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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000115943 StechusKaktus

Ist es zumutbar Anträge zu stellen, wenn man etwas von der Gemeinschaft will?

Mit grosser Empörung habe ich in den letzten Monaten die Diskussionen rund um Familienleistungen und Grundrente verfolgt. Es gibt tatsächlich gesellschaftliche Gruppen, die es für zumutbar halten, Formulare auszufüllen, um Leistungen zu erhalten. Dankenswerterweise sollen künfig Familien und Grundrentner von diesem menschenunwürdigen Prozedere befreit werden.
Für mich ist das zu kurz gesprungen: Millionen von Steuerzahlern zögern und haben Scham, jährlich ihren Lohnsteuerausgleich zu beantragen und kommen nicht zu ihrem Recht. Ich finde, man sollte die Anträge hierfür auch abschaffen und die Erstattungen automatisch vornehmen, indem die Steuern nicht mehr an der Quelle abgeführt werden. Soll doch der Staat einen Antrag bei den Steuerzahlern stellen. Erst so wird ein Schuh draus!
Antworten (69)
Lempel
Stechus,
ist es zumutbar, dass man von der Gemeinschaft etwas erbetet, anstatt zu wollen?
Und ist es zumutbar, der Gemeinschaft etwas zu geben, anstatt – wie du – immer nur fordert?

Und anscheinend hast du immer noch nicht begriffen, dass nicht du der Staat bist, sondern der Steuerzahler.
primusinterpares
Ich bin der Meinung, das geplante Bürgergeld oder auch Grundrente sollte nur auf Antrag bei Bedürftigkeit gezahlt werden. Wegfallen sollte die Inanspruchnahme der Kinder (ein großes Hindernis vieler berechtigender Rentner Aufstockung zu beantragen)
Wegfallen sollte die Anrechnung kleiner Zuverdienste.
Wohngeld sollte extra bleiben, damit die Unterschiede der Mietkosten in den verschiedenen Städten und Regionen berücksichtigen kann.
Bezieher kleiner Renten sollten bei Ausfertigung des Rentenbescheides automatisch das Formular zu Beantragung mit zugesandt bekommen und die Kommunen, sollten Beratung und Hilfe bei den Formularen anbieten. Das muss ja nur einmal gemacht werden. Das finde ich zumutbar und gerecht.
ing793
"erbeten" kann man sich etwas von Gott (wie auch immer man den nennt)
ing793
und selbstverständlich gehört hier hinter "anstatt" der Infinitiv.
ing793
@primusinterpares: du hast meine volle Zustimmung, abgesehen von einem Punkt: die Inanspruchnahme der Kinder soll durchaus bleiben.
Ich finde es absolut gerecht, dass innerhalb der Familie einer - zumindest ein bisschen - für den anderen einsteht.
Das sage ich als Betroffener, ich werde in Anspruch genommen. Aber das passiert sehr moderat und betrifft tatsächlich nur die, die es auch können.
Lempel.
Da ist mir wohl ein kleiner Fehler untergelaufen!

er­be­ten
Wortart: ℹ schwaches Verb
Wörter mit gleicher Schreibung: erbeten (Adjektiv), erbeten
Beispiel: erbetete, erbetet
Bedeutungsübersichtℹ
durch Beten zu erlangen suchen
Beispiel
das lang erbetete Glück
Ausspracheℹ
Betonung: erbeten
Anzeige
Grammatikℹ
schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
Präsens Indikativ Konjunktiv I Imperativ
Singular ich erbete ich erbete
du erbetest du erbetest erbet, erbete!
er/sie/es erbetet er/sie/es erbete
Plural wir erbeten wir erbeten
ihr erbetet ihr erbetet
sie erbeten sie erbeten
Präteritum Indikativ Konjunktiv II
Singular ich erbetete ich erbetete
du erbetetest du erbetetest
er/sie/es erbetete er/sie/es erbetete
Plural wir erbeteten wir erbeteten
ihr erbetetet ihr erbetetet
sie erbeteten sie erbeteten
Partizip I erbetend
Partizip II erbetet
Infinitiv mit zu zu erbeten

Aber auch:

er­bit­ten
Wortart: ℹ starkes Verb
Worttrennung: er|bit|ten
Beispiel: jemandes Rat erbitten
Bedeutungsübersichtℹ

(gehoben) höflich, in höflichen Worten um etwas für sich selbst bitten
(veraltend) aufgrund von Bitten bereit sein (etwas zu tun)

