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Malaysia Airlines: Zahlreiche Aids-Forscher waren an Bord von Flug MH17

Bei dem Absturz der Passagiermaschine MH17 in der Ostukraine sind auch zahlreiche Aids-Forscher zu Tode gekommen - darunter einer der führenden Wissenschaftler auf diesem Gebiet.

Unter den 298 Opfern des in der Ostukraine abgestürzten Passagierflugzeugs sind auch rund 100 Teilnehmer der 20. Welt-Aids-Konferenz, die am Sonntag im australischen Melbourne beginnt. Das berichtet der "Sydney Morning Herald". 12.000 Teilnehmer werden auf der Konferenz die jüngsten Forschungsergebnisse und Entwicklungen um das tödliche HI-Virus diskutieren. Der Chef des UN-Aidsprogramms, Michel Sidibe, schrieb am Freitag auf Twitter, dass "viele Passagiere" auf dem Weg zu der Konferenz gewesen seien. Seine "Gedanken und Gebete" seien bei den Familien der Insassen von Flug MH17. Die Internationale Aids-Stiftung bestätigte in einer Erklärung, dass "etliche unserer Kollegen und Freunde" in dem Flugzeug saßen.

Führender Aids-Forscher unter den Opfern

Auch der niederländische Aids-Forscher und frühere Präsident der Internationalen Aids-Stiftung, Joep Lange, befand sich an Bord der Maschine, wie die von ihm gegründete Stiftung PharmAccess bestätigte. Lange galt als einer der führenden Köpfe bei der Erforschung des HI-Virus. Langes Tod sei ein "großer Verlust", erklärte der Leiter der Stiftung, Onno Schellekens. Freunde des Forschers meldeten den Tod von Lange auf Facebook.

Die Linienmaschine von Malaysia Airlines war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur, als sie in einem von prorussischen Separatisten kontrollierten Gebiet der ostukrainischen Unruheregion Donezk abstürzte.

db/DPA/AFP / DPA