg urteilte am Donnerstag, dass mit dem Namensbestandteil "Glen" die besonders geschützte geografische Angabe "Scotch" beeinträchtigt werde und folgte damit einer Klage der schottischen Whisky-Produzenten. Das bestätigte ein Gerichtssprecher in Hamburg.

Durch die EU-Spirituosenverordnung werde nicht allein die direkte Verwendung der geografischen Herkunftsbezeichnung geschützt, sondern auch angrenzende irreführende Bezeichnungen. Dabei sei auf das einzelne Wort abzustellen, nicht auf den Gesamteindruck des Produkts. Klarstellende Hinweise auf der Verpackung zur Herkunft seien nicht ausreichend. Die meisten Whiskys in Europa mit dem Namensteil "Glen" seien jedoch schottischen Ursprungs. 

News aus Hamburg

Eine Flasche des Whiskys "Glen Buchenbach"

DPA

Rätselhafter Gestank auf Hamburgs Straßen - Viele Notrufe

Ein rätselhafter Gestank in Hamburgs Straßen hat in der Nacht zum Donnerstag einen großen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Seit den Abendstunden wählten viele Hamburger den Notruf und meldeten einen beißenden Geruch in der Luft, wie die Feuerwehr mitteilte.

Die Rettungskräfte machten sich mit fünf speziellen Messfahrzeugen auf den Weg in den Hamburger Osten. Vor allem aus den Stadtteilen Uhlenhorst, Eilbek und Wandsbek meldeten sich viele Menschen bei der Feuerwehr. Die Behörden empfahlen den Anwohnern, Fenster und Türen zu schließen.

Ohne die Quelle des üblen Geruchs gefunden zu haben, kehrte die Feuerwehr am frühen Morgen in die Wachen zurück. "Der Geruch nimmt ab. Eine Ursache konnte nicht lokalisiert werden.", teilten die Einsatzkräfte via Twitter mit. Den Angaben zufolge waren die Anrufe vor allem aus den Stadtteilen St. Georg, Uhlenhorst, Eilbek und Wandsbek eingegangen."Wir können aber sagen: Eine Gefahr für die Gesundheit besteht nicht", betonte ein Sprecher der Polizei.

Giftalarm in HHLA-Kantine am Burchardkai: 18 Betroffene

Bei einem mysteriösen Unfall in einer Kantine des Hafenunternehmens HHLA am Burchardkai sind sechs Personen verletzt worden. Sie hätten am Mittwoch über Kopfschmerzen und Atemwegsreizungen geklagt, sagte ein Feuerwehrsprecher. Auch ein Feuerwehrmann, der die ersten drei Patienten im Rettungswagen ins Krankenhaus begleitet hatte, klagte demnach über Kopfschmerzen. In ersten Tests wurden aber keine Gase oder gefährliche Stoffe festgestellt. Zwölf Feuerwehrleute seien präventiv untersucht worden, sagte der Sprecher weiter. Zunächst hatten Medien darüber berichtet.

Über die Ursache des Zwischenfalls war zunächst nichts bekannt. Einige Mitarbeiter hätten erklärt, sie hätten einen Azetongeruch bemerkt, andere aber nicht, sagte der Sprecher. Alle Betroffenen wurden entkleidet und geduscht. Die Kleider wurden untersucht. Keiner der Patienten befinde sich in einem kritischen Zustand, betonte der Feuerwehrsprecher.

Polizei rückt wegen Lärmbelästigung an - "Alexa"-Lautsprecher hatte sich selbständig gemacht

Laute Musik aus einer Vielzahl von Lautsprechern mit Alexa-Sprachsteuerung hat in Hamburg zu einem Polizeieinsatz geführt. Nachbarn hatten am Samstag im Stadtteil Othmarschen die Polizei alarmiert, nachdem die Nacht über Musik gelaufen war, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte. Die Beamten bemerkten, dass in der Wohnung im ersten Stock Licht brannte, und dass das Auto des 39 Jahre alten Wohnungsbesitzers auf der Straße stand. Da sie einen Notfall nicht ausschließen konnten, seien Beamte mit einer Leiter angerückt und hätten in die Wohnung geschaut. Sie hätten niemand sehen können, aber Schlüssel und Jacke seien zu erkennen gewesen, sagte der Polizeisprecher. Daraufhin hätten sie die Feuerwehr gerufen, die "die gut gesicherte Tür" aufschneiden musste. Kaum seien die Beamten in der Wohnung gewesen, sei der 39-jährige gekommen. Zuvor hatte die "Hamburger Morgenpost" darüber berichtet.

