Bad Reichenhall Gutachten nicht vor Frühling


In Bad Reichenhall ist der Katastrophenalarm aufgehoben worden. Die Suche nach der genauen Ursache des Unglücks dürfte mindestens bis zum Frühjahr dauern.

Drei Tage nach dem Einsturz der Eishalle in Bad Reichenhall ist der Katastrophenalarm aufgehoben worden. Zuvor hatten Rettungskräfte die Eisfläche und den Schutt noch einmal nach möglichen Opfern abgesucht, jedoch niemanden mehr gefunden.

"Es ist jetzt sichergestellt, dass keine Person mehr am Unglücksort sein kann", sagte Polizeisprecher Peter Huber. Die Sucharbeiten seien damit abgeschlossen. Als letzte Vermisste hatten die Helfer am Donnerstagmorgen eine 40 Jahre alte Frau tot aus den Trümmern geborgen. Bei dem Unglück starben insgesamt 15 Menschen.

Mitarbeiter der eingesetzten Firmen bauten am Donnerstagabend die Kräne ab, die bei der Beseitigung schwerer Trümmer im Einsatz waren. Der Unglücksort bleibt weiter abgesperrt und wird auch nachts überwacht, bis alle nötigen Beweismittel abtransportiert sind.

Die Suche nach der genauen Ursache des Unglücks dürfte mindestens bis zum Frühjahr dauern. Allein das Gutachten zum Zustand der Halle werde voraussichtlich nicht vor Anfang April vorliegen, sagte der Traunsteiner Polizeichef Hubertus Andrä.

Alle Opfer waren kurz nach dem Unglück am Montagnachmittag "innerhalb kürzester Zeit" ihren schweren Verletzungen erlegen, wie die Ermittler nach der Obduktion mitteilten. "Keines der Opfer starb an Unterkühlung oder Erfrierungen", sagte Staatsanwalt Volker Ziegler. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung.

DPA DPA

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