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Beirut Einen Monat nach verheerender Explosion: Retter vermuten Überlebenden unter Trümmern

Sehen Sie im Video: Beirut nach der Explosion – Videos zeigen die extreme Verwüstung.


Der Ort der verheerenden Explosion in Beirut am 4. August ist zu einer lokalen Touristenattraktion geworden. Menschen posieren vor den zerstörten und schwer beschädigten Gebäuden für Fotos und nehmen Selfies auf. Bei der Explosion eines mit fast 3.000 Tonnen Ammoniumnitrat gefüllten Lagers in der libanesischen Hauptstadt kamen mehr als 170 Menschen ums Leben. Rund 6.000 wurden verletzt und 300.000 Menschen obdachlos. Jetzt ähneln die Straßen von Beirut einem Kriegsgebiet mit eingestürzten Gebäuden, zerstörten Straßen und fast überall verstreutem, verrottendem Müll. Lagerhäuser sind zusammengeklappt wie Kartenhäuser, nicht nur am Hafen, sondern im Umkreis mehrer Kilometer sind Fensterscheiben geborsten, Häuser zerstört worden und unbewohnbar. Bis alle Schäden der Stadt beseitigt sind, werden noch viele Jahre vergehen.
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Die Explosion im Hafen von Beirut war so gewaltig, dass man sich kaum vorstellen kann, dass im Umkreis jemand überlebt. Nun haben die Retter aber Hinweise auf einen Überlebenden in einem eingestürzten Gebäude.

Rund einen Monat nach der verheerenden Explosion im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut haben Rettungshelfer möglicherweise Hinweise auf einen weiteren Überlebenden. Unter den Trümmern eines eingestürzten Hauses hätten ein chilenisches Rettungsteam und dessen Suchhund ein Lebenszeichen ausgemacht, sagte der leitende Mitarbeiter der Beiruter Feuerwehr, Michel al-Murr, am Donnerstagabend vor Journalisten.

Ihm zufolge handelt es sich um Hinweise auf eine Person, die atmet. Er könne keine Angaben dazu machen, ob es tatsächlich noch einen Überlebenden gebe. Insgesamt wurden libanesischen Medien zufolge zwei Körper unter den Trümmern ausgemacht. Der Gouverneur von Beirut, Marwan Abbud, sagte der Deutschen Presse-Agentur, möglicherweise gebe es einen Überlebenden.

Rettungsarbeiten unterbrochen

Die Sucharbeiten gingen auch nach Einbruch der Dunkelheit bis zum späten Abend weiter, wurden dann aber unterbrochen. Die Helfer hätten versucht, von oben durch die Trümmer zu kommen, sagte Al-Murr weiter. Die stark zerstörten Mauern hätten sich jedoch bewegt und könnten einstürzen. Es dürfe kein Risiko eingegangen werden. Die Armee habe die Anweisung gegeben, die Rettungsarbeiten zu unterbrechen. Sie sollten am Freitagmorgen mit einem Kran fortgesetzt werden.

Einige empörte Augenzeugen machten ihren Unmut über die Unterbrechung der Rettungsarbeiten laut. Sie forderten den sofortigen Einsatz eines Krans und riefen "Schande über euch".

Explosion in Beirut lässt obere Stockwerke einstürzen

Scheinwerfer erhellten am Abend den Ort, an dem das dreistöckige Haus im Beiruter Stadtteil Dschemmeiseh eingestürzt war. Von dem Gebäude steht nur noch das Erdgeschoss, die oberen Stockwerke sind fast vollständig in sich zusammengebrochen. Das Gebäude ist nur wenige Hundert Meter vom Explosionsort im Beiruter Hafen entfernt

Bei der Explosionskatastrophe am 4. August waren mindestens 190 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 6000 verletzt worden. Der Hafen und große Teile der umliegenden Wohngebiete wurden massiv zerstört. Bis zuletzt wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums noch sieben Menschen vermisst.

tkr DPA

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