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Nachrichten aus Deutschland 14-Jährige tot in Ruine gefunden – Polizei nimmt Freund fest

Der Blick durch ein Fenster zeigt den Innenbereich eines Gebäudes, in dem die Leiche eines Mädchens gefunden wurde.
In dieser Ruine wurde die Leiche der 14-jährigen am Samstag gefunden
© David Young / DPA
Emmerich: 37-Jähriger erstochen – Haftbefehl erlassen +++ Siegsdorf-West: 17-Jährige tot auf A8 entdeckt - Polizei fahndet nach Lkw +++ Hannover: Abgestelltes Auto auf Autobahn verursacht Unfall +++ Bremen: Streit mit Nothammer und Macheten eskaliert  +++  Panorama-Nachrichten aus Deutschland.

Duisburg: 14-Jährige tot in Abrisshaus gefunden – Freund unter Verdacht

Nachdem die Polizei am Samstag die Leiche einer 14-Jährigen im Keller eines Abrisshauses gefunden hatte, steht nun das Obduktionsergebnis fest. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntagnachmittag mitteilten, starb das Mädchen demnach durch "stumpfe Gewalteinwirkung auf den Kopf". Spuren am Tatort führte die Ermittler zu der Annahme, dass das Tatopfer im Erdgeschoss der Gebäuderuine gewaltsam ums Leben kam. Anschließend wurde sie offensichtlich dort im Keller unter einem Schutthaufen begraben. Weil sich der 14-jährige Freund des Mädchens im Laufe seiner Befragung in Widersprüche verwickelte, wurde er mit dringendem Tatverdacht festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Duisburg wird am kommenden Montag beim zuständigen Amtsgericht einen Haftbefehl wegen Totschlags beantragen. Am Freitag hatte der 33-jährige Bruder des Mädchens seine Schwester als vermisst gemeldet. Ihr gleichaltriger Freund wurde noch am Freitagabend in Düsseldorf aufgegriffen und zunächst seinen Eltern übergeben. Sowohl er als auch der Bruder der Vermissten gaben Hinweise darauf, dass sich die Schülerin gelegentlich auf dem Gelände des Abrisshauses aufgehalten habe.

Feuerwehrleute stehen in der Nähe des Fundorts der Leiche eines 14 Jahre alten Mädchens.
Feuerwehrleute stehen in der Nähe des Fundorts der Leiche eines 14 Jahre alten Mädchens
© Christoph Reichwein / DPA

Quelle:  Polizei Duisburg

Emmerich: 37-Jähriger erstochen – Haftbefehl erlassen

Nach einem SEK-Einsatz am Freitag im nordrhein-westfälischen Emmerich, bei dem ein 37-Jähriger nach einer Messerstecherei festgenommen wurde, hat das Amtsgericht Kleve auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen Totschlags gegen den Mann erlassen. Er steht im Verdacht, im Streit vor einer Gaststätte am Freitagabend einen 32-Jährigen mit einem Messer niedergestochen zu haben. Das Opfer konnte von den Rettungskräften nicht mehr reanimiert werden und erlag noch vor Ort seinen Verletzungen.

Quelle: Polizei Krefeld

Siegsdorf-West: 17-Jährige tot auf A8 entdeckt - Polizei fahndet nach Lkw

Eine 17-Jährige ist auf der Autobahn 8 in Bayern vermutlich angefahren und tödlich verletzt worden. Die Polizei fahndet nach einem Lastwagen, dessen Fahrer ersten Erkenntnissen zufolge ohne anzuhalten weitergefahren sein soll, sagte ein Sprecher am Sonntag. Ein Anrufer hatte die Behörde in der Nacht zum Sonntag gegen 1.20 Uhr auf eine leblose Person nahe der Anschlussstelle Siegsdorf-West in Richtung Österreich aufmerksam gemacht. Warum die 17-Jährige aus dem Landkreis Traunstein zu Fuß auf der Autobahn unterwegs war, war zunächst noch unklar. Ein von der Staatsanwaltschaft beauftragter Gutachter soll den Unfallhergang klären.

Quelle: DPA

Hannover: Abgestelltes Auto auf Autobahn verursacht Unfall

Mitten auf der A 7 bei Hannover haben Diebe in der Nacht zum Sonntag einen unbeleuchteten Wagen abgestellt. Ein weiteres Auto prallte in den Wagen, beide Insassen wurden leicht verletzt. "Es war großes Glück, dass in der Situation nicht noch viel mehr passiert ist", sagte ein Polizeisprecher. Zeugen hatten den verlassenen Wagen bemerkt und den Notruf gewählt. Kurze Zeit später passierte der Unfall. Außerdem hätten die Zeugen beobachtet, wie zwei Menschen am frühen Sonntagmorgen über den Standstreifen flüchteten. Die Ermittlungen ergaben laut Polizei, dass die Tochter des Halters des gestohlenen Autos am Abend zuvor eine Party gefeiert hatte. Dort seien auch drei Männer gewesen, die aufgrund ihres Verhaltens hinausgeworfen wurden. Sie werden verdächtigt, das Auto gestohlen und mitten auf der Autobahn abgestellt zu haben.

Quelle: DPA

Duisburg: Polizei findet Leiche von vermisster 14-Jähriger

Polizisten haben in Duisburg am Samstagnachmittag die Leiche eines 14-jährigen Mädchens im Keller eines Abbruchhauses gefunden. Wie die Beamten berichteten, hatte der 33-jährige Bruder das Mädchen am Vortag als vermisst gemeldet. Danach waren sowohl die Polizei als auch Familienangehörige auf der Suche nach ihr. Die Schülerin war seit Freitag offensichtlich gemeinsam mit ihrem gleichaltrigen Freund unterwegs. Dieser wurde noch Freitagabend in Düsseldorf aufgegriffen und zu seinen Eltern zurückgebracht. Sowohl er als auch der Bruder der Vermissten konnten Hinweise zu einem möglichen Aufenthaltsort des Mädchens geben. Ein Suchtrupp mit Hubschrauber und Spürhund machte dann die grausige Entdeckung. Wie das Mädchen ums Leben kam, ist bislang noch unklar. Die Staatsanwaltschaft Duisburg ordnete eine Obduktion des Leichnams an.

Feuerwehrleute stehen in der Nähe des Fundorts der Leiche eines 14 Jahre alten Mädchens.
Feuerwehrleute stehen in der Nähe des Fundorts der Leiche eines 14 Jahre alten Mädchens
© Christoph Reichwein / DPA

Quelle: Polizei Duisburg

Hofheim/Taunus: Weitere Festnahme nach mutmaßlichem Autorennen mit Todesopfer

Nach einem mutmaßlichen illegalen Autorennen mit tödlichem Ausgang in Hessen hat die Polizei eine weitere Person festgenommen. Nähere Details dazu nannte ein Polizeisprecher am Sonntag zunächst nicht. Ob es sich dabei um einen zuletzt noch flüchtigen Sportwagen-Fahrer handelt, blieb unklar. Auf der Autobahn 66 bei Hofheim war am Samstag ein Unbeteiligter ums Lebens gekommen. Drei Autofahrer in Sportwagen sollen in den Unfall verwickelt gewesen sein. Einer der drei Wagen war laut den Ermittlern zwischen Frankfurt und Wiesbaden gegen die Mittelplanke geprallt und daraufhin mit einem nicht am Rennen beteiligten Auto zusammengestoßen. Beide Autos seien ausgebrannt. Die Person in dem unbeteiligten Auto sei gestorben. Sie war auf am Sonntagmittag noch nicht identifiziert.

Quelle: DPA

Bremen: Streit mit Nothammer und Macheten eskaliert

Drei Männer sind am frühen Sonntagmorgen in einer Wohnstraße in Bremen in Streit geraten. Wie die Polizei berichtete, zog ein 27-Jähriger mit seiner 23-jährigen Freundin lautstark und betrunken durch die Straßen. Zwei 19-jährige Anwohner fühlten sich gestört und riefen etwas aus dem Fenster. Zur Klärung des Disputs gingen sie schließlich bewaffnet mit zwei Macheten nach draußen, wo der Streit eskalierte. Der 27-Jährige schlug mit einem Nothammer auf die beiden ein, wobei einer von ihnen eine Schädelfraktur erlitt und in einem Krankenhaus notoperiert werden musste. Sein Kumpel kam mit einer blutende Kopfplatzwunde davon und wurde ebenfalls in einer Klinik behandelt. Der 27-Jährige wurde nach der Attacke vorläufig festgenommen. Auf der Wache musste er sich einer Blutentnahme unterziehen. Die Macheten und der Nothammer wurden als Beweismittel beschlagnahmt.

Quelle:Polizei Bremen

Kaiserslautern. Ehepaar findet fremde Einkäufe in Kofferraum

Einen ungewöhnlichen Fund machte am Samstagnachmittag ein Ehepaar aus Kaiserslautern. Als der Mann und die Frau in ihrem in einer Tiefgarage geparkten Wagen ihre Einkäufe verstauen wollten, entdeckten sie im Kofferraum mehrere fremde Einkaufstüten mit frischem Obst und Gemüse im Wert von etwa 50 Euro. Wie die Tüten dorthin gelangten, ist unklar. Das Ehepaar ist sich sicher, dass es ihr Fahrzeug nach dem Parken verschlossen hatte. Auch als sie zum Wagen zurückkehrten, war dieser noch verschlossen gewesen. Die Einkaufstüten brachten die beiden zu einer Polizeistation. Dort warten die Lebensmittel jetzt in einem Kühlschrank auf den Eigentümer.

Quelle:  Polizei Westpfalz

Hofheim/Taunus: Mutmaßlich illegales Autorennen - ein Unbeteiligter stirbt

Bei einem laut Polizei illegalen Rennen mit drei Fahrzeugen auf der Autobahn 66 ist ein unbeteiligter Mensch ums Leben gekommen. Einer der drei Wagen sei bei Hofheim am Taunus in Hessen gegen die Mittelplanke geprallt und daraufhin mit einem nicht am Rennen beteiligten Auto zusammengestoßen, teilte ein Sprecher der Polizei am Samstagabend mit. Beide Autos seien ausgebrannt. Die Person in dem unbeteiligten Auto sei gestorben, aber noch nicht identifiziert worden. Der mit seinem Auto gegen die Leitplanke geprallte 29 Jahre alte Fahrer sei in eine Klinik gekommen. Im Zuge des Unfalls seien noch drei weitere unbeteiligte Wagen beschädigt worden. Ein 55 und ein 58 Jahre alter Fahrer kamen nach Auskunft des Sprechers in eine Klinik. Ein 18-jähriger Fahrer sei nicht in ärztlicher Behandlung.

