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Nachhaltige Mode: Zwölf Fair-Fashion-Labels, die du kennen solltest

Die Kleidung der Fast-Fashion-Industrie verschwendet Ressourcen, verschmutzt Gewässer und wird zumeist unter schlechten Arbeitsbedingungen hergestellt. Hier kommen zwölf Wege, es besser zu machen. 

Fair Fashion

Nachhaltige Mode heißt jetzt "Fair Fashion" und hat sein tristes Image kräftig aufpoliert

Es ist nicht lange her, da bestand nachhaltige Mode hauptsächlich aus beigen, kratzigen Pullovern, die naturverbundene Eltern ihren Kindern überstülpten. Auch in meiner Klasse gab es einen Jungen, der seinen Kratzpullover in eine Ecke unseres Raumes warf, sobald er durch die Tür kam. Meiner Mutter stand damals nicht der Sinn nach fair produzierter Bio-Kleidung, sie hatte morgens genug zu tun: Ihre Tochter wollte die Grundschule jahrelang in Unterhose bestreiten, weil ihr Kleidung zu einengend war. Jeden Morgen ein kleiner Wutanfall, dann ließ ich mich doch überreden. Aber Kratzpullover? Keine Chance. 

Mein Klassenkamerad gewöhnte sich später auf dem Gymnasium an die Regeln seiner Eltern, die bei uns als "Ökös" belächelt wurden. Nachhaltige Mode allerdings blieb in ihrer Nische und sollte auch in den nächsten Jahren den Häusern der "Waldorf"-Eltern vorbehalten sein. Erst eine Armada aus jungen Großstadt-Gründern sorgt heute dafür, dass sich ihr Ruf langsam verändert. Begriffe wie "Slow Fashion" und "Fair Fashion" fluten unsere Instagram-Feeds und gemächlich sickert jedem ins Bewusstsein, dass billige Mode in Wahrheit ziemlich hässlich ist. In Kambodscha gehen Arbeiter auf die Straße, um für einen Mindestlohn von umgerechnet 160 Dollar im Monat (!) zu demonstrieren, chinesische Textilfabriken leiten giftiges Abwasser ins Meer und in Amerika erforscht man den Zusammenhang von tausenden Krebserkrankungen mit chemisch veränderten Baumwollplantagen. Wer Verantwortung für seinen Konsum übernehmen will, informiert sich über die Herstellung seiner Kleidung und versucht, es besser zu machen. Zahlreiche Fair-Fashion-Labels machen das heute so leicht wie nie zuvor. Einen kleinen Einblick in die Kratzpullover 2.0 gibt es hier.  


1. ARMEDANGELS

ARMEDANGELS ist eines der bekanntesten Fair-Fashion-Labels. Die Gründer aus Köln werben mit zeitlosem Design, nachhaltigen Materialien und fairen Produktionsbedingungen. Das Label entscheidet sich bewusst dagegen, jeden Trend mitzumachen, um ein Zeichen gegen Fast Fashion zu setzen. "Wir wollen, dass kein einziges ARMEDANGELS Produkt die Umwelt gefährdet oder zum Nachteil für die Menschen wird, die es herstellen.", heißt es auf ihrer Website. Produziert wird in Portugal, Litauen, Tunesien, China und der Türkei. 


2. People Tree

Seit über 20 Jahren arbeitet People Tree kollaborativ mit Fair Trade Handwerkern und Bauern in Entwicklungsländern zusammen, um ethische und nachhaltige Mode herzustellen. Jedes Jahr reist Gründerin und Aktivistin Safia Minney in die verschiedenen Produktionsländer, um faire Arbeitsbedingungen zu sichern. Ihre Mode ist schlicht mit einigen verspielten Prints darunter. Besonders schön finde ich den Schmuck, den man auf der Seite leicht übersieht. Das ist ein Fehler.


3. Jan'n June

Im Sommer 2014 gründeten zwei junge Hamburgerinnen das Label "Jan'n June", um nachhaltige Mode aus der Ökö-Ecke zu holen. Was man heute in ihrem Onlineshop findet, kann sich sehen lassen: Fließende Stoffe, minimalistisches Design und ein Hauch Verspieltheit. Auf einer interaktiven Karte haben die Gründerinnen die gesamte Produktionskette abgebildet. 


4. Bidges & Sons

Bärtige Männer mit Strickmützen und dicken Hoodies, das ist Bidges & Sons. Das kleine Hamburger Streetwear Label wurde von zwei Brüdern gegründet, die faire, nachhaltige und vegane Kleidung herstellen wollten, die nicht nach "Öko" schreit. In ihrem Büro auf der Reeperbahn werden die Prints gezeichnet, produziert wird in Deutschland und weiteren Ländern zu fairen Bedingungen. Bidges & Sons ist GOTS und Fairtrade zertifiziert.  


