HOME

Museum Singer Laren: Museum wegen Corona geschlossen: Einbrecher klauen den "Frühlingsgarten" von van Gogh

Die Diebe kamen in der Nacht. Sie brachen die Glastür des Museums auf und griffen schnell und gezielt zu. Die Beute: Ein Gemälde von Vincent van Gogh aus dem Jahr 1884.

Frühlingsgarten van Gogh

"Frühlingsgarten. Der Pfarrgarten von Nuenen". Das Bild zeigt den Garten von van Goghs Eltern im südniederländischen Ort Nuenen

AFP

Aus dem niederländischen Museum Singer Laren bei Amsterdam ist bei einem Einbruch ein Gemälde von Vincent van Gogh gestohlen worden. Das teilten die Polizei und das Museum mit, das wegen der Coronakrise zurzeit geschlossen ist. Der Einbruch ereignete in der Nacht zum Montag.

Diebe wollten nur das Van-Gogh-Gemälde

Die Einbrecher waren nach Angaben der Polizei gegen 3.15 Uhr durch die gläserne Haupteingangstür eingedrungen. Dabei war nach Angaben der Polizei der Alarm ausgelöst worden. Beamte waren sofort zu dem Museum gefahren - doch die Täter waren bereits fort. Es wurde nur das Van-Gogh-Gemälde mit dem Titel "Frühlingsgarten. Der Pfarrgarten von Nuenen" aus dem Jahre 1884 gestohlen.

Los Angeles: Künstler schmuggelt Gemälde in Kunstmuseum und hängt es an die Wand

Leihgabe des Groninger Museums. Wie hoch der Wert des Bildes ist, teilte das Museum zunächst nicht mit.  Schätzungen zufolge könnte es bei einem Verkauf zwischen einer und sechs Millionen Euro erlösen. Van Gogh (1853-1890) hatte das Bild im Garten seiner Eltern in dem südniederländischen Ort Nuenen gemalt. Dort war sein Vater Pfarrer gewesen. Der Pfarrgarten war nach Angaben des Museums ein Ort der Ruhe und Inspiration für den jungen Maler. Das Werk war in der Ausstellung "Spiegel der Seele" mit Werken von niederländischen Künstlern um 1900 gezeigt worden.

"Ein Diebstahl an uns allen"

"Ein wundervolles und bewegendes Gemälde von einem unserer größten Künstler ist entwendet worden, der Gemeinschaft entnommen", sagte Museumsdirektor Jan Rudolph de Lorm in einer im Internet übertragenen Erklärung. "Ich bin geschockt und unglaublich wütend." Auch Andreas Blüm, Direktor des Groninger Museums reagierte schockiert. "Dies ist ein Diebstahl an uns allen."