Synonyme zu erbittenℹ
anfragen, angehen um, beantragen, bitten, einholen, sich wenden an, wünschen; (gehoben) sich ausbitten, ersuchen, nachsuchen; (Papierdeutsch) vorstellig werden; (österreichisch, sonst Papierdeutsch veraltend) ansuchen
Anzeige
Ausspracheℹ
Betonung: erbịtten
Lautschrift: [ɛɐ̯ˈbɪtn̩]
Grammatikℹ
starkes Verb; Perfektbildung mit »hat«
Präsens Indikativ Konjunktiv I Imperativ
Singular ich erbitte ich erbitte
du erbittest du erbittest erbitt, erbitte!
er/sie/es erbittet er/sie/es erbitte
Plural wir erbitten wir erbitten
ihr erbittet ihr erbittet
sie erbitten sie erbitten
Präteritum Indikativ Konjunktiv II
Singular ich erbat ich erbäte
du erbatest, erbatst du erbätest
er/sie/es erbat er/sie/es erbäte
Plural wir erbaten wir erbäten
ihr erbatet ihr erbätet
sie erbaten sie erbäten
Partizip I erbittend
Partizip II erbeten
Infinitiv mit zu zu erbitten
Bedeutungen, Beispiele und Wendungenℹ

höflich, in höflichen Worten um etwas für sich selbst bitten
Herkunft
mittelhochdeutsch erbiten, althochdeutsch irbitan
Gebrauch
gehoben
Beispiele
jemandes Rat, Verzeihung erbitten
ich erbat mir seine Hilfe
baldige Antwort erbeten
aufgrund von Bitten bereit sein (etwas zu tun)
Grammatik
sich erbitten + lassen
Gebrauch
veraltend
Beispiele
ich ließ mich erbitten, ihnen die Miete zu stunden
er hat sich nicht erbitten lassen (gab den Bitten nicht nach)
Deho
Laut Duden hat erbeten auch die Bedeutung von gewünscht, angefordert.

Bedeutungsübersichtℹ
gewünscht, angefordert
Beispiel
sie hat die erbetene Stellungnahme abgegeben

Jeder kennt wohl die Formulierung "Festliche Kleidung erbeten" auf Einladungen. Auch wenn sie nicht im Duden steht, gibt es sie.
ing793
@Deho: wenn man "erbitten" konjugiert, dann gibt es die von Dir genannten Formen.
- ich habe erbeten
- es wird erbeten
- du wirst erbeten haben
und so weiter.

Im Präsens aber gibt es diese Form NICHT und daher wurde in dem monierten Satz ein anderer Begriff gebraucht, der ausschließlich die von mir genannte Bedeutung hat.
elfigy
Schade, ich wollte zur Frage etwas schreiben. Aber ich sehe, es geht inzwischen wieder mal um das Thema des australischen Psychos. Dann viel Spaß
Deho
@ ing793
Ich will es nicht zu weit treiben, elfigy grollt schon, das verheißt Unheil.

Du hast zwar wunderbar konjugiert, aber das von mir erwähnte erbeten ist ein Adjektiv. Deswegen hat es im Duden einen eigenen Eintrag.
Musca
Natürlich ist es zumutbar, ich finde sogar unabdingbar, einen Antrag auf Leistungen zu erstellen.
Die Frage ist: wo liegen die Freigrenzen ?
Muss der Rentner mit 650€ Rente Anspruch auf Zus
atzleistung verzichten, wenn er das kleine Häuschen seiner Eltern geerbt hat ?
Das Häuschen ist schon zig-fach besteuert worden.
Diese Leute haben Scham , wenn sie Pech haben , werden die Eltern zu Pflegefällen, dann haben sie völlig gelitten..
das Häuschen ist trotz der Arbeitsleistung von 2 Generationen weg.
Sowohl die erste als auch die zweite Generation hat nur gearbeitet, Sozialbeiträge gezahlt.
Dann lebe ich doch lieber in einem arabischen Clan, fahre einen 500er Mercedes, und beziehe Hartz 4.
Deho
Mit der Diskussion um das bedingungslose Grundeinkommen geht wieder ein traditioneller Wert den Bach hinunter, nämlich dass man etwas dafür tun muss, um etwas zu bekommen.