Laut "Mopo" hatte der 39-Jährige insgesamt neun mit der Alexa-Sprachsteuerung ausgestattete Lautsprecher, aus denen stundenlang Hip-Hop-Musik dröhnte. Warum sie sich nachts eingeschaltet und Musik mit maximaler Lautstärke gespielt hätten, sei ihm unklar, sagte der Mann. Eigentlich sei er von der Technik angetan gewesen. "Nun werde ich in Zukunft die Dinger aber abschaffen", zitierte ihn die Zeitung. Ein Sprecher von Amazon sagte der Deutschen Presse-Agentur, das Unternehmen sei über den Vorfall unterrichtet worden und untersuche ihn.

Hamburger Hafen legt bei Umsatz und Gewinn zu

Der Hamburger Hafen hat Umsatz und Gewinn im vergangenen Jahr dank eines leicht höheren Containerumschlags gesteigert. Dabei habe sich das Marktumfeld im zweiten Halbjahr eingetrübt, teilte die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) am Donnerstag anhand vorläufiger Zahlen mit. So legte der Umsatz 2018 um 3 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro zu. Das Betriebsergebnis nahm um 18 Prozent auf 204 Millionen Euro zu.

Der börsennotierte Teil der HHLA, die Hafenlogistik, trägt weiterhin den Löwenanteil bei. Deren Umsatz lag mit 1,26 Milliarden Euro in etwa auf Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis stieg dagegen von 157 Millionen auf 188 Millionen Euro. Allerdings hatte der Konzern im Vorjahr Einmalaufwendungen von 25 Millionen Euro verbucht. "Die von uns vor einem Jahr prognostizierten anspruchsvollen Ziele wurden erreicht und teilweise sogar übertroffen", kommentierte Konzernchefin Angela Titzrath die Ergebnisse. Die ausführlichen Zahlen sowie den Ausblick für das neue Geschäftsjahr will HHLA am 27. März veröffentlichen.

Baustelle Max-Brauer-Allee kommt erst 2021

Die für dieses Frühjahr vorgesehene Sanierung der Max-Brauer-Allee in Hamburg-Altona wird bis ins Jahr 2021 verschoben. Dies sei erforderlich geworden, weil der benachbarte Lessingtunnel durch Bauarbeiten der Deutschen Bahn von Mitte Mai bis Ende November erneut voll gesperrt werde, teilte die Verkehrsbehörde am Donnerstag mit. Dafür müsse die Max-Brauer-Allee als Umleitungsstrecke zur Verfügung stehen. Vor allem vom 27. Juni bis zum 8. August werde die Straße für den Busverkehr als Ersatz für die S-Bahn-Verbindung (Holstenstraße bis Othmarschen) und vor allem für die Busanfahrt an den Bahnhof Altona benötigt.

Elbtunnel wird eine Nacht voll gesperrt

Der Elbtunnel in Hamburg wird in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar komplett gesperrt. Grund sei ein nächtlicher Testbetrieb der neuen Schaltzentrale des Elbtunnels, berichtete das "Hamburger Abendblatt" am Mittwoch. Dafür müssten in der Nacht von Samstag auf Sonntag Mitte Februar alle vier Tunnelröhren für den Verkehr dicht gemacht werden. Die Verkehrsleitzentrale bestätigte die Sperrung. Sie kündigte für Autofahrer auf der A7 an, Ausweichrouten bekanntzugeben.

Der Hamburger Elbtunnel war zuletzt im Juli für eine Nacht komplett geschlossen worden. Damals waren es Vorbereitungsarbeiten für die Erweiterung der A7 südlich des Tunnels von sechs auf acht Spuren.


News aus Hamburg von Mittwoch, 6. Februar

Nagellacksammlung einer Hamburgerin stellt Weltrekord auf

Eine Hamburgerin besitzt die größte Nagellacksammlung der Welt. Exakt 11.027 kleine und große Fläschchen haben zwei Juristen in der Wohnung von Carolin Gorra gezählt. Das Rekord-Institut für Deutschland hat ihr den Weltrekord deshalb offiziell bestätigt. Die studierte Betriebswirtin sammelt Lacke aus aller Herren Länder und in jeder Farbe, Form und Dekoration. Rund 100 bis 200 Euro gibt sie dafür monatlich aus.