5. Thinking Mu

Thinking Mu druckt Grafiken junger Designer auf nachhaltig produzierte Stoffe. Die Kollektionen sind bunt, fröhlich und erinnern an die Leichtigkeit von Barcelona, die Heimatstadt des jungen Labels. Die Färbung der Stoffe kommt ohne giftige Chemikalien aus und schont Flüsse sowie das Grundwasser. 


6. Two Thirds

Wenn ich die Mode von Two Thirds sehe, möchte ich direkt in die Natur. Das spanische Label nutzt das Meer als ständige Inspirationsquelle und verpflichtet sich zu nachhaltiger Handwerksarbeit. Was dabei rauskommt: Fröhliche Farben, schöne Muster, lockere Schnitte und gemütliche Materialien.


7. Dedicated

Nachhaltige Streetwear aus Köln gibt es bei Dedicated. Die Prints schreien in knalligen Farben, mit Bildern alter Filmklassiker oder wilden Grafiken. Die Shirts und Hoodies sind bezahlbar, trotz Bio-Baumwolle und Fairtrade-Siegel. Auf der Website gibt einen Einblick in die Produktionsstätten in Indien und China.   


8. Everlane

Wer eine gut sitzende Jeans vermisst, sollte bei Everlane nachsehen. Das Label aus den USA schneidert Denim für jede Figur aus Materialien, die ohne Umweltverschmutzung auskommen. Bei der Herstellung ihrer Kollektion, die auch Kleider, Shirts, Schuhe, Taschen und Jacken einschließt, achtet das amerikanische Label vor allem auf Transparenz. Auf ihrer Website wird offen gelegt, wie der Preis eines Teils zustande kommt und in welchen Fabriken produziert wird. 


9. Treches

Treches wurde auf dem Boden einer feministischen Wohngemeinschaft in Berlin gegründet. Das Label ist mutig, laut und aufregend. Da kommt es schon mal vor, das ein Print nur aus Kohlblättern besteht. Jedes Teil wird in einem Atelier in Berlin designed und genäht, die Stoffe kommen aus der Türkei und Portugal. 


10. MELAWEAR

Melawear setzt auf fair produzierte, vegane Sneaker, Rucksäcke und Streetwear. Mit dem groß angelegten Online-Shop will das Label aus Kassel den Sprung vom Nischen- zum Massenmarkt schaffen. Das sieht man an den Preisen: Schlichte Shirts kosten knapp 20 Euro, weniger als bei den meisten anderen Fair Fashion Labels. 


11. Wiederbelebt

Das Stuttgarter Label Wiederbelebt nimmt industrielle Überschussware und Restbestände von Textilunternehmen aus Baden-Würtemberg und macht daraus neue Kleidung. Ihre Kollektionen werden zu 100 Prozent in Stuttgart gefertigt und sind streng limitiert. Jedes Kleidungsstück gibt es 50 Mal. Dahinter steht ein wertvoller Gedanke: Indem es die Kollektionen nicht massenhaft von der Stange zu kaufen gibt, will das Label die Wertigkeit von Kleidung wiederherstellen. Dafür muss man etwas mehr Geld auf den Tisch legen, hat aber im Idealfall ein Lieblingsteil, das lange im Schrank bleibt. 


12. patagonia

Wer gerne draußen unterwegs ist, dürfte patagonia bereits kennen. Gegründet von einem Natur verliebten Kalifornier, der Zubehör für Kletterer herstellte, wird die Outdoorbekleidung des Labels heute von Weltenbummlern um den Globus getragen. Patagonia spendet einen festen Betrag seines Gewinns an Umweltorganisationen und ruft immer wieder dazu auf, nur das zu kaufen, was man wirklich braucht. 2015 schickte das Unternehmen ein Werkstattauto durch die USA, um gebrauchte Produkte ihrer Marke kostenlos zu reparieren und so länger nutzbar zu machen.


Auch Second Hand ist Fair Fashion

Fair Fashion ist auch Kleidung, die nicht neu produziert wurde und sich schon lange im Kreislauf befindet. Wenn die Stücke mit giftigen Chemikalien versetzt wurden, sind diese durch mehrfaches Waschen bereits ausgespült und keine Belastung mehr für unsere Haut und das Grundwasser. Davon mal abgesehen, lohnt sich eine Tour durch Vintage- und Second-Hand-Läden schon deshalb, weil man für wenig Geld ausgefallene Unikate findet. 

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(