Wenn es jetzt einigen Leuten schon zu viel ist, ein Formular auszufüllen, um ihren gesamten Lebensunterhalt bestreiten zu können, dann geht es denen einfach zu gut. Wer fragt denn die, die das alles bezahlen müssen?
rayer
@Deho
Bist Du die Sockenpuppe von StechusKaktus? Zumindest denkst Du den gleichen Unsinn und bringst das hier ein.
Deho
@ Rayer
Das war beleidigend. Fünf Uhr im Morgengrauen, mit Sekundanten?
rayer
@Deho
"Wer fragt denn die, die das alles bezahlen müssen?" Ist die Lieblingsargumentation von Stechus. Ich finde meine Vermutung mehr als naheliegend.
Deho
@ Rayer
Die Meinung von StechusKaktus ist mir völlig egal. Ich leiste mir den Luxus, eine eigene Meinung zu haben. Und da frage ich Dich ernsthaft, was denn so dekadent daran sein soll, von Leistungsempfängern eine gewisse Mitwirkungspflicht zu verlangen? Die kriegen ihr Geld zwar von einem anonymen Staat, aber dieser Staat nimmt dafür das Geld von Dir und mir. Da sollen wir einfach die Klappe halten? Nicht mit mir!
rayer
@Deho
Dekadent hat eine völlig andere Bedeutung. Im Zusammenhang zu Deiner Fragestellung, bzw. Stechus Blick auf die soziale Verantwortung der Gesellschaft, würde ich Arroganz als treffend bezeichnen.
Deho
@ Rayer
Ich fasse es nicht. Echt kann das doch nicht mehr sein. Willst Du einfach nur provozieren? Nicht mit mir.
rayer
@Deho
"Wer fragt denn die, die das alles bezahlen müssen?" Die Frage ist asozial. Wer 40 Jahre gearbeitet hat und von seiner Rente nicht leben kann, muss den Nachweis der Bedürftigkeit bringen? Bist Du noch zu retten? Nur weil die arme Sau einen Lebenspartner gefunden hat der über genügend Einkommen verfügt stellt sich die Frage der Bedürftigkeit nicht und muss beantragt und begründet werden?
ing793
@rayer: Du verwechselst da irgendwie Bock und Gärtner.

Der Skandal ist doch nicht, dass jemand nach 35 Jahren Arbeit seine Bedürftigkeit nachweisen muss, um Leistungen der Allgemeinheit zu bekommen.

Der Skandal ist, dass jemand nach 35 Jahren Arbeit überhaupt BEDÜRFTIG sein kann!

Ich finde die Frage, wer das bezahlen soll, sehr relevant. Derzeit sehe ich in vielen Branchen, dass es die Arbeitgeber jedenfalls nicht sind.
Sehr viele lachen über die Forderung nach 12 Euro Mindestlohn, halten das für völlig überzogen.
Dabei reicht genau dieser Betrag gerade mal dafür aus, sich für das Alter eine Rente auf dem Niveau der Grundsicherung zu erarbeiten.