Nur ein geringer Teil der Sammlung wird von ihr auch aktiv genutzt. Etwa zehn Prozent der Nagellacke landen auch auf ihren Fingern. Dabei bevorzugt die 39-Jährige grelle, auffällige Farben. "Rot oder dezent - das ist nicht meins! Die krassen Farben sind der eigentliche Spaß für mich", sagte die gebürtige Pasewalkerin (Mecklenburg-Vorpommern) der Deutschen Presse-Agentur. Von Mai an wird Gorra einen Teil ihrer Sammlung in einem Museum im Kreis Ostholstein ausstellen.

Landgericht entscheidet über schwäbisch-schottischen Whiskey-Streit

Das Landgericht Hamburg entscheidet am Donnerstag (11.00 Uhr) über den Streit zwischen schottischen Whisky-Produzenten und der schwäbischen Spirituosen-Brennerei Klotz um den Namensteil "Glen". Die 27. Zivilkammer hatte den Parteien nach einer Verhandlung im Dezember bis zum 17. Januar Zeit gegeben, um sich zu vergleichen. Die Frist ist verstrichen, nun kommt es zum Urteil.

Der schottische Whisky-Verband hatte der Brennerei aus Berglen bei Stuttgart untersagen wollen, ihren Whisky "Glen Buchenbach" zu nennen. Das Wort "Glen" (gälisch, "kleines Tal") sei schottischen Ursprungs und wecke beim Verbraucher die gedankliche Verbindung zu schottischem Whisky, einem "Scotch", argumentiert die Vereinigung. Der Begriff "Scotch" ist eine von der EU geschützte Herkunftsbezeichnung, ähnlich wie "Champagner" oder "Prosecco" für Schaumweine aus bestimmten Regionen Frankreichs und Italiens.

News aus Hamburg

Eine Flasche des Whiskys "Glen Buchenbach"

DPA

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte den Fall (Rechtssache C44/17) bereits im Juni vergangenen Jahres auf dem Tisch und hat ihn an die deutsche Justiz zurückgeschickt. Mit einigen Hinweisen: Das Gericht müsse prüfen, ob ein "normal informierter, angemessen aufmerksamer und verständiger europäischer Durchschnittsverbraucher" an die geschützte Angabe "Scotch Whisky" denke, wenn er ein ähnliches Produkt mit dem nicht geschützten Namensteil "Glen" vor sich habe.

Das Hamburger Landgericht muss nun entscheiden, ob das Wort "Glen" Assoziationen zu Schottland und damit zu schottischem Whisky weckt. Der Anwalt der Waldhornbrennerei Klotz argumentiert, dass "Glen" für "Scotch" gar keine Rolle spiele. Lediglich drei Prozent des in Deutschland verkauften Whiskys trügen den Namensbestandteil "Glen". Dagegen erklärte die Anwältin der schottischen Whisky-Produzenten, dass gerade die höherwertigen Whiskysorten aus Schottland diesen Namensbestandteil enthielten und es sich nicht lediglich um eine Anspielung auf eine geschützte Bezeichnung handele, sondern um eine gezielte Irreführung des Verbrauchers.

Festnahme nach Messerangriff bei Ikea

Zwei Tage nach dem Angriff auf einen jungen Mann bei Ikea in Hamburg-Schnelsen hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Der 26-Jährige habe sich einem Betreuer offenbart, der daraufhin die Beamten verständigte, teilte ein Polizeisprecher mit. Der Verdächtige sei am Montag abgeführt worden und werde von der Mordkommission vernommen. In welchem Verhältnis der 26-Jährige zu dem Betreuer steht, wurde nicht mitgeteilt.

Am Samstagabend war ein 22-Jähriger am Ausgang des Möbelhauses durch einen Stich in den Rücken verletzt worden. Der Täter flüchtete nach dem Angriff. Der schwer verletzte 22-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Günther Fielmann übergibt mehr Aufgaben an den Sohn

Brillenkönig Günther Fielmann (79) zieht sich weiter aus dem Vorstandsgeschäft zurück. Im laufenden Geschäftsjahr werde sein Sohn Marc (29) als Vorstandsvorsitzender der Fielmann AG auch für die Unternehmensstrategie verantwortlich sein, teilte der Vorstand am Dienstag in Hamburg mit. Als im April 2018 beide eine Doppelspitze in der Führung bildeten, übernahm Marc Fielmann das Tagesgeschäft. Die damals verabschiedete Struktur wurde als weiterer Schritt in der Nachfolgeplanung des Unternehmens angekündigt. Marc war damals schon seit zwei Jahren im Vorstand für Marketing zuständig.

