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News des Tages: Bewaffneter Lehrer verbarrikadiert sich in US-Schule

US-Schule evakuiert - Polizei nimmt bewaffneten Lehrer fest  +++ Vermummte schlagen auf schwangere Afrikanerin ein +++ Bräutigam in Indien während seiner Hochzeit getötet +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Die Polizei in Georgia hat einen Lehrer festgenommen, der sich bewaffnet in einem Klassenraum verbarrikadiert hatte (Symbolbild)

Die Polizei in Georgia hat einen Lehrer festgenommen, der sich bewaffnet in einem Klassenraum verbarrikadiert hatte (Symbolbild)

AFP

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Bewaffneter Lehrer verbarrikadiert sich in US-Schule - Festnahme (20.33)
  • Türkischer Schriftsteller Altan erhält nach lebenslänglich weitere Strafe (18.53) 
  • Vermummte schlagen in Sachsen auf schwangere Afrikanerin ein (17.45 Uhr)
  • Bräutigam in Indien während seiner Hochzeit getötet (14.50 Uhr)
  • Rossmann zu Geldstrafe in Höhe von 30 Mio. Euro verurteilt (13.00 Uhr)

Die Nachrichten des Tages:

+++ 22.35 Uhr: Drei Verdächtige nach Explosion im britischen Leicester festgenommen +++

Nach der tödlichen Explosion in der britischen Stadt Leicester hat die Polizei drei Verdächtige festgenommen. Die Männer im Alter von etwa 30 Jahren würden nun wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung verhört, teilte die Polizei der Grafschaft Leicestershire mit. Einzelheiten wollte die Polizei zunächst nicht mitteilen. Sie forderte die Bevölkerung auf, Spekulationen über die Identität der Verdächtigen, über die Umstände der Festnahmen sowie über die Ursache der Explosion zu unterlassen. Einen terroristischen Hintergrund schlossen die Ermittler aus.

Bei der Explosion und dem anschließenden Feuer in einem zweistöckigen Geschäfts- und Wohnhaus im Stadtzentrum von Leicester waren am Sonntagabend fünf Menschen getötet worden: eine 46-jährige Mutter und ihre 17 und 18 Jahre alten Söhne, die gleichaltrige Freundin des 18-Jährigen sowie eine 22-jährige Verkäuferin. Die Opfer wurden bislang noch nicht formell identifiziert.

+++ 20.33 Uhr: Bewaffneter Lehrer verbarrikadiert sich in US-Schule +++ 

Inmitten der Diskussion über eine Bewaffnung von Lehrern in den USA hat die Polizei in Georgia einen Lehrer festgenommen, der sich bewaffnet in einem Klassenraum verbarrikadiert hatte. Die Polizei von Dalton erklärte auf Twitter, sie habe auf Berichte über Schüsse an der Dalton High School reagiert.

Polizeisprecher Bruce Frazier bestätigte vor Medien, es sei ein Schuss gefallen. Er sagte, der Lehrer habe sich in einem leeren Klassenraum eingeschlossen. Als der Direktor aufsperren wollte, habe der Lehrer einen Schuss abgegeben.

Kinder seien zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen, sagte der Sprecher. Der Lehrer sei allein in dem Raum gewesen und habe es offensichtlich nicht auf Kinder abgesehen gehabt. Er habe sich schließlich freiwillig gestellt.

+++ 18.53 Uhr: Türkischer Schriftsteller Altan erhält nach lebenslänglich weitere Haftstrafe +++

Ein Gericht in Istanbul hat den bekannten türkischen Schriftsteller und Journalisten Ahmet Altan zu knapp sechs Jahren Gefängnis verurteilt - nur zwölf Tage, nachdem er in einem anderen Prozess eine lebenslange Haftstrafe erhalten hatte. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass Altan "Terrorpropaganda" verbreitet und Präsident Recep Tayyip Erdogan beleidigt habe.

Altan war am 16. Februar zusammen mit seinem Bruder Mehmet und dem Journalisten Nazli Ilicak wegen angeblicher Verbindungen zu den Verantwortlichen des missglückten Putsches im Jahr 2016 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Am selben Tag wurde der "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel nach einem Jahr in türkischer Haft freigelassen.

