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"Earth Hour" Fürs Klima gehen heute rund um die Welt die Lichter aus – so können Sie auch mitmachen

Sidney macht bei der globalen "Earth Hour" den Anfang: Eine Stunde lang ist das berühmte Opernhaus zappenduster.
Sidney macht bei der globalen "Earth Hour" den Anfang: Eine Stunde lang ist das berühmte Opernhaus zappenduster.
© Steven Saphore / AFP
Für mehr Klimaschutz gehen heute anlässlich der 15. "Earth Hour" überall auf der Welt die Lichter aus. Den Beginn machten Sidney, Singapur und Hongkong. Um 20.30 Uhr wird's auch in Deutschland an 570 Orten zappenduster.

Anlässlich der 15. "Earth Hour" (Stunde der Erde) sind am Samstag die Beleuchtungen an Wahrzeichen rund um den Globus für eine Stunde ausgeschaltet worden. Zum Auftakt wurden um 20.30 Uhr Ortszeit die Skylines asiatischer Metropolen von Singapur bis Hongkong in Dunkelheit gehüllt, ebenso Sydneys berühmtes Opernhaus. Auch die Menschen waren aufgefordert, am Abend für eine Stunde in ihren Wohnungen das Licht auszuschalten, um ein Zeichen für Klima- und Umweltschutz zu setzen. 

Von Singapur über Bangkok bis Moskau

In Neuseeland, einem der zeitlich ersten Länder, in denen für eine Stunde die Lichter ausgingen, hatte die Umweltstiftung World Wide Fund For Nature (WWF) die Bevölkerung zu einer breiten Teilnahme aufgefordert. Unter anderem hüllten sich der Aussichts- und Fernmeldeturm Sky Tower in Auckland und das Parlamentsgebäude in der Hauptstadt Wellington in Dunkelheit. "Häufigere und extremere Wetterereignisse, steigende Meeresspiegel und der katastrophale Verlust von Natur und Tierwelt verursachen Chaos in unserer Umwelt und in unserem eigenen Leben", so der WWF Neuseeland. Die "Earth Hour"-Aktion sei eine Chance, dringende Maßnahmen einzufordern.

In Singapur und Hongkong trafen sich die Einwohner:innen an verschiedenen Aussichtspunkten, um zu beobachten, wie die Lichter an den vielen Wolkenkratzern langsam gedimmt wurden und schließlich im Dunkeln verschwanden. In Thailand wurde Bangkoks beliebtes Einkaufszentrum "Central World" dunkel, innen ging das geschäftige Treiben allerdings bei Licht weiter.

Auch Russland hat sich der weltweiten Aktion angeschlossen. Am Abend erlosch für eine Stunde die Außenbeleuchtung am Sitz von Russlands Präsident Wladimir Putin im Zentrum der Hauptstadt. Seit 2013 beteilige sich der Kreml an der Aktion, teilte das Präsidialbüro mit. Nach Angaben der WWF wurde landesweit in mehr als 30 Städten das Licht an markanten Gebäuden abgeschaltet. Eine der ersten Städte war Wladiwostok am Pazifik rund acht Flugstunden von Moskau entfernt.

"Am Klimaschutz kommt keine Partei vorbei"

In Europa sollen ebenfalls berühmte Bauwerke – wie das Brandenburger Tor in Berlin und der Eiffelturm in Paris – folgen. Allein in Deutschland wollen sich laut WWF über 570 Orte an der "Earth Hour" beteiligen. Der WWF fordert diesmal alle privaten Teilnehmer:innen auf, die Aktion per Foto oder Video zu dokumentieren und diese mit den Hashtags #LICHTAUS und #EARTHHOUR in den sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. Wie Sie selbst auch mitmachen können, erfahren Sie hier.

Die Aktion soll rechtzeitig vor der Bundestagswahl verdeutlichen: "Am Klimaschutz kommt keine Partei vorbei." Die seit 2007 jährlich stattfindende Veranstaltung ruft zum Handeln in Bezug auf den Klimawandel und die Umwelt auf. In diesem Jahr wollen die Organisatoren auf den Zusammenhang zwischen der Zerstörung der Natur und dem zunehmenden Auftreten von Krankheiten hinweisen, die vom Tier auf den Menschen übergehen – darunter vermutlich auch die vom Coronavirus ausgelöste Covid-19-Erkrankung.

les AFP

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