Die Mindestrente ist der falsche Weg,
Erhöht den Mindestlohn jetzt und wir brauchen später keine Mindestrente.
rayer
@ing
Da bin ich voll bei Dir. Deutschland ist durch Mauerfall, Millionen von billigen Facharbeitern aus der DDR, Gleichmachung der EU europaweit, lächerliche Lohnerhöhungen der letzten 30 Jahre, zum Niedriglohnland verkommen. Für meine Begriffe sind 12 Euro Mindestlohn, wenn man die Einkommen von "Normalos" in den 1970- 80er Jahren betrachtet noch lächerlich. Ich sehe immer die Verrechnungssätze meiner Klienten an den Kunden und was die Angestellten meiner Klienten verdienen. Es ist beschämend, was sich die Firmen mit ihren Mitarbeitern erlauben.
rayer
@ing
Noch eine Sache, die mir schwer auf die Nerven geht. Es wird immer von 35 Jahren geredet, ist man sich bewusst, es können Leute von ihrer Rente nicht leben die mit 15-16 Jahren das Arbeiten angefangen haben? Die ganzen geburtenstarken Jahrgänge, die jetzt kommen, sollen bist 66-67 Jahre arbeiten um den Regel Rentensatz zu bekommen, da redet man von 50-52 Arbeitsjahren. Nicht alle haben bis 30- 35 studiert und sind dann in die Arbeit eingestiegen, was ist mit dem Dachdecker, der mit 15 eine Lehre angefangen hat?
StechusKaktus
@Rayer: Arbeit ist halt nicht Arbeit. Es hat schon seinen Grund, warum niemals konkret nachgefragt wird, WAS denn die Leute so gemacht haben, wenn "sie 35 Jahre hart gearbeitet haben". Es KANN anstrengend gewesen sein, MUSS aber nicht. Gerade weil das System es ja begünstigt, dass in einer Partnerschaft einer nur geringfügig beschäftigt war. Und dann der eben KEINE Grundrente verdient. Und schon gar nicht, wenn die Arbeit, die er geleistet hat, sich ausschliesslich auf dessen Haushalt bezog. Einen gesellschaftlichen Bezug würde ich schon gerne sehen.
rayer
@Stechus
Du bist mir leider zu doof für diese Diskussion. Wer Kinder großgezogen hat, um Dir Deine üppige Rente zu verdienen, verdient auch Anerkennung in Form von Rente. Du magst das zwar nicht so sehen, mit dem Blick auf den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft gibt es aber keine 2 Meinungen. Die Muttis können nichts dafür, dass Du statt Ehe und Familie lieber arbeiten gegangen bist. Die Muttis haben aber die Beitragszahler für Dich in die Wirtschaft gebracht, um Deinen Wohlstand zu finanzieren. Nebenbei, eine Mutti hat einen 10-15 Stundentag, sieben Tage die Woche.
StechusKaktus
Nachtrag: Ich habe nirgends ein Verbot entdecken können, das es unmöglich machen würde, während seiner aktiven Arbeitszeit Geld zu sparen.
Es gehört zur Eigenverantwortung dazu, sich im Laufe seines Lebens hierzu Gedanken zu machen. Wenn man dann die Entscheidung trifft, alles auszugeben, dann ist es nicht ganz unkritisch, wen man an das Geld will, das andere in der gleichen Situation gespart haben.
Es sind heute ja nicht nur die Leute von Altersarmut betroffen, die keine Chance hatten zu sparen.
rayer
@Stechus
Ich sagte doch, Du bist zu doof für diese Diskussion. Ein Facharbeiter im Handwerk, verheiratet mit einer Metzgereiverkäuferin, 2 Kinder und nur halbtags arbeitend. Was sollen die denn Deiner Meinung nach sparen für die Altersvorsorge? Die Wohnung für 4 Personen, die Nebenkosten für 4 Personen, ein Auto für 4 Personen, die Kinder mit ihren Kosten für Essen, Kleidung, Ausbildung etc. Du lebst in Wolkenkuckucksheim.
ing793
@Stechus: Deine Aussagen sind ein Schlag ins Gesicht für die "Schlecker-Frauen", stellvertretend hier für alle, die Tag für Tag arbeiten und am Ende gerade mal über die Runden kommen.

Die Zahnarztgattin, die immer zu Hause war,die bekommt auch ohne eigenes Zutun die große Witwenrente, die braucht keine Grundsicherung, auch ohne eigene Einzahlungen.

Die Schlecker-Frau, die nach einer 40-Stunden-Woche mit 1100 Euro netto nach Hause kommt, davon Miete und Kinderversorgung bezahlen muss, die würde wirklich gerne an "Sparen" fürs Alter denken, wenn sie es denn könnte.
StechusKaktus
Es gibt viele Menschen, die das schaffen. Üblicherweise sind aber wenige darunter, die die monatliche Gebühr fürs Fitnessstudio, die Flat Rates für 4 Smartphones, das Sky- und Netflix-Abo sowie 7 überflüssige Versicherungen und Zigaretten zu ihren Fixkosten rechnen.

In welcher Welt lebst du?
Reduziere auf das Wesentliche, dann kannst du auch sparen. Wobei-eigemtlich bist du blöd, wenn du das tust, da hast du schon Recht. Man bekommt am Ende ja doch genauso viel wie diejenigen haben, die immer alles rausgehauen haben.
rayer
Richtig Stechus, ein Zelt, Essen und Trinken von der Tafel, Sport für die Kinder im Morgengrauen am See, das reicht. Die verhungern ja nicht und könnten ja noch 3 Euro in die Riester Rente bezahlen. Du bist nicht nur zu doof, ich würde mal sagen, saudumm.
Marie Antoinette: „Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie doch Kuchen essen!“
Mir ist schon klar, die Worte sind nicht bestätigt. Passt aber zu Deiner Überheblichkeit.
ing793
"Es gibt viele, die das schaffen"
Das ist ausgemachter Blödsinn, ich wette, Du kennst keinen einzigen Menschen, der von 1100 Netto mit Kind leben muss!
rayer
@Stechus
Auch wenn ich ein Gegner von Alkohol und Tabak bin, ich konsumiere selbst, warum soll ein Mensch mit geringem Einkommen auf die Suchtmittel, Handy und Pay TV verzichten? Was maßt Du Dir an?
ing793
@Stechus:
Mal konkret: Vollzeit, Mindestlohn
- das entspricht etwa der Hälfte des Durchschnittsverdienstes für einen Rentenpunkt
- nach vierzig Jahren hat man also 40 x 0,5 = 20 Punkte gesammelt.
- Wert eines Rentenpunktes derzeit 32 €, das bedeutet etwa 640 € reguläre Altersrente.

