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"Gestohlenes Geld" Stapelweise 500-Euro-Scheine - was es mit den "Europaletten" auf sich hat

Es sind Bilder wie aus dem Keller eines Drogenbarons. Unzählige Euro-Scheine türmen sich regelrecht zu einem Berg auf. Einige der Banknoten sind verbrannt. Doch wo findet man so viel Geld?
Die Antwort: auf einer Kunstmesse in Madrid. Die Botschaft der Installation erklärt der Künstler auf einem Schild:
"Das ist das Geld, das wir in Angola stehlen. In meinem Heimatland werden wir jeden Tag Zeugen der Plünderung unserer natürlichen Ressourcen. Nicht nur durch Politiker, sondern auch durch Ausländer. Danke." – Beschreibung des Künstlers
Bis 2002 tobte in Angola ein Bürgerkrieg. Nach dessen Ende entwickelte sich die Ölbohrindustrie zum wichtigsten Wirtschaftszweig. Durch den Verkauf des schwarzen Goldes ist das Bruttoinlandsprodukt Angolas in den vergangenen Jahren um mehrere hundert Prozent gestiegen. Doch die Bevölkerung bleibt arm, während das Geld in den Taschen profithungriger Ölmogule verschwindet. Um welchen Betrag es sich dabei tatsächlich handelt, bleibt unklar. Deutlich wird jedoch, dass Kunst abstrakte Sachverhalte sehr greifbar machen kann.

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Auf den ersten Blick denkt man an den Keller eines Drogenkartells. Banknoten türmen sich zu einem Berg auf. Doch dieser ungewöhnliche Anblick hat auch einen ernsten Hintergrund.

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