Feuerwehrfahrzeuge stehen bei einem ausgebrannten Fahrzeug auf der Autobahn 66.
Feuerwehrfahrzeuge stehen bei einem ausgebrannten Fahrzeug auf der Autobahn 66.
© Robin von Gilgenheimb / DPA

Der zweite der drei Fahrer des illegalen Rennens habe sich inzwischen der Polizei gestellt. Nach dem dritten werde gefahndet. Die Autobahn 66 war am Samstagnachmittag in Fahrtrichtung Frankfurt mehrere Stunden voll gesperrt. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: DPA

Ganderkesee: 17-Jähriger von Zug erfasst und tödlich verletzt

Ein 17-Jähriger ist in Niedersachsen von einem Zug überfahren und tödlich verletzt worden. Der Jugendliche hatte am späten Samstagabend in Ganderkesee mit seinem Fahrrad einen Bahnübergang überquert, wie die Polizei Wildeshausen am Sonntag mitteilte. Dabei wurde er von dem Zug erfasst. Er starb noch an der Unfallstelle. Die Polizei geht von einem Unfall aus, nähere Details müssten noch ermittelt werden.

Quelle: DPA

Berchtesgaden: Vater und Sohn von verschneitem Berg gerettet 

Ein Vater und sein Sohn mussten am Samstag von den Berchtesgadener Alpen gerettet werden. Wie das Bayerische Rote Kreuz berichtet, versperrte den Urlaubern aus Schleswig-Holstein auf ihrer Wanderung plötzlich rund 20 Zentimeter Neuschnee den Weg. Weil der zwölfjährige Junge unterwegs immer schwächer wurde und nicht mehr weitergehen konnte, setzte der 52-jährige Vater gegen 13 Uhr vom Hohen Göll einen Notruf ab. Ein Hubschrauber setzte die Bergretter bei den Urlaubern ab. Nachdem sie von einem Notarzt untersucht wurden, wurden beide nacheinander in einem Rettungssitz zurück ins Tal geflogen.

Die beiden Urlauber waren in den Berchtesgadener Alpen in Not geraten
Die beiden Urlauber waren in den Berchtesgadener Alpen in Not geraten
© BRK

Quelle: Bayerisches Rotes Kreuz

 Nachrichten von Samstag, den 10. Oktober 2020

Mönchengladbach: Busfahrer macht Vollbremsung – acht Fahrgäste verletzt

Weil eine Fußgängerin bei Rot eine Straße überquerte, musste ein Busfahrer in Mönchengladbach eine Vollbremsung hinlegen. Wie die Polizei berichtete, stürzten im Bus daraufhin mehrere Fahrgäste. Insgesamt wurden acht von ihnen leicht verletzt. Die 70-jährige Fußgängerin blieb unverletzt. 

Quelle:  Polizei Mönchengladbach

Emmerich: 37-Jähriger erstochen – SEK nimmt Verdächtigen fest

SEK-Einsatz im nordrhein-westfälischen Emmerich. Dort war es am Freitagabend um kurz vor Mitternacht in einem Lokal zu einem Streit zwischen einem 32-Jährigen und einem 37-Jährigen gekommen. Laut Polizei verließ der spätere Angreifer zunächst die Gaststätte, kehrte allerdings kurze Zeit später wieder zurück. Der Streit entfachte erneut und verlagerte sich nach draußen auf die Straße. Dort verletzte der 32-Jährige sein Opfer mit einem Messer. Der 37-Jährige wurde von alarmierten Rettungskräften reanimiert, erlag jedoch noch vor Ort seinen Verletzungen. Ermittlungen führten die Polizei kurze Zeit später zum Aufenthaltsort des zwischenzeitlich geflüchteten Täters. Eine Spezialeinheit konnte den polizeibekannten Mann in einer Wohnung festnehmen. Er soll am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt werden. 

Quelle: Polizei Krefeld

Dauchingen: Pilot legt Bruchlandung hin

Flugunfall im baden-württembergischen Dauchingen: Dort war ein 64-Jähriger zusammen mit seiner Ehefrau am Samstag gegen kurz nach 11 Uhr in einer einmotorigen Propellermaschine gestartet. In einer Flughöhe von etwa 3000 Meter fiel vermutlich aufgrund eines technischen Defekts der Treibstoffdruck ab, was den Piloten zur Durchführung einer Notlandung veranlasste. Wie die Polizei berichtete, setzte er auf einer Freifläche auf dem Gewann Lankenbühl zwischen Dauchingen und Weilersbach zur Notlandung an. Weil das Erdreich jedoch sehr weich war, brach das vordere Rad des Fahrwerks ab, woraufhin sich der Propeller in den Boden eingrub und ebenfalls abbrach. Die Maschine setzte dann mit beiden Tragflächen unsanft auf dem Boden auf, wobei das Flugzeug erheblich beschädigt wurde. Es entstand ein Totalschaden in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro. Der Pilot erlitt leichte Verletzungen, seine Ehefrau blieb unverletzt. 

Quelle:  Polizei Konstanz

Montabaur/Cochem: Migranten setzen Notruf aus Sattelzug ab

Migranten, denen auf der Ladefläche eines Lasters die Luft knapp wurde, haben mit einem Notruf auf sich aufmerksam gemacht. Die Gruppe habe im Aufleger eines Sattelzuges auf der Ladung gelegen - mit nur 30 Zentimetern Platz bis zum Dach, berichtete ein Sprecher der Autobahnpolizei im rheinland-pfälzischen Montabaur am Samstag. Einer der Migranten habe am Freitag per Handy den Notruf gewählt. Die Polizei habe versucht, den Anrufer über Handyortung zu finden. Kurz darauf hätten mehrere Anrufer gemeldet, eine Menschengruppe sei an der Rastanlage Heiligenroth aus einem Sattelzug gesprungen.

Polizisten stießen bei der Suche nahe der Raststätte sowie am Ortsrand von Heiligenroth auf acht Menschen, darunter einen Minderjährigen. Sie stammten nach eigenen Angaben aus Eritrea. Keiner von ihnen hatte den Angaben zufolge Ausweispapiere bei sich. Der Lastwagenfahrer wurde wegen Schleuser-Verdachts vernommen. Der Sattelzug sei in den Niederlanden ohne seine Aufsicht beladen worden, gab er an. Als er in Belgien übernachtet habe, habe er aus Angst vor einem Ladungsdiebstahl die Türen des Aufliegers mit einem eigenen Vorhängeschloss gesichert. Erst beim Tanken in Heiligenroth habe er Klopfzeichen aus dem Auflieger gehört und die Türen geöffnet. Daraufhin seien sieben bis acht Menschen herausgesprungen und weggelaufen. In Zusammenarbeit mit dem Ausländeramt Montabaur seien Strafverfahren im Zusammenhang mit der illegalen Einreise ohne Papiere eingeleitet worden, so die Polizei. Der Minderjährige sei dem Jugendamt übergeben worden. Die Migranten wollten nach eigenen Angaben ursprünglich nach England reisen.

Quelle: DPA

Mannheim: Betrunkener wählt ununterbrochen den Notruf 110

Ein betrunkener Mann hat am frühen Freitagmorgen die Polizei in Mannheim in Atem gehalten. Wie die Beamten berichteten, wählte der 41-Jährige zwischen 4.40 Uhr und 7 Uhr insgesamt 25 Mal den Notruf, ohne sich in einer Notlage zu befinden. Zudem beleidigte er eine Polizeibeamtin, die einen der Anrufe entgegennahm, "mit unflätigen Worten der Gossensprache", wie es in einer Mitteilung heißt. Die Beamten mussten gegen 3 Uhr die Wohnung des Mannes aufsuchen, weil sich Anwohner über unnötigen Lärm beschwerten. Um kurz nach 6 Uhr musste eine Streifenwagenbesatzung erneut die Wohnung des Mannes aufsuchen, da er inzwischen bereits zahlreiche Male grundlos die Notrufnummer 110 gewählt hatte. Doch der zeigte sich uneinsichtig. Als bis 7 Uhr weitere Anrufe erfolgten, nahmen in die Beamten mit aufs Revier, wo er einen Alkoholtest verweigerte, jedoch bis 15 Uhr seinen Rausch ausschlief. Gegen ihn wird nun wegen Missbrauch von Notrufen sowie Beleidigung ermittelt.

Quelle: Polizei Mannheim 

Aschaffenburg: Verdächtiger Vater drei Jahre nach Tod von Tochter gefasst

Drei Jahre nach der Tötung eines syrischen Mädchens in Aschaffenburg ist der international gesuchte Vater in der Türkei gefasst und nach Deutschland ausgeliefert worden. Der 45 Jahre alte Mann sitzt in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg und das Polizeipräsidium Würzburg am Freitag mitteilten.

Die 16-Jährige war Anfang Mai 2017 spurlos verschwunden, erst im Dezember 2018 hatten Spaziergänger die skelettierte Leiche in einem Wald gefunden. Dass der Mann gewalttätig war und seine Familie gequält hatte, war bekannt: Er wurde ebenfalls noch im Mai 2017 wegen gefährlicher Körperverletzung, Misshandlung von Schutzbefohlenen, vorsätzlicher Körperverletzung und Bedrohung zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Im Juni 2017 soll der 45-Jährige versucht haben, den Freund seiner Tochter mit einem Messerstich in den Hals umzubringen. Die Haftstrafe trat er nicht an, sondern floh.

Der 45-Jährige steht im Verdacht, seine damals erst 16-jährige Tochter getötet zu haben
Der 45-Jährige steht im Verdacht, seine damals erst 16-jährige Tochter getötet zu haben
© Polizei / DPA

Die Justiz ließ anschließend mit internationalen Haftbefehlen nach ihm fahnden - sowohl wegen des Mordverdachts als auch wegen seiner Flucht. Gefasst hätten ihn schließlich die türkischen Behörden auf ein deutsches Rechtshilfeersuchen hin, sagte Behördenleiter Otto Heyder am Abend auf Anfrage.

Quelle: DPA

Andernach: Zwei Polizisten bei Einsatz verletzt

Zwei Polizeibeamte sind in Rheinland-Pfalz bei einem Einsatz verletzt worden, einer von ihnen schwer. Er sei mehrfach gegen den Kopf getreten worden und auf die Intensivstation eines Krankenhauses gebracht worden, teilte die Polizei am Samstag mit. Die Beamten seien in der Nacht zu Samstag zu einer Schlägerei vor einer Gaststätte in Andernach gerufen worden. Bei dem Versuch, den Streit zu schlichten, sei vier Männern ein Platzverbot erteilt worden, dem diese aber nicht gefolgt seien. Bei dem Einsatz sei auch ein Taser verwendet worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Daraufhin sei die Situation eskaliert und die Beamten von mehreren Männern angegriffen worden. Der zweite Polizist sei durch einen Fausthieb ins Gesicht verletzt worden. Die Tatverdächtigten flüchteten laut Mitteilung zunächst. Zwei von ihnen, ein 29- und ein 28-Jähriger, seien wenig später aber in Gewahrsam genommen worden.

