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Erneut Unfall durch Geisterfahrer: Falschfahrer kracht in zwei Autos und stirbt

In Bayern hat am Freitag ein Mann zwei Unfälle versucht und ist dabei selbst ums Leben gekommen. Er war auf der falschen Fahrbahn unterwegs.

Ein Geisterfahrer hat am Freitag auf einer Autobahn in Bayern zwei schwere Verkehrsunfälle verursacht - und ist dabei selbst ums Leben gekommen.

Zwei weitere Männer wurden schwer verletzt, eine Autofahrerin erlitt nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei in Ingolstadt mittelschwere Verletzungen. Beim Unfallverursacher handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen 80 Jahre alten Mann. Seit Jahresbeginn hatten mehrere Unfälle mit Geisterfahrern für Schlagzeilen gesorgt.

Der Falschfahrer war auf der A 92 Deggendorf-München zwischen den Anschlussstellen Moosburg-Süd und Erding in falscher Fahrtrichtung unterwegs. Im Abstand von rund 500 Metern krachte sein Wagen am späten Vormittag in zwei Fahrzeuge.

Insassen der anderen Wagen schwer verletzt

Beim ersten Zusammenstoß wurden die beiden Insassen des korrekt gesteuerten Autos sehr schwer verletzt. Ihr Wagen überschlug sich nach dem Aufprall und blieb etwa 50 Meter neben der Autobahn liegen. Die Männer im Alter von 44 und 61 Jahren wurden mit Rettungshubschraubern in Kliniken geflogen.

Der Unfallverursacher war unterdessen weiter in falscher Richtung gefahren. Nach rund einem halben Kilometer stieß sein Wagen erneut frontal mit einem Auto zusammen. Die 31 Jahre alte Fahrerin zog sich dabei mittelschwere Verletzungen zu. Spätestens bei dieser Karambolage wurde der Geisterfahrer so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb.

Nicht der erste Unfall durch Falschfahrer im neuen Jahr

Die Identität des Falschfahrers stand am Freitag zwar noch nicht eindeutig fest, doch ging die Polizei in Ingolstadt davon aus, dass es sich um einen verheirateten 80-Jährigen aus dem Landkreis Landshut handelt. Zur Klärung des Unfallhergangs wurde ein Gutachter eingeschaltet. Anhaltspunkte für einen Selbstmord lägen bislang nicht vor, ergänzte ein Polizeisprecher. Die A92 war in Richtung München stundenlang gesperrt.

Seit Jahresbeginn hat es bereits mehrere schwere Unfälle mit Geisterfahrern gegeben. In der Nähe von Gelsenkirchen starben zwei Menschen, nachdem ein 70-Jähriger in falscher Richtung auf die A 52 gefahren. Möglicherweise war die Auffahrt nicht richtig beschildert. In Niedersachsen steuerte ein betrunkener Lastwagenfahrer seinen 40-Tonner auf die falsche Fahrbahn der A1. Während eines Wendemanövers rasen mehrere Autos in den Laster. Zwei Menschen sterben.

DPA / DPA