Ich glaube, wir sind uns einig, dass man damit nicht wirklich über die Runden kommen kann.

Jetzt fängt der Mensch bereits in jungen Jahren an zu sparen. Er legt ab Mitte 20 monatlich "X"€ in einer Rentenversicherung an. Dafür bekommt er eine lebenslang garantierte Rente von monatlich "X*1,3"€.

Damit er mit seiner Rente also in die Gegend von -sagen wir- 850 Euronen kommt, müsste er Monat für Monat 160 € beiseite legen (wahrscheinlich kommt er auch mit 120 aus, da die tatsächliche Rente in der Regel höher ausfällt als die garantierte).

Er müsste also 10% von seinen 1100 netto sparen.

Und jetzt sieh Dir Deine Kontoauszüge an. Schaffts Du es, Monat für Monat 10% von Deinem Netto beiseite zu legen?
Und wenn ja, würdest Du es schaffen, wenn Deine Miete doppelt so hoch wäre wie jetzt?

Ich jedenfalls schaffe das nicht und das bei wirklich gutem Einkommen.
Lempel
ing793,
du behauptest, ein wirklich gutes Einkommen zu haben, von dem du nicht einmal 10% "beiseite" legen kannst?
Du benötigst also mehr als 90% deines "guten Einkommens", um dich am Leben zu erhalten.

Ich habe Schwierigkeiten, 40% meines Einkommens auszugeben.
60% wird wieder investiert. Deshalb wird mein Einkommen immer größer.

Stechus weiß, wie man das macht. Du hast nicht die Möglichkeit dazu.
solitude33
@nicht des Erwähnes wert und ing:
Es erfreut mich jeden Tag "auf's" Neue, dass ich nicht solch einen Gehirnschaden wie ihr beide habe.
Lempel
Ach, solitude in der 33. Auflage,
du solltest dich darauf beschränken, YouTube links zu setzen.
Und wenn es nicht erwähnenswert ist, weshalb antwortest du denn darauf?
Lempel
elfigy,
danke dafür, dass du uns viel Spaß gewünscht hast.
Ja, wir hatten viel Spaß, besonders ohne dich.

Schreibe uns doch noch etwas von deinem »Ex«, dem Alkoholiker, den du fürstlich ausbezahlt hast und dann rausgeschmissen.
Lebt der noch und geht nun mit deinem »Jetzt« inne Kneipe?

Oh, wir lieben deine Familiengeschichte.
Und wie klappt es es denn mit dem gut aussehenden italienischen Elektriker? 💥
rayer
Redet der australische Tölpel von der Drehzahl seines Whiskey, wenn er von 40% Ausgaben vom Einkommen spricht? Ich lach mich schepp, erklärt uns hier lang und breit um an die lausigen 150 Euro Rente aus Deutschland ranzukommen, hat er seine Namensänderung wieder rückgängig gemacht und faselt was von 60% des Einkommens zu sparen. Alkohol löst wirklich Halluzinationen aus. Wenn Du armer Tropf die lausigen 150 Euro nicht benötigen würdest, wäre der Aufwand viel zu hoch, um der DRV den Identitätsnachweis zu erbringen.
StechusKaktus
Lieber Rayer,
ich masse mir gar nichts an. Natürlich darf jemand, der wenig Geld hat, das wenige Geld für Suchtmittel, Pay TV uns Smartphones ausgeben. Meinetwegen auch für Haustiere. Und ich denke, es gibt Menschen, die verdienen ein Viertel meines Gehalts und machen sich über mein Smartphone lustig. Und haben viel mehr Vresicherungen als ich, die auch alle superwichtig sind.
Können sie machen.
Aber sie sollen später nicht rumjammern, dass kein Geld übrig ist.
Es ist immerhin zum Teil (und nicht für jeden, da gebe ich euch Recht) eine freie Entscheidung, ob ich heute konsumiere oder später.
StechusKaktus
@Ing793: Ich kannte eine jungen Koch, der 900 Euro netto für einen Vollzeitjob bekam. Eine Riesensauerei, so eine Bezahlung! Er war damit auch unzufrieden, aber weisst du, was er machte? Er sah sich nach einem besseren Job um und hat heute keine Geldsorgen mehr.

