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Interview mit Hochseesegler Boris Herrmann: "Abenteuer mit ungewissem Ausgang": Deutscher Skipper will mit Greta Thunberg den Atlantik überqueren

Boris Herrmann ist Deutschlands bester Hochseesegler. Zusammen mit dem Prinzen von Monaco wird er Greta Thunberg im August über den Atlantik zur UN segeln. Ein Gespräch über Eisberge, nervende Politiker und vegane Tiefkühlkost.

Von Jonas Breng und Yannik Schüller

Mit diesem Schiff will Greta Thunberg den Atlantik überqueren. Sie fährt mit Profisegler Boris Herrmann übers Meer.

Greta Thunberg, ein gerade mal 16-jähriges Mädchen aus Schweden, hat dafür gesorgt, dass die Politik in der Klimadebatte endlich Farbe bekennen muss. Aus den von ihr initiierten "Schulstreiks für das Klima" ist inzwischen die weltweite Bewegung "Fridays for  Future" hervorgegangen, die sich für eine konsequente Klimapolitik einsetzt. Das US-Magazin "Time" zählt sie zu den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten des Jahres 2019.  

Aber was macht so ein Idol, wenn es selbst zu Terminen auf der ganzen Welt reisen muss? Zum Weltwirtschaftsforum in Davos ist Thunberg im Januar mit dem Bahn quer durch Europa gefahren. Und auch für ihre Rede bei den Vereinten Nationen hat sie sich etwas einfallen lassen: eine Atlantiküberquerung auf einer Segelyacht – mit dem deutschen Hochseesegler Boris Herrmann als Skipper. Im stern-Interview verrät Herrmann wie es zu der aufsehenerregenden Zusammenarbeit gekommen ist.

Herr Hermann, ein Profisegler, ein Prinz und eine Klimakämpferin reisen über den Atlantik zur UN. Wie kam die Idee zustande?

Meine Freundin ist Lehrerin. Sie hat mich im März mit zu einer Rede von Greta in Hamburg genommen. Es war mucksmäuschenstill, und alle haben ihr an den Lippen gehangen. Ich war absolut fasziniert von Greta. Da meinte meine Freundin zu mir: Wenn sie mal irgendwo nicht mit dem Zug hinkommt, müsst ihr sie unbedingt mit dem Boot bringen.

Die Gelegenheit kam schneller als gedacht. Am 17. Juni twitterte Greta, dass sie eine Möglichkeit suche, ohne Flugzeug über den Atlantik zur UN zu kommen.

Pierre und ich wussten sofort, dass wir diese Mitfahrgelegenheit nach New York sein wollten. Pierre war direkt begeistert und meinte: Finde die Nummer heraus, ich ruf sofort an!

Sie meinen Pierre Casiraghi, den Prinzen von Monaco.

Genau. Pierre und ich segeln seit Jahren gemeinsam. Mit dem Ziel, an der härtesten Hochseeregatta, der Vendée Globe, teilzunehmen, auf die sich unser Team vier Jahre vorbereitet. 

Wie sah das erste Treffen mit Greta aus?

Wir haben ein paar Mal per Videochat gesprochen. Aber das erste persönliche Treffen fand in der schwedischen Botschaft in Paris statt. Die ganze Zeit haben die Telefone ihrer Begleiter geklingelt und hochkarätige Politiker wollten sie sprechen. Aber sie wollte sich bei den Vorbereitungen auf unsere Reise nicht stören lassen.

Was für einen Eindruck hat sie auf Sie gemacht?

Es war eigenartig: Wegen all ihrer Reden hatte ich das Gefühl, sie schon zu kennen. Greta habe ich privat genau so erlebt wie in der Öffentlichkeit: Sie hat diese klare, ruhige Stimme. Sie spricht nicht viel, aber wenn, dann ist sie sehr überlegt und bestimmt.

Mussten Sie Greta von sich überzeugen?

Nein. Sie hatte sich vorher schon genau angeschaut, mit wem sie sich da in ein Boot setzt. Wenn Greta geglaubt hätte, dass wir das Ganze nur machen, um in der Öffentlichkeit zu stehen, hätte sie sicher Nein gesagt.

