Die USA und Israel haben den Iran angegriffen, der Oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei wurde getötet. Angeblich soll jetzt sein Sohn übernehmen. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Alle aktuellen Informationen im Liveblog:
Wichtige Updates
Lennard Worobic
Eskalation im Iran – die Lage im Überblick:
- Die USA und Israel greifen seit Samstagmorgen den Iran an. Dabei wurde auch Irans Oberster Führer Ali Chamenei getötet.
- Berichten zufolge soll sein Sohn Modschtaba die Nachfolge antreten, Israel droht bereits mit Tötung.
- Eine iranische Rakete trifft einen großen US-Stützpunkt in Katar.
- Die Bundesregierung startet eine Rückholaktion für Kinder, Kranke und Schwangere; auch die US-Regierung stellt Charterflüge für ihre Bürger aus Nahost bereit.
- Feuer nahe US-Konsulat in Dubai nach einem mutmaßlichen iranischen Drohnenangriff.
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Yannik Schüller
Nicht nur an deutschen Zapfsäulen könnte es bald teurer werden. „Natürlich könnte der Krieg Kosteneffekte bei Lebensmitteln nach sich ziehen", sagt Boris Hedde, Geschäftsführer des Handelsforschungsinstituts IFH Köln.
Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) erwartet durch die Kostensteigerungen bei Gas und Öl Auswirkungen auf die Produktion von Lebensmitteln und Getränken. Viele Produktionsprozesse wie Trocknen oder Backen seien auf Erdgas angewiesen. Steigende Ölpreise verteuern laut Verband Diesel- und Kraftstoffe und so insbesondere die Logistik. Gesperrte Transportwege, längere Routen und geringere Containerkapazitäten führten zu höheren Fracht- und Logistikkosten.
Was der explodierende Gaspreis für Unternehmen, Politik und Verbraucher bedeutet, haben die Kollegen von Capital für Sie zusammengetragen:
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Yannik Schüller
Die kuwaitische Armee ist nach eigenen Angaben mit „einer Welle Raketen und Drohnen" im eigenen Luftraum konfrontiert. Das teilen die Streitkräfte auf X mit.
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Yannik Schüller
Auch Spanien stellt die Rechtmäßigkeit des amerikanisch-israelischen Vorgehens in Frage.
Die Position der spanischen Regierung sei klar: „Nein zum Krieg", sagt Regierungschef Pedro Sánchez in einer Ansprache in Madrid, in der er den Iran-Krieg als „Katastrophe" bezeichnet. Seine Regierung werde sich nicht „an etwas mitschuldig machen, das der Welt schadet und unseren Werten und Interessen widerspricht, nur aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen".
Die Position der spanischen Regierung sei klar: „Nein zum Krieg", sagt Regierungschef Pedro Sánchez in einer Ansprache in Madrid, in der er den Iran-Krieg als „Katastrophe" bezeichnet. Seine Regierung werde sich nicht „an etwas mitschuldig machen, das der Welt schadet und unseren Werten und Interessen widerspricht, nur aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen".
Sánchez' Linksregierung erlaubt den USA nicht, in Spanien gelegene Militärstützpunkte für den Krieg gegen den Iran zu nutzen. Trump hat Spanien deshalb einen kompletten Handelsstopp angedroht. Spanien verhalte sich „furchtbar".
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Yannik Schüller
Während die USA und Israel weiter Angriffe gegen den Iran fliegen, geht eine Frage etwas unter: Dürfen die das überhaupt?
Der kanadische Premierministers Marc Carney ist sich sicher: Nein, dürfen sie nicht. Die Attacken seien „dem ersten Anschein nach" völkerrechtswidrig. Allerdings, das gibt Carney zu, ist er weder Jurist noch Völkerrechtsexperte.
Prinzipiell befürworte die kanadische Regierung Schritte, die zu einem Regierungswechsel im Iran führten, der der „größte Verursacher von Instabilität und Terror" im Nahen Osten sei, sagt Carney während eines Besuchs in Australien.
Außerdem beteuert der prominente Trump-Kritiker, dass die USA und Israel gehandelt hätten, ohne „die UN oder Verbündete wie Kanada mit einzubeziehen". Kanada rufe zu einer "schnellen Deeskalation" auf und sei dazu bereit, dieses Ziel zu unterstützen.
Der kanadische Premierministers Marc Carney ist sich sicher: Nein, dürfen sie nicht. Die Attacken seien „dem ersten Anschein nach" völkerrechtswidrig. Allerdings, das gibt Carney zu, ist er weder Jurist noch Völkerrechtsexperte.
Prinzipiell befürworte die kanadische Regierung Schritte, die zu einem Regierungswechsel im Iran führten, der der „größte Verursacher von Instabilität und Terror" im Nahen Osten sei, sagt Carney während eines Besuchs in Australien.
Außerdem beteuert der prominente Trump-Kritiker, dass die USA und Israel gehandelt hätten, ohne „die UN oder Verbündete wie Kanada mit einzubeziehen". Kanada rufe zu einer "schnellen Deeskalation" auf und sei dazu bereit, dieses Ziel zu unterstützen.
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Yannik Schüller
Guten Morgen auch von mir, liebe Leser.
Als erstes möchte ich Ihnen den Text meines Kollegen Steffen Gassel ans Herz legen.
Der Irankrieg hat sich längst zum Flächenbrand entwickelt – auch die vermeintlich feuerfesten Golfstaaten hat es längst erwischt – und bedroht ihr Geschäftsmodell.
Steffen fragt sich: Wer will Urlaub oder Business machen, wo Raketen einschlagen?
Als erstes möchte ich Ihnen den Text meines Kollegen Steffen Gassel ans Herz legen.
