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Provinz Victoria Einen Luftballon fliegen lassen – das soll Australier bald 1000 Dollar Strafe kosten

Bunte Luftballons vor blauem Himmel
Luftballons steigen lassen? Das kann teuer werden (Symbolbild)
© SimonKr / Getty Images
Sie sehen hübsch aus, aber hinterlassen Müll. Und der gefährdet Natur und Tierwelt. In Teilen Australiens soll das Fliegenlassen von Ballons deshalb bald unter Strafe stehen.

Sie sind bunt, sie sind hübsch anzuschauen und sie davonfliegen zu sehen, hat etwas Romantisches. Füllt man sie mit Helium, steigen sie sogar direkt gen Himmel. Die Rede ist von Luftballons, noch immer eine beliebte Dekoration auf Partys. Ihr Davonfliegenlassen ist vielerorts noch oft ein Symbol, etwa bei Hochzeiten, Postkartenaktionen oder sogenannten Gender-Reveal-Partys, bei denen Eltern den Gästen mit blauen oder pinken Ballons das Geschlecht ihres noch ungeborenen Babys verkünden. In der australischen Provinz Victoria soll damit jedoch nun Schluss ein.

Wenn die Party vorbei ist, bleibt vom Ballon nur eins übrig: Müll. Das ist in jeder Hinsicht schlecht für die Natur, und besonders gefährlich für die Tierwelt. "Wildtiere können durch Ballons und ihre Anhänge schwer verletzt oder sogar getötet werden", so die australische Umweltschutzbehörde. "Sie verheddern sich oder verschlucken Ballonreste. Wenn Ballons im Wasser schwimmen, können sie wie Quallen oder Tintenfische aussehen. Manche Meerestiere und Seevögel verwechseln sie dann mit Beute. In Victoria wurden schon oft Seehunde und andere Tiere aufgefunden, die sich in Ballonschnüren verheddert hatten, was schlimme Folgen hat."

Ballons gefährden wilde Tiere

Damit solche Vorfälle bald der Vergangenheit angehören, drohen den Menschen in Victoria künftig saftige Strafen für das Fliegenlassen von Ballons. Entwischt ihnen ein einzelner Luftballon, kostet das 991 australische Dollar (ca. 625 Euro), sind es mehrere, werden daraus 16.522 oder im Extremfall gar 82.610 Dollar. Handelt es sich bei dem Missetäter um jemanden, der im Auftrag einer Firma handelt, ist die Mindeststrafe 4956 Dollar (ca. 3124 Euro).

Die Regierung rät den Einwohnern, auf die Benutzung von Ballons komplett zu verzichten. Wenn kein Weg daran vorbeiführe, draußen Luftballons zu verwenden, müssten diese absolut sicher befestigt werden. Aber es gibt nicht nur Verbote, sondern auch konstruktive Vorschläge: Bei Zeremonien und Partys könnten in Zukunft auch Seifenblasen in den Himmel geschickt, Blüten in Seen oder Bachläufen abgelegt, Kerzen angezündet oder Bäumchen gepflanzt werden.

Quelle:  "Daily Mail"

wt

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