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Kein Blatt vorm Mund: Der Schülerzeitungswettbewerb der Länder

Schülerzeitungen sind das Sprachrohr von Schülerinnen und Schülern. Ein Bericht über die Klassenfahrt nach Italien, eine Umfrage über die Schulgesetznovelle oder eine Reportage über die mangelnde Ausstattung des Chemielabors - Schülerzeitungsredakteure berichten über alle Themen, die junge Menschen in ihrem schulischem Umfeld direkt berühren und dürfen dabei durchaus kritisch sein.

Um die Arbeit von Schülerzeitungsredakteuren öffentlich zu präsentieren und zu würdigen, rief die Kultusministerkonferenz zusammen mit der Jugendpresse Deutschland im Jahr 2004 den Schülerzeitungswettbewerb der Länder ins Leben. Er vereinigt bereits bestehende regionale und landesweite Wettbewerbe, die mitunter auf eine langjährige Tradition zurückblicken. Dabei steht die Schülerzeitung als Sprachrohr im Mittelpunkt des Bewertungsverfahrens, um die altersgerechte Interessenwahrnehmung und verantwortungsvolle Partizipation von Jugendlichen am Schulleben zu fördern.

"Kein Blatt vorm Mund" ist das Motto des Schülerzeitungswettbewerbs der Länder. Kein Blatt vor den Mund nehmen seit 2004 jährlich rund 2000 Schülerzeitungen in Deutschland. Sie alle - Schülerzeitungsredaktionen aus allen Schulformen bewerben sich auf Landesebene für den Schülerzeitungswettbewerb der Länder. In allen 16 Bundesländern finden diese Vorausscheide statt, bei fast allen Wettbewerben werden die Gewinner bei einer Preisverleihung geehrt und bekommen hochwertige Geld- und Sachpreise überreicht. Nach einem Länderschlüssel schicken die Veranstalter die erfolgreichsten Schülerzeitungen zur Bewertung für den bundesweiten Schülerzeitungswettbewerb der Länder nach Berlin, wo eine Jury aus den Kultusministerien der Länder, erfahrenen Medienmachern, den Partnern des Wettbewerbs und jungen Medienmachern zusammen kommt, um die besten Schülerzeitschriften Deutschlands in den sechs Hauptkategorien Grundschule, Hauptschule, Real- /Gesamtschule ohne Sekundarstufe II, Gymnasium/Gesamtschule mit Sekundarstufe II, berufsbildende Schule und Sonderschulen/Förderschulen sowie einigen Sonderkategorien zu prämieren.

Schirmherr des Schülerzeitungswettbewerbs der Länder ist der jeweils amtierende Bundesratspräsident, der die Gewinnerredaktionen zur Preisverleihung in den Bundesrat nach Berlin einlädt. Im Rahmen eines mehrtägigen Programms werden die besten Schülerzeitungen Deutschlands jährlich in den Bundesrat eingeladen. Hier demonstrieren sie - auch stellvertretend für ihre Kollegen aus Schüler- und Jugendredaktionen - das aktive, engagierte und unabhängige Selbstverständnis der deutschen Schülerpresse, welches sich auch in der Erfolgsgeschichte des Schülerzeitungswettbewerbs der Länder widerspiegelt.