Flug-Abenteuer Tollkühne Großmütter über dem Atlantik


Zwei abenteuerlustige Großmütter wollen den Atlantik in einem einmotorigen Flugzeug überqueren. In einer Beechcraft Bonanza namens "Juliet" geht die Reise von Chile nach Genf.

Zwei abenteuerlustige Großmütter wollen den Atlantik in einem einmotorigen Flugzeug überqueren. Die aus Deutschland stammende und seit zwei Jahrzehnten in Chile lebende Madeleine Dupont und die 64 Jahre alte Maria Eliana Christen brachen am Dienstag von Santiago aus zu dem sechswöchigen Flug auf, der in Genf enden soll. Zwischenstopps sind in Paraguay, Brasilien, den Kapverden, Portugal und Spanien geplant.

Für ihren Flug benutzen die Frauen eine Beechcraft Bonanza, die mit zwei zusätzlichen Treibstofftanks ausgerüstet wurde. Damit können sie statt fünf Stunden maximal 13 Stunden in der Luft bleiben. Getauft wurde das Flugzeug auf den Namen "Juliet". Nach ihren Informationen ist es noch keiner Frau gelungen, einen solchen Flug zu vollenden, erzählen die beiden stolz.

Abschiedsgeschenk: Rettungswesten

Der chilenische Luftwaffenchef General Osvaldo Sarabia, der den Start vom Flughafen Los Cerrillos in Santiago verfolgte, bezeichnete die zwei Pilotinnen als "mutige Damen". Verteidigungsministerin Michelle Bachelet war ebenfalls zur Verabschiedung der Damen auf den Flughafen gekommen. Sie schenkte den beiden Rettungswesten.

Dupont besitzt seit 15 Jahren eine Fluglizenz und arbeitet als Fluglehrerin. Auch ihre Kopilotin, eine Soziologin, hat seit 15 Jahren den Pilotenschein. Christen sagte, sie habe ihre Familie vorher nicht gefragt, ob sie mit dem Flug einverstanden seien. "Und wenn sie Angst haben, so ist das ihr Problem", meinte sie lakonisch. Zu ihrer Familie gehören neben ihrem Mann vier Kinder und sechs Enkel.

Finanziert wird das 50 Millionen Pesos (70.000 Euro) teure Abenteuer von Spenden chilenischer Geschäftsleute.

AP AP

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