Quelle: DPA

Fürth: Ikea-Filiale wegen Gasalarm geräumt

Aufregung in einer Fürther Ikea-Filiale: Dort hatten am Freitagabend kurz vor Ladenschluss gegen 19.45 Uhr Besucher einen beißenden Geruch wahrgenommen. Sofort rückte die Feuerwehr und die Polizei mit einem Großaufgebot an. Das Möbelhaus musste evakuiert werden. Da eine Angestellte hier bereits über Atemwegsbeschwerden klagte und vor Ort medizinisch versorgt werden musste, wurde die Evakuierung des Möbelhauses veranlasst. Etwa 500 Kunden und circa 100 Mitarbeiter verließen laut Polizei nach entsprechenden Lautsprecherdurchsagen geordnet die Verkaufsräume. Anschließend führten die Einsatzkräfte diverse Messungen durch. Fünf Personen mussten wegen Atemwegsreizungen durch den Rettungsdienst ambulant behandelt werden. Bislang ist die Ursache noch unklar. 

Quelle: Polizei Mittelfranken

Wadern-Lockweiler: Vier Verletzte bei Wohnhausbrand

Bei einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus im saarländischen Wadern-Lockweiler sind vier Menschen verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, ging gegen kurz nach 22 Uhr der Notruf ein. In einer Wohnung im Erdgeschoss war ein Feuer ausgebrochen. Während sich die Bewohner der oberen Etage allesamt selbst aus dem Haus befreien konnten, musste ein 39-jähriger Mann, der im Erdgeschoss bereits bewusstlos hinter seiner Eingangstür lag, von den Ersthelfern aus seiner Wohnung gerettet werden. Insgesamt wurden bei dem Brand drei Personen schwer und eine Person leicht verletzt. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Warum das Feuer ausbrach, ist noch unklar. Das Haus ist derzeit nicht mehr bewohnbar.

Quelle: Polizei Nordsaarland

Dresden: Razzien wegen Verdachts auf Schwarzarbeit in Fleischbetrieb

Wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit hat der Zoll am Freitag Razzien in drei Städten in Brandenburg und Sachsen durchgeführt. Die Ermittlungen richten sich gegen drei Beschuldigte, die ein Unternehmen in der fleischverarbeitenden Branche betreiben, wie die Staatsanwaltschaft Görlitz und der Zoll in Dresden am Abend mitteilten. Den Verdächtigen wird demnach vorgeworfen, in zahlreichen Fällen falsche Angaben bei der Sozialversicherung gemacht zu haben. Sie sollen Arbeiter mit zu geringem Entgelt und zu wenig Arbeitsstunden angemeldet haben, so dass den Sozialversicherungen hohe Beiträge vorenthalten wurden. Die Ermittlungsbehörden gehen derzeit von einem Schaden von etwa 1,5 Millionen Euro aus. Insgesamt wurden den Angaben zufolge 13 Räumlichkeiten in Hoyerswerda, Bad Muskau und Cottbus durchsucht. Im Einsatz waren 130 Zollbeamte, die von mehr als 50 Beamten der Bundespolizei und der Landespolizei Sachsen unterstützt wurden.

Quelle: DPA

 Nachrichten von Freitag, den 9. Oktober

München: Ein Taxi voller Drogen fährt durch Deutschland

Mit 25 Kilogramm Drogen im Gepäck hat sich ein Mann von Berlin aus im Taxi durch Deutschland fahren lassen. Schleierfahnder stoppten den Wagen auf der Autobahn 9 in Bayern und entdeckten dabei drei Sporttaschen mit rund 15 Kilogramm Amphetamin und zehn Kilogramm Marihuana, wie das bayerische Landeskriminalamt am Freitag in München mitteilte. Der Polizei zufolge bekam der 56 Jahre alte Taxifahrer von dem 37-jährigen Fahrgast in Berlin den Auftrag, ihn nach Tübingen in Baden-Württemberg zu bringen. Dem Fahrer zahlte er zum Fahrtantritt 1350 Euro als Fahrpreis und zusätzlich 150 Euro Trinkgeld. Die Polizisten nahmen zunächst auch den Fahrer fest, dieser durfte nach seiner Vernehmung mit seinem Wagen wieder nach Berlin fahren. Der Fahrgast kam in Untersuchungshaft.

Quelle: AFP

Völklingen: Neunjährige brechen mit Gewalt in Freibad ein

Mit Gewalt sind zwei Neunjährige im Saarland in ein Freibad eingebrochen. Die beiden Kinder schlugen in Völklingen mit einer Eisenstange eine Fensterscheibe ein, wie die Polizei am Freitag mitteilte. So gelangten sie am Donnerstagabend in den Innenraum eines ehemaligen Restaurants auf dem Gelände. Dabei wurden sie von einem Zeugen gefilmt und von weiteren Taten abgehalten. Die Neunjährigen gestanden den Einbruch und wurden ihren Eltern übergeben. Auch wenn die beiden nicht strafmündig sind, leitete die Polizei ein Ermittlungsverfahren ein.

Quelle: AFP / Polizeiinspektion Völklingen

Freiburg: Mann meldet Polizei zwei Affen auf Hausdach

Im Schwarzwald hat ein Mann zwei Affen auf seinem Hausdach entdeckt und die Polizei informiert. Es habe sich nach der Entdeckung am Donnerstag schnell herausgestellt, dass die beiden aus dem Freizeitpark Tazmania Löffingen ausgebrochen seien, teilten die Beamten in Freiburg am Freitag mit. Bis zum Eintreffen eines Tierpflegers hätten sich die Berberaffen allerdings bereits in einen angrenzenden Wald zurückgezogen. Dort hielten sie sich weiter auf. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht.

Quelle: AFP / Polizei Freiburg

Kaisheim: Ehe-Streit wegen fehlenden Alkohols – Frau bittet Polizei um Bier 

Dass Polizisten nach einem handfesten Streit nicht auch noch Bier liefern, hat ein Ehepaar im schwäbischen Kaisheim feststellen müssen. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, war eine 67-Jährige am Donnerstag mit ihrem Mann in Streit geraten, weil dieser kein Bier, sondern nur Mineralwasser gekauft hatte. Die Auseinandersetzung endete für beide mit Kratzwunden und Hämatomen.

Erst danach alarmierte die Frau die Polizei - und bat die Beamten, gleich noch ein paar Flaschen Bier mitzubringen. Weil die Polizisten ihrem Wunsch nicht nachkamen, wählte die Frau vom frühen Freitagmorgen an noch sechs Mal den Notruf - jedoch ohne Erfolg: "Eine Bierlieferung durch die Beamten unterblieb", teilte die Polizei mit. Stattdessen wurde das Ehepaar wegen Körperverletzungsdelikten angezeigt. Die Polizei prüft zudem, die Frau wegen missbräuchlicher Verwendung des Notrufs anzuzeigen.

Quelle: DPA

Böblingen: Junge will Diebstahlalarm mit Alufolie austricksen und fliegt auf 

Mit einem Rucksack und einer Rolle Alufolie hat ein 13-Jähriger versucht, den Diebstahlalarm eines Drogeriemarkts auszutricksen. Der Junge hatte den Rucksack nach Angaben der Polizei vom Freitag mit der Folie ausgekleidet und mehrere Videospiele, ein Mauspad sowie Kopfhörer eingesteckt. Als er den Markt im baden-württembergischen Böblingen verließ, ertönte aber wohl entgegen seiner Erwartung der Alarm des Marktes. Ein Mitarbeiter sprach den Jungen daraufhin an und rief die Polizei. Das Diebesgut hatte einen Wert von knapp 300 Euro. Der Beamten übergaben den 13-Jährigen nach der Tat am Donnerstagabend einem Erziehungsberechtigten.

Quelle: DPA

Sigmarszell: Zollbeamten fällt Luxusuhr auf – Besitzerin muss 16.000 Euro zahlen

Zollbeamte haben bei einer Kontrolle an der bayerisch-österreichischen Grenze eine Luxusuhr am Arm einer Frau entdeckt. Für die Uhr im Wert von rund 50.000 Euro wurde eine Einfuhrabgabe fällig, wie das Hauptzollamt in Ulm am Freitag mitteilte. Die Beamten hatten bereits am vergangenen Wochenende auf der Autobahn 96 bei Sigmarszell einen Geländewagen aus der Schweiz kontrolliert. Dabei sei ihnen die teure Uhr am Handgelenk der 43 Jahre alten Beifahrerin aufgefallen, die mit einem Bekannten unterwegs gewesen sei.

Die Frau räumte den Angaben nach ein, dass die Uhr und der Wagen aus einer Erbschaft in der Schweiz stammen. Dass bei der Einreise in die Europäische Union Zollformalitäten erforderlich sind, will die in England gemeldete Frau nicht gewusst haben. Für die Uhr und den Geländewagen mit einem Wert von etwa 20.000 Euro musste sie eine Einfuhrabgabe von rund 16.000 Euro bezahlen. Gegen die Frau wird nun wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ermittelt.

Quelle: DPA

Halle: Gedenk-Graffiti für Halle-Opfer mit Hakenkreuz beschmiert

Am Abend vor dem ersten Jahrestag des rechtsterroristischen Anschlag von Halle haben Unbekannte ein Gedenk-Graffiti für die Opfer mit einem Hakenkreuz beschmiert. Der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz habe Ermittlungen aufgenommen, sagte ein Polizeisprecher am Freitag in Halle. Außerdem habe das Ordnungsamt bereits die Entfernung der verfassungsfeindlichen Schmiererei in die Wege geleitet. Zuvor hatte die "Bild" über den Vorfall berichtet.

Laut einer mit "Antifa Halle" unterzeichneten E-Mail an die Medien vom Montagmorgen hatten Antifaschisten in der Nacht zum Montag rund einhundert Stromkästen in der Stadt mit dem Spruch "Niemals vergessen - Kevin und Jana" besprüht. Die Verfasser des Schreibens forderten ein entschiedeneres Vorgehen gegen Judenhass in Deutschland. Antisemitismus sei nach wie vor ein gesamtgesellschaftliches Problem - "egal ob linker, rechter, biodeutscher oder migrantischer" Herkunft, hieß es in der E-Mail.

Kevin und Jana hießen die beiden Menschen, die bei dem Anschlag von Halle vor einem Jahr von einem Terroristen getötet worden waren, nachdem er vergebens versucht hatte, eine Synagoge zu stürmen und unter den darin betenden Juden ein Massaker anzurichten. Am Freitag gedenkt Halle der Toten mit zahlreichen Veranstaltungen. Vor dem Oberlandesgericht läuft gerade der Prozess gegen den 28 Jahre alten Stephan Balliet. Der Deutsche hat die Tat eingeräumt.

Quelle: DPA

Krefeld: Fußballkreis sperrt Spieler für acht Jahre

Der Fußballkreis Kempen/Krefeld hat einen Amateurspieler wegen einer schweren Attacke auf einen Schiedsrichter acht Jahre lang gesperrt. "Wir mussten hier Zeichen setzen, deswegen haben wir das maximale Strafmaß bewusst verhängt. Hier lag besonders schwere Heimtücke vor", sagte der Kreissportgerichts-Vorsitzende Reiner Hohn der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Zuvor hatte die "Westdeutsche Zeitung" über den Fall berichtet. 