Eine Gruppe prominenter Schriftsteller, darunter die Nobelpreisträger Swetlana Alexijewitsch, J.M. Coetzee und Kazu Ishiguro, bat Erdogan in einem offenen Brief, die Altan-Brüder und Ilicak freizulassen. Die "rechtswidrige Festnahme und unrechtmäßige Verurteilung von Schriftstellern und Denkern" schade der Türkei, heißt es in dem in der britischen Zeitung "The Guardian" veröffentlichten Brief.

+++ 18.00 Uhr: Nach Mord an ehemaligen Boutiquenbesitzer - Lebenslange Haftstrafe +++

Wegen Mordes an einem ehemaligen Boutiquenbesitzer hat das Kölner Landgericht einen Mann zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Richter sahen es am Mittwoch als erwiesen an, dass der 66-Jährige sein Opfer (60) im Dezember 2012 in dessen Wohnung überfallen und getötet hatte. Das Gericht stellte außerdem die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren rechtlich zwar möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen. Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

+++ 17.59 Uhr: Bahn will doch keine Namen historischer Personen auf ICE-Zügen +++

Die Deutsche Bahn will ihre neuen ICE4-Züge nach Kritik nun doch nicht nach historischen Persönlichkeiten benennen. Das sagte ein Bahnsprecher. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung über die Entscheidung berichtet. Im vergangenen Herbst hatte es empörte Reaktionen gegeben, weil einer der Züge den Namen Anne Franks tragen sollte. Das jüdische Mädchen, dessen Tagebuch später weltberühmt wurde, war 1944 in Konzentrationslager verschleppt worden, sie starb 1945 im Alter von 15 Jahren in Bergen-Belsen.

"Wir müssen einräumen, dass wir das Thema leider falsch eingeschätzt und damit Gefühle verletzt haben", sagte der Bahnsprecher. Die Verstrickung von Reichsbahn und NS-Staat sei ein "dunkles Kapitel in der Geschichte der Eisenbahn". Statt nach Personen sollen die Züge demnach nach deutschen Regionen, Flüssen oder Bergen benannt werden. Ein ICE4, der schon vor dem vergangenen Herbst nach dem Reformator Martin Luther benannt worden war, werde seinen Namen behalten.

+++ 17.55 Uhr: Dax beendet schwachen Februar mit Verlusten +++

Im Gleichklang mit dem ebenfalls schwächelnden Dow Jones ist der Dax am Mittwoch wieder eingeknickt. Letztlich verlor der deutsche Leitindex 0,44 Prozent auf 12 435,85 Punkte.

Damit geht der Februar für den Dax mit einem Minus von 5,7 Prozent tiefrot zu Ende, nachdem er im Januar bei 13 596 Punkten noch ein Rekordhoch erreicht hatte. Seither hat vor allem die Furcht vor schnell steigenden Zinsen die Anlegerstimmung getrübt.

+++ 17.45 Uhr: Vermummte schlagen in Sachsen auf schwangere Afrikanerin ein +++

Nach Auseinandersetzungen zwischen Einheimischen und Ausländern im Januar hat es im sächsischen Wurzen erneut einen gewaltsamen Übergriff gegeben. Dabei sei eine schwangere Frau aus Eritrea verletzt worden, teilte die Leipziger Polizei auf Anfrage mit. Die 19-Jährige sei bereits am vergangenen Freitag im Hinterhof ihres Wohnhauses von zwei vermummten Männern bedrängt, beleidigt und in den Rücken und die Kniekehlen geschlagen worden. Sie habe leichte Verletzungen erlitten.

Ob die Tat einen ausländerfeindlichen Hintergrund hat, konnten die Beamten zunächst nicht sagen. Nach den Tätern werde noch gesucht. Über den Vorfall hatte zunächst das in Wurzen ansässige "Netzwerk für Demokratische Kultur" berichtet.

