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Seoul Katze infiziert – Südkorea will Haustiere bei Symptomen auf Corona testen

Eine Hauskatze spielt mit ihrem Besitzer.
Auch in Deutschland gab es Fälle, bei denen sich Haustiere bei ihren an Corona-erkrankten Besitzern ansteckten
© JFK/ / Picture Alliance
Behörden der südkoreanischen Hauptstadt Seoul testen jetzt Haustiere, insbesondere Hunde und Katzen, wenn diese typische Corona-Symptome zeigen. Die meisten Tiere stecken sich bei Menschen an.

Hauskatzen, eine Tigerdame in einem New Yorker Zoo, Hunde in Hongkong — immer wieder tauchen vereinzelt Fälle auf, bei denen Tiere sich mit dem Coronavirus ansteckten. Die Tiere scheinen sich mehrheitlich bei Menschen zu infizieren, die Tigerdame beispielsweise bei einem Tierpfleger mit Covid-19. Nun gab es auch in Seoul, der Hauptstadt Südkoreas, den ersten Fall, auf den die Behörden reagierten. Bei einem lokalen Ausbruch in einer Religionsstätte im Südosten der Stadt steckten sich eine Mutter und ihre Tochter mit dem Coronavirus an. Beide wurden positiv getestet und infizierten dabei auch eine ihrer Hauskatzen, berichteten Gesundheitsbehörden der Stadt.

Positiv getestete Haustiere sollen zu Hause bleiben

Seltene Fälle wie diese geht die südkoreanische Regierung jetzt an: Wenn Haustiere wie Hunde oder Katzen mit einem positiv getesteten Menschen zusammen waren und anschließend Symptome zeigen, wie Fieber oder Schwierigkeiten beim Atmen, können sie getestet werden. Im Falle eines positiven Testergebnisses müssen sie dann in Quarantäne, berichtet die britische BBC. Die Tiere müssten dabei nicht in spezielle Isolationseinrichtungen, sagte Park Yoo-mi von der Seuchenkontrolle der Stadt Seoul. Allerdings bestünde die Möglichkeit dazu, sollten die Besitzer zu krank sein, um sich um ihre Tiere zu kümmern.

Bei Spaziergängen: Zwei Meter Abstand zu anderen Tieren und Menschen

In Südkorea werden mit dem Coronavirus infizierte Patienten in der Regel in einer Quarantäneeinrichtung untergebracht, um andere Menschen nicht weiter anzustecken.

Pacman frisst Katze

Auch in Deutschland gab es bereits Corona-Fälle bei Hunden und Katzen. Dabei untersuchte das Friedrich-Loeffler-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, positiv getestete Haustiere. Diese Studien zeigen, dass Hunde oder Frettchen häufig symptomfrei bleiben, während Katzen oder Hamster eher Symptome zeigen und sich auch untereinander anstecken können.

Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass diese Tiere das Coronavirus auf Menschen übertragen. In Deutschland gibt es aktuell keine Testpflicht für Haustiere, so die Bundesregierung. Bei Symptomen können diese aber bei Tierärzten getestet werden. Sind sie positiv, müssen das Gesundheitsamt oder Veterinärbehörden verständigt werden.

Quellen: "BBC" / "Yonham News Agency"  / "Quarks"

mkb

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