Ich bleibe dabei: Wer sein Leben lang den Mindestlohn bezieht, ist zwar arm dran, aber entweder er ist komplett antriebslos oder geistig unterbelichtet. Ein paar davon wird es immer geben, Sie bilden zum Glück aber nicht den Durchschnitt.
Deho
@ Rayer
Zu Deiner Unverschämtheit von gestern (Wer fragt denn die, die das alles bezahlen müssen?" Die Frage ist asozial.) folgendes: Wer ist denn hier asozial? Jedenfalls nicht die, die blechen und ansonsten ihre Klappe halten sollen. Bleiben wir aber beim Thema.

Claudia Czernohorsky-Grüneberg, die Leiterin des Frankfurter Jobcenters (Main) spricht davon, dass zwischen dem Jobcenter und dem Arbeitssuchenden ein Vertrag geschlossen wird, den er erfüllen muss. Dazu gehören auch das Ausfüllen von Formularen und der Besuch von Weiterbildungsmaßnahmen, auch wenn sie sinnlos erscheinen mögen. Pacta sunt servanda. Ohne Sanktionsmöglichkeit lässt sich das nicht durchsetzen.

Aus diesem Artikel zitiere ich zwei Aussagen von Hartz 4 – Empfängern, weil ich weiß, dass das Lesen langer Texte nicht jedem liegt.

„Was er zur Hartz-¬Debatte sagt? Mehr Geld fände er gut, doch ein richtiger Job wäre der Traum seines Lebens. Ihn ärgert, dass einige Politiker die Sanktionen für Hilfe-¬Empfänger abschaffen wollen, die zum Beispiel Termine nicht einhalten. Das gehe nicht. Manche Menschen brauchten einen Anstoß.“

„Man dürfe hinfallen, aber müsse wieder aufstehen, sagt Klemm. Natürlich hätte er gern mehr Geld. Aber keine Sanktionen mehr? Bloß nicht. Keiner bekomme dann seinen Hintern mehr hoch.“

Das meine ich, und das hat mit den neoliberalen Ansichten von StechusKaktus nichts zu tun. Das ist eher Binse, und ich wundere mich nur über den Widerspruch.
rayer
@Deho
Keiner sagt, Du sollst die Klappe halten. Es wäre aber besser die Klappe in die richtige Richtung aufzureißen. Wie ing schon richtig bemerkt hat, war es die Politik, die den riesigen Niedriglohnsektor erst ermöglicht hat. Es war auch die Politik, die uns ständig die Alterspyramide ins Hirn bläst. Tatsächlich arbeiten heute über 50% der Bevölkerung und es reicht nicht für die Renten? Vor 30 Jahren waren etwa 35% der Bevölkerung arbeiten und die Rentenfrage hatte sich nicht gestellt. Also hör bitte damit auf den armen Schweinen, die man um ihre Rente betrügt, Vorhaltungen zu machen. Sorgt für anständige Gehälter.
Deho
Sorry Rayer, falscher Film,
über Rente habe ich hier nichts geschrieben, das waren andere.

Ich bin ganz dicht am Thema des Threads geblieben und habe nur geschrieben, dass es nicht zuviel verlangt ist, etwas zu tun, wenn man etwas haben will. Diese Binse hat schon Widerspruch hervorgerufen. Das verstehe ich nicht.
Tom Bombadil
Stechus: Dein Kredo ist also: Wer arm ist, ist entweder dumm oder faul. Ganz schön arrogant und auch vollkommen falsch. Es gibt z.B. Berufe, die durch die Digitalisierung einfach überflüssig geworden sind, wie Reisebürokaufmann, da heute alle über Internet buchen. Das konnte man vor 30 Jahren aber noch nicht wissen.
rayer
Sorry Deho, beim Thema?
Oben in der Frage ging es um Familienleistungen und Grundrente. Von Grundeinkommen hatte ich nichts mitbekommen.
rayer
@Tom Bombadil
Ich habe eine Lebensweisheit immer beachtet, Stechus könnte davon was lernen.
Wer die Treppe ( Karriere, Erfolg ) hinaufgeht, sollte die immer freundlich und respektvoll diejenigen grüßen, die gerade die Treppe herunter kommen.
Man ist schneller als man glaubt auf der Treppe nach unten. Die Arroganz der Kaktussi ist widerlich.
Ergo
Nachdem Gott die Welt erschaffen hatte und den Halbprimaten Lempel ansah, drehte er sich um und weinte bitterlich ob seiner Unfähigkeit.
ing793
@Stechus: schön für Deine Koch, dass er das geschafft hat.