Der Irankrieg hat sich längst zum Flächenbrand entwickelt – auch die vermeintlich feuerfesten Golfstaaten hat es längst erwischt – und bedroht ihr Geschäftsmodell.
Steffen fragt sich: Wer will Urlaub oder Business machen, wo Raketen einschlagen?
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Lennard Worobic
Israel hat in einem Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut nach dortigen Angaben ein Hotel angegriffen. Fünf Menschen seien verletzt worden, eine davon lebensgefährlich, sagt der Hotelbesitzer der Nachrichtenagentur DPA. Es handle sich bei der Schwerverletzten um eine Frau, die an der Rezeption des Hotels arbeitete. In dem Hotel hätten sich Menschen aufgehalten, die vor Israels Angriffen im Raum Beirut geflohen seien.
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Lennard Worobic
Die Ölpreise setzen ihren Höhenflug nach dem Beginn des Irankrieges fort. Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, dass die US-Marine Tankschiffe bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus – falls erforderlich – eskortieren wird, konnte den Anstieg nur zeitweise bremsen.
Im frühen Handel wurde Brent-Öl aus der Nordsee mit Lieferung im Mai bei 84,07 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gehandelt. Das sind etwas mehr als drei Prozent über dem Niveau vom Vorabend. Seit dem Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran am Wochenende hat sich Brent-Öl um mittlerweile etwa 16 Prozent verteuert. Am Dienstag wurde bei 85,12 Dollar zeitweise der höchste Stand seit Juli 2024 erreicht.
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Lennard Worobic
Im mehrfach von iranischen Angriffen getroffenen Kuwait ist nach offiziellen Angaben ein elfjähriges Mädchen durch herabfallende Trümmerteile getötet worden. Wiederbelebungsversuche im Rettungswagen seien vergeblich gewesen, das Kind sei nach seiner Ankunft im Krankenhaus an seinen Verletzungen verstorben, erklärt das kuwaitische Gesundheitsministerium.
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Lennard Worobic
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sieht durch den Krieg im Iran keine erhöhte Bedrohungslage für Deutschland. Es gebe wie vor dem Krieg eine abstrakte Bedrohung, sagt der CSU-Politiker im ZDF-„Morgenmagazin“. „Das hat sich nicht deutlich verändert“, betont der Minister. Es gebe „keine konkreten Anschlagspäne, die wir kennen“.
Dobrindt im Deutschen Bundestag (Archivbild). IMAGO / dts Nachrichtenagentur
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Lennard Worobic
Der Iran hat seine Angriffe in den Golfstaaten am fünften Tag des Nahostkriegs fortgesetzt. Saudi-Arabien fing zwei mutmaßlich iranische Marschflugkörper sowie zehn Drohnen ab. Das teilte das saudische Verteidigungsministerium mit. Die Marschflugkörper wurden in der Region al-Chardsch südöstlich der Hauptstadt Riad abgeschossen, wo sich ein wichtiger US-Luftwaffenstützpunkt befindet. Die Basis wurde in vergangenen Tagen bereits mehrfach mit Drohnen angegriffen. Zudem seien mehrere Drohnen abgefangen worden, die in den saudischen Luftraum eingedrungen waren.
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Lennard Worobic
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz schreibt in einem Post auf der Plattform X, jeder Anführer, der im Iran ernannt werde, „um weiterhin das Programm zur Vernichtung Israels voranzutreiben, die USA, die freie Welt und die Staaten der Region zu bedrohen und das iranische Volk zu unterdrücken, wird ein eindeutiges Ziel für eine Eliminierung sein“. Es spiele dabei keine Rolle, „wie er heißt oder wo er sich versteckt“.
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Lennard Worobic
Modschtaba Chamenei ist nicht einmal offiziell im Amt, da bekommt er schon die erste Drohung: Israel hat angekündigt, es werde auch den Nachfolger des iranischen Staatsoberhaupts und Religionsführers, Ajatollah Ali Chamenei, töten.
Lennard Worobic
Berichte: Chamenei-Sohn soll Oberster Führer werden
Nach dem Tod von Ayatollah Ali Chamenei, dem Obersten Führer des Irans, gilt sein Sohn Modschtaba Chamenei als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge seines Vaters. Das berichten unter anderem die „New York Times“ und das oppositionelle Medium „Iran International“, die sich auf iranische Insider und Experten stützen. Bereits in vergangenen Jahren war der 56‑Jährige als möglicher Nachfolger genannt worden. Modschtaba ist der zweitälteste Sohn von Chamenei. Eine offizielle Bestätigung für die Personalie gibt es noch nicht.
Modschtaba Chamenei (Archivbild), Sohn des getöteten Obersten Führers des Iran. Morteza Nikoubazl / Imago
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Lennard Worobic
Der Iran wird nach Angaben von Staatsmedien ab heute Abend ein dreitägiges Staatsbegräbnis für den bei den Angriffen getöteten obersten iranischen Führer Ayatollah Ali Chamenei abhalten. Gläubige könnten Chamenei ab 22 Uhr (19.30 Uhr MEZ) in der großen Imam-Chomeini-Moschee in Teheran die letzte Ehre erweisen, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf eine Erklärung des Islamischen Koordinierungsrates für Entwicklung.
Nach dem Tod von Ayatollah Ali Chamenei herrschte bei seinen Anhängern große Trauer. IMAGO/Anadolu Agency
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Lennard Worobic
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut massive Luftangriffe auf Teheran geflogen. „Bei der Angriffswelle unter „Anleitung der Geheimdienste“ seien „Dutzende Ziele“ getroffen worden, darunter „Kommandozentralen des terroristischen iranischen Regimes“ in unterschiedlichen Teilen von Teheran. Ziel seien insbesondere Einrichtungen der „inneren Sicherheit“ des Landes gewesen.
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DPA · AFP · Reuters
due / rw