Firmengründer Günther Fielmann behält die Richtlinienkompetenz und will den Angaben zufolge seine Expertise weiterhin einbringen. Er hat dem Aufsichtsrat angeboten, seine Vorstandsbezüge auf den symbolischen Betrag von einem Euro zu reduzieren. Der Aufsichtsrat habe darauf basierend eine neue Geschäftsordnung verabschiedet, teilte das Unternehmen mit. 2018 lag die Vergütung der familiären Doppelspitze nach deren Angaben bei rund 6,0 Millionen Euro. Aus dem sechsköpfigen Vorstand scheidet Stefan Thies zum 30. Juni aus, der sich verändern möchte. Seine Ressorts Personal, Controlling und IT werden vom verbleibenden Vorstand übernommen.

HSH Nordbank hat nun einen neuen Namen

Zwei Monate nach der Privatisierung führt die HSH Nordbank nun offiziell den neuen Namen Hamburg Commercial Bank. Die Umfirmierung zur privaten Geschäftsbank sei mit der Eintragung in den Handelsregistern von Hamburg und Kiel am Montag formal abgeschlossen, teilte das Institut mit. Das Firmenschild an der Hamburger Zentrale wurde ausgetauscht, die Webseite und das grafische Erscheinungsbild erneuert. Die ehemalige Landesbank für Hamburg und Schleswig-Holstein war nach jahrelangen Krisen und einer Intervention der EU-Kommission Ende November an US-Investoren verkauft worden.

Die Bank richte den Blick nun nach vorn und setze bereits Akzente in der Geschäftsentwicklung. "Wir werden aus unserer gefestigten Position in Deutschland auch über die Grenzen hinaus aktiv, etwa im gewerblichen Immobiliengeschäft", sagte Vorstandschef Stefan Ermisch. Bei gewerblichen Projektfinanzierungen in den Segmenten Immobilien, erneuerbare Energien und Infrastruktur gehöre die Hamburg Commercial Bank zu den Marktführern.

In einem ersten Schritt will die Bank fast ausschließlich in den digitalen Medien werben und den neuen Markenauftritt bekannt machen. Ab März sei die Bank dann auch auf stationären Werbeflächen präsent, etwa an Flughäfen.

Doppelmord am Jungfernstieg: Plädoyer der Verteidigung

Im Prozess um die tödliche Messerattacke auf eine Mutter und ihre einjährige Tochter an der Hamburger S-Bahnstation Jungfernstieg wird am Dienstag das Plädoyer der Verteidigung erwartet. Die Staatsanwaltschaft hatte ebenso wie die Nebenkläger eine lebenslange Freiheitsstrafe für den Angeklagten gefordert. Es sei zudem die besondere Schwere der Schuld festzustellen, hatte die Vertreterin der Anklage vor dem Hamburger Landgericht erklärt. Der 34-Jährige habe den Doppelmord aus niedrigen Beweggründen und heimtückisch begangen, um die Mutter seines Kindes zu bestrafen.

Wird eine lebenslange Freiheitsstrafe verhängt und die besondere Schwere der Schuld festgestellt, ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren rechtlich zwar möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen.

Der Angeklagte aus dem westafrikanischen Niger hatte vor Gericht gestanden, seine Ex-Partnerin - eine fünffache Mutter - und die gemeinsame kleine Tochter am 12. April 2018 vor den Augen zahlreicher Passanten mit einem Messer getötet zu haben. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass der Hintergrund der Bluttat ein Sorgerechtsstreit mit der ursprünglich aus Neustrelitz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) stammenden Frau war.

Trotz Streikende Verpätungen am Hamburg Airport

Auch nach dem Ende des Warnstreiks des Bodenpersonals am Hamburger Flughafen müssen sich Passagiere am Dienstag weiter auf Ausfälle und Verspätungen einstellen. Zwar starteten ab 6.00 Uhr wieder die ersten Flugzeuge, im Laufe des Vormittags gebe es allerdings noch rund elf Ausfälle, sagte eine Sprecherin des Flughafens. Alle betroffenen Reisenden sollen sich bei den jeweiligen Fluggesellschaften informieren. Im Laufe des Tages soll sich der Flugbetrieb normalisieren.