Und ja, ich stimme Dir zu, JEDER kann es schaffen.
Jeder.

Aber nicht ALLE!

Der Niedriglohnsektor mit Stundenlöhnen unter 10 Euro umfasst mittlerweile etwa 20% aller Beschäftigten.
Ein Koch hat vielleicht noch eine ganz gute Chance, einen Job oberhalb des Mindestlohnes zu finden.
Ein Friseur oder ein Verkäufer eher nicht.

Und ich bleibe dabei, dass es politisch gewollt ist, dass dieser Niedriglohnsektor bleibt.
Glaubst Du ernsthaft, die Bestrebungen, Frauen nach einer Geburt wieder zügig in den Job zu bekommen, wird von konservativer Seite propagiert, weil die Frau Gleichberechtigung verdient hat?
Nein, sie macht schlicht und ergreifend den Männern Konkurrenz und erhöht so das Angebot. Was das mit den Preisen macht, brauche ich Dir ganz sicher nicht zu erklären.
Ähnliches gilt für Bestrebungen nach gezielter Migration. Wenn wir wirklich nur "Fachkräfte" bräuchten, würde man versuchen, die vorhandenen besser zu qualifizieren. Das aber passiert nicht, also ist der Mangel -zumindest noch- nicht so groß. Derzeit dient auch das in erster Linie dazu, die Löhne im Griff zu behalten.

In diesem Klima bleibt Dein Koch eine Ausnahme.
rayer
Hut ab ing. Du siehst das genau wie ich. Bis auf die Sache mit den Frauen als Konkurrenten stimme ich voll zu. Man hat sich an üppige Gewinne bei lächerlichen Löhnen und Sozialabgaben gewöhnt, nur immer schön den Billigheimer aus Polen und Rumänien auf dem Bau, den Programmierer aus Indien und den Konstrukteur aus Russland ranlassen. Bei der Frauengeschichte glaube ich eher, es geht darum, die über die Mindestrente und damit aus der Sozialhilfe zu heben, damit die Kosten klein bleiben. Man hat gelernt aus dem Mauerfall, die Ossis haben im Auto geschlafen, die Wessis brauchten ein Hotel nahe der Baustelle.
Deho
@ Rayer
Die Frage heißt: "Ist es zumutbar Anträge zu stellen, wenn man etwas von der Gemeinschaft will?"

Darauf habe ich geantwortet.
rayer
Dann musst Du halt auch die Infos zur Frage lesen: "Mit grosser Empörung habe ich in den letzten Monaten die Diskussionen rund um Familienleistungen und Grundrente verfolgt." Steht da was von Grundeinkommen?
Deho
Ich denke halt etwas genereller. Nicht mein Problem, wenn Du das nicht kannst.
rayer
Um es mal in die Worte von Stechus zu fassen: "Ihr interpretiert immer so viel. Haltet euch doch an den Text!"
solitude33
Warum gehen Sukkolovski und ing keine innige Beziehung ein? Es wäre doch ein schönes Paar.
rayer
Wer ist Sukkolovski?
solitude33
Eine Sukkulente, wie z. B. Kakteenartige.
Hoffe, dir geholfen zu haben.
rayer
Hast Du, danke.
rayer
Aha Deho, Du denkst generell. Erstaunlich bei dem Egoismus. Wer soll das bezahlen? Etwa ich, gemeint bist Du mit ich. Ganz schön platt die Denke.
Deho
Schwanzus Longus, Schlimmus Fingus und Stechus Kaktus sind Charaktere aus dem Monty Python Film "Das Leben des Brian".
solitude33
Judäische Volksfront oder die Volksfront? ihr Otternasen!
solitude33
"... Voksfront von Judäa ...", sorry.
StechusKaktus
@Ing und Rayer:
Euer grundsätzlicher Irrtum ist, dass diejenigen, die heute zu den 10% im Niedriglohnsektor gehören, morgen NICHT mehr dazugehören. Weil diese, wie der Koch in meinem Beispiel, sich aus dem schlecht bezahlten Job in einen besser bezahlten beworben haben. Dafür verrichten die schlecht bezahlten Arbeiten nun andere.
Wenn ihr morgen dann 15% im Niedriglohnsektor habt, jammert ihr, dass alle von heute und zusätzlich weitere schlecht bezahlte Arbeiten verrichten.