Demnach hatte der Torhüter des CSV Marathon Krefeld in einem Kreisliga-B-Spiel gegen den SV Oppum aus Krefeld am 21. September 40 Meter Anlauf genommen, um den Schiedsrichter von hinten gezielt in den Nacken zu schlagen. Das Spiel wurde daraufhin abgebrochen. Der Täter erhielt bereits am Tag nach dem Vorfall vom CSV Marathon lebenslanges Hausverbot und soll aus dem Verein ausgeschlossen werden. Sollte dies geschehen, käme dies laut Hohn einer lebenslangen Sperre gleich: "Die achtjährige Sperre hätte dann aufschiebenden Charakter und würde erst beginnen, wenn der Spieler einen Verein findet, der ihn aufnehmen will. Das wird kein Verein machen."

Quelle: DPA

Hilden: Sechs Verletzte bei Massenschlägerei in Kreisliga C 

Bei einer Massenschlägerei auf einem Fußballplatz im nordrhein-westfälischen Hilden sind sechs Menschen verletzt worden. Ein Torwart (23) sei von Spielern der Gastmannschaft aus Düsseldorf sogar bewusstlos getreten worden, berichtete ein Polizeisprecher am Freitag in Mettmann. Die Polizei musste den Tumult am Donnerstagabend mit einem größeren Aufgebot beenden. 

Auslöser sei ein von den Gästen äußerst ruppig geführtes Spiel in der Kreisliga C gewesen, das der Schiedsrichter schließlich abgebrochen habe. Daraufhin sei er von mehreren Spielern der Gastmannschaft beleidigt und bedroht worden. Er flüchtete sich in seine Kabine.

Derweil sei es auf dem Platz zu brutalen Szenen gekommen. Der Torhüter der Heimmannschaft sei von der Gastmannschaft umringt und zu Boden geschlagen worden. Anschließend hätten zwei Spieler auf den Kopf des Torwarts eingetreten. Er wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Die Polizei eskortierte die Gastmannschaft von der Sportanlage, erteilte Platzverweise und leitete gegen sechs ihrer Spieler Strafverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ein.

Quelle: DPA

Pulheim: Bauarbeiter stehlen dreimal Schnitzel – Festnahme

Dreimal Schnitzel ohne zu bezahlen: Nach einer kuriosen Diebstahlserie an einer Fleischtheke in Pulheim bei Köln hat die Polizei zwei Bauarbeiter gefasst. Nach der letzten Tat wurden die beiden erwischt und vorübergehend festgenommen, wie die Beamten am Donnerstag mitteilten.

Das Duo im Alter von 27 und 28 Jahren habe bereits Montag und Dienstag zugeschlagen, als es am Mittwoch wieder an der Fleischtheke des Supermarkts aufgetaucht sei. Nach Polizeiangaben passte der Geschäftsführer die beiden am Ausgang ab. Während der 27-Jährige festgehalten werden konnte, befreite sich der 28-Jährige aus seiner Jacke und floh. Da der 27-Jährige die Polizei anschließend zur gemeinsamen Baustelle lotste, konnte dort auch sein Komplize gefasst werden.

Die beiden Männer aus dem rheinland-pfälzischen Altenkirchen wurden nach der Personalienfeststellung entlassen. "Bekannt ist, dass sich beide einem Strafverfahren wegen Ladendiebstahls stellen müssen; unbekannt ist, ob beide sich nun vegetarisch ernähren wollen", hieß es in der Mitteilung der Polizei.

Bermatingen: Frau stiehlt Auto von Zeitungsausträger

Eine Frau hat in Baden-Württemberg einen Zeitungsausträger um eine Mitfahrgelegenheit gebeten – und sich nach dessen Absage kurzerhand allein in seinem Auto davon gemacht. Laut Polizei hatte der 71-jährige Zeitungsausträger am frühen Donnerstagmorgen in Bermatingen seinen Wagen kurz abgestellt und dabei den Zündschlüssel stecken sowie die Tür offen stehen lassen. Als er sich rund 15 Meter von seinem Auto entfernt hatte, habe ihn die Unbekannte angesprochen, ob sie bei ihm mitfahren könne. Der Mann habe die Bitte abgelehnt. Die Frau, die auf etwa 35 bis 40 Jahre geschätzt wird, stieg daraufhin einfach in sein Auto und fuhr laut Polizei "mit quietschenden Reifen" davon. 

Keine halbe Stunde später meldete ein Zeuge aus dem etwa 15 Kilometer entfernten Friedrichshafen, dass eine Frau mit dem geklauten Wagen auf eine Verkehrsinsel gefahren und dann zu Fuß geflüchtet sei. Die Polizei geht laut Sprecher davon aus, dass die Diebin zuvor die Kontrolle über den Wagen verloren hatte. Die Beamten suchten zunächst vergeblich nach ihr. Hintergründe zu dem kuriosen Diebstahl sind bislang nicht bekannt.

Quelle: DPA

Berlin: Besetztes Haus "Liebig 34" wird geräumt 

Mit einem Großeinsatz der Polizei wird seit Freitagmorgen in Berlin-Friedrichshain das besetzte Haus "Liebig 34" geräumt. Einsatzkräfte öffneten mit Brecheisen und Kettensäge den verbarrikadierten Eingang. Parallel dazu drangen Beamte auf einem Gerüst und mit Trennschleifern über ein Fenster im ersten Stock in das Innere vor. Dort stießen sie offenbar auf weitere Hindernisse. Durch das Fenster wurden Bretter und Bohlen herausgebracht. Die Polizei ging davon aus, dass noch Bewohner im Haus sind. Es kam zu teils heftigen Rangeleien zwischen Polizisten und schwarz vermummten Demonstranten. Es flogen Flaschen. 

"Liebig 34" gilt als eines der letzten Symbolprojekte der linksradikalen Szene in der Hauptstadt. Laut Polizei sollten am Freitag rund 1500 Beamte aus acht Bundesländern im Einsatz sein.  Auch auf Hausdächern waren Beamte postiert. 

Quelle: DPA

Hildesheim: Erzieher zu Gefängnisstrafe verurteilt

In einer von einem Pädagogen-Paar aus Gifhorn geleiteten Wohngruppe für hilfsbedürftige Kinder ist es nach Überzeugung des Landgerichts Hildesheim zu sexuellem Missbrauch und Misshandlungen gekommen. Die Strafkammer verurteilte einen 57 Jahre alten Erzieher am Donnerstag zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und zwei Monaten. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass er ein Mädchen jahrelang quälte, indem es noch als Schülerin mehrere übereinander geklebte Windeln tagelang tragen musste. Laut einem Gerichtssprecher soll der Mann damit seine sexuellen Neigungen ausgelebt haben. Das Kind wurde auch in einen Käfig gesperrt.

Verurteilt wurde der 57-Jährige zudem wegen zweier sexueller Übergriffe auf ein anderes Kind in der Badewanne beziehungsweise in einem Bett. Betroffen war ein Mädchen, das vom Kleinkindalter an 13 Jahre lang in der Gruppe gelebt hatte. Die angeklagten Taten sollen sich zwischen 1998 und 2007 ereignet haben.

Die mitangeklagte 61 Jahre alte Ehefrau erhielt eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten, hauptsächlich weil sie die Taten zugelassen habe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Fall war ins Rollen gekommen, nachdem eine frühere Bewohnerin Anfang 2019 zur Polizei gegangen war. 

Quelle: DPA

 Nachrichten von Donnerstag, den 8. Oktober 2020


Alsdorf: Freilaufende Kühe erkunden die Stadt

Sie standen mitten der Nacht vor dem Rathaus, einem Kino und auf der Straße: Polizei und Feuerwehr haben in Alsdorf bei Aachen 15 freilaufende Kühe wieder eingefangen. Die Tiere seien in der Nacht zum Donnerstag vor einem Supermarkt zusammengetrieben worden, erklärte die Polizei. Eine weitere Kuh wurde von einem Streifenwagen ausfindig gemacht. Bis zum Eintreffen des Bauers seien die Tiere an dem Supermarkt mit Feuerwehrleinen und einem Streifenwagen in einem provisorischen Pferch festgehalten worden. Der Landwirt transportierte die Kühe schließlich mit einem Anhänger ab. Nach rund zwei Stunden war der Einsatz beendet.

Quelle: DPA

Essen: 31-Jähriger lackiert sich in Bahnhofsdrogerie mit Nagellack die Zähne

Mit weißem Nagellack hat sich ein 31-jähriger Mann in einer Drogerie im Essener Hauptbahnhof die Zähne lackiert. Mit dem Inhalt einer zweiten Nagellackflasche verpasste er in dem Geschäft seinen Daumennägeln einen goldfarbenen Anstrich, wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte. Bezahlen wollte er die beiden Fläschchen aber nicht – weshalb die Beamten nun wegen Sachbeschädigung gegen den Mann ermitteln. "Zu den Anschuldigungen befragt bestätigte der 31-Jährige mit strahlend weißen Zähnen den Sachverhalt", berichtete die Bundespolizei. Die Beamten nahmen den Lackliebhaber zur Identitätsfeststellung mit auf die Wache und leiteten ein Strafverfahren gegen den kubanischen Staatsangehörigen ein.

Quelle: AFP

Emmering: Bruder mit Machete getötet? Tatverdächtiger festgenommen

Im Streit soll ein Mann im bayerischen Emmering seinen Bruder mit einer Machete tödlich verletzt haben. Die Beamten fanden den 33 Jahre alten Mann laut Einsatzbericht am Donnerstagmorgen leblos im Bad der gemeinsamen Wohnung der Brüder. Nach ersten Erkenntnissen sei er im Streit von seinem 30 Jahre alten Bruder mit der Machete tödlich verletzt worden. Der 30-Jährige wurde vorläufig festgenommen, er sollte am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Weitere Details, etwa zum Motiv und dem Tathergang, blieben erst einmal unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Quelle: DPA

Maihingen: Pferd büxt aus und stirbt nach zwei Unfällen

Ein entlaufenes Pferd hat im bayerischen Landkreis Donau-Ries gleich zwei Unfälle verursacht. Das Tier sei von einer Koppel entlaufen, auf die Straße gerannt und dort gegen ein Auto geprallt, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Als es nach dem Unfall am Mittwochmorgen weiterlief, wurde es von einem weiteren Auto erfasst. Das Pferd starb in einem Straßengraben, die beiden Autofahrer wurden nicht verletzt. An den Fahrzeugen entstand ein Schaden von rund 9000 Euro.

Quelle: DPA

Freiburg: Frau ruft Polizei wegen Krabbe

Am Mittwochmorgen hat eine Frau aus Freiburg den Polizeinotruf gewählt, weil sie eine Krabbe in ihrer Wohnung entdeckte. Das Tier hatte sich unbemerkt durch die Terrassentür Zutritt verschafft. Die Frau stülpte dem Tier einen Mülleimer über, damit es nicht ausbüxen kann. Laut Polizeibericht handelte es sich dabei um eine 25 cm große Chinesische Wollhandkrabbe. Nach Auskunft der Fachbehörde sei es eine invasive Art, die bereits Populationen im und am Rhein hat, ergänzt die Polizei. Die Beamten übergaben das Tier an das Veterinäramt. 