Am Montag waren aufgrund des Streiks rund 220 von 388 Flügen am Hamburger Flughafen ausgefallen. Am Nachmittag wurden alle geplanten Landungen abgesagt, weil die Flüge nicht mehr abgefertigt werden konnten.

Erster Bürgermeister Tschentscher spricht vor Übersee-Club

Vor dem Übersee-Club will Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) heute seine Vorstellungen von der "Zukunftsstadt Hamburg" vorstellen und Chancen des technologischen Fortschritts aufzeigen. "Die Idee dieser besonderen Rede ist, eine grundsätzliche Perspektive über ein für die Stadt zentrales Thema zu entwickeln", sagte Übersee-Club-Präsident Michael Behrendt, der zu dem Abend ins Helmut Schmidt Auditorium der Bucerius Law School eingeladen hat. 1922 gegründet, bietet der traditionsreiche und exklusive Club bedeutenden Persönlichkeiten seit Jahrzehnten ein Forum für Vorträge. Vor Tschentscher haben auch dessen Vorgänger dort Reden gehalten.

News aus Hamburg von Montag, 4. Februar:

Drogendealer flüchtet: Polizei schießt in Altona auf Auto

Bei der Verfolgung eines mutmaßlichen Drogenhändlers hat die Polizei in Hamburg auf den Fluchtwagen geschossen. Der 23-jährige Deutsche sei danach zu Fuß weitergeflüchtet und in einem Hinterhof festgenommen worden, teilte die Polizei  mit.

Nach ersten Erkenntnissen hätten zunächst Zivilfahnder im Bereich St. Pauli den Verdächtigen beobachtet. Wenig später sollte dieser demnach kontrolliert werden. Er sei mit einem Mietwagen unterwegs gewesen und habe plötzlich gewendet. Streifenwagen hätten dann die Kreuzung Holstenstraße/Max-Brauer-Allee in Altona blockiert. Der Flüchtende sei dort über den Gehweg gefahren.

Auf dem Fußweg wollten Polizisten das Fahrzeug anhalten, wie es hieß. Dabei sei es zu einer Schussabgabe auf das Fahrzeug gekommen. Der Verdächtige fuhr noch ein Stück weiter und floh dann zu Fuß. Am Fluchtweg fanden Polizisten später eine "ersten Erkenntnisse zufolge nicht geringe Menge einer wahrscheinlichen Droge - mutmaßlich Marihuana".

Halbblind und betrunken: Polizei stoppt Mann mit 2,4 Promille

Nicht einmal 100 Fahrzeuge kontrollierte die Polizei in der vergangenen Woche binnen vier Tagen. Die Bilanz ist erschreckend. Denn insgesamt stellten die Beamten dabei 103 Verstöße fest. So erwischte sie auf der A255 einen 22-jährigen Fahranfänger, der mit 190 statt der erlaubten 80 km/h unterwegs war. Ihm drohen nun 1200 Euro Bußgeld, drei Monate Fahrverbot und eine Nachschulung. Ein 36-Jährige entpuppte sich als ganz besonderer Fall. Der Mann besaß keinen Führerschein, war auf einem Auge blind und war mit einem Atemalkoholwert von 2,37 Promille im Auto seiner Frau unterwegs. Ein 50-jähriger Motorradfahrer verwechselte die Straße mit einer Rennstrecke. Er raste trotz Glätte auf seiner Rennmaschine mit 140 statt 50 Sachen über die Köhlbrandbrücke. Insgesamt erwischte die Hamburger Polizei 64 Temposünder, jeder zehnte der kontrollierten Fahrzeugführer stand unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln.

Vier Festnahmen nach Raubserie in Hamburger Innenstadt

Zivilfahnder der Polizei haben in der Hamburger Innenstadt vier mutmaßliche Räuber im Alter von 14 und 15 Jahren festgenommen. Die Jugendlichen sollen innerhalb von zwei Wochen in sieben Fällen rund um die Binnenalster und am Jungfernstieg andere Heranwachsende ausgeraubt haben, teilte die Polizei am Montag mit.

Hierbei forderten sie den Angaben zufolge unter Androhung körperlicher Gewalt und teils mit vorgehaltenem Messer oder Pfefferspray die Herausgabe von Wertgegenständen wie Handys oder Bargeld. Ein weiterer Tatverdächtiger im Alter von 15 Jahren sei zwischenzeitlich ebenfalls identifiziert worden.

