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Welle der Gewalt: Krankenhäuser in Mexiko: Wo Ärzte unter Polizeischutz operieren

In Mexiko eskaliert die Gewalt. Kämpfe verfeindeter Banden verwandeln ganze Regionen in Schlachtfelder und städtische Krankenhäuser in Kriegslazarette. Dort müssen Ärzte nicht selten unter Polizeischutz operieren.

Nicht selten müssen Ärzte in Mexiko unter Polizeischutz operieren

Ein Polizist sichert einen Krankenwagen, in dem das Opfer einer Schießerei versorgt wird. "Wir mussten alle schon einmal unter Polizeischutz operieren", berichtet ein Chirurg aus Mexiko-Stadt.

Schusswunden, Stichverletzungen, zusammengeschlagene Körper - auf der Intensivstation des Balbuena-Krankenhauses in Mexiko-Stadt retten die Ärzte nicht nur Leben, sondern beleben auch Tote wieder. Denn hierher gelangen die Opfer aus einem der gewalttätigsten Stadtteile der mexikanischen Hauptstadt. Neben Opfern von Verkehrsunfällen werden hier auch Drogendealer, Entführer oder Mörder behandelt - sowie deren Opfer. Das hat gravierende Folgen für den Krankenhausalltag. "Wir mussten alle schon einmal unter Polizeischutz operieren", berichtet ein Chirurg, der seinen Namen nicht nennen möchte, der spanischen Tageszeitung "El País".

Mexiko: Alle 15 Minuten wird ein Mensch getötet

"Manche kommen bewaffnet zu uns ins Krankenhaus, um ihren frisch operierten Kumpel mitzunehmen", erzählt Mario, der als Chirurg im Balbuena-Hospital, im Zentrum der mexikanischen Hauptstadt, arbeitet. "El País" erzählt er von teils sehr bizarren Szenen. "Wir haben auch schon einen Angreifer und sein Opfer hier aufgenommen - einen vor dem anderen, während sie sich einander in die Augen sahen." Seit 25 Jahren arbeitet Mario in dem Krankenhaus. Auch er möchte seinen vollen Namen nicht in der Öffentlichkeit lesen, aus Angst vor späteren Repressalien.

Mexiko-Stadt erlebt gerade eine der brutalsten Gewaltwellen seit Beginn der Aufzeichnungen vor 20 Jahren. Durchschnittlich alle 15 Minuten wird in dem lateinamerikanischen Land ein Mensch getötet. In der Hauptstadt verzeichneten die Behörden im ersten Halbjahr dieses Jahres 541 vorsätzliche Tötungen, das sind 30 Prozent mehr als noch 2013. Im November veröffentlichte das Innenministerium Zahlen, nach denen bis Oktober 2017 landesweit bereits 23.968 Menschen gewaltsam zu Tode kamen. Zum Vergleich: In Deutschland wurden im gesamten vergangenen Jahr 876 Opfer von Mord und Totschlag.

Krankenhausflure werden zu Schlachtfeldern

Das macht sich auch im Balbuena-Hospital bemerkbar. Obwohl in den Krankenhausfluren eigentlich Waffenstillstand herrscht, gibt es immer wieder Momente, in denen die Gewalt ihre brutalen Fänge bis in die Operationssäle und Krankenstationen ausstreckt. Mario erzählt von einem Mitglied aus dem Drogenkartell, das verletzt eingeliefert wurde. Seine Kumpel kamen, um ihn wieder abzuholen und schlugen den Empfangsmitarbeiter zusammen. Es sei zwar nicht an der Tagesordnung, dass das Krankenhauspersonal die Gewalt am eigenen Leib zu spüren bekäme, "aber vor sechs oder sieben Monaten gab es eine Schlägerei in La Merced [ein Stadtviertel im historischen Teil von Mexiko-Stadt, Anm. d. Red.] und als die Verletzten hier ankamen, prügelten sie sich sowohl vor dem Krankenhaus als auch drinnen weiter“, erinnert sich Mario gegenüber "El País".

Das Balbuena ist nicht das einzige Krankenhaus in der mexikanischen Hauptstadt, das die ansteigende Gewalt zu spüren bekommt. "Gerade haben wir einen Vater und einen Sohn mit Schussverletzungen aufgenommen und eine andere Person mit Schnittverletzungen am Hals", berichtet eine Krankenschwester der Klinik Hospital de la Villa.

Medikamentenmangel erschwert die Arbeit

Besonders Krankenhäuser, die in Stadtteilen mit einer besonders hohen Kriminalitätsrate liegen, verwandeln sich in Kriegslazarette. Und das liegt nicht nur an den Verletzungen, die zu behandeln sind. Auch die medizinische Ausstattung erinnert häufig eher an provisorische Gesundheitszentren in Krisenregionen als an ein Hauptstadtkrankenhaus. Da ist Kreativität gefragt. "Mit einem Minimum an Ausrüstung vollbringen wir hier Dinge, über die sich andere Krankenhäuser nur wundern können“, sagt ein Chirurg am Balbuena-Krankenhaus und berichtet von fehlenden Nähutensilien zur Wundversorgung. Auch Urinbeutel würden oftmals fehlen und stattdessen leere Infusionsbeutel benutzt werden. Erschwerend hinzu kommt, dass das Krankenhaus heillos überfüllt sei und es an Medikamenten mangelt. "Im Schockraum haben wir zehn bis zwölf Betten und müssen manchmal doppelt so viele Menschen behandeln", berichtet ein Arzt aus der inneren Medizin desselben Krankenhauses.

Es gehört schon eine große Portion Idealismus und Leidenschaft dazu, diesen Job tagtäglich zu machen. Denn reich werden Ärzte wie Mario nicht. Mit seinen 25 Jahren Berufserfahrungen verdient er nicht mehr als 28.000 Pesos (rund 1200 Euro) im Monat. "Mit einer Operation eines Privatpatienten würde ich so viel verdienen, wie hier in zwei Wochen", sagt Mario. "Für uns, die wir hier arbeiten ist unser Job eine Berufung."

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tyr
18jähriger Kater und Welpe geht das?
Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich eigentlich nicht So gut auf Hunde zu sprechen also wenn ein Hund an seinem Garten vorbeigeht springt er schon hinterm Zaun ein bisschen hoch und fängt an zu fauchen. Denkt ihr nicht das Man wird vorsichtiger Eingewöhnung es schaffen könnte dass die beiden sich verstehen? LG und danke im Voraus