Quelle: Polizei Freiburg

Stralsund: Kellner bedient ohne Maske und greift Polizisten an

In Stralsund ist die Polizei in ein Restaurant in der Innenstadt gerufen worden, weil ein Kellner dort ohne Mund-Nasen-Schutz servierte. Zudem habe der 29-Jährige die Gäste aufgefordert, ihre Masken abzulegen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Darauf hätten am Mittwochabend Gäste aus Hamburg hingewiesen. Zudem seien in dem Restaurant die persönlichen Daten der Gäste nicht erfasst worden, um eine Nachverfolgung im Corona-Fall zu ermöglichen.

Den Beamten gegenüber trat der Kellner laut den Angaben zufolge aggressiv auf. Der in Stralsund wohnende Mann äußerte der Polizei gegenüber sein Unverständnis für die Maßnahmen der Landesregierung und weigerte sich, seine Personalien anzugeben. Schließlich beleidigte er die Beamten und versuchte, zwei von ihnen mit der Faust zu schlagen. Die Polizisten nahmen ihn daraufhin in Gewahrsam.

Gegen den Kellner wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Beleidigung, des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und der versuchten Körperverletzung eingeleitet. Darüber hinaus nahmen sie den Verstoß gegen die entsprechende Corona-Verordnung des Landes auf.

Quelle: DPA

Heddesheim: Unbekannter setzt acht Karpfen in Gebüsch aus 

Ein unbekannter Täter hat bei Heddesheim (Rhein-Neckar-Kreis) acht lebende Karpfen in ein Gebüsch gelegt und sie dort sterben lassen. Zeugen fanden die Fische am Mittwochabend ohne Wasser im Gewächs liegend, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Zu dem Zeitpunkt seien alle Karpfen noch am Leben gewesen. Als jedoch die Polizei eintraf, regten sich sieben von ihnen nicht mehr. Ein letzter Fisch, der sich noch bewegte, "wurde vor Ort von seinem Leiden erlöst", hieß es. Wie lange die Tiere ohne Wasser in dem Gebüsch gelegen hatten, ist nicht bekannt. Die Polizei sucht nach dem Unbekannten wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Quelle: DPA

Berlin: Geiselnahme in Berliner Bankfiliale – mutmaßlicher Täter in U-Haft

Nach der Geiselnahme in einer Bankfiliale in Berlin ist gegen den mutmaßlichen Täter Haftbefehl wegen erpresserischen Menschenraubs erlassen worden. Er befinde sich derzeit in Untersuchungshaft, sagte der Sprecher der Berliner Generalstaatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Mittwochabend. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich den Angaben zufolge um einen 33-Jährigen, der am Dienstagnachmittag in einer Bankfiliale in einem Einkaufszentrum in Berlin-Köpenick eine Angestellte mit einem Messer bedroht haben soll. Zuvor hatten die "Bild"-Zeitung und die "B.Z." online (Mittwoch) darüber berichtet. 

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der mutmaßliche Täter stark betrunken gewesen sein. Hintergrund der Tat seien wohl Beziehungsprobleme und auch eine gewisse Absicht gewesen, von der Polizei getötet zu werden. Eine Spezialeinheit der Polizei hatte ihn schließlich überwältigt. Das gesamte Einkaufszentrum war geräumt und die umliegenden Straßen gesperrt worden. Mehr als 200 Polizisten waren im Einsatz.

Quelle: DPA

Hemer: Pferd bricht im Wald zusammen und klemmt Reiterin ein

Eine Frau ist im sauerländischen Hemer unter ihr Pferd geraten und mit dem Bein eingeklemmt worden, als das Tier im Wald zusammenbrach. Wie die Rettungskräfte am Donnerstag mitteilten, war das Tier am Mittwochabend plötzlich zusammengebrochen. Die Reiterin konnte sich nicht selbst befreien. Mit einer Schlinge, die um das Pferd gelegt wurde, und einem Traktor konnte die Frau aus ihrer Lage gerettet und in ein Krankenhaus gebracht werden. Das Pferd starb, wie es weiter hieß. Nähere Angaben zu den Umständen lagen zunächst nicht vor.

Quelle: DPA

Düsseldorf: 18-Jähriger bei Verpuffung schwer verletzt 

Ein 18-Jähriger ist in Düsseldorf schwer verletzt worden, nachdem er in einem Wohnhaus mit Chemikalien hantiert hatte. Es sei zu einer Verpuffung gekommen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen. Spezialisten des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamts (LKA) holten weitere Stoffe aus der Wohnung, die sie am Mittwochabend auf einer freien Fläche in der Nähe kontrolliert sprengten. Wie der Polizeisprecher sagte, wurde der junge Mann mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik gebracht. Die Ermittlungen laufen demnach noch.

Quelle: DPA

Aachen: Mord vor fast 24 Jahren – Motiv waren womöglich 5000 Mark

Fast 24 Jahre nach einem Mord in der Nähe von Aachen sind die Ermittler überzeugt, dass ein heute 50-Jähriger die Tat aus Geldgier begangen hat. Der Mann sitzt seit einer Woche in Untersuchungshaft. Er soll das Opfer Ende 1996 erschlagen haben - wegen einer Summe von 5000 Mark. "Ich habe ihn selbst festgenommen", sagte der Leiter der Mordkommission der Polizei in Krefeld, Gerhard Hoppmann, am Mittwoch. Der Tatverdächtige stamme aus dem Raum Aachen und schweige zu den Vorwürfen. Eine Handvoll Mitwisser der Bluttat habe sich nach einem neuen Aufruf vor einem Monat gemeldet. Sie hätten fast 24 Jahre lang geschwiegen, weil sie entweder in einer persönlichen Beziehung zu den Tatverdächtigen standen oder ihren Erzählungen schlicht nicht geglaubt hätten. Der zweite an der Tat beteiligte Mann sei 1997 in der Türkei tödlich mit dem Motorrad verunglückt.

Quelle: DPA

Leipzig: Tatverdächtiger nach versuchter Kindesentführung in U-Haft

Nach der versuchten Entführung von mehreren Mädchen in Leipzig ist der Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Es bestehe der dringende Tatverdacht des versuchten sexuellen Missbrauchs eines Kindes, der versuchten Entziehung Minderjähriger und der Nötigung, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Details sollten am Abend (19.00 Uhr) bei einer Pressekonferenz in der Polizeidirektion Leipzig bekannt geben werden.

Der 42-Jährige soll laut den Ermittlern am Dienstag gleich mehrfach versucht haben, Mädchen zu entführen. Zwei Vierjährige waren nach Angaben der Polizei dabei zusammen mit ihren Eltern auf dem Weg zum Kindergarten, eine Siebenjährige allein auf dem Weg zur Grundschule. Wegen des energischen Verhaltens der Kinder, ihrer Eltern sowie von Passanten sei es dem Mann nicht gelungen, die Kinder wegzuziehen. Anschließend sei er weggerannt.

Mit einem Großaufgebot und dem Einsatz von Polizeihunden und einem Hubschrauber war nach dem Mann gefahndet worden. Am Dienstagnachmittag wurde der Tatverdächtige in einem kleinen Wäldchen im Leipziger Osten festgenommen. Geprüft wird auch, ob ein Zusammenhang mit einem anderen Fall besteht: Im selben Stadtteil hatte ein Mann am Dienstagmorgen das Auto einer 29-Jährigen angehalten und versucht, einzusteigen. Als die Frau sich dagegen zur Wehr setzte, wurde sie von dem Mann geschlagen, der anschließend flüchtete.

Quelle: DPA

 Nachrichten von Mittwoch, den 7. Oktober 2020


Mönchengladbach: Mädchen stirbt in Kita – Erzieherin wegen Mordes angeklagt

Fünf Monate nach dem mutmaßlichen Mord an einem dreijährigen Kindergartenkind im nordrhein-westfälischen Viersen hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen eine Erzieherin erhoben. Der 25-Jährigen werde Mord und neunfache Misshandlung von Schutzbefohlenen vorgeworfen, erklärte die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach am Mittwoch. Die "Rheinische Post" hatte zuvor berichtet. Nach Angaben der Ermittler schweigt die Beschuldigte zu den Vorwürfen. Die Frau sitzt seit Ende Mai in Untersuchungshaft. Sie soll auch in Kitas in Krefeld, Kempen und Tönisvorst jeweils ein Kind attackiert haben, so dass die Kleinen Atemwegsprobleme bekamen und teils leblos waren.

Am 21. April war ein Mädchen von einem Notarzt wegen Atemstillstands aus dem Kindergarten ins Krankenhaus gebracht worden. Dort kam es nicht mehr zu Bewusstsein, es starb Anfang Mai. Aber der behandelnde Arzt schöpfte Verdacht. Die Mediziner fanden Spuren, die auf Gewalteinwirkung hindeuteten und erstatteten Anzeige.

Quelle: DPA

Aachen: Kurier wirft Drogen über Gefängnismauer

Vor der Aachener Justizvollzugsanstalt ist ein 32-jähriger Drogenkurier auf frischer Tat ertappt worden. Nach dem Wurf eines Drogenpäckchens über die Gefängnismauer nahm ihn die Polizei laut Mitteilung vom Mittwoch fest. Mitarbeiter des Gefängnisses hätten die Polizei über die anstehende Lieferung im Laufe des Dienstags informiert. Die Polizei habe daraufhin das Umfeld der Haftanstalt beobachtet. Die Betäubungsmittel sowie das Fahrzeug des Tatverdächtigen seien beschlagnahmt worden. Gegen den Mann aus Eschweiler werde ermittelt.

Quelle: DPA

Duisburg: Mutter stirbt bei Sturz aus Fenster im dritten Stock

In Duisburg ist eine Frau aus dem Fenster in der dritten Etage eines Mehrfamilienhauses auf die Straße gestürzt. Dabei erlitt die 29-Jährige tödliche Verletzungen. Wie die Polizei berichtete, alarmierten Zeugen am Dienstagabend gegen 21.45 Uhr Polizei und Feuerwehr. Trotz Reanimationsmaßnahmen erlag sie ihren Verletzungen. Derzeit ermittelt die Kriminalpolizei die Hintergründe des Sturzes. Ob eine Straftat zu Grunde liegt, ein Unfall oder eine suizidale Absicht zum Sturz führten, ist noch unklar. Zur weiteren Klärung der Umstände nahmen die Polizisten den 31-jährigen Lebensgefährten der Frau mit auf die Wache. Polizisten übergaben vier minderjährige Kinder, die sich in der Wohnung aufgehalten haben, übergangsweise an Freunde der Familie.

