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338-Millionen-Jackpot: "Schatz, mach den Fernseher an. Ich bin Millionär!"

Ein fünffacher Vater hat in den USA den viertgrößten Gewinn in der Geschichte der Powerball-Lotterie abgeräumt. Jetzt will der 338-Millionen-Dollar-Mann aus einfachen Verhältnissen anderen helfen.

Es ist der viertgrößte Gewinn in der Geschichte der US-Powerball-Lotterie: Der 338-Million-Dollar-Jackpot (rund 262,7 Millionen Euro) ist geknackt - und ein 44 Jahre alter Mann aus dem Bundesstaat New Jersey hat sich als Gewinner gemeldet. Nach US-Medienberichten vom Dienstag kam der fünffache Familienvater am Montag (Ortszeit) in ein Spirituosengeschäft in Passaic (New Jersey), in dem er das Gewinnerlos gekauft hatte. Die Lottogesellschaft bestätigte, dass das Los in diesem Geschäft gekauft wurde, nannte aber nicht den Namen des Gewinners.

"Ich habe es gerade erfahren, jetzt gerade", hatte der 44-Jährige nach Angaben der "New York Daily News" aufgeregt auf Spanisch gerufen. Der aus der Dominikanischen Republik stammende Immigrant wurde vor dem Laden von einer begeisterten Menschenmenge gefeiert.

"Ich bin der Millionär, Ines, schalte den Fernseher ein, damit du mich sehen kannst. Oder komm sofort zum Spirituosengeschäft", hatte er seiner Frau am Telefon zugerufen. Auf die Frage, wie er sich als Millionär fühle, hatte der frischgebackene Gewinner noch keine Antwort: "Ich weiß es noch nicht, ich muss das Geld ja erst bekommen", sagte der Angestellte eines Kleinwarenladens, der als junger Mann in die USA auswandert war, gegenüber Medien. Er wolle aber vielen Menschen helfen. Nach Abzügen werde die Gewinnsumme bei rund 211 Millionen Dollar liegen, sagte eine Vertreterin der Lottogesellschaft der "Daily News". Freuen konnte sich auch der Besitzer des Spirituosengeschäftes. Der Laden bekommt eine Prämie von 10.000 Dollar.

Es ist der viertgrößte Powerball- und der achtgrößte Lotterie-Gewinn in den USA. Die Chance, bei der Lotterie alle Zahlen richtig zu haben, liegt bei 1 zu 175 Millionen. Die Gewinnerzahlen waren: 17, 29, 31, 52, 53 und Powerball 31.

kmi/DPA / DPA
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?