+++ 17.18 Uhr: Trotz Alkoholverbots sind 5 Millionen Iraner abhängig +++

Trotz des absoluten Alkoholverbots im streng islamischen Iran gibt es im Land fünf Millionen Alkoholiker. Diese Zahl gab der Parlamentarier Ali Afraschteh bekannt, wie die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. Sowohl Verkauf als auch Konsum von Alkohol sind im Iran aus religiösen Gründen verboten. Menschen, die dennoch Alkohol trinken, drohen saftige Geldstrafen oder im Wiederholungsfall auch Peitschenhiebe.

+++ 17.10 Uhr: Frühere honduranische First Lady wegen Unterschlagung festgenommen +++

Die Ehefrau des früheren honduranischen Präsidenten Porfirio Lobo (2010 - 2014) ist wegen Unterschlagung festgenommen worden. Polizisten setzten Rosa Elena Bonilla in einem Vorort der Hauptstadt Tegucigalpa fest, wie Medien übereinstimmend berichteten. Bei dem Zugriff im Haus ihrer Schwester wurde auch ihr Schwager festgenommen. Zudem stellten die Beamten Beweismittel sicher.

Die Behörden werfen Bonilla Amtsmissbrauch und illegale Bereicherung vor. Laut Ermittlungen der Antikorruptionsbehörde soll Bonilla sechs Tage vor dem Ende der Amtszeit ihres Ehemanns zwölf Millionen Lempira (rund 400 000 Euro) aus dem Budget des Büros der First Lady auf ihr Privatkonto überwiesen haben.   

+++ 17.04 Uhr: SPD in Umfrage nur bei 16 Prozent +++

Die SPD ist in einer Umfrage auf nur 16 Prozent abgesackt - gleichauf mit der AfD. Der Befragung des Instituts YouGov für das Redaktionsnetzwerk Deutschland zufolge verschlechterten sich die Sozialdemokraten um drei Punkte im Vergleich zum Januar, während die AfD um zwei Punkte zulegte. Die CDU/CSU verschlechterte sich um zwei Punkte auf 32 Prozent. Mit jeweils zwölf Prozent könnten der Umfrage zufolge die Grünen (plus zwei Punkte) sowie die Linkspartei (plus eins) rechnen. Für die FDP wurden unverändert acht Prozent vorhergesagt.

+++ 16.53 Uhr: Sicherheitskreise: Hacker dringen in deutsches Regierungsnetz ein +++

Ausländische Hacker sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in das als sicher geltende Datennetzwerk des Bundes und der Sicherheitsbehörden eingedrungen. Cyberspione der russischen Gruppe "APT28" hätten erfolgreich das Außen- und das Verteidigungsministerium angegriffen, hieß es in Sicherheitskreisen.

+++ 16.40 Uhr: Reformationstag ist neuer Feiertag in Hamburg +++

Der Reformationstag am 31. Oktober ist neuer gesetzlicher Feiertag in Hamburg. Das hat die Hamburgische Bürgerschaft beschlossen. Bereits in diesem Jahr wird an dem Tag arbeitsfrei sein. "Es soll kein Luther-Gedenktag werden", sagte SPD-Fraktionschef Andreas Dressel. Der Tag der Reformation werde in der Hansestadt nicht ein rein protestantischer, sondern ein interreligiöser Feiertag. Es wird an dem Tag freien Eintritt in die öffentlichen Museen der Stadt geben.

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer im Norden hatten sich zuletzt für den Reformationstag als zusätzlichen Feiertag ausgesprochen. Hamburg gehörte bislang zu den Bundesländern mit nur neun Feiertagen - Bayern hat hingegen 13 , Baden-Württemberg 12. 

+++ 16.34 Uhr: Sieben Tote bei Schießerei im Westen von Mexiko +++

Bei einem Gefecht zwischen mutmaßlichen Bandenmitgliedern und der Polizei sind im Westen von Mexiko sieben Menschen ums Leben gekommen. Unter den Todesopfern war auch ein Beamter, wie die Staatsanwaltschaft des Bundesstaats Michoacán mitteilte. Sieben Verdächtige wurden festgenommen. Nach der Schießerei in der Ortschaft Tingüindín beschlagnahmte die Polizei Waffen, Drogen und Fahrzeuge. 