Quelle:Polizei Duisburg

München: Baby aus brennendem Auto gerettet 

Ein fünf Wochen altes Baby ist auf der Autobahn 8 aus einem brennenden Auto gerettet worden. Während der Fahrt am Donnerstagabend hatte sich im Motorraum des Wagens Rauch entwickelt, wie die Polizei erst jetzt bekanntgab. Die 31 und 34 Jahre alten Eltern des Säuglings fuhren daraufhin auf den Standstreifen im Landkreis München. Zwei zufällig anwesende Verkehrspolizisten halfen dem Paar dabei, den Säugling auf dem Rücksitz zu befreien. Verletzt wurde niemand. Das Auto brannte komplett aus, es entstand ein Schaden von etwa 50.000 Euro. Wieso das Feuer ausgebrochen war, war zunächst nicht bekannt.

Quelle: DPA

Rahden: Arbeiter kippt mit Radlader um und wird schwer verletzt

Im nordrhein-westfälischen Rahden ist ein Arbeiter mit einem Radlader verunglückt. Wie die Polizei berichtete, war der 59-Jährige am Mittwochmorgen gegen 11 Uhr beim Transport von Sandsäcken auf dem Gelände einer Biogasanlage in Rahden-Sielhorst bei der Fahrt rückwärts hinunter in Schräglage geraten und mit seiner Arbeitsmaschine umgestürzt. Ein Mitarbeiter des Hofes hatte umgehend den Notruf gewählt. Ein Notarzt und eine Rettungswagenbesatzung kümmerten sich vor Ort um den Verletzten. Mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen wurde der Mann in ein Krankenhaus nach Lübbecke gebracht. Die Polizei informierte, wie in solchen Fällen üblich, das Amt für Arbeitsschutz.

Der umgekippte Radlader
Die schwere Maschine geriet in Schräglage und kippte um
© Polizei

Quelle: Polizei Minden-Lübbecke

Nürnberg: Mann pinkelt gegen Streifenwagen

Ein kürzlich in diversen sozialen Medien verbreitetes Video hat einen Wildpinkler enttarnt. Wie die Polizei berichtet, war auf dem rund 20 Sekunden dauernden Clip zu sehen, wie ein Mann in der Nürnberger Innenstadt auf einen geparkten Streifenwagen zugeht, der vor einer Mauthalle abgestellt wurde. Der Unbekannte stützt sich auf Höhe des linken Kotflügels ab, öffnet seine Hose und entleert seine Blase. Anschließend spaziert er weiter. Der von einem Passanten aufgenommene Vorfall verbreitete sich schnell im Internet. Ermittlungen der Polizei führten nun zum mutmaßlichen Wildpinkler, einem 20-jährigen Mann. Ihn erwartet jetzt ein Ordnungswidrigkeitenverfahren. Zudem wird ihm die Reinigung des Dienstfahrzeuges in Rechnung gestellt.

Quelle: Polizei Mittelfranken

Wildeshausen: Fünf Tote bei schwerem Verkehrsunfall auf der A1

Zu einem schweren Verkehrsunfall mit fünf Toten ist es auf der Autobahn 1 bei Wildeshausen (Kreis Oldenburg) gekommen. In der Nacht zum Mittwoch sei ein in Richtung Osnabrück fahrender Transporter zwischen Wildeshausen-Nord und Wildeshausen-West auf einen Sattelzug aufgefahren und unter den Lastwagen geraten, sagte ein Polizeisprecher am frühen Mittwochmorgen. Fünf Insassen des Transporters seien ums Leben gekommen. Zuvor sei es zu einem Stau gekommen, weil die Fahrbahn wegen einer Baustelle verengt war. Die A1 wurde in Richtung Osnabrück gesperrt. Nähere Angaben konnte die Polizei zunächst nicht machen.

Es seien keine Bremsspuren zu sehen gewesen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Wildeshausen. Vermutlich sei der Transporter also ungebremst auf den Lastwagen aufgefahren. Der Sattelzug sei wegen des Rückstaus langsam gefahren. Knapp einen Kilometer weiter befindet sich eine Baustelle mit verengter Fahrbahn.

Nach Angaben der Feuerwehr wurde der Transporter durch die Wucht des Zusammenpralls völlig deformiert. Man habe zunächst nur zwei Menschen in dem Fahrzeug gesehen und die drei weiteren Insassen erst entdeckt, als die Feuerwehr die Türen herausbrach. Es sei schwierig gewesen, die Opfer aus dem Wrack zu befreien. Bei allen konnte der Notarzt nur noch den Tod feststellen. Der Lastwagenfahrer benötigte nach erster Untersuchung keine ärztliche Hilfe.

Update 10.14 Uhr:  Nach dem schweren Verkehrsunfall mit fünf Toten auf der Autobahn 1 im niedersächsischen Kreis Oldenburg sind die Identitäten der Opfer geklärt. Vier Männer und eine Frau aus Polen im Alter zwischen 27 und 50 Jahren seien durch den Aufprall getötet worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Sie waren in der Nacht zwischen Wildeshausen-Nord und Wildeshausen-West mit einem Kleinbus auf einen stehenden Sattelzug aufgefahren. Laut Polizeibericht hatte der Lastwagen wegen eines Staus vor einer Nachtbaustelle das Warnblinklicht eingeschaltet.

Quelle: DPA

Zusmarshausen: Autofahrer wird aus brennendem Wagen gerettet und flüchtet

Ein Mann ist nach einem Unfall auf der A8 aus seinem brennenden Auto gezogen worden und dann in einen Wald geflüchtet. Der 35-Jährige sei in der Nacht zum Mittwoch mit seinem Auto auf der Autobahn 8 in Richtung München auf einen vor ihm fahrenden Lastwagen aufgefahren, sagte ein Sprecher der Polizei am Mittwoch. Der Lastwagenfahrer blieb unverletzt. Wegen der massiven Schäden am Auto des 35-Jährigen gingen die Einsatzkräfte zunächst davon aus, dass der Mann schwer verletzt ist. Mit Hilfe eines Hubschraubers suchten die Beamten die Umgebung nahe der A8 um Zusmarshausen nach dem Verletzten ab. Die Polizei fand den Fahrer letztlich leicht verletzt und alkoholisiert in einem Waldstück. Es stellte sich heraus, dass er keinen Führerschein hat. Den Unfallfahrer erwarten nach Angaben der Polizei nun Anzeigen wegen Unfallflucht, Alkohol am Steuer und Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Quelle: DPA

Niedersachsen und Bremen: Warnstreiks legen Nahverkehr lahm

Wegen eines Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr fallen seit Mittwochmorgen in Niedersachsen und Bremen vielerorts Busse und Bahnen aus. Die Gewerkschaft Verdi rechnet mit etwa 3.500 Beschäftigten der Nahverkehrsbetriebe, die sich am ganztägigen Warnstreik beteiligen, sagte ein Verdi-Sprecher am frühen Mittwochmorgen. So sollen nach Verdi-Angaben Busse und Bahnen in Bremen, Hannover, Braunschweig, Göttingen, Goslar und Wolfsburg am Mittwoch in ihren Depots bleiben. "Aus unserer Sicht läuft es hervorragend", sagte der Verdi-Sprecher. Wie viele Beschäftigte genau ihre Arbeit niederlegten, könne aber erst später festgestellt werden. Mit dem Dienstbeginn am Donnerstagmorgen um 3.30 Uhr sollen Busse und Bahnen wieder wie gewohnt fahren.

Quelle: DPA

Leipzig: Verdacht auf versuchte Kindesentführung – Mann festgenommen

Nach mehreren versuchten Kindesentführungen in Leipzig hat die Polizei am Dienstag einen Mann festgenommen. Jedoch sei noch unklar, ob es sich tatsächlich um den Gesuchten handelt, sagte ein Polizeisprecher. Daher wollte er keine Angaben zum Alter des in Tatortnähe Festgenommenen machen. Die Polizei sei weiter präsent, die Ermittlungen dauerten an.

Gleich mehrfach soll ein Mann am Dienstagmorgen versucht haben, Mädchen im Leipziger Osten zu entführen: Zwei Vierjährige waren nach Angaben der Polizei dabei zusammen mit ihren Eltern auf dem Weg zum Kindergarten, eine Siebenjährige allein auf dem Weg zur Grundschule. Es gelang dem Mann nicht, die Kinder wegzuziehen. Er flüchtete. Die Polizei suchte nach eigenen Angaben mit Polizeihunden und einem Hubschrauber nach ihm.

Es werde auch geprüft, ob ein Zusammenhang mit einem anderen Fall besteht, hieß es von der Polizei. Im selben Stadtteil soll ein bislang Unbekannter am Dienstagmorgen ein Auto angehalten und versucht haben, einzusteigen.

 Nachrichten von Dienstag, den 6. Oktober 2020


Neustadt/Coburg: Hofbesitzer parkt Schulbus absichtlich zu

Aus Wut über in seiner Einfahrt wendende Fahrzeuge hat ein Hofbesitzer in Neustadt bei Coburg einen voll besetzten Schulbus zugeparkt. Eineinhalb Stunden habe der Bus auf dem Grundstück des 63 Jahre alten Mannes festgehangen, teilte die Polizei am Dienstag mit. Die Einfahrt habe der Mann erst wieder freigegeben, als die Polizei und ein Vertreter des Busunternehmens dazukamen. Die Schüler wurden am Freitag mit einem Ersatzbus in die Schule gebracht. Der 63-Jährige hatte sich zuletzt mehrfach über Wendemanöver auf seinem Hof geärgert, wie es weiter hieß. Die genauen Eigentumsverhältnisse werden nun ermittelt, der Hofbesitzer muss sich einem Polizeisprecher zufolge wegen Nötigung verantworten.

Quelle: DPA

Arzbach: Wohnhaus explodiert – 54-jähriger Bewohner schwer verletzt

Im rheinland-pfälzischen Arzbach ist am Dienstagmorgen ein Wohnhaus explodiert. Wie die Polizei mitteilte, kam es gegen kurz nach 10 Uhr zu einem Brand mit anschließender Explosion. Nach ersten Erkenntnissen sind in dem Haus mehrere Gasflaschen explodiert. Der 54-jährige Bewohner des Hauses wurde schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Das Haus wurde durch die Detonation stark beschädigt. Da es an einer Hauptstraße liegt, wurden die umliegenden Zufahrtstraßen weiträumig gesperrt.

Quelle: Polizei Montabaur, DPA

Rettungskräfte sind nach einer Gasexplosion in einem Wohnhaus im Ortskern mit Bergungsarbeiten beschäftigt
Rettungskräfte sind nach der Gasexplosion mit Bergungsarbeiten beschäftigt
© Thomas Frey / DPA

Dresden: Polizist wegen rechtsextremer Äußerungen vom Dienst suspendiert

Wegen rechtsextremer Äußerungen ist ein Polizist in Dresden vom Dienst suspendiert worden. Er sei wegen verfassungsfeindlicher Chatbeiträge aufgefallen, teilte die Polizeidirektion Dresden am Dienstag mit. Gegen den 38-Jährigen laufe ein Disziplinarverfahren. Weitere Einzelheiten wollte die Polizei unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht nennen. Zuvor hatte die "Sächsische Zeitung" darüber berichtet. Erst im September war ein Polizist in Leipzig wegen rechtsextremer und rassistischer Äußerungen in einem Chat vom Dienst ausgeschlossen worden.

