Ehemals ein vier-Sterne-Hotel, jetzt ein Asylbewerberheim: Hotelbesitzer Peter Rausch hat sein Hotel in Bautzen umgewandelt. Im stern-Interview erzählt er von seinem neuen Leben als Asylheimbetreiber - und den Problemen, die damit einhergehen.
Asylheimbetreiber Peter Rausch im Interview
"Die jungen Männer haben immer noch nicht kapiert, dass ich das Hausrecht habe"
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O-TON Peter Rausch: "Tja, wir hatten mal wieder ein bisschen tunesischen Kindergarten, wie ich das mittlerweile nenne. Wir haben, und das habe ich schon mehrfach gesagt, dazu stehe ich auch, ein Problem mit unserem tunesischen Bewohnern. Die ausschließlich junge Männer sind, zwischen 19 und 25 die eben leider Gottes immer noch nicht kapiert haben, dass ich das Hausrecht habe und dass es gewisse Hausordnungspunkte gibt, die ich bitte einzuhalten. Die will ich nicht eingehalten haben, weil ich Peter Rausch bin, sondern weil ich für knapp 240 Personen verantwortlich bin. Und dazu gehört eben, sich anmelden und fragen ob man hier zusätzlich übernachten kann. Dazu müsste ich auch einen kleinen Obolus bezahlen, damit sie wissen, dass das nicht umsonst ist, und wenn sie das nicht einhalten, werden Leute eben mit einer Hausordnung versehen oder nach Hause geschickt, und wenn sie dann nicht gehen wollen nach mehrmaliger Aufforderung, dann muss ich eben leider Gottes die Polizei rufen und die müssen der ganzen Sache Nachdruck verleihen."