+++ 16.30 Uhr: Deutscher wegen vermeintlicher Bombendrohung in Bangkok festgenommen +++

Wegen der vermeintlichen Bombendrohung in einem Flugzeug drohen einem deutschen Urlauber in Thailand fünf Jahre Haft. Der 70 Jahre alte Mann hatte nach dem Einsteigen in Bangkok auf das Gepäckfach über sich gezeigt und "Bumm" gesagt. Daraufhin brach in der Maschine Panik aus, wie der Fernsehsender PBS berichtete. Der Deutsche wurde festgenommen, die anderen Gäste wurden aus dem Flugzeug gebracht. Erst nachdem klar war, dass keine Bombe an Bord war, konnte der Flug nach Chiang Rai starten.

Der Deutsche allerdings musste am Boden bleiben. Dem TV-Bericht zufolge gab er bei der Polizei an, dass er etwas betrunken gewesen sei und lediglich einen Scherz habe machen wollen. Die Ermittlungsbehörden ließen sich davon nicht überzeugen: Dem 70-Jährigen drohen nun bis zu fünf Jahre Haft sowie eine Geldstrafe von umgerechnet etwa 5000 Euro.

+++ 16.22 Uhr: Iraner: Haben Vorfall am Münchener Flughafen nicht mitbekommen +++

Die iranische Regierung hat den Vorfall um das Flugzeug von Außenminister Mohamed Dschawad Sarif vor der Münchner Sicherheitskonferenz Mitte Februar nach eigenen Angaben gar nicht mitbekommen. "Wir haben keine Störung bemerkt", sagte der iranische Botschafter in Deutschland, Ali Madschedi, laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna.

Um nicht gegen Sanktionen zu verstoßen, hatten sich nach einem Medienbericht mehrere Mineralölfirmen geweigert, das Flugzeug von Sarif zu betanken. Nach Angaben von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung" reiste Sarif erst an, nachdem die Bundeswehr sich bereit erklärte, das zu übernehmen. Der Leiter der Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, sagte dem Medienverbund, es sei "nur mit größter Not" gelungen, Sarifs Teilnahme zu sichern.

+++ 16.20 Uhr: Großvater stirbt nach Rettungsaktion für in See eingebrochenen Enkel +++

Bei einer Rettungsaktion für seinen beim Schlittschuhlaufen in einen See eingebrochenen Enkel ist ein 79 Jahre alter Mann im baden-württembergischen Creglingen ums Leben gekommen. Der Großvater konnte bei dem Unglück den acht Jahre alten Jungen aus dem eiskalten Wasser befreien, wie die Polizei in Heilbronn mitteilte. Er selbst habe es dagegen aus eigener Kraft nicht mehr geschafft.

Der Großvater hatte laut Polizei selbst die Eisdicke des Seldenecker Sees geprüft, bevor er seinem Enkel das Schlittschuhlaufen gestattete. Der Junge sei dann dennoch eingebrochen. Mit Hilfe des Großvaters habe es das Kind noch aus dem Wasser geschafft. Dabei sei der Senior aber selbst eingebrochen und nicht mehr aus dem Wasser gekommen. Ein Ersthelfer habe den Mann noch an den Rand des Sees gebracht, gemeinsam mit zwischenzeitlich eingetroffenen Angehörigen sei es auch noch gelungen, den Mann ganz an Land zu ziehen. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen sei der 79-Jährige aber noch vor Ort gestorben. Notfallseelsorger kümmerten sich um die Angehörigen.

+++ 16.10 Uhr: Bis zu 750 Euro für Anmache auf der Straße +++

Wer Frauen auf der Straße beleidigt oder sexuell belästigt, dem drohen in Frankreich künftig empfindliche Geldstrafen: Die für Gleichstellung zuständige Staatssekretärin Marlène Schiappa sagte dem Fernsehsender LCI, denkbar seien Bußgelder von 90 bis 750 Euro. Das Gesetz gegen Anmache und Belästigung soll nach ihren Worten bis zum Sommer verabschiedet werden.

Schiappa bezog sich auf ein Gutachten von fünf Abgeordneten, das der Regierung vorliegt. Danach soll die Höchstbuße von 750 Euro gegen Wiederholungstäter verhängt werden oder gegen solche, die nicht direkt zahlen. Zudem könnten uneinsichtige Männer zu einer Schulung verpflichtet werden, in der es um die Gleichberechtigung von Frauen geht. Die Kosten muss der Täter tragen.