Quelle: DPA

Köln: Weltkriegsbombe gefunden – schnelle Evakuierung gefordert

Im Kölner Stadtteil Klettenberg ist am Dienstagvormittag bei Bauarbeiten eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Wie die Stadt auf ihrer Internetseite mitteilte, muss der Zehn-Zentner-Blindgänger schnellstmöglich entschärft werden. Mit der Evakuierung rund um den Fundort wurde bereits begonnen, heißt es. Wie viele Personen davon betroffen sind und wann die Bombe entschärft werden soll, darüber konnten bislang noch keine Angaben gemacht werden. Jedoch wird von den Maßnahmen voraussichtlich auch die Stadtbahnlinie 18 betroffen sein.

Update 14.12 Uhr: Der Gefahrenbereich muss in einem Umkreis von rund 500 Metern um den Fundort der Bombe evakuiert werden. Von der Evakuierung sind rund 7.200 Personen betroffen. Ein  Pendelverkehr mit Bussen vom Evakuierungsgebiet bis hin zur Anlaufstelle im Südstadion für die betroffenen Anwohner ist eingerichtet. Neben der Stadtbahnlinie 18 ist auch die Buslinie 142 von den Maßnahmen betroffen.

Quelle:  köln.de

Stralsund: Mutter stürzt von Balkon mehr als acht Meter in die Tiefe

Eine 31-jährige Frau ist am Montagabend vom Balkon ihrer Wohnung mehr als acht Meter in die Tiefe gestürzt. Die Frau, deren siebenjähriger Sohn sich zum Unfallzeitpunkt in der Wohnung aufhielt, erlitt schwere, jedoch keine lebensbedrohlichen Verletzungen. Warum sie vom Balkon stürzte, ist laut Polizei noch unklar. Ersten Erkenntnissen zufolge kann ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden. Sie wurde mit einem Rettungshubschrauber in die Universitätsklinik Greifswald geflogen. Ihr Sohn wurde nach Rücksprache mit dem Bereitschaftsdienst des Jugendamtes in die Obhut seines Vaters übergeben.

Quelle: Polizei Stralsund

Frau bleibt mit Hand in Gullydeckel stecken – Rettungseinsatz

Eine mit der Hand in einem Gullydeckel steckengebliebene Frau hat in Siegburg bei Bonn einen Rettungseinsatz ausgelöst. Die Frau hatte versucht, ihren hineingefallenen Schlüssel aus dem Schacht zu fischen. Polizei und Feuerwehr rückten an und befreiten sie mit Schmiermittel. Wie die Polizei am Dienstag erklärte, war der Einsatz am Montagabend nach wenigen Minuten beendet. Laut Bonner "General-Anzeiger" hatten zwei Freunde der jungen Frau die Rettungskräfte gerufen. Verletzt wurde sie nicht.

Quelle: DPA

Hohenstadt: Autofahrer fährt durch Rettungsgasse und rammt anderes Fahrzeug 

Ein Autofahrer wollte auf der A8 einen Stau umgehen. Dabei fuhr er laut Polizei hupend durch die Rettungsgasse und rammte ein weiteres Fahrzeug. Doch statt sich um den Schaden zu kümmern, fuhr der Mann einfach weiter. Kurz vor der Unfallstelle, die den Stau auslöste, entdeckten ihn die Polizisten. Er muss sich nun wegen Verkehrsunfallflucht und verbotswidriger Benutzung der Rettungsgasse verantworten. Zuvor hatte ein umgekippter Lastwagen um kurz vor 20 Uhr rund eine Stunde lang die A8 Richtung Stuttgart blockiert. Wie die Polizei am Dienstagmorgen mitteilte, kam der 33-jährige Fahrer kurz vor der Behelfsausfahrt Hohenstadt nach rechts mit den Rädern auf den Grünstreifen. Dadurch wurde das gesamte Gefährt samt Anhänger in das Bankett gezogen. Der Laster kippte dabei um und rutschte mehrere Meter weiter. Quer über beide Fahrbahnen kam er zum Stillstand. Der Fahrer wurde leicht verletzt, konnte sich jedoch selbst aus dem Fahrzeug befreien. Weil der Laster verschiedene flüssige Gefahrgutstoffe geladen hatte, rückte die Feuerwehr mit einem Großaufgebot an. Durch die aufwendigen Bergemaßnahmen war die Autobahn in Richtung Karlsruhe bis etwa Dienstag 3 Uhr voll gesperrt. Es bildete sich ein kilometerlanger Rückstau.

Ein Lkw liegt aus bislang ungeklärter Ursache umgekippt auf der Fahrbahn.
Auf der Autobahn 8 löste ein umgekippter Lkw mit Gefahrengut eine stundenlange Sperrung in Richtung Stuttgart aus. Ein Autofahrer nutzte die Rettungsgasse, um den Stau zu umgehen und beschädigte dabei ein anderes Auto.
© Woelfl / DPA

Quelle: Polizei Ulm

Gottmadingen: Zöllner finden Renoir-Gemälde im Kofferraum

Bei einer Fahrzeugkontrolle haben Zöllner an der deutsch-schweizerischen Grenze ein Gemälde des französischen Impressionisten Pierre-Auguste Renoir (1841-1919) entdeckt. Ein 67-Jähriger hatte versucht, das Gemälde im Wert von 120.000 Euro über die Grenze im Landkreis Konstanz nach Deutschland zu schmuggeln, wie das Hauptzollamt Singen am Dienstag mitteilte. Der Fahrer gab an, das Werk für eine Galerie nach Prag bringen zu wollen. Das Gemälde war laut den beigefügten Dokumenten in einem Schweizer Auktionshaus ersteigert worden. Weil der Bote an der Grenze angegeben hatte, keine anmeldepflichtige Ware dabei zu haben, wurde gegen ihn ein Strafverfahren wegen versuchter Steuerhinterziehung eingeleitet. Außerdem sind Einfuhrabgaben und Sicherheitsleistungen in Höhe von 12.000 Euro fällig. Das laut Zoll etwa 30 Mal 25 Zentimeter große Gemälde zeigt eine Landschaft und wurde bis zur Zahlung sichergestellt.

Quelle: DPA

Bochum: Unfall mit sechs Fahrzeugen auf der A 40

Sechs Fahrzeuge sind am Dienstagmorgen um kurz nach 6 Uhr auf der A40 in Höhe der Anschlussstelle Bochum-Hamme verunfallt. Wie die Feuerwehr berichtet, waren drei Lastwagen und drei Autos zusammengestoßen. Dabei wurde die Mittelabtrennung der Fahrbahn durchbrochen. Vier Menschen wurden verletzt und mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Die Autobahn musste während des Einsatzes in beide Richtungen voll gesperrt werden. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar. 

Eine Massenkarambolage sorgte am Morgen für Vollsperrung auf der A40 bei Bochum
Eine Massenkarambolage sorgte am Morgen für Vollsperrung auf der A40 bei Bochum
© Feuerwehr Bochum

Quelle:Feuerwehr Bochum

Neuwied: Kind zündelt in Kofferraum und verletzt sich

Im rheinland-pfälzischen Neuwied hat sich ein Kleinkind leichte Verbrennungen zugezogen. Wie die Polizei berichtete, hatte sich der Junge, der mit seinem Vater und anderen Begleitern zum Pilzesammeln zu einem Wald gefahren war, in den Kofferraum gelegt, um dort zu schlafen. Als die Männer nach einer kurzen Pilzsuche zurück kamen, bemerkten sie Rauch im Innenraum des Wagens. Sofort befreiten sie den Jungen, der vermutlich kurz zuvor aufgewacht war, mit im Kofferraum befindlichen Streichhölzern spielte und so einige Decken in Brand setzte. Der Junge erlitt leichte äußere Verbrennungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber zwecks weiterer Untersuchungen in eine Kinderklinik verbracht.

Quelle:Polizei Neuwied

 Nachrichten von Montag, den 5. Oktober 2020


Wrist: Mann zieht Notbremse im Zug, schlägt Scheibe ein und flüchtet über Gleise

Die Bundespolizei sucht nach einem ungewöhnlichen Vorfall in einem Regionalzug nach Zeugen. Wie die Beamten am Montag berichteten, hatte ein Reisender am Sonnabend gegen 7.40 Uhr auf der Fahrt von Kiel nach Hamburg offensichtlich den Ausstieg in Wrist verpasst und daraufhin die Notbremse gezogen. Anschließend hatte er mit einem Nothammer eine Seitenscheibe eingeschlagen, war aus dem Zug gesprungen und über die Gleise der zweigleisigen Bahnstrecke geflüchtet. Die Bahnstrecke wurde daraufhin sofort gesperrt. Die 70 Reisenden im Zug blieben durch die Notbremsung unverletzt. Die Streckensperrung dauerte eine etwa halbe Stunde. Zehn Züge waren dadurch verspätet. Die Bundespolizei hat bereits die Auswertung der Videoaufzeichnung im Zug veranlasst und hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung. 

Das kaputte Zugfenster einer Regionalbahn kurz nach der Haltestelle Wrist
Der Mann schlug nach der Notbremsung die Scheibe ein, sprang aus dem Fenster und flüchtete über die Bahnschienen
© Bundespolizei Flensburg

Quelle: Bundespolizei Flensburg

Hildesheim: Schulbus rollt ohne Fahrer weg – Vier Kinder leicht verletzt

Ein mit 19 Grundschülern der dritten Klasse und zwei Lehrerinnen besetzter Schulbus ist am Montag in Hildesheim ohne Fahrer eine abschüssige Straße runtergerollt und erst in einem Vorgarten zum Stehen gekommen. Vier Kinder und eine Lehrerin wurden leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Zu dem Unfall bei einer Grundschule kam es gegen 11.20 Uhr, als der Busfahrer von außen überprüfen wollte, warum die Türen nicht richtig schlossen. Nachdem er ausgestiegen war, rollte der Bus laut Polizei rund 100 Meter eine abschüssige Strecke hinab, rammte schließlich eine Laterne, dann einen Baum und durchbrach eine Hecke, bevor er auf einem privaten Grundstück zum Stehen kam. Der Busfahrer versuchte hinter dem Fahrzeug herzulaufen, stürzte aber und verletzte sich. Er erlitt zudem einen Schock. Die Schüler wollten mit dem Bus zum Schwimmen.

Quelle: DPA

Krefeld: Opfer identifiziert – Polizei löst Cold Case nach 23 Jahren

Die Polizei hat einen Verdächtigen verhaftet, der 1996 einen Mann aus Würselen bei Aachen ermordet haben soll. Er sitze in Untersuchungshaft, teilte die Polizei am Montag mit. Die Identität des Toten war erst nach 23 Jahren durch Hinweise nach der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" geklärt worden. Anfang September waren die Ermittler mit ihren Erkenntnissen an die Öffentlichkeit gegangen – mit Erfolg. Weitere Details zu dem mutmaßlichen Täter wollen die Ermittler am Mittwoch bekanntgeben.

