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Video Baerbock warnt vor Klimafolgen

"Seit über 20 Jahren erlebt die Welt das, was wir wieder vor zwei Wochen hier erlebt haben, dass die Klimakrise nichts Abstraktes ist, sondern dass die Klimakrise die Freiheit und die Sicherheit der Menschen auf diesem Planeten bedroht" , sagte Annalena Baerbock bei einer Auftaktveranstaltung zum Wahlkampf der Grünen in Heidelberg. Die Spitzenkandidatin betonte am Mittwoch, dass Klimaschutz nicht nur Umweltschutz sei, sondern - Zitat - Zukunftswirtschaftspolitik. "Dass die Technologien dieser Welt klimaneutral werden müssen. Und wer jetzt noch nicht verstanden hat, dass Klimaneutralität unsere Zukunftsaufgabe ist, der gefährdet unsere Zukunft." Nach den verheerenden Überschwemmungen im Westen Deutschlands planen die Grünen nach einem Zeitungsbericht einen bundesweiten milliardenschweren Fonds zur Unterstützung bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Vorgesehen sei ein Klimavorsorge-Fonds im Volumen von 25 Milliarden Euro, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Über zehn Jahre hinweg solle der Bund damit etwa Kommunen dabei unterstützen, sich auf Folgen des Klimawandels einzustellen, ob auf Hitze oder Hochwasser. "Bei Klimaschutz ist immer ein Dreiklang aus Katastrophenschutz in der akuten Hilfe, aus Anpassungsmaßnahmen, damit wir beim nächsten Extremwetter-Ereignis besser gewappnet sind. Und hier sind ja auch etliche Grüne, ihr wisst, wir haben uns den Mund fusselig geredet." Für Hausbesitzer solle es Steueranreize oder Fördermittel geben, wenn sie ihre Häuser gegen Starkregen oder Hochwasser wappneten. Eine Versicherung von Elementarschäden solle Standard werden. Die extremen Wetterlagen in Deutschland und der Welt führen Baerbock und ihre Partei auf Versäumnisse beim Klimaschutz in den letzten Jahren und Jahrzehnten zurück, für die auch die CDU mitverantwortlich sei: "Die ganz klar gesagt hat, wir deckeln den Ausbau der erneuerbaren Energien und die dann auch noch gesagt hat, und im Übrigen bauen wir Windräder auch nur noch an einigen Standorten. Und jetzt zu beklagen, dass in Baden-Württemberg keine Windkraft da wird, das ist nicht nur blanker Hohn, sondern ehrlich gesagt ist das eine Veräppelung der Menschen in diesem Land." Bis zur Bundestagswahl am 26. September sind es noch knapp zwei Monate. Aktuellen Umfragen von Forsa, GMS und Insa zufolge würde die Union zwischen 26 und 30 Prozent der Stimmen kriegen, die Grünen rund 20 und die SPD 15 bis 17. Die FDP komme demnach auf etwa 13 Prozent, die AfD auf rund 10 und die Linke auf 7.
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Einem Zeitungsbericht der Süddeutschen Zeitung zufolge planen die Grünen einen bundesweiten milliardenschweren Fonds zur Unterstützung bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels.

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