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14 Tote bei Brand in Caritas-Werkstatt: Titisee unter Schock

Die Aufräumarbeiten beginnen nach der Feuerkatastrophe mit 14 Toten in einer Behindertenwerkstatt in Titisee-Neustadt. Überlebende, Helfer und Anwohner versuchen, die Katastrophe zu verarbeiten.

Von Frank Brunner, Titisee-Neustadt

Es ist 13.58 Uhr am Montagnachmittag, als bei Gotthard Benitz das Telefon klingelt. Feuer in einem Wohnheim für Behinderte, meldet die Leitstelle Freiburg. Der Einsatzleiter der Feuerwehr im baden-württembergischen Titisee-Neustadt reagiert routiniert. Sechs Minuten dauert es, bis die ersten Löschfahrzeuge vor dem zweistöckigen Gebäude eintreffen. Sieben Stunden später steht Benitz sichtlich erschöpft vor einem provisorisch errichteten Zelt der Einsatzzentrale und ringt um Worte. "Eine solche Tragödie habe ich noch nicht erlebt", sagt er stern.de.

Etwa fünfzig Personen befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes in der Caritas-Werkstatt. Nach bisherigen Erkenntnissen ist das Feuer nach einer Explosion im Dachgeschoss ausgebrochen. Für 14 Menschen kommt jede Hilfe zu spät. Noch am Montagabend gleicht das Gelände am Rande von Titisee-Neustadt einem Katastrophengebiet. Scheinwerfer tauchen die umliegenden Häuser in taghelles Licht. Die Polizei hat das Haus abgesperrt; davor rollen Mitarbeiter von Technischem Hilfswerk und der Feuerwehr die Löschschläuche ein. "Wir werden in den kommenden Stunden vor Ort bleiben", sagt Benitz. Seine Kollegen haben in der Werkstatt Wärmebildkameras installiert, um eventuell versteckte Brandherde schnell zu identifizieren.

Erst kurz nach 21 Uhr haben die ersten Helfer Zeit für einen Becher Kaffee. "Als erstes sah ich einen Rauchpilz über dem Gebäude, dann sagte der Heimleiter, dass sich noch Menschen im Haus befinden", erzählt Feuerwehrmann Benitz. Etwa 120 Erwachsene mit geistigen oder mehrfachen Behinderungen montieren in der Werkstatt Elektrogeräte und Verpackungen für Firmen in der Umgebung. Betreut werden sie dabei von Pädagogen. Auf einen von ihnen wartet Manfred G. Nervös geht er vor dem Absperrband immer wieder auf und ab. Denn auf dem Gelände ist noch seine 30-jährige Tochter, die als Erzieherin arbeitet. "Vor einigen Stunden hat sie angerufen und gesagt, dass es ihr gut gehe", so G. Doch nun wisse er nicht, was los sei.

Eine "unbekannte Dimension von Unglück"

Auch für Wolfgang Schäfer-Mai ist die Nacht noch nicht zu Ende. "Nach dem derzeitigen Stand haben wir neun Verletzte, diese sind in den Krankenhäusern, und keiner von ihnen ist in Lebensgefahr", sagt der Geschäftsführer des DRK Freiburg. Zuvor haben er und seine Kollegen die körperlich Unverletzten betreut. "Viele von ihnen standen unter Schock, wollten zurück in das Haus", berichtet Schäfer-Mai. Doch das Schlimmste sei, zu wissen, dass man 14 Menschen nicht helfen konnte. Von einer für ihn bislang "unbekannten Dimension von Unglück", spricht der DRK-Mann, der mit 80 Rettern aus dem ganzen Hochschwarzwald vor Ort ist. Fast alle Helfer in Titisee-Neustadt werden wohl in den nächsten Tagen psychologische Betreuung benötigen. "Die ersten 24 Stunden nach so einem Einsatz fühlt man sich wie in einem Film", sagt Feuerwehr-Einsatzleiter Benitz. "Erst dann begreift man langsam, was passiert ist."

Frank Brunner
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.