War auch ihr Vater Svante Thunberg bei dem Treffen dabei?

Ja. Die beiden sind ein starkes Duo. Die Geschichte aber, dass Greta von ihrem Vater gelenkt wird, halte ich für Quatsch. Greta ist Svante sogar immer wieder ins Wort gefallen. Trotzdem waren sie zusammen sehr sympathisch. Es hat sich von Anfang an gut angefühlt.

Wie lange braucht man denn mit Ihrem Segelschiff von England nach New York?

Das ist keine Zugfahrt mit Fahrplan. Wegen der Südweststürme wissen wir noch nicht einmal genau, wann wir losfahren können. Aber insgesamt gehe ich von zehn bis 14 Tagen aus. Fünf Tage vor der Abfahrt ist der Wetterbericht meist so verlässlich, dass wir es genauer sagen können.

Wie oft haben Sie den Atlantik schon überquert?

Sicher mehr als zehn Mal. 

Dann ist das Routine für Sie? 

Nein. Eine Fahrt über den Atlantik mit einer Segelyacht ist immer ein Abenteuer. Auch für Regattaprofis. Ich muss mich jedes Mal wieder kneifen und mir klar machen, dass ich in die absolute Wildnis hinausfahre. Im Moment ist Hurrikan-Saison, weswegen wir keine angenehme Südroute wählen können. Stattdessen segeln wir durch die rauen Gewässer des Nordatlantiks: Hier trifft der Golfstrom auf die kalten Strömungen aus dem Norden. Mal ganz abgesehen von den Eisbergen. 

Greta Thunberg in Hamburg

Klingt gefährlich.

Es ist ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang. Wenn das Wetter nicht mitspielt, kann es auch sein, dass wir umkehren müssen.

Wie sähe dann der Plan aus?

Wenn wirklich nichts mehr geht oder die wichtigste Technik versagt, müssten wir die nächste Küste anfahren: Irland, die Azoren, Neufundland – was immer am günstigsten ist. Das Gute aber ist, dass wir mittlerweile ziemlich verlässliche Wettervorhersagen haben. Wir können immer eine Woche vorausplanen, und das Schiff ist so schnell, dass man schwierige Wettersysteme umfahren kann.

Das Schiff, um das es geht, ist die Malizia II, die zu den schnellsten Segelschiffen der Welt zählt. Kosten: fünf Millionen Euro. 

Das Schiff ist ein kompromissloses Rennboot. Komfort spielt dabei keine Rolle. Es wurde speziell für das Vendée-Globe-Rennen designed. Ende 2020 werde ich in diesem Nonstop-Segelrennen dabei innerhalb von drei Monaten um die Welt segeln – allein. Es gibt an Bord also nur ein Minimum an Ausrüstung. 

Das heißt, Greta darf sich nicht auf allzu viel Komfort freuen. 

Nein, aber wir werden sehr schnell und vor allem emissionsarm unterwegs sein. Wir wollen keinen Tropfen Diesel für die Überfahrt benutzen.

Wie geht das? 

Wir verfügen über eine riesige Solarfläche an Deck und über Propeller im Wasser, die zusätzlich Strom erzeugen. Das erspart uns einen Hilfsmotor, der bei einer solchen Reise normalerweise Hunderte Liter Diesel schluckt. 

Wozu braucht eine Segelyacht überhaupt derart viel Strom? 

Für die ganzen Hilfssysteme an Bord: den Autopiloten, den Computer, das Telefon. Zugegeben, zu 100 Prozent emissionsfrei in Amerika anzukommen, wird vielleicht nicht möglich sein, weil uns etwa in New York ein Schlauchboot mit Außenmotor beim Anlegen helfen wird, aber das versteht Greta. 

Hat Greta das Schiff schon gesehen? 

Als wir das erste Mal miteinander gesprochen haben, konnte ich es ihr per Videokonferenz zeigen. Ehrlich gesagt hatte ich ein Weitwinkelobjektiv auf meinem Handy angebracht, damit das alles ein bisschen größer wirkt (lacht)

Denn es wird ziemlich eng.  

