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Attentat auf Gilroy-Garlic-Fest: Ermittler finden bei mutmaßlichem Täter rechtsradikale Literatur und Material über Islamismus

Warum ein 19-Jähriger mutmaßlich auf einem Knoblauch-Festival um sich geschossen und dabei drei Menschen getötet hat, ist weiter unklar. Die Polizei aber hat Hinweise gefunden, dass sich der Täter für radikale Themen wie den Islamismus interessierte.

Gilroy Garlic Shooting

Polizeieinsatz in Gilroy nach den Schüssen auf dem Knoblauch-Fest

AFP

Die Polizei hat die Wohnung des Gilroy-Garlic-Fest-Attentäters durchsucht und ist dabei auf Spuren gestoßen, nach denen der mutmaßliche Täter wohl den Angriff geplant haben dürfte. Laut des "San Francisco Chronicle" haben die Ermittler sowohl rechtsradikale Literatur gefunden als auch Material über Islamismus. Daneben fanden die Beamten in dem Haus in Walker Lake, Nevada, leere Munitionskisten, eine leere Flasche Valium, eine Gasmaske, ein Messer und ein Tarnrucksack.

Polizei versucht zu verstehen, wer der Schütze war

Über das Motiv aber rätselt die Polizei weiterhin. "Wir versuchen zu verstehen, wer der Schütze war, was ihn motiviert hat und ob er mit einer bestimmten Ideologie in Einklang stand", sagte ein FBI-Mitarbeiter auf einer Pressekonferenz. Nächster Schritt der Polizei sei es, die digitalen Medien des mutmaßlichen Attentäters zu analysieren, "um ein ganzheitliches Bild von ihm zu bekommen", so der Ermittler weiter.

Video: Tote bei Schießerei auf Volksfest in Kalifornien

Bei dem Angriff auf das Knoblauch-Fest rund 120 Kilometer südlich von San Francisco waren ein sechsjähriges Kind, ein 13 Jahre altes Mädchen und ein junger Mann durch Schüsse ums Leben gekommen. Mehr als ein Dutzend Menschen wurden verletzt. Der 19-Jährige, der als Täter verdächtigt wird, wurde von der Polizei erschossen. Bislang sind die Ermittler davon ausgegangen, dass der Angreifer wahllos um sich geschossen habe

Waffen in Nevada gekauft

Das Sturmgewehr sowie eine Schrotflinte des Täters war Anfang Juli legal im benachbarten US-Bundesstaat Nevada erworben worden. Es sei aber verboten gewesen, die Waffe nach Kalifornien zu bringen, erklärte der kalifornische Generalstaatsanwalt Xavier Becerra. Medienberichten zufolge soll der Tatverdächtige auf einem inzwischen gelöschten Instagram-Konto Bezug genommen haben auf Schriften mit rassistischen Ideologien.

Quelle: "San Francisco Chronicle", "The Hill", DPA

nik