Das französische Kabinett befasst sich am 7. März erstmals mit dem Vorhaben, einen Tag vor dem Internationalen Frauentag am 8. März. Ende März will Schiappa dann ihren Gesetzesvorschlag vorlegen, der bis zum Sommer vom Parlament verabschiedet werden soll. Die Zahl der Anzeigen wegen sexueller Übergriffe in Frankreich war zwischen Oktober und Dezember um mehr als 30 Prozent gestiegen. Die Regierung sieht einen Zusammenhang mit der #MeToo-Debatte.

+++ 15.55 Uhr: Vergewaltigung auf Friedhof - Polizei in der Kritik +++

Nach der Vergewaltigung einer Frau auf einem Friedhof in Bochum ist die Polizei in die Kritik geraten, weil sie über den Fall nicht berichtet hatte. Ein Polizeisprecher bestätigte das Verbrechen vom 18. Februar. Um das schwer mitgenommene Opfer zu schützen, habe man sich damals bewusst dagegen entschieden, den Fall zu veröffentlichen.

Ein Opfer werde durch die mediale Berichterstattung erneut mit der Tat konfrontiert. "Wir wissen von Psychologen, dass dies für die Opfer oft sehr belastend ist." Dennoch sei es aus heutiger Sicht ein Fehler gewesen, die Festnahme des einschlägig vorbestraften Bochumers nicht mitzuteilen. 

+++ 15.40 Uhr: Prominenter Journalist in Türkei erneut zu Haftstrafe verurteilt +++

Rund zwei Wochen nach seiner Verurteilung zu lebenslanger Haft ist der prominente türkische Journalist Ahmet Altan in einem anderen Verfahren erneut schuldig gesprochen worden. Ein Istanbuler Gericht habe Altan wegen Terrorpropaganda und Beleidigung von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan zu fünf Jahren und elf Monaten Haft verurteilt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

Altan ist früherer Chefredakteur der inzwischen geschlossenen Zeitung "Taraf". Er war bereits am 16. Februar, dem Tag der Haftentlassung des deutsch-türkischen "Welt"-Journalisten Deniz Yücel, wegen angeblicher Verbindungen zur Gülen-Bewegung zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ebenfalls zu lebenslänglich verurteilt wurden sein Bruder, der Ökonomieprofessor und Autor Mehmet Altan, die Journalistin Nazli Ilicak und drei weitere "Taraf"-Mitarbeiter.

+++ 15.30 Uhr: Hamburg will schon Schilder für Diesel-Fahrverbote bestellen +++

Die Hamburger Umweltbehörde hat nur einen Tag nach dem Diesel-Urteil des Bundesverwaltungsgerichts bereits ein Foto mit dem Entwurf für Fahrverbotsschilder getwittert. Sie sollen ebenso wie Schilder für Ausweichrouten in Kürze bestellt werden, wie ein Sprecher sagte. Unter einem Durchfahrtsverbotsschild, auf dem ein Auto in einem roten Kreis zu sehen ist, steht der Erklärhinweis, dass das Verbot für Dieselautos bis zu einer bestimmten Euroklasse gilt.


In Hamburg müssen Autofahrer bereits in zwei Monaten mit Diesel-Fahrverboten an zwei Straßen im Stadtteil Altona-Nord rechnen. Ein Abschnitt auf der Max-Brauer-Allee soll voraussichtlich von Ende April an für Lkw und Diesel-Pkw gesperrt werden, die nicht die Abgasnorm Euro 6 erfüllen, die Stresemannstraße nur für Lkw. 

+++ 15.20 Uhr: Slowakischer Kulturminister tritt nach Journalistenmord zurück +++

Der slowakische Kulturminister Marek Madaric hat seinen Rücktritt erklärt. "Nach der Ermordung eines Journalisten kann ich mir nicht vorstellen, ruhig weiter Chef dieses Ministeriums zu bleiben, das auch für die Medien zuständig ist", erklärte der 51-Jährige  in Bratislava.

