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Muslimische Region Xinjiang: 27 Tote bei Unruhen im Westen Chinas

Bei Unruhen in der muslimisch geprägten chinesischen Region Xinjiang sind 27 Menschen getötet worden. In der Provinz kommt es seit Jahren immer wieder zu gewalttätigen Zusammenstößen.

In der chinesischen Provinz Xinjiang sind bei Unruhen mindestens 27 Menschen getötet worden. Unter den Toten waren neun Polizisten und Wachleute sowie acht Zivilisten. Sie seien am Mittwoch in einer Ortschaft der Region Turpan von einer "mit Messern bewaffneten Menge" getötet worden, woraufhin die Polizei das Feuer gegen die "Aufrührer" eröffnet und zehn von ihnen getötet habe, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf Behördenvertreter. Demnach griff die Menge eine Polizeistation und ein Verwaltungsgebäude an.

Die dünn besiedelte Wüstenregion im Westen Chinas ist die Heimat der muslimischen Volksgruppe der Uiguren. Diese fühlen sich durch die Han-Chinesen, die von Peking systematisch in der rohstoffreichen Grenzprovinz angesiedelt werden, zunehmend an den Rand gedrängt. Es gibt daher immer wieder ethnische Ausschreitungen und Zusammenstöße mit der Polizei. Erst am 24. April hatte es bei Unruhen zwischen Uiguren und der chinesischen Polizei nach amtlichen Angaben 21 Tote gegeben. Während Peking "Terroristen" für die Gewalttaten verantwortlich macht, sprechen uigurische Exilorganisationen von der Niederschlagung legitimer Proteste.

vim/DPA/AFP / DPA
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