Die Jugendlichen wurden laut Polizeibericht am vergangenen Donnerstag festgesetzt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen seien sie wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Vierzig Obdachlose ziehen in alte Harburger Polizeiwache

Ein Dach über dem Kopf - und dann auch noch in einer alten Hamburger Polizeiwache: In der Nöldekestraße im Hamburger Stadtteil Harburg ziehen heute vierzig Obdachlose ein. Es handelt sich dabei um junge Männer, die Probleme haben, auf dem freien Wohnungsmarkt eine Bleibe zu bekommen.

„So können wir den jungen Menschen eine gute Basis geben, damit sie die Obdachlosigkeit hinter sich lassen können“, sagte Katrin Wollberg, Bereichsleiterin des Kooperationspartners „fördern&wohnen“ dem "Hamburger Abendblatt".

Dabei soll es sich aber ausdrücklich nicht um "eine langfristige WG" handeln, sagt Martin Hefrich von der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI). Sondern darum "den Bewohnern einen Anstoß zu geben, ihre Lebenssituation zu verbessern". Es gehe dabei vor allem um eine "Verschränkung von Pädagogik und Wohnen", so Hefrich weiter.

Neben großzügigen Räumlichkeiten erwartet die Bewohner daher ein Mitarbeiter-Team, das ihnen bei der Problemaufarbeitung und Wohnungssuche helfen soll. 

Computervirus beim Bundesamt für Seeschifffahrt abgewehrt

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat einen Computervirus weitgehend abgewehrt. Schon vor Weihnachten hatten sich Viren per Mail in das System der maritimen Behörde eingeschlichen. "Es gab erstmals einen Angriff von außen", bestätigte eine BSH-Sprecherin am Sonntag. "Aber es waren keine Server befallen, wir hatten keine größeren Probleme".

Es sei überhaupt kein Schaden auf den Rechnern in Hamburg und Rostock entstanden, kritische Daten seien nicht befallen und es habe nur geringe Einschränkungen im Tagesgeschäft gegeben. "Wir haben das vor einer Woche abgeschlossen und sind wieder komplett sauber", sagte sie. Zuerst hatte die "Ostsee-Zeitung" darüber berichtet.

Wieder Warnstreik am Hamburger Airport - Flugausfälle befürchtet

Die Gewerkschaft Verdi hat kurzfristig für Montag zu einem ganztägigen Warnstreik der Bodenverkehrsdienste am Hamburger Flughafen aufgerufen. "Der Streik soll um 3.00 Uhr beginnen", sagte eine Verdi-Sprecherin am Sonntagabend. Es sei mit Verspätungen und Flugstreichungen zu rechnen, teilte eine Sprecherin des Hamburger Flughafens mit. Details waren zunächst nicht bekannt.

Grund für den Warnstreik ist nach Verdi-Angaben das unzureichende Arbeitgeberangebot in der laufenden Tarifrunde mit dem Arbeitgeberverband Arbeitsrechtliche Vereinigung Hamburg (AVH).

Die Sprecherin des Flughafens empfahl Reisenden, am Montag "ausreichend Zeit" einzuplanen und ihr Gepäck auf ein Minimum zu reduzieren. Wenn möglich sollten sie nur mit Handgepäck fliegen. Denn zum Warnstreik sei unter anderem die Flugzeug- und Gepäckabfertigung aufgerufen.

"Ein unangekündigter 24-Stunden-Warnstreik ist völlig überzogen und unverhältnismäßig", kritisierte Flughafensprecherin Katja Bromm. An dem Airport sind für Montag 388 Flüge geplant, darunter 194 Abflüge und 194 Ankünfte.

Auch von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) kam Kritik. "Mir fehlt jedes Verständnis dafür, dass Verdi seine Interessen auf dem Rücken der Reisenden austrägt [...]", sagte Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. "Einen ganztägigen Warnstreik weniger als zwölf Stunden vorher anzumelden, ist eine Zumutung und zeugt von einem unseriösen Vorgehen."

Verdi fordert für die fast 1000 Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste eine monatliche Tariferhöhung von 275 Euro für alle. Die Bodenverkehrsdienste sind unter anderem für die Flugzeug- und Gepäckabfertigung sowie den Busverkehr zuständig.

Vor rund zwei Wochen hatte ein Streik des Sicherheitspersonals am Hamburger Flughafen bereits zu erheblichen Beeinträchtigungen geführt.

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Schusswechsel auf St. Pauli: Zwei Männer festgenommen – Tatwaffe unter Auto gefunden

 

rös / js / wlk / mod / DPA

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