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Scheidung Seine Frau verprasste heimlich 200.000 Pfund beim Bingo – nun lebt er im Wohnwagen

Wohnwagen statt Villa: Einem britischen Unternehmer wurde seine Naivität zum Verhängnis (Symbolfoto).
Wohnwagen statt Villa: Einem britischen Unternehmer wurde seine Naivität zum Verhängnis (Symbolfoto).
© mdragan / Getty Images
Ein Ehemann steht vor den Trümmern seines Lebens. Er vertraute seiner Frau die Finanzen an und die verjubelte heimlich ein Vermögen beim Online-Bingo. Nun lebt die Lady in der gemeinsamen Villa und der Gatte in einem alten Wohnwagen.

Ein Brite, der es vorzieht, seinen Namen nicht zu nennen, hat Zeit seines Lebens hart in der eigenen Firma gearbeitet und seiner Frau, die auch die Buchhaltung des Unternehmens übernahm, vertraut. Im Dezember 2017 erwartete ihn ein doppelter Schock, schreibt er der Redaktion des "Telegraph". Nach einem Urlaub erkrankte seine Gattin und landete auf der Intensivstation. Also musste er sich erstmals seit Jahren um die Finanzen kümmern, denn auch die Löhne der Mitarbeiter wollten bezahlt werden. Er selbst hatte offenbar keinen eigenen Zugang zu den Konten und suchte daher die Bankkarten seiner Frau. Doch in ihrer Handtasche fand er eine Menge Kreditkarten, die er nie zuvor gesehen hatten. "Ich habe nie Internetbanking betrieben und vertraute ihr vollkommen die Verwaltung unserer Finanzen an. Sie erledigte immer die Einkäufe und bezahlte die Rechnungen, und sie gab mir immer Geld in bar, wenn ich es brauchte", schreibt er.

Das war etwas sehr naiv. Die nächste Überraschung gab es am Geldautomaten, der spuckte gar nichts aus. In der Filiale erfuhr der Unternehmer, der sich für wohlhabend hielt, dass seine Frau das Konto hoffnungslos überzogen hatte. Die Auszüge zeigten Abbuchungen der Glücksspielfirma Jackpot Joy. Obendrein stimmte etwas nicht mit der Hypothek. Er ging davon aus, sie sei inzwischen fast abbezahlt, tatsächlich befand sich die Schuld noch auf dem gleichen Stand wie vor 15 Jahren.

Keine Reue der Gattin

Während seine Frau im Krankenhaus lag, rechnete der Mann alles zusammen. In den letzten zehn Jahren hatte die Gattin gute 200.000 Pfund beim Online Bingo verspielt. Und damit nicht genug. Sie hatte auch unter seinem Namen ein Glücksspielkonto eingerichtet, klagt der Mann, und allein dort 29.000 Pfund verloren.

Zu allem Übel soll sich die Gattin nicht reuig zeigen. Im Gegenteil: "Ich habe mein ganzes Erwachsenenleben lang hart gearbeitet, um ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen, aber jetzt lebe ich in einem Wohnwagen, während sie weiterhin in unserem Luxushaus wohnt. Sie hat auch sehr deutlich gemacht, dass sie, wenn ich mich scheiden lasse, Anspruch auf die Hälfte von dem hat, was mir noch bleibt."

Rückerstattung denkbar

Die Antwort der Redaktion stimmt halb hoffnungsvoll. Eine Anzeige bei der Aufsichtsbehörde könne durchaus dazu führen, dass der Mann ein Teil des Geldes wiederbekommen könnte, da es mehrere Beschwerden gegen das Unternehmen gebe. Das eigentliche Problem sei aber die Gattin und da helfe nur ein guter Scheidungsanwalt. Der werde dafür sorgen, dass die Glücksspielverluste bei einer finanziellen Regelung aufgerechnet werden. Die Vertrauensseligkeit des Mannes, der über zehn Jahre lang seiner Frau die Kontrolle über die Finanzen überlies, werde aber vermutlich als "Mitverschulden" gewertet. Die Redaktion hat jedenfalls eine klare Meinung, wer von den beiden im Haus leben sollte und wer sich im Wohnwagen "vergnügen" sollte.

Quelle: Telegraph

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