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Interview: Wenn deine Heimat rechts wählt: Luise, 24, aus Sachsen erzählt, wie es sich nach der EU-Wahl anfühlt

Die Grünen haben bei der Europawahl abgesahnt - in Ostdeutschland sieht es oft anders aus. In Sachsen wurde die AfD stärkste Partei. Influencerin Luise Morgeneyer erzählt im Interview mit NEON, wie es ihr als gebürtige Sächsin mit diesem Ergebnis geht.

Von Flavia Klingenhäger

Die 24-jährige Luise Morgeneyer ist Autorin und Influencerin und setzt sich auf ihrem Instagram-Account mit Nachhaltigkeit, Gefühlsthemen und politischer Bildung auseinander. Geboren in Freital, Sachsen, hat sie das Ergebnis der Wahlen in Sachsen sehr berührt: Dort war die AfD mit über 25 Prozent bei der Europawahl die stärkste Partei. NEON hat mit Luise über Deutschland, Heimatgefühle und politische Verantwortung gesprochen.

Wie fühlt sich das an, wenn eine so wichtige Wahl einen so eindrucksvollen Ausgang - nämlich die AfD als stärkste Partei – hat? 
Mich hat das Ergebnis einfach nur umgehauen. Ich komme aus Freital, was vielen sicherlich ein Begriff ist, weil es einer der rechtsradikalsten Orte Deutschlands ist. Und für mich ist es natürlich verdammt hart, mir vorzustellen, dass der Ort, an dem ich einen großen Teil meiner Kindheit verbracht habe - die eigentlich ganz schön war -im Stadtrat jetzt AfDler sitzen hat. Nun stellt sich natürlich die Frage: Womit müssen wir bei den Landtagswahlen in Sachsen rechnen? Bundesweit hat die AfD ja eher Stimmen verloren, in Sachsen eben leider nicht. Das war aber keine große Überraschung für mich – ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit den politischen Ereignissen dort und hab eigentlich mit genau diesem Ergebnis gerechnet.

Du wohnst mittlerweile in Berlin. Hat dich diese Rechtsradikalität dazu gebracht, aus Sachsen wegzuziehen? 
Sie war definitiv einer der Hauptgründe. Erstmal hab ich noch in Dresden studiert und bin dann 2017 weggezogen, das hatte aber auch noch andere Gründe. Ich habe mich zu dem Zeitpunkt nämlich schon politisch verhalten und hatte tatsächlich das ein oder andere Problem mit Pegida-Anhängern. Stell dir mal vor, du wohnst da. Und gehst jeden Montag auf irgendwelche Demos – wie ich vor drei Jahren -  und hast das Gefühl, du tust wirklich etwas dagegen. Und dann siehst du Umfragen und Wahlergebnisse wie dieses jetzt: Das ist pure Frustration. Dann sitzt du da und denkst: "Krass, irgendwie bringt alles, was ich mache, überhaupt nichts." Das ist ein großer Teil des Problems, dieses Gefühl von Ohnmacht. Und natürlich, dass die Rechten in Sachsen unwahrscheinlich laut sind.

Ich komme aus Süddeutschland. Für mich war Rechtspopulismus ganz lange etwas weit Entferntes. War es schwer, mit so einer Allgegenwärtigkeit von Rechtsradikalismus einen gesunden Umgang zu finden?  
Mir ist total wichtig, dass das alles auch auf nationaler Ebene Aufmerksamkeit bekommt. Das Phänomen, was du da gerade beschrieben hast, begegnet mir sehr häufig - gerade seitdem ich im toleranten Berlin wohne. In politischen Diskussionen und Gesprächen merke ich oft, dass viele Leute gar nichts damit anfangen können und Sachsen ganz oft als "der braune Mob" abgeschrieben wird. So nach dem Motto: "Wir haben da keinen Bock drauf". Dann wird ein Haken drunter gemacht und das war‘s dann. Da werde ich persönlich und politisch aktiv. Einfach, weil ich es nicht fassen kann, dass viele Menschen dazu so eine krasse Distanz haben und sogar halten. Dass es schwer ist, das alles nachzuvollziehen, ist mir völlig klar. Was wir aber nicht vergessen dürfen: Wir sind immer noch ein Deutschland. Und mal angenommen, der sächsische Landtag würde jetzt von der AfD überrannt werden – was den Werten von gestern nach echt kein Ding der Unmöglichkeit ist - dann hätte das ja nicht nur Folgen für Sachsen. Der sächsische Landtag könnte dann unfassbar viele Dinge auf nationaler Ebene ausbremsen. Und das ist viel zu vielen Menschen einfach nicht bewusst. Rechtsradikalismus geht uns alle etwas an.