Die nackte Leiche des mit vielen Schlägen ermordeten Mannes war am 8. Dezember 1996 am Abhang einer Kiesgrube am Niederrhein entdeckt worden, mehr als 100 Kilometer vom Wohnort des Opfers entfernt.

Duisburg: Ehefrau erwürgt und Leiche vergraben – lebenslange Haft 

Nach dem gewaltsamen Tod einer jungen Mutter aus Duisburg ist ihr Ehemann am Montag zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Angeklagte hatte gestanden, die 26-Jährige am 7. September 2019 in der gemeinsamen Wohnung erwürgt und die Leiche anschließend in einem Waldstück vergraben zu haben. Dort war sie rund drei Monate später gefunden worden. Auslöser der Tat waren die Trennungsabsichten der Frau. Das Urteil des Duisburger Schwurgerichts lautet auf Mord. Es ist noch nichts rechtskräftig. 

Nach der Tat hatte der 29-jährige Deutsche die Leiche in einen Koffer gelegt, den er zunächst in seinem Auto versteckt hatte. Bei der Polizei hatte er seine Frau als vermisst gemeldet. In seiner Vernehmung hatte der 29-Jährige später über seine Ehefrau gesagt: "Ich habe sie sehr geliebt. Ich wollte sie nur für mich haben." Die Richter werteten die Tat als "Demonstration des eigenen, uneingeschränkten Besitzdenkens".

Quelle: DPA

Moers: Mann und Hund von Auto totgefahren

Tödlicher Unfall in Nordrhein-Westfalen: In der Nacht auf Montag ging ein Mann in Moers-Vennikel mit seinem Hund spazieren. Als er eine Straße überqueren wollte, übersah der 57-Jährige ein heranfahrendes Auto. Der 40-jährige Fahrer versuchte noch auszuweichen, konnte einen Zusammenstoß jedoch nicht mehr verhindern. Der Mann und der Hund verstarben noch an der Unfallstelle. Im Wagen saß auch eine 33-jährige Frau mit ihrem einjährigen Kind. Die Frau wurde bei dem Unfall leicht verletzt, benötigte jedoch keinen Rettungswagen. Der Fahrer und das Kind blieben unverletzt. 

Quelle: Kreispolizeibehörde Wesel

Hannover: Drei Grundschüler an Bushaltestelle angefahren und verletzt

Bei einem Verkehrsunfall an einer Bushaltestelle in Hannover sind drei Kinder verletzt worden, eines davon nach Polizeiangaben möglicherweise schwer. Im Stadtteil Ahlem sei ein 35 Jahre alter Autofahrer aus zunächst unbekannter Ursache am Montagmorgen mit seinem Wagen in eine Bushaltestelle geraten, teilte die Polizei mit. Dabei fuhr er die drei Grundschüler an, deren Alter zunächst noch unbekannt war. Eines der leichtverletzten Kinder wurde nach dem Unfall zur Schule gebracht. Die Unfallstelle wurde abgesperrt, die Unfallaufnahme lief zunächst noch.

Ein Autofahrer ist in Hannover in eine Bushaltestelle gerast
Der zerstörte Wagen steht nach dem Unfall vor der Halstestelle
© Julian Stratenschulte / DPA

Quelle: DPA

Hamburg: Nach Angriff vor jüdischer Synagoge Wohnung in Hamburg durchsucht

Noch in der Nacht nach dem Angriff auf einen jüdischen Studenten vor einer Synagoge in Hamburg hat die Polizei eine Wohnung in der Hansestadt durchsucht. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte sich der 29 Jahre mutmaßliche Täter dort unangemeldet aufgehalten, sagte ein Polizeisprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. In seiner Wohnung in Berlin lebe er seit 2019 nicht mehr. In der Wohnung in Hamburg-Langenhorn hätten die Beamten zunächst keine weiteren offensichtlichen Hinweise auf einen Mittäter oder rechte Struktur oder Gesinnung gefunden. Sie haben mehrere Datenträger, vor allem zwei Laptops und USB-Sticks, sichergestellt. Die Auswertung dauere noch an. Aufgrund der Gesamtumstände gehen Polizei und Staatsanwaltschaft von einem antisemitisch motiviertem Angriff aus und werten den Angriff als versuchten Mord – mutmaßlich mit antisemitischen Hintergrund.

Am Sonntagnachmittag war ein junger Mann unmittelbar vor dem Betreten einer Hamburger Synagoge von einem Deutschen mit einem Klappspaten angegriffen und am Kopf verletzt worden. Das Motiv des 29 Jahre alten Mannes mit kasachischen Wurzeln war zunächst unklar. Der Mann mit Wohnsitz in Berlin hatte allerdings der Polizei zufolge einen "extrem verwirrten Eindruck" gemacht. Nach dpa-Informationen soll der Täter einen Zettel mit einem Hakenkreuz in seiner Hosentasche gehabt haben.

Quelle: DPA

Marbach: Motiv nach Brandanschlägen weiterhin unklar

Nach den Brandanschlägen auf drei Gebäude im baden-württembergischen Marbach ist der Polizei noch kein Motiv bekannt. Das teilte ein Polizeisprecher am Montagmorgen auf Anfrage mit. Rassistische Motive des 42 Jahre alten mutmaßlichen Täters hatten die Beamten zuvor ausgeschlossen. Bei den Bränden in der Nacht zu Samstag wurden acht Menschen verletzt. Der 42 Jahre alte Verdächtige, der sich in einem "psychischen Ausnahmezustand" befunden habe, soll selbstgebaute Brandsätze – vermutlich Molotow-Cocktails – gegen die Eingangstür des Polizeireviers, ein Wohnhaus und die evangelische Kirche geworfen worden haben. Das Mehrfamilienhaus ist einsturzgefährdet und unbewohnbar. Es entstand ein Schaden von mehr als einer halben Million Euro. Der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft.

Quelle: DPA

Marktschellenberg/Ettenberg: Wanderer bricht bewusstlos zusammen und stirbt

Ein Wanderer ist bei einer Tour in den Berchtesgadener Alpen vor den Augen seiner Familie zusammengebrochen und verstorben. Wie das Bayerische Rote Kreuz berichtet, war der 52-Jährige am Sonntagmittag mit seiner Frau und den beiden erwachsenen Kindern unterwegs von der Kugelmühle durch die Klamm in Richtung Almberg aufgestiegen und rund eine Viertelstunde vor dem Ziel – auf dem Wanderweg zwischen Almbachklamm und der Wallfahrtskirche in Ettenberg – kollabiert. Nachfolgende Wanderer hatten beobachtet, wie der Mann plötzlich umfiel, sofort mit Erste-Hilfe-Maßnahmen begonnen und einen Notruf abgesetzt. Ein Rettungshubschrauber brachte einen Notarzt zum Einsatzort, der ebenfalls versuchte, den Urlauber wiederzubeleben. Allerdings ohne Erfolg. Zu Fuß wurde der Mann auf einer Trage ins Tal transportiert. Die Bergwacht und der Kriseninterventionsdienst (KID) des Roten Kreuzes kümmerten sich um die Ehefrau und die beiden Kinder des Verstorbenen.

Ein Rettungshubschrauber steigt in Marktschellenberg in Ettenberg in die Luft.
Ein Rettungshubschrauber machte sich mit einem Notarzt auf den Weg zu dem bewusstlosen Wanderer, jedoch kam für den 52-Jährigen jede Hilfe zu spät
© BRK BGL

Quelle:BRK

Alsdorf : Achtjähriger wird auf Landstraße von Polizei aufgegriffen

Im nordrhein-westfälischen Alsdorf hat die Polizei einen achtjährigen Jungen auf einer Landstraße aufgegriffen. Wie die Beamten am Montagmorgen berichteten, war der Junge am Abend des 1. Oktober gegen 19.30 Uhr allein an der Landesstraße 280 zwischen Alsdorf und Schutzbach unterwegs. Die Streifenwagenbesatzung lud den Jungen ins Auto und brachte ihn zur Dienststelle, von wo aus die Eltern alarmiert wurden. Diese waren bereits auf der Suche nach dem Ausreißer, der zu Hause ausgebüxt war und sich auf den Weg zu seinen Großeltern in Daaden gemacht hatte.

Quelle:Polizei Koblenz

Hamm: Keine Mäuse mehr in Backstube – Filialen von Großbäckerei wieder auf

Mäuse in der Backstube haben die Produktion der nordrhein-westfälischen Bäckereikette Hosselmann vorübergehend stillgelegt. Das Problem sei nun behoben und die mehr als 200 Filialen seien am Montag wieder geöffnet, teilte das Unternehmen am Sonntagabend mit. Große Teile der Produktion seien nach dem Stopp am Sonntag wieder aufgenommen worden. Die Stadt Hamm hatte den Betrieb am Donnerstag dicht gemacht. Das Lebensmittelüberwachungsamt habe bei einer Kontrolle "einen akuten Schädlingsbefall" festgestellt, teilte das Unternehmen am Sonntag mit.

Der Vorfall betraf den Angaben zufolge ausschließlich die Produktionsstätte in Bockum-Hövel und keine Hosselmann-Filiale. "Offenbar waren durch die laufenden Arbeiten bei der Betriebsumstellung und einen Maschinentausch Mäuse in die Backstube gelangt", teilte das Unternehmen mit. Filialen von Hosselmann waren nicht von dem Nager-Befall betroffen. An der Produktionsstätte seien nun bauliche Maßnahmen in Vorbereitung, um das Eindringen von Schädlingen zu verhindern. "Wir entschuldigen uns bei unseren Kunden, denen wegen der kurzzeitigen Schließung nicht das vertraute Angebot zur Verfügung stand bzw. steht", sagte Martin Hosselmann, geschäftsführender Inhaber der Bäckerei.

Quelle: DPA

Hamburg: Verunglückter Gefahrgut-Transporter löst Großeinsatz aus

Ein verunglückter Lkw mit säurehaltigem Gefahrengut hat in Hamburg einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst. Der Lastwagen war in der Nacht zum Montag von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Ampelmast geprallt, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Dabei wurde der Fahrer verletzt. Nach ersten Ermittlungen könnte Alkohol die Ursache für den Unfall gewesen sein. Zum Alter des Fahrers und der Schwere seiner Verletzungen machte der Polizeisprecher keine Angaben. Der Lastwagen hatte Salpeter-, Salzsäure und Dünger geladen. Laut Feuerwehr waren zwischenzeitlich rund 80 Einsatzkräfte vor Ort. Die Fahrbahnen auf der Moorfleeter Straße waren gesperrt. Das Entsorgen des Gefahrenguts werde einige Stunden andauern, so die Polizei am Morgen.

Quelle: DPA

Nachrichten aus der Woche vom 28. September bis 4. Oktober 2020 lesen Sie hier.

jek / js / deb DPA AFP

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