Ja. Die Fläche im Innenraum misst kaum mehr als 3 Meter. Es gibt auch nur zwei Kojen und einen einzigen Campinggaskocher. Keine Dusche, keine Toilette, kein fließendes Wasser. Außerdem kann es sehr kalt werden, wenn wir auf dem Nordatlantik unterwegs sind – die Yacht ist nicht einmal isoliert.

Boris Herrmann auf einer Hochseeyacht

Greta ist nicht trainiert. Ist sie körperlich zu so einer Überfahrt überhaupt in der Lage?

Die körperliche Belastung ist das eine, aber die psychische Herausforderung wird für Greta mindestens genauso intensiv. Das kennt jeder, der mal für längere Zeit auf einem Boot gewesen ist: Alles schwankt, man fühlt sich unwohl, wird seekrank oder sogar hysterisch. 

Bei Greta kommt hinzu, dass sie unter dem Asperger-Syndrom leidet. 

Ja. Allerdings meinte ihr Vater, dass es für sie viel unangenehmer wäre, auf einem großen Schiff mit vielen Leuten zu reisen. Jetzt begleiten sie nur ihre engsten Vertrauten: Ihr Vater und ein Kameramann, mit dem sie bereits seit über einem Jahr zusammenarbeitet. 

Und Sie und Casiraghi. 

Stimmt. Aber Pierre und ich werden abwechselnd schlafen. Greta hat also immer nur einen von uns beiden um sich herum. Wenn es ihr aber doch einmal zu viel werden sollte, kann sie sich in ihre Koje zurückziehen. Dort haben wir extra für sie einen Vorhang installiert.

Trotzdem. Glauben Sie, dass Greta die Strapazen der Reise richtig einschätzt? 

Ja. Ich habe den Eindruck, dass Greta eine sehr klar kalkulierende, analytische Person ist, die nicht so schnell hysterisch wird. Wir haben ihr sehr genau gesagt, worauf sie sich einlässt. Außerdem bereitet sie sich sehr konkret auf diese Reise vor. Wir haben ihr auch Meditation und autogenes Training empfohlen.  

Meditation hilft aber nicht bei Seekrankheit. 

Seekrankheit war eines der ersten Themen, die wir mit ihr besprochen haben. Das kann nämlich nicht nur anstrengend, sondern auch gefährlich sein. Wir haben ihr deshalb verschiedene Medikamente nach Schweden geschickt, damit sie ausprobieren kann, welche sie am besten verträgt.  

Wird Greta vorab eine Seglerausbildung bekommen? 

Ein bis zwei Tage vor der Abfahrt machen wir mit ihr eine Trainingsfahrt. Mehr war nicht möglich, da sie bis kurz vor dem Start ständig unterwegs ist. Das wird eine sehr steile Lernkurve. 

Muss sie an Bord mit anpacken? 

Greta ist komplett befreit von allen Seglerpflichten. Aber natürlich wollen wir sie einbinden und sie für das Segeln begeistern – für das Abenteuer einer solchen Reise, die Naturerlebnisse, für die Technik des Schiffs. In den zwei Wochen wird es dazu sicherlich Gelegenheit geben. 

Wie sehen die Mahlzeiten auf dem Boot aus? 

An Bord solcher Rennyachten muss man sich mit gefriergetrocknetem Essen oder in Vakuum eingeschlossenen Campinggerichten begnügen. Nun ist Greta allerdings Veganerin. Glücklicherweise gibt es aber auch eine große Bandbreite an veganen Gerichten. Wir haben zehn verschiedene Gerichte nach Schweden geschickt. Ein paar davon haben sie und ihr Vater schon für gut befunden. 

Worauf freuen Sie sich bei der Reise am meisten? 

In meiner Traumvorstellung sind wir irgendwo weit im Norden und genießen dieses unglaubliche Licht der hohen Breiten. Hoffentlich gibt es Tage, an denen die See relativ mild ist und wir die Natur und die schier unendlichen langen Sonnenuntergänge betrachten können. Vor allem aber hoffe ich Greta etwas von meiner Begeisterung, meiner Leidenschaft für das Segeln mitgeben zu können. 

