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Intime Fotos: Finanzminister verklagt "Bild"

Die "Bild-Zeitung" hatte Fotos des österreichischen Finanzministers Grasser und seiner Frau in intimer Pose veröffentlicht - und hämisch über ihre Suche nach den "Kronjuwelen" gewitzelt. Nun hat Grasser das Blatt verklagt.

Der österreichische Finanzminister Karl-Heinz Grasser hat die Axel Springer AG wegen intimer Fotos in der "Bild-Zeitung" verklagt.

Grasser fühle sich in seinem höchst persönlichen Lebensbereich verletzt und fordere Schadenersatz, sagte sein Anwalt Michael Rami der Nachrichtenagentur Reuters. "Das kann recht teuer werden", fügte er hinzu.

Fotos laut "Bild-Zeitung" zulässig

Die "Bild-Zeitung" hatte vergangene Woche Bilder veröffentlicht, die den Minister und seine Ehefrau Fiona Swarovski in Badekleidung auf Sonnenliegen in einer Pose zeigen, die Liebkosungen sehr privater Natur vermuten lassen. Dabei beugt die Ministergattin ihren Kopf über Grassers Boxer-Shorts. "Hier sucht die Kristallerbin die Kronjuwelen des Finanzministers", schrieb das Blatt unter die Fotos. "Der Text ist ganz eindeutig - daran gibt es nichts zu rütteln", sagte Rami.

Das Boulevard-Blatt erklärte, die Fotos seien zulässig, weil Grasser und seine exzentrische Ehefrau dem Jet-Set angehörten. "Wir haben ja nicht behauptet, dass der Sex vollzogen wurde", sagte der stellvertretende "Bild"-Chefredakteur Alfred Draxler zur Online-Ausgabe der Wochenzeitung "Die Zeit".

Reuters / Reuters