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Lebensmittel-Skandal: Pferdefleisch ist was für Genießer

Margret Peters ist Inhaberin einer Ross-Schlachterei - und von dem Pferdefleisch-Skandal nur wenig beeindruckt. Im Gegenteil: Sie hofft, dass die Vorteile des Fleisches endlich bekannt werden.

Von Katja Reith

Gulasch und Steak, Rouladen, Würstchen und der gute alte Festtagsbraten - in der Ross-Schlachterei im Hamburger Stadtteil Wandsbek sieht es aus wie in einer ganz normalen Fleischerei. Die Auslage ist zwar ein bisschen übersichtlicher als gewohnt, aber es ist eindeutig: hier gibt es Fleisch.

Das wird aber nicht jedem schmecken: Denn in der Auslage dieser Schlachterei liegt kein Schweinekotelett oder Rindhüftsteak, kein Puter und keine Hähnchenbrust. Margret Peters verkauft ausschließlich Pferdefleisch, gut gewürzt und in allen Variationen.

Seit 92 Jahren gibt es die Ross-Schlachterei bereits. Margret Peters und ihr Mann führen das Geschäft in der vierten Generation und sind von ihrem Produkt überzeugt: Sie preisen es an als reich an Eisen und fettarm. Pferde werden nicht für die Schlachtung gezüchtet, es gibt keine Massentierhaltung - und deshalb kaum chemische Rückstände im Fleisch. "Es ist das natürlichste Fleisch, das es auf dem Markt gibt", sagt die Inhaberin. Sie selbst isst ihre Pferdwurst am liebsten mit viel Senf und Knoblauch, "das passt am Besten zum intensiven Geschmack des Fleisches".

Nur wenig Pferdefleisch in Deutschland

Diesen Geschmack bekommt das Fleisch aber nur, wenn das Tier entsprechend gehalten wurde. Margret Peters und ihr Mann kaufen deshalb ausschließlich in Norddeutschland, vor allem in Schleswig-Holstein. Die Tiere werden Besitzern abgekauft, die sich dessen Haltung nicht mehr leisten können: Arbeitslosigkeit, Trennung oder weiter steigende Haltungskosten bringen viele Pferdeliebhaber dazu, ihre Tiere an die Schlachtereien zu verkaufen.

Fleisch aus Rumänien kommt Peters dementsprechend nicht in den Laden: "Die Hygienevorschriften dort sind nicht mit unseren zu vergleichen. Man weiß nie, was man am Ende auf dem Teller bekommt", sagt sie. So passiert im aktuellen Pferdefleisch-Skandal in Europa: Über mehrere Zwischenlieferanten wurde Pferdefleisch aus Rumänien über Zypern nach Frankreich verkauft, aber als Rindfleisch deklariert, und gelangte so in den europäischen Warenhandel.

Den Skandal sieht Margret Peters entspannt: "Unsere Kunden entscheiden sich bewusst für Pferdefleisch. Sie lassen sich von solchen Vorfällen nicht beeinflussen." Außerdem ginge es bei dem Skandal ja nicht um das Pferdefleisch an sich, sondern um die falschen Angaben auf dem Etikett, die Deklaration als Rindfleisch. "Ich sehe den Skandal eher als positive Werbung für mein Fleisch", sagt sie.

"Eine volle Theke wird man hier trotzdem nie finden", sagt Magret Peters, auch wenn mehr Kunden kämen. Sie versucht gerade so viel zu produzieren, dass sie am Ende der Woche die Theke leer verkauft hat. Während sich in anderen Schlachtereien Wurst, Steaks und Koteletts stapeln, sieht es hier an diesem Donnerstagnachmittag schon sehr übersichtlich aus. "Es kommt auch vor, dass es zu wenig Fleisch auf dem Markt gibt und ich nichts produzieren kann", sagt sie.

In Deutschland werden "nur" 4000 Tonnen Pferdefleisch pro Jahr produziert, nur ein Bruchteil der gesamten Fleischmenge. Zum Vergleich: 2011 wurden insgesamt 8,2 Millionen Tonnen Fleisch erzeugt. 5,6 Millionen Tonnen davon waren Schweinefleisch, 1,3 Millionen Tonnen Geflügelfleisch und 1,2 Millionen Rinder- und Kalbsfleisch, heißt es im Jahresbericht 2011/ 2012 des deutschen Verbandes der Fleischwirtschaft.

Lange Schlangen gib es in der Ross-Schlachterei deshalb nicht. Aber das Geschäft laufe gut, sagt Peters. Und die Türklingel läutet an alle paar Minuten. Die meisten Kunden, die den Laden dann betreten, kennt Margret Peter seit langem - mit Namen und Vorlieben, ob eine Wurst oder zwei, viel Senf oder wenig.

Die Stammkunden lassen sich nicht beirren

Margret Meier beispielsweise kommt schon seit Jahrzehnten in das Geschäft. Schon als die Inhaberin sie sieht, nimmt sie die erste Wurst aus dem Köcher, bereitet alles vor. "Frau Meier kommt seit 40 Jahren hier her, zwei, drei Mal im Monat." Zwei warme Pferdwürste sind es zum Mittag und zwei für die nächsten Abende. "Man muss sich auch mal was gönnen", sagt Margret Meier.

Pferdefleisch ist ein bisschen teurer als Schwein oder Rind: in der Ross-Schlachterei bezahlen die Kunden 24,90 Euro für ein Kilo Pferdefilet, 6,65 Euro für ein Kilo Pferde-Gulasch. Zum Vergleich: Schweinefilet kostet in der Metzgerei um die 16,00 Euro das Kilo.

Wenn man es mag, gibt man das Geld gerne aus. Aber viele Fleischesser können sich das nicht vorstellen: Die freilaufenden Pferde auf der offenen Koppel sollen nun auf dem Teller landen? Tiere, deren Besitzer sie geliebt haben und sie nur aus Geldnot verkaufen mussten, sollen nur noch gut genug für die Schlachtbank sein? Ein Gefühl, mit dem viele nicht umgehen können. So wie Nadine Gabriel: "Dafür liebe ich die Tiere zu sehr. Und meine Tochter reitet selbst, für sie ist das unvorstellbar." Sie würde keinen Bissen herunter bekommen. Ihr Ehemann aber kennt das Fleisch seit Kindertagen. Immer mal wieder überwindet sie sich und bringt ihrem Mann zur Mittagspause ein paar Würstchen aus der Ross-Schlachterei vorbei, als kleine Überraschung.

Margret Peters kann sich auf ihre Kundschaft verlassen und hofft, dass die Verbraucher sich künftig stärker mit den Lebensmitteln auseinandersetzen, die sie essen wollen. "Dann sollen sie hier in den Laden kommen, sich alles anschauen und schmecken, was gutes Fleisch ist."

Katja Reith
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(