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Elektroroller: Familie will E-Scooter ausprobieren und setzt fast ihr Hotelzimmer in Brand

Glück im Unglück hatte eine Familie in München. Die Touristen wollten ihren neuen E-Roller ausprobieren und brachten sich damit in eine ungeahnte Gefahr.

E-Scooter

Elektroroller, auch E-Scooter genannt, könnten bald ein fester Teil im Straßenbild werden (Symbolbild)

Picture Alliance

Noch sind Elektroroller in Deutschland im Straßenverkehr weitgehend verboten, im Handel erhältlich sind die sogenannten Kleinstelektrofahrzeuge aber schon längst. In München hat sich eine dreiköpfige Familie mit einem solchen Vehikel nun auf eine Weise in Gefahr gebracht, die einem beim Gedanken an die Roller nicht direkt in den Sinn kommen dürfte. 

Wie die Feuerwehr berichtet, hatten die Touristen das Gefährt am Donnerstag bei einem Besuch in München erworben und wollten es so schnell wie möglich ausprobieren. Sie schlossen den Roller abends an eine Steckdose und und gingen zum Schlafen ins Bett. Dann nahm das Unglück seinen Lauf: "Aus noch unbekannter Ursache überhitzte das Gefährt und begann sehr stark zu rauchen", berichtet die Feuerwehr. Zwar gingen die Rauchmelder im Zimmer sofort los, die drei Schlafenden im Zimmer wurden von dem Alarm jedoch nicht wach und schliefen weiter. 

Die Familie musste mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus

Anders ihre Zimmernachbarn: Sie hörten den Feueralarm und weckten die Schlafenden durch lautes Rufen und Klopfen an der Türe noch rechtzeitig bevor ein Feuer ausbrechen konnte. Die alarmierte Feuerwehr versorgte die Familienmitglieder: Alle drei erlitten durch den Vorfall Rauchgasvergiftungen und wurden per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Das gesamte Gebäude wurde umgehend gelüftet, das betroffene Hotelzimmer ist vorerst nicht mehr bewohnbar. 

Hintergrund: Die Bundesregierung hat Anfang April den Weg für Elektro-Scooter im Verkehr, etwa auf Radwegen, freigemacht. Die Kleinstfahrzeuge sollen vor allem auf der sogenannten "letzten Meile" zum Einsatz kommen, also zum Beispiel dem Weg von der Bushaltestelle zum Arbetsplatz. Der Bundesrat muss der Verordnung allerdings noch zustimmen.

Quelle: Feuerwehr Müncheni

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