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Westpfalz Nach Doppelmord in Weilerbach: Tatverdächtiger stellt sich der Polizei

Fahndungsfoto
Sehen Sie im Video: Nach dem Fund zweier Leichen in Weilerbach sucht die Polizei den Sohn der toten Frau.




Nach dem Fund zweier Leichen in einem Haus in Weilerbach bei Kaiserslautern sucht die Polizei weiter mit Hochdruck nach einem Verdächtigen. Sie geht davon aus, dass er zu Fuß unterwegs ist, eine Spur gibt es aber noch nicht. Die Ermittler fahnden seit Dienstagabend öffentlich nach dem 38-Jährigem. Der Mann ist möglicherweise bewaffnet. Die zwei Toten, eine 60 Jahre alte Frau und ein 65 Jahre alter Mann, waren am Dienstagmorgen in einem Gehöft entdeckt worden. Die Beamten gehen von einem Tötungsdelikt aus. Die Frau und der Mann seien nicht verheiratet, aber vermutlich ein Paar gewesen. Bei dem Verdächtigen handelt es sich demnach um den Sohn der Frau. Bei der Suche waren nach Angaben vom Dienstag Spezialkräfte, ein Polizeihubschrauber sowie Personenspürhunde im Einsatz. Die Hintergründe sowie mögliche Motive der Tat waren zunächst unklar.
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"Mit Hochdruck" fahndete die Polizei weiter nach Daniel M. aus Weilerbach. Er soll seine Mutter und deren Lebensgefährten getötet haben und sich in einem Ausnahmezustand befinden.

Update, 11. März, 14 Uhr: Der Tatverdächtige hat sich nach Angaben der Polizei Kaiserslautern auf einer Polizeiwache gestellt. Wir haben ihn daher in unserer Berichterstattung unkenntlich gemacht und anonymisiert.

In der Westpfalz sucht die Polizei weiter nach dem Mörder einer 60-jährigen Frau und eines 65-jährigen Mannes. "Der Tatverdächtige ist noch immer auf der Flucht", teilte die Polizei am Donnerstagvormittag mit. "Die Fahndung dauert an."

Bei dem Verdächtigen handelt es sich um den Sohn der getöteten Frau. Daniel M. ist 38 Jahre alt, etwa 1,75 Meter groß und von normaler Statur. "Er hat braune, leicht lockige Haare, die Schläfen sind grau meliert. Zuletzt war er mit einer dunkelgrünen Cargo-Arbeitshose und einer dunkelgrauen Softshelljacke bekleidet; er trug schwarze Arbeitsschuhe", heißt es im Steckbrief.

Staatsanwaltschaft und Polizei hatten am Dienstagabend einen Beschluss zur Öffentlichkeitsfahndung erwirkt und ein Foto des Gesuchten veröffentlicht. Am Donnerstagmorgen ergänzten sie den Fahndungsaufruf um eine weitere Aufnahme. M. soll auch für zwei Brandstiftungen in den vergangenen Tagen in der Region verantwortlich seien. Inwiefern sie mit dem Doppelmord in Verbindung stehen, ist nicht bekannt.

Fahndungsfotos
Nach dem Doppelmord von Weilerbach veröffentlichte die Polizei Fotos des 38-jährigen Verdächtigen Daniel M.
© Polizei Rheinland-Pfalz

Wer Daniel M. gesehen hat oder weiß, wo er es sich aufhält, soll die Polizei informieren – über Notruf 110 oder die Hinweistelefonnummer der Kripo Kaiserslautern (0631) 36929999. Keinesfalls sollten Zeugen selbst aktiv werden. Die Ermittler können nicht ausschließen, dass der Gesuchte bewaffnet ist, zudem befinde er sich vermutlich "in einem psychischen Ausnahmezustand".

Tote von Weilerbach starben durch Gewalteinwirkung

Wie berichtet, hatte die Polizei am Dienstagmorgen die Leichen des Paares auf deren Gehöft am Rande der 5000-Einwohner-Gemeinde Weilerbach bei Kaiserslautern entdeckt. Die Obduktion bestätigte den Verdacht eines Tötungsdeliktes. Die beiden Opfer seien durch "Gewalteinwirkung, nicht aber durch Schussverletzungen" zu Tode gekommen, teilte die Polizei mit, ohne weitere Details zu nennen. Schnell hatten die Ermittler Daniel M. als Täter in Verdacht und setzten eine Großfahndung in Gang – die auch 48 Stunden nach der Bluttat noch läuft.

Die Polizei setzt dabei unter anderem auch Spezialkräfte, Personenspürhunde und Hubschrauber ein, ist mit uniformierten und zivilen Beamten in der Region vor Ort. Die Fahnder gehen davon aus, dass der mutmaßliche Doppelmörder zu Fuß unterwegs ist und sich noch in der Umgebung des Tatortes aufhält. Sie haben bereits etliche Gebäude durchsucht, Waldstücke abgesucht und zahlreiche Hinweisgeber befragt, bisher ohne Erfolg. Inzwischen wurde die Suche von der Gemeinde Weilerbach auf die Nachbarorte Katzweiler, Sambach, Hirschhorn und Rodenbach ausgeweitet. Die Polizei rief die Bevölkerung dort weiter zu Vorsicht und Wachsamkeit auf.

Quellen: Polizei Kaiserslautern bei Twitter, Polizei Rheinland-Pfalz (1), Polizei Rheinland-Pfalz (2), Nachrichtenagentur DPA

wue

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