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Die Morgenlage: Familienstiftung missbraucht: Gericht verhängt Millionenstrafe gegen Donald Trump

Millionenstrafe für Donald Trump +++ Pompeo zu politischen Gesprächen in Berlin +++ Aufregung um Schwächeanfälle im Bundestag +++ Jürgen Klinsmann zurück in der Bundesliga +++ Die Lage am Freitag.

Donald Trump mit gequältem Gesicht

Wegen Missbrauchs von Stiftungsgeldern: US-Präsident Donald Trump muss zwei Millionen Dollar an gemeinnützige Einrichtungen zahlen.

DPA

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

die Vermischung von Job und Privatem kann schon bei normalen Arbeitnehmern unangenehme Folgen nach sich ziehen. Besonders heikel ist der Missbrauch für private Zwecke, wenn es sich bei dem Missetäter um den US-Präsidenten handelt. Donald Trump jedenfalls ist gerade um zwei Millionen US-Dollar ärmer geworden. Der Oberste Gerichtshof in New York verurteilte ihn im Zuge eines Vergleichs zur Zahlung dieser Summe, weil es Unregelmäßigkeiten bei seiner Familienstiftung gegeben hatte. Verglichen mit den Unannehmlichkeiten in Sachen seiner möglichen Amtsenthebung ist das Urteil für den US-Präsident wohl nicht mehr als eine lässliche Sünde.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag: Wir haben für Sie zusammengefasst, was in der Nacht passiert ist und heute noch wichtig wird.

Jürgen Klinsmann ist wieder da

Die Bundesliga hat den Bundestrainer des Sommermärchens wieder: Jürgen Klinsmann bekommt einen Sitz im Aufsichtsrat von Hertha BSC Berlin. Einen Bericht der "Bild"-Zeitung bestätigte Klinsmanns Berater Roland Eitel der Deutschen Presse-Agentur. Den Weg für den früheren Bundestrainer in das Gremium soll Investor Lars Windhorst geebnet haben, dem über sein Unternehmen Tennor von Freitag an 49,9 Prozent der Hertha KGaA gehören. 

Glück und Leid in letzter Minute

Aufregend war der Fußballabend in der Europa League für die deutschen Teams. Während in Gladbach in letzter Minute frenetisch gejubelt werden durfte, weil Marcus Thuram in der Nachspielzeit noch das 2:1 gegen AS Rom erzielte, wussten sich die Frankfurter nicht zu lassen, weil ihre Eintracht bei Standard Lüttich genauso spät noch das 1:2 hinnehmen musste. Überhaupt diese Belgier. Zum Aufregen war nämlich auch das Spiel des VfL Wolfsburg, der in der heimischen Arena 1:3 verlor - gegen KAA Gent. Ab heute geht's dann in der Bundesliga weiter.

Millionenstrafe für Donald Trump

Aufregung auch wieder für Donald Trump: Weil er seine Familienstiftung für seine persönlichen und politischen Zwecke missbrauchte, muss der US-Präsident eine Millionenstrafe zahlen. Der Oberste Gerichtshof von New York verurteilte Trump am Donnerstag im Zuge eines Vergleichs zur Zahlung von zwei Millionen Dollar (1,8 Millionen Euro) Schadenersatz. Das Geld soll an wohltätige Organisationen fließen. Die Trump-Stiftung war 2016 von den Strafverfolgern des Bundesstaats New York verklagt worden, weil sie dazu missbraucht worden sein soll, Rechtsstreitigkeiten per Geldzahlungen beizulegen, persönliche Ausgaben zu bestreiten und Trumps Wahlkampf zu unterstützen.

Umfrage: Mehrheit traut Merz am ehesten Kanzlerkandidatur zu

Die Bundesbürger trauen dem ehemaligen Unionsfraktionschef Friedrich Merz einer Umfrage zufolge am ehesten die Kanzlerkandidatur zu. 42 Prozent der Befragten halten ihn für einen guten Kanzlerkandidaten, wie aus einer Umfrage von Infratest Dimap für den ARD-Deutschlandtrend hervorgeht. 43 Prozent hingegen sind der Auffassung, er wäre kein guter Kanzlerkandidat. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer findet bei den Befragten die geringste Zustimmung: Nur 19 Prozent halten sie für eine gute Kandidatin.

Was tun gegen Hass im Netz? Darum geht es in der neuen DISKUTHEK-Folge

Fürs "Containern" verurteilt: Studentinnen legen Verfassungsklage ein

Zwei Studentinnen aus Bayern, die beim "Containern" von Lebensmitteln erwischt wurden, wehren sich gegen ihre Verurteilung. Ihnen geht es ums Prinzip: Um 12.00 Uhr wollen sie in Karlsruhe Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht einreichen. Die Gerichte werteten das als Diebstahl und verurteilten die beiden zu Sozialstunden. Außerdem bekamen sie eine Geldstrafe auf Bewährung.

Flugbegleiter-Streik bei Lufthansa geht in den zweiten Tag

Lufthansa-Passagiere müssen auch heute mit Flugabsagen und Verspätungen rechnen. Grund ist der von gestern fortgesetzte Streik der Flugbegleiter. Sie wollen den Arbeitgeber in Gespräche über höhere Spesen und Zulagen sowie weitere Verbesserungen zwingen. Die Gewerkschaft Ufo und Lufthansa haben zwar für das Wochenende Sondierungsgespräche vereinbart, um in eine Schlichtung zu kommen. An der Fortführung des Streiks ändere das aber nichts, hatte Ufo-Sprecher Nicoley Baublies erklärt.

Reichlich politische Gespräche in Berlin

Strammes Programm heute für US-Außenminister Mike Pompeo. Trumps Chef-Diplomat trifft auf CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer. Neben einigen anderen Terminen kommt er zudem mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und danach mit Vize-Kanzler Olaf Scholz zusammen, ehe er vor der US-Botschaft eine Statue enthüllt. Merkel trifft übrigens auch noch mit der designierten EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen zusammen - die beiden kennen sich ja bestens. Übrigens tagt auch wieder der Bundestag. Es bleibt zu hoffen, dass alle Abgeordneten die Sitzung durchstehen:

Ungarn verleiht Stoiber das Große Verdienstkreuz

Lange war Ungarns Regierungschef Viktor Orban bei der CSU ein gern gesehener Gast etwa bei Klausurtagungen. Doch seitdem er die Kandidatur des CSU-Spitzenmannes Manfred Weber zum EU-Kommissionspräsidenten bekämpfte, ist das Verhältnis abgekühlt. Trotzdem verleiht Staatspräsident Janos Ader im Beisein Orbans heute dem früheren bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chef Edmund Stoiber bei einem Staatsakt das Große Verdienstkreuz Ungarns. 


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dho / DPA