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"Charlie Hebdo" Zeichner Luz verlässt Satiremagazin

"Jeder Redaktionsschluss ist Folter": Der bekannte "Charlie Hebdo"-Zeichner Luz hört auf. Seit den Anschlägen auf das Satiremagazin sei das aktuelle Arbeiten für ihn schwierig geworden.

Viereinhalb Monate nach dem blutigen Anschlag auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" hat dessen Zeichner Luz seinen Ausstieg aus der Redaktion angekündigt. "Das ist eine sehr persönliche Entscheidung", sagte er in einem Interview der Zeitung "Libération". Luz ist eins der bekanntesten überlebenden Redaktionsmitglieder. Er zeichnete das Titelbild der ersten Ausgabe nach dem islamistischen Anschlag, das einen weinenden Propheten Mohammed zeigte.

Der Zeichner - mit bürgerlichem Namen Renald Luzier - will das Magazin im September verlassen. "Wenn ich abhaue, dann weil es schwierig für mich ist, über das Tagesgeschehen zu arbeiten", sagte er. Es fehlten Zeichner für die anstehende Arbeit. "Jeder Redaktionsschluss ist eine Folter, weil die anderen nicht mehr da sind."

Die Redaktion des Satiremagazins ringt nach Medienberichten derzeit um ihren künftigen Kurs und den Umgang mit den Millionen Euro, die nach dem Anschlag über zusätzliche Verkäufe und Spenden in die Kassen kamen. Redaktionschef Riss relativierte die Spannungen allerdings in der Zeitung "Le Monde": "Das Leben bei Charlie war noch nie ein langer ruhiger Fluss."

stb/DPA DPA

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