Im nächsten Jahr nehmen sie am härtesten Segelrennen der Welt teil: Freuen sie sich mehr auf die Regatta oder die Fahrt mit Greta? 

Das ist eine gute Frage. Das Vendée-Globe-Rennen ist für mich ein Lebenstraum. Schon mit 17 Jahren wollte ich Profisegler werden. Damals haben mich meine Eltern für komplett verrückt gehalten. Aber, wenn ich Greta nun zur UN bringe, leiste ich einen Beitrag der weit größer ist als meine persönlichen Träume. Wir schreiben Geschichte.

Ich brauche dringend Hilfe bei der EM rente
Guten Tag mein Name ist Carsten Langer ich bin 46 Jahre alt und Versuche seit März 2015 die EM Rente zu beckommen meine Ärzte sagen ich kann nicht mehr Gutachten der Kranken Kasse sieht das auch so nur die Gutachter der Rentenkasse Sehens anders war schon vor sozial Gericht 1 Instanz Richterin sagt ich kann nicht am Gutachten vorbei entscheiden ihre Empfehlung ich sollte in die 2 Instanz weil sie meint das ich auch nicht mehr Arbeits fähig bin die 2 Instanz sagt laut Gutachten könnte ich noch arbeiten aber ihre Meinung nach könnte ich auch nicht mehr arbeiten ich sollte doch auf ein Urteil verzichten und ich sollte neu Rente beantragen und der zwischen Zeit wurde ich zur Berufs Findung geschickt die nach sechs Wochen von der Rentenkasse abgebrochen wurde habe auch erfahren das die Rentenkasse mir keine Umschulung mehr zutraut auf den Rat ich sollte noch Mal EM Rente beantragen bin ich in Reha gegangen damit ich auch neue Arzt berichte habe die Reha hat den Aufenthalt von 4 auf drei Wochen verkürzt und mich entlassen als nicht arbeitsfähig für den allgemeinen Arbeits Markt und ich kann keine 3 Stunden arbeiten das hat der Rentenkasse wieder nicht gereicht hatich wieder zum gutachter geschickt der mir 45 Minuten fragen gestellt hat und jetzt heißt es ich kann wieder voll arbeiten auf den allgemeinen Arbeits Markt Meine Erkrankungen sind Ateose in beiden knieen und mehreren Finger Gelenken Verschleiß in beiden Fuß, Hüft, Schulter und elebogen Gelenken dazu Gicht im linken Daumen satel Anhaltende Schmerzstörungen Wiederkehrende Depressionen Übergewicht Hormonstörungen Wirbelsäulenleiden Bandscheibenschädigung Schlaf Atem Störung Schlafstörungen eine ausgeprägte lese und rechtschreib Schwäche Panick Attacken ( Zukunftsangst) Suizidale Gedanken 1 Suite Versuch Laut aus Zügen einiger Befunde Bin ich nicht mehr Stress resistent Darf keinen akort machen keine Schicht Arbeit keine gehobene Verantwortung überaschinem oder Personen tragen usw Aber al das reicht nicht für die EM Rente Mittlerweile bin ich von der Kranken Kasse ausgesteuert das Arbeitsamt hat mich nach 9 Monaten abgemeldet und seit April wäre die Renten Kasse nicht mehr für mich zuständig aber da ein laufendes verfahren ist hmm keine Ahnung Da ich Mal gut verdient habe habe ich eine bu abgeschlossen aber da die über 900 euro mir zählt und das schon fast 3 Jahre habe ich kein Anspruch auf Harz 4 Grundsicherung Wohngeld oder sie Tafel für essen nein ich darf dafon mich noch mit 260€ freiwillig Kranken versichern Deswegen konnte ich meine Wohnung mir nicht mehr leisten und bin auf einen Campingplatz gezogenitlerweil habe ich eine Freundin und wir teilen uns die Wohnung Bitte ich brauche dringend Hilfe mir wird das alles zuviel werde mich parallel zu ihnen auch an den svdk wenden aber vielleicht können sie unterstützend helfen ich weiß echt nicht weiter und meine schlechten Gedanken werden wider sehr stark Mfg