HOME

Unglück bei Gerstheim: Schlauchboot kentert auf Rhein – deutsches Mädchen und zwei Erwachsene tot, Kind noch vermisst

Bei einem Bootsunglück auf dem Rhein sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten sei ein kleines Mädchen aus Deutschland, teilte die französische Präfektur Bas-Rhin mit. Nach einem weiteren Mädchen werde noch gesucht.

Ein Rettungswagen mit Blaulicht

Ein Rettungswagen mit Blaulicht

DPA

Auf dem Rhein ist es am Vormittag zu einem Bootsunglück gekommen. Drei Menschen sind nach Behördenangaben ums Leben gekommen. Unter den Toten sei ein sechsjähriges Mädchen aus Deutschland sowie ein Zeuge des Unglücks, der versucht habe, die Insassen des Bootes zu retten, teilte die französische Präfektur Bas-Rhin mit. Das sechsjährige Mädchen sei noch mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus ins etwa 65 Kilometer entfernte Freiburg gebracht worden und dort gestorben. Nach einem weiteren Mädchen werde nach dem Unglück bei Gerstheim - auf deutscher Seite auf der Höhe von Schwanau - noch gesucht. Ein weiterer Mensch wurde den Angaben zufolge ins Krankenhaus gebracht.

Helfer aus Deutschland und Frankreich im Einsatz

Wie "Focus online" berichtet, sollen sich vier Menschen in dem Boot befunden haben, zwei Erwachsene und zwei Kinder. Eine Frau sei verletzt gerettet worden. Das vermisste Mädchen soll laut "Focus" vier Jahre alt sein. Nach Angaben des Rettungszentrums von Bas-Rhin war das kleine Boot auf der Höhe der Schleuse von Gerstheim im Rhein gekentert. Mehrere Menschen seien daraufhin ins Wasser gesprungen, um die Insassen des Bootes zu retten. Insgesamt handelte sich nach Angaben der Präfektur um eine siebenköpfige Touristengruppe - darunter seien fünf Rumänen und zwei Deutsche. Die Reisegruppe sei zuvor von Deutschland aus aufgebrochen. Medienberichten zufolge handelte es sich bei den Todesopfern um Menschen aus Deutschland und Rumänien.

Nach Angaben der "Badischen Zeitung" wurde das Schlauchboot in einem Stauwehr gefunden. Auf beiden Seiten des Rheins waren zahlreiche Rettungskräfte aus Deutschland und Frankreich im Einsatz, auch Hubschrauber und Taucher wurden eingesetzt, wie die Feuerwehr mitteilte. Das Ufer wurde der Präfektur zufolge auf deutscher und französischer Seite abgesucht. 

Quellen: "Focus online", "Badische Zeitung"

rw / AFP / DPA