Welche Vorurteile gibt es denn sonst noch? 
Was ich mir auch ganz oft anhören muss ist: "Tja mit den Rechten kann man eh nicht reden." Was ist das bitte für ein Ansatz? Außerdem haben diese Menschen auch Kinder! Und wir können doch diese Kinder nicht alleine lassen. Der Ort, an dem du aufwächst, prägt dich. Und das, was dir deine Eltern erzählen, das glaubst du. Das ist bei uns allen so. Und kein Kind kann etwas dafür, wenn es, sagen wir mal im härtesten Fall, bei Nazis aufwächst. Selbst wenn es nur Mitläufer oder Protestwähler sind. Man orientiert sich an seinen Eltern. Und das macht mich traurig. Dass da so wenig differenziert wird und dass man einfach sagt: Ist nicht unser Problem. Es heißt immer, Sachsen sei so braun, dabei stimmt das im Ganzen gar nicht. Es gibt unwahrscheinlich viele Menschen, die seit Jahren jede Woche gegen Pegida und Co. demonstrieren gehen und sich sogar körperlichen Auseinandersetzungen stellen müssen. Vergangenes Wochenende erst war ich unterwegs mit den Leuten von Mission Lifeline. Das sind Leute aus Dresden, die ehrenamtlich Geflüchtete im Mittelmeer retten. Und die müssen sich tagtäglich mit irgendeiner Scheiße auseinandersetzen und kriegen nicht im Entferntesten die Anerkennung, die sie für ihre Arbeit eigentlich verdient hätten.

Fühlt sich Freital, bzw. Sachsen für dich immer noch nach Heimat an? 
Dresden auf jeden Fall. Jedes Mal, wenn ich mit dem Zug in die Stadt rein fahre, geht mir aufs Neue das Herz auf. Ich habe dort einen Großteil meiner Jugend verbracht und auch dort studiert. Dresden bedeutet für mich Familie und ist und bleibt definitiv meine Heimat. Ich bin froh, dass das immer noch so ist. Seit ich weggezogen bin, habe ich eine gewisse Distanz zum Rechtsradikalismus dort bekommen. Schon allein dadurch, dass ich nicht mehr jeden Montag damit konfrontiert bin, dass irgendwelche Leute irgendwelchen Mist auf wichtigen Plätzen in rufen.

Mit Freital hab ich gar nichts mehr am Hut. Niemand aus meiner Familie wohnt noch dort, demnach bin ich dort auch nie. Trotzdem bleibt es der Ort, an dem ich groß geworden bin. Und irgendwie - auch wenn viele das nicht nachvollziehen können - fühle ich mich ein Stück weit verantwortlich dafür. Ich möchte nicht, dass solche Sachen die Erinnerungen an den Ort überlagern.

Meine Mama war alleinerziehend und hatte täglich dafür zu kämpfen, dass wir irgendwie über die Runden kommen. Wir waren also genau diese sozial und wirtschaftlich Schwachen irgendwo im Osten. Und genau denen sagt man ja immer nach, dass sie schnell in den Radikalismus abrutschen. Wären meine Schwester und ich mit den falschen Leuten in Kontakt gekommen und hätten nicht den Rückhalt und die Bildung meiner Mutter gehabt: Wir hätten da ganz genauso reinrutschen können. Wir hatten einfach verdammt großes Glück, was viele Kinder aus meiner Grundschulklasse vermutlich nicht hatten.

Was kann man deiner Meinung nach dagegen tun? 
Ich versuche jetzt, herauszufinden, was ich persönlich machen kann - gerade im Hinblick auf die Landtagswahlen. Deshalb will ich mein gesamtes Netzwerk aktivieren. Ich habe mich heute mit einem meiner früheren Lehrer aus Freital in Verbindung gesetzt, der ganz viel im Bereich Geflüchtetenhilfe macht. Mit ihm telefoniere ich später nochmal, um mir ein Bild von seiner Gefühlslage zu machen. Ich hoffe einfach sehr, dass ich durch die Verknüpfung der ganzen Anlaufstellen, die ich habe, alle ein bisschen aus dieser Lähmung rausholen kann. Mir fällt das allein schon durch die örtliche Distanz leichter. Wir dürfen jetzt nicht aufgeben. Und dann eben schauen, was die Landtagswahl sagt. Wie es mir danach geht und was ich dann denke: Werden wir sehen. Aber bis dahin sind es jetzt ja noch ein paar Monate. Und ich glaube, dass wir gerade diese Monate jetzt noch sinnvoll nutzen müssen.

Umfrage Europawahl
Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?