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Zoo von Jerusalem: Tigermutter tötet und frisst ihre beiden Jungen

Im Jerusalemer Zoo hat ein Weibchen der vom Aussterben bedrohten Sumatra-Tiger fünf Wochen nach der Geburt ihre beiden Babys getötet und aufgefressen. Die Ärzte haben keine Erklärung.

Hana und Avigdor aus dem Zoo in Jerusalem sind die Eltern der zwei getöteten Tigerbabys

Hana und Avigdor aus dem Zoo in Jerusalem sind die Eltern der zwei getöteten Tigerbabys

Alles schien nach der Geburt der Tigerbabys im Jerusalemer Zoo in bester Ordnung zu sein. Die Tigerin war wohlauf und ihre Babys entwickelten sich prächtig. Fünf Wochen später dann der Schock: Die Mutter hat ihre Kleinen getötet und aufgefressen. Kein normales Verhalten bei Tigern.

"Ein Junges verstarb kurz nach der Geburt. Aber die beiden anderen waren in bester Verfassung. Wir haben ihr Verschwinden bemerkt, als wir sie jetzt nach fünf Wochen wiegen wollten", sagte am Montag die leitende Tierärztin Nili Avni-Magen. ES gäbe keinerlei Erklärung für das Verhalten der Mutter, die "sich zuvor vorbildlich um ihre Sprösslinge gekümmert hat". Stress könne aller Erfahrung nach aber der Grund für die Kindstötung sein, fügte Avni-Magen hinzu.

Avigdor und Hana kuscheln schon wieder

Das Muttertier Hana gehört zur vom Aussterben bedrohten Unterart der Sumatra-Tiger, von denen es in Freiheit auf ihrer indonesischen Heimatinsel nur noch 400 Exemplare gibt. Vater der getöteten Babys ist der Tiger Avigdor, der aus dem Wuppertaler Zoo stammt. Nach der Begattung durch ihn brachte Hana vor fünf Wochen dreifachen Nachwuchs zur Welt.

Nach Angaben der Tierärztin waren Avigdor und Hana am Montag schon wieder eng beisammen. Sie hoffe deshalb auf einen baldigen neuen Zuchterfolg. In diesem Jahr wurden weltweit in Zoos 32 Sumatra-Tiger geboren. Der Bestand in den Tierparks habe sich durch die Zuchterfolge auf 261 erhöht. Im Jahr 2008 waren es noch 180.

awö/AFP / AFP
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