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Brennpunkt Berlin: Schießereien wie im Kino - Konflikte zwischen kriminellen Clans

Drogenhandel, Schutzgelderpressung, Diebstahl und Raub, - das sind gängige Einkommensarten für die organisierte Kriminalität. Schießereien untereinander werfen kein Geld ab - trotzdem knallt es derzeit häufig im Milieu der Berliner Clans.

Schüsse in Berlin-Neukölln

Polizisten stehen an in Berlin-Neukölln an einem Tatort. Ein 36-Jähriger wurde hier am Sonntag erschossen. Bei dem Opfer soll es sich um ein Mitglied einer arabischen Großfamilie handeln.

Meist wollen kriminelle Banden unauffällig agieren. Zu viel Aufmerksamkeit von Polizei und Öffentlichkeit ist nicht erwünscht. Konflikte regelt man eigentlich lieber intern. Doch Mitglieder der bekannten arabischen Großfamilien in Berlin greifen in letzter Zeit häufiger zu den Waffen. Polizeimeldungen und Berichte über Schießereien und Schlägereien innerhalb des Milieus häufen sich in der Hauptstadt, nahezu täglich gibt es Neuigkeiten. Manche Konflikte führen zu kinoreifen Verfolgungsjagden.

Ein 36-Jähriger wird am Tempelhofer Feld in Berlin-Neukölln von mehreren Schüssen getötet. Der zunächst lebensgefährlich verletzte Mann wird zunächst in ein Krankenhaus gebracht, wo er später stirbt. Die Schüsse fallen den Angaben zufolge am frühen Abend. Danach flüchten mehrere Menschen mit einem Auto vom Tatort. 

Vergangene Woche fährt ein Auto vor einer Bar in Neukölln vor. Mindestens ein Insasse des Wagens feuert mehrere Schüsse ab. Zwei Männer im Alter von 32 und 42 Jahren, die vor der Bar stehen, brechen schwer verletzt zusammen. Die Täter fliehen. Aus dem Fluchtwagen schießen sie auf einen Verfolger, der aufgibt, als Kugeln sein Auto treffen. Die angeschossenen Männer gehören zu einer polizeibekannten arabischen Großfamilie.

Berlins Polizei ermittelt gegen kriminelle Clans

Wenige Stunden zuvor eskaliert ein Streit und zahlreiche Mitglieder von zwei Clans gehen im Stadtteil Kreuzberg mit Fäusten, Pfefferspray, Schlagstöcken und einer Axt aufeinander los. Ein Mann zieht eine Schusswaffe, es bleibt aber bei einer Drohung. Erst ein Großaufgebot der Polizei kann die Lage unter Kontrolle bringen. Drei Männer werden festgenommen. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei stürmt die Wohnung eines Verdächtigen.

Wieder eine Nacht zuvor, Samstagabend im bürgerlichen Stadtteil Friedenau: Ein unbekannter Mann schießt mehrmals auf eine Dönerbude. Obwohl die Kugeln in Richtung der offenen Tür fliegen, wird niemand verletzt.

Berlins neue Polizeichefin Barbara Slowik hat unterstrichen, es werde mit Nachdruck gegen kriminelle Teile von Clans ermittelt: "Wir dulden keine rechtsfreien Räume", sagte Slowik im August. Nach ihren Angaben sind 25 Prozent der Organisierten Kriminalität in der Stadt arabischen Clans zuzurechnen. Arabischstämmige Großfamilien mit kriminellen Mitgliedern leben vor allem in Berlin, im Ruhrgebiet, in Niedersachsen und Bremen. In der Hauptstadt sollen es mindestens zwölf Clans mit mehreren hundert Mitgliedern sein. Von 68 großen Ermittlungen gegen die organisierte Kriminalität richteten sich zuletzt 14 gegen diese Strukturen.

Vor allem die abgeschotteten Familienstrukturen machen es der Polizei schwer. Viele Mitglieder dieser Familien, die kurdischer, palästinensischer oder libanesischer Herkunft sind, durften in Deutschland lange nicht arbeiten. Offiziell waren sie staatenlos und ihr Aufenthaltsstatus ungeklärt. Kriminalität wurde zur Haupteinnahmequelle.Diese Geschäfte stehen seit Monaten stärker im Fokus der Öffentlichkeit. In Zeitungen wird bereits über "blutige Revierkämpfe" spekuliert. Auch gibt es immer wieder Polizeieinsätze. 

Razzien gegen Clan-Mitglieder

Ende August werden bei einer Razzia gegen den organisierten Drogenhandel mehrere Männer festgenommen. Sie sollen mit ihren Autos einen Lieferservice für Rauschgift betrieben haben. Kurz davor beschlagnahmt die Staatsanwaltschaft aus dem Besitz einer Großfamilie 77 Wohnungen und Häuser im Wert von mehr als neun Millionen Euro. Es geht um den Verdacht der großangelegten Geldwäsche.

Am Mittwochmorgen schließlich stürmen Polizisten, darunter auch ein schwer bewaffnetes Spezialeinsatzkommando, eine Wohnung und einen Internetladen im Stadtteil Neukölln. Ein 28-jähriger Mann, Mitglied eines bekannten Clans, wird festgenommen. In der unauffälligen Wohnung in einer großen Durchgangsstraße finden die Ermittler Geld, illegale Medikamente - und scharfe Munition.

Im Fall des getöteten 36-jährigen Mannes in Berlin-Neukölln hat die Polizei noch keine heiße Spur zum Täter. Die kurz nach der Tat zunächst getwitterte Information, es sei ein Verdächtiger festgenommen worden, sei falsch gewesen, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Bei einem Kapitalverbrechen könne in den ersten Stunden alles drunter und drüber gehen, da könne es viele Gründe geben, so der Sprecher. Die Information sei aber sofort korrigiert worden.  

Viele Medien berichten, es handle sich um einen polizeibekannten Intensivtäter eines arabisch-stämmigen Clans. Auch dazu äußerte sich die Polizei nicht. "Wir bestätigen keine Personalien", sagte der Sprecher. Der Mann sei jedoch im Libanon geboren, seine Staatsangehörigkeit sei ungeklärt.

jek / Andreas Rabenstein / DPA
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?