Das stimmt aber nicht.
Vor den Hartz-4-Reformen waren die 10% arbeitslos und hatten viel mehr Schwierigkeiten, in Jobs unterzukommen. Der Niedriglohnsektor kann nur ein Übergang sein.
Ist er es nicht, gibt es dafür in der Regel Gründe: Fehlende Sprachkenntnisse, Alkoholprobleme, usw.
rayer
Du bist sogar zu doof die Texte von ing zu lesen. Die Zahl stimmt im Übrigen.
Tom Bombadil
eben waren die gründe noch dumm und faulheit. das ist ja jetzt mal wieder ein typischer drehofer.
StechusKaktus
Auch Dummheit und Faulheit können Gründe für eine schlecht bezahlte Tätigkeit sein, auch wenn ich es anders ausdrücken würde. Neben anderen.
Zweifelt jemand daran?
Lempel
Stechus,
was bezeichnest du als Dummheit?
Doch nicht etwa schlechte Bildung, verursacht dadurch, dass das deutsche Schulsystem und dessen Lehrer so schlecht sind?
ing793
@Stechus: Dein grundsätzlicher Irrtum ist, dass es in jeder Branche schlecht und gut bezahlte Jobs gibt.
Dem ist nicht so. Es gibt eine ganze Reihe von Branchen, in denen gibt es nur schlecht und schlechter bezahlte Jobs.

Nebenbei gesagt bekamen die 10% Arbeitslosen aus den 80ern mehr Geld als die Mindestlohnverdiener heute.

Ein weiterer grundsätzlicher Irrtum ist, dass Du Deine heutige Stellung alleine Deinem Fleiß und Deiner Klugheit zu verdanken hast.
Nicht missverstehen, ich will Dir Fleiß und Klugheit nicht absprechen (außer vielleicht in puncto wirtschaftliche Zusammenhänge). Aber wesentliche Voraussetzung war Dein Elternhaus, dass Dich ganz selbstverständlich auf ein Gymnasium und die Uni schickte. Es würde mich wirklich wundern, wenn nicht mindestens eines Deiner Elternteile ein Studium hinter sich gebracht hätte.
Du solltest also nicht herabsehen auf die, die es nicht geschafft haben. Einige waren dumm, dafür können sie nichts, einige waren faul, dafür schon eher, aber vielen wurde die Möglichkeit gar nicht eröffnet.
Lempel
Ja, ing794 [Zitat]:
»… aber vielen wurde die Möglichkeit gar nicht eröffnet.«

So läuft es immer noch in Deutschland. Wenn die Eltern reich sind, kommt das Kind auf’s Gymnasium und auf die Uni, arme Kinder werden dumm (ungebildet) gehalten.

Wenn man es aber wirklich will, dann schafft man es nach oben.
Als Schriftsetzerlehrling war ich in der Berufsschule der einzige Volksschüler, und auch der Jüngste. Nach der Gehilfenprüfung hängte ich noch ein Lehre als Buchdrucker daran. »Buchdruckerlehre bei Axel Springer?« Das war wie ein Orden. Und auch dort war ich der einzige Volksschüler.

Schon mit 20 Jahren hatte ich zwei Berufe und verdiente mehr als mein Vater, der hatte auf dem Bau geschuftet als Zimmermann bis er umfiel.

Dann bin in der Welt umhergereist und habe Abenteuer und Erfahrung gesammelt. In Australien habe ich dann den BA erreicht, der einzige Akademiker der ganzen Familie.

Ich habe wenig Respekt für Menschen, die nichts aus sich machen und nur die Hand für Almosen aufhalten. Niemand muss auf der Straße leben. Und die Bettler an der Ecke haben keinen Stolz und keine Ehre.

Und weil es so viele Gutmenschen gibt, ist Bettler ein gut bezahlter Job. Und das Einkommen steuerfrei.
Eva Hamberg
Es ist mehr als zumutbar !

Es gibt viele Gründe, warum Menschen nichts aus sich machen. Ich selbst habe nach 2 Ausbildungen mit 30 (!) nochmal studiert und arbeite heute im öffentlichen Dienst. Was der Auslöser war? Dachte irgendwann, das kann nicht alles gewesen sein. Es war die beste Entscheidung. Aber das ist es eben: nicht jeder kann sie treffen (wenn ich das mal so schreiben darf).