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Affäre um Dominique Strauss-Kahn: Gericht verschiebt Anhörung erneut

Ist es ein Zeichen dafür, dass die Anklage bröckelt? Schon wieder ist ein Gerichtstermin für den der Vergewaltigung angeklagten Dominique Strauss-Kahn verschoben worden. Die Verteidigung hofft nun auf eine Einstellung des Verfahrens.

Der nächste Gerichtstermin für Dominique Strauss-Kahn ist erneut verschoben worden. Statt am nächsten Montag muss der frühere Währungsfondschef nun erst gut drei Wochen später, am 23. August, vor dem Richter erscheinen. Ursprünglich hatte der Franzose sich schon am 18. Juli wegen eines angeblichen Angriffs auf ein Zimmermädchen verantworten sollen, der Termin war aber schon damals verschoben worden.

Als Grund nannte die New Yorker Staatsanwaltschaft am Dienstag lediglich, dass die Ermittlungen in dem laufenden Verfahren weitergehen würden. Die Mitteilung ist ganze zwei Zeilen lang, nach der Terminverschiebung lauten die letzten sechs Worte: "Wir haben keinen weiteren Kommentar." Strauss-Kahns Strafverteidiger hoffen nach eigenen Angaben, dass die Anklage das Verfahren bis zum neuen Termin einstellt.

Das Zimmermädchen eines New Yorker Hotels wirft dem 62-Jährigen vor, es am 14. Mai in einem Hotelzimmer am Times Square zum Oralsex gezwungen zu haben. Strauss-Kahn bestreitet dies, offenbar setzt die Verteidigung auf die These vom einvernehmlichen Sex. Der Richter muss entscheiden, ob es überhaupt zu einem Prozess kommt. Dann drohen dem Franzosen wegen versuchter Vergewaltigung, Körperverletzung und Freiheitsberaubung 25 Jahre Haft oder gar noch mehr.

be/DPA/AFP / DPA