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Kinderhandel: Das Geschäft mit der Not

Die Vereinten Nationen befürchten, dass Flutwaisen in den Katastrophengebieten Südostasiens Menschenhändlern in die Hände fallen könnten. Spekulationen um eine mögliche Entführung eines schwedischen Jungen haben sich nicht bestätigt.

Sie haben den Tsunami überlebt, jetzt droht ihnen Gefahr von Menschenhändlern: Zehntausende Kinder, die in der Flut in Indonesien ihre Eltern verloren haben, könnten in die Fänge von Schleuserbanden geraten und als Arbeits- oder Sexsklaven verkauft oder zur Adoption aus dem Land geschmuggelt werden. Auch in Thailand haben die Menschenfänger offenbar bereits Fallen aufgespannt.

Kinderverschleppung im Kabinett zur Sprache gekommen

Außenminister Joschka Fischer berichtete am Mittwoch in Berlin von dem Fall einer verdächtigen Kindesabholung aus einem Krankenhaus in Thailand. Die thailändischen Behörden hätten die Ermittlungen aufgenommen, sagte der Grünen-Politiker. Bundeskanzler Gerhard Schröder berichtete, dass das Thema Kinderverschleppung am Vormittag im Kabinett zur Sprache gekommen sei. Noch habe die Bundesregierung keine eigenen Erkenntnisse über solche Vorgänge. Aber wenn es so etwas gebe, müssten die örtlichen Behörden in jeder Weise in der Abwehr unterstützt werden, sagte Schröder.

Die UN-Organisationen sind in ihren Erkenntnissen offenbar schon weiter: "Ich bin sicher, dass es passiert", sagt Birgithe Lund-Henriksen, Kinderschutzbeauftragte von Unicef in Jakarta. "Für diese Banden ist die Flutkatastrophe die perfekte Gelegenheit."

Zwei versuchte Fälle von Kindesentführungen

Laut Unicef-Sprecher John Budd gibt es schon zwei versuchte Fälle von Kindsentführungen in der indonesischen Provinz Aceh, die von der Flut am schlimmsten getroffen wurde. Nähere Angaben machte Budd zunächst nicht.

Die Regierung in Jakarta ist längst alarmiert. Alle Kinder unter 16 Jahren dürfen die Provinz nicht verlassen, bis der Registrierungsprozess abgeschlossen ist. Dies könnte noch Monate dauern. Die Polizisten wurden aufgerufen, besonders wachsam zu sein. Für mehrere Auffanglager in Aceh wurden zudem eigens Beamte abgestellt. Sie sollen die Menschen dort auf mögliche Menschenschmuggler aufmerksam machen, die sich als Angehörige von Waisenkindern oder als Mitglieder von Wohltätigkeitsorganisationen ausgeben.

Sollten sich die Befürchtungen bewahrheiten, dann würde das große Leid der Kinder noch weiter steigen. Die Regierung in Indonesien geht davon aus, dass 35.000 Kinder in Aceh mindestens einen Elternteil verloren haben.

In einer in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur auf einem Handy eines Mitarbeiters unaufgefordert eingegangenen Textmitteilung sei die Beschaffung von Kindern angeboten worden, erklärte die Organisation. Nach Worten von Unicef-Sprecher Budd lautete der Text: "300 Waisenkinder zwischen drei und zehn Jahren aus Aceh zur Adoption. Papiere werden erledigt. Keine Gebühr. Bitte machen Sie Angaben über Alter und Geschlecht der benötigten Kinder." Zwar werde in der Nachricht ausdrücklich keine Gebühr verlangt, sagte Budd. "Aber wenn Sie die Nachricht lesen, und wenn sie wahr ist, dann haben sie entweder 300 Waisenkinder zu verkaufen oder sie haben die Möglichkeiten, Kinder entsprechend der Zahl der Bestellungen zu entführen."

In dem Fall des verschwundenen schwedischen Jungens Kristian Walker hat sich die erste Spur der thailändischen Polizei zerschlagen. Diese hatte einen Mann gesucht, der im Verdacht stand, den Zwölfjährigen möglicherweise entführt zu haben. Zwei Ärzte in einem Krankenhaus hatten ausgesagt, sie hätten den Jungen in Begleitung eines westlich-aussehenden Mannes gesehen. Der Verdächtigte wurde jetzt gefunden. Dabei hat sich herausgestellt, dass es sich bei dem Jungen, mit dem er im Krankenhaus gewesen war, nicht um den vermissten Kristian Walker gehandelt hat. Der Mann ist Schwede und wohnt in Thailand. Offenbar handelt es sich bei ihm um einen der zahlreichen freiwilligen Helfern.

Von Kristian Walker fehlt weiterhin jede Spur

Von Kristian Walker fehlt weiterhin jede Spur. Der Junge sei gemeinsam mit seiner Mutter, seinem Bruder und seiner Schwester an einem Strand in dem thailändischen Ferienort Khao Lak gewesen, als die Flutwellen am 26. Dezember über sie hereinbrachen. Die Schwester und der Bruder des Jungen überlebten. Kristian und seine Mutter hingegen gelten als vermisst. Der Großvater der Kinder war in das Gebiet gereist, um nach ihnen zu suchen.

Die Katastrophe auf Sumatra hat für Menschenhändler ideale Bedingungen geschaffen: Hunderttausende haben ihre Häuser verloren, Kinder wurden von ihren Familien getrennt, beim Tod der Eltern sind die Kleinen den Erwachsenen oft hilflos ausgeliefert, was auch immer diese im Schilde führen. Zudem ist die betroffene Region um Banda Aceh nicht weit von der Hafenstadt Medan entfernt, auch die Insel Batam liegt nahe. Beide Orte sind als Umschlagplatz für Kinder aus Indonesien berüchtigt.

"Es ist unsere große Sorge, dass diese Kinder zu Arbeitssklaven gemacht oder anders ausgenutzt und missbraucht werden", sagt Unicef-Generaldirektorin Carol Bellamy. Das UN-Kinderhilfswerk richtet derzeit in zwanzig Auffanglagern in Aceh spezielle Zentren für Kinder ein. Die Bedrohung durch Menschenschmuggler sei in Indonesien größer als in anderen betroffenen Ländern der Region, sagt Bellamy. Einerseits sei die Verwüstung dort besonders verheerend. Zum anderen seien die Ortschaften auf Sumatra extrem abgelegen.

Unter den mehr als 150.000 Todesopfern der Katastrophe sollen mindestens 50.000 Kinder sein. Unzählige weitere verloren durch die Katastrophe ihre Eltern oder wurden von ihren Familien getrennt. Nach Schätzungen von Unicef sind insgesamt rund 1,5 Millionen Kinder von der Katastrophe betroffen. In den noch immer von Hilfe abgeschnittenen Dörfern entlang der Westküste Sumatras warteten Tausende Kinder auf medizinische Versorgung, Trinkwasser und Nahrung.

Reuters/DPA / DPA / Reuters
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(