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Leipziger Zoo Löwin tötet eigenen Nachwuchs - schon zuvor hatte sie zwei Jungtiere gefressen

Löwenmutter und Vater im Gehege mit ihrem Nachwuchs
Die Löwenmutter Kigali (vorne) im Leipziger Zoo mit ihrem Nachwuchs. Der Vater hatte zu seinen Jungen bisher nur Sichtkontakt.
© Jan Woitas / DPA
Im Leipziger Zoo hat eine Löwenmutter zwei ihrer Jungen gefressen. Bereits im vergangenen August hatte die Löwin zwei Jungtiere gefressen. Im Zoo herrscht Ratlosigkeit.

Eine Löwin im Leipziger Zoo hat erneut ihren eigenen Nachwuchs getötet. Wie der Zoo mitteilte, überlebten zwei von fünf Jungtieren nicht. Die Löwenmutter verhielt sich demnach am Montag nach einer routinemäßigen Impfung des Nachwuchses aggressiv und verletzte ein Jungtier tödlich. Um die Lage zu beruhigen, wurden die verbleibenden Jungtiere von der Mutter getrennt. In der Nacht wurden sie wieder mit ihr zusammengebracht, um die Mutter-Kind-Beziehung nicht abreißen zu lassen. Ein zweites Jungtier überlebte die Nacht nicht.

Löwenvater soll seinem Nachwuchs nun Schutz bieten

"Wir können nicht erklären, warum die Löwin, die sich in den vergangenen zehn Wochen intensiv um ihren Wurf gekümmert hat, so aggressiv agiert", erklärte Zoodirektor Jörg Junhold. Der Löwenvater, der die Jungtiere bereits vom Sichtkontakt her kennt, soll daher zu ihnen gelassen werden, um der Löwin Entlastung zu verschaffen. Der Löwe solle den verbliebenen drei Jungtieren einen gewissen Schutz zukommen lassen. "Gegenwärtig können wir nicht abschätzen, ob das gelingt", erklärte Junhold.

Bereits im vergangenen August hatte die Löwin zwei Jungtiere gefressen. Es war ihr erster Wurf. Ende Dezember bekam sie dann erneut fünf Jungtiere.

las DPA

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