In der Nacht auf Montag waren der 27-jährige Journalist Jan Kuciak und seine Verlobte Martina Kusnirova in ihrem Privathaus im Dorf Velka Maca im westslowakischen Bezirk Galanta erschossen aufgefunden worden. Sie waren nach Polizeiangaben durch Schüsse in Kopf und Brust im Stil einer Hinrichtung getötet worden. 

+++ 15.05 Uhr: Küssende Frau absichtlich überfahren - Hohe Haftstrafe +++

Ein küssendes Paar auf einem Zebrastreifen hielt ihn auf, da verlor der Autofahrer die Geduld und fuhr los. Weil der 27-Jährige die Frau mit seinem Wagen erfasste und tötete, wurde er am Mittwoch vom Landgericht Frankfurt zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Richter gingen von Körperverletzung mit Todesfolge aus. Sie sahen keinen Tötungsvorsatz bei dem Angeklagten, hielten eine hohe Strafe aber für "angemessen und geboten". Ursprünglich war der Deutsche wegen Totschlags angeklagt.

Der Angeklagte hatte sich im September 2015 am Rande eines Volksfestes in Kriftel im Main-Taunus-Kreis darüber geärgert, dass sich die Frau und ihr Lebensgefährte auf dem Zebrastreifen küssten. Der Fahrer beschleunigte, die Frau wurde auf die Motorhaube geschleudert. Dann geriet die 41-Jährige unter das Auto und wurde rund 400 Meter mitgeschleift. Sie starb noch an der Unfallstelle. Ihr damals 38-jähriger Freund wurde zu Boden geschleudert und verletzt.

+++ 15.00 Uhr: Höchststrafe für 53-Jährigen wegen Doppelmords von Detmold +++

Knapp sechs Monate nach dem Mord an einer 24-jährigen Frau und ihrem sechsjährigen Sohn hat das Landgericht Detmold den geständigen Täter zur Höchststrafe verurteilt. Die Richter verhängten gegen den 53-Jährigen lebenslange Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Außerdem stellten sie die besondere Schwere seiner Schuld fest, was eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ausschließt.

Die Landgerichtskammer folgte damit dem Strafmaßantrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte auf lebenslange Haft ohne Feststellung der besonderen Schuldschwere plädiert und beantragt, die Sicherungsverwahrung lediglich anzudrohen.

+++ 14.55 Uhr: 38-Jähriger stirbt bei Kälte in Niedersachsen +++

Bei eisiger Kälte ist in Niedersachsen ein 38-jähriger Mann gestorben. Vermutlich erfror er in der Nacht zum Mittwoch. Ein Spaziergänger entdeckte den Toten auf dem zugefrorenen Fluss Luhe in Winsen bei Hamburg und alarmierte die Rettungskräfte, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die Feuerwehr barg den Leichnam, die Polizei suchte nach Spuren. Demnach hatte der Mann zu Fuß zunächst den zugefrorenen Schlossteich überquert. Die Spuren führen dann auf die Eisfläche des Luhearms. Dort war er offensichtlich eingebrochen und hatte noch seine durchnässte Winterjacke ausgezogen. Er schaffte es aber nicht mehr, aus dem Wasser heraus die Böschung hinaufzuklettern. Die Ermittlungen zur genauen Todesursache dauerten an. Hinweise auf Fremdeinwirkung gab es zunächst nicht.

+++ 14.50 Uhr: Bräutigam in Indien durch Freudenschüsse während seiner Hochzeit getötet +++

In Indien ist ein Bräutigam durch Freudenschüsse während seiner Hochzeitsfeier getötet worden. Deepak Kumar habe gerade die Hochzeitsgäste zum Haus seiner Braut in Neu Delhi geführt, als er von einem Irrläufer getroffen wurde, sagte der Vize-Polizeichef der indischen Hauptstadt, Nupur Prasad, der Nachrichtenagentur AFP. Der 21-Jährige wurde noch ins Krankenhaus gebracht, konnte aber nicht mehr gerettet werden.

Nach Angaben des Ermittlers weiß die Familie des Toten, wer die Schüsse abgefeuert hat. Einer der Hochzeitsgäste sagte der "Times of India", mehrere Gäste hätten Waffen mitgebracht, um Freudenschüsse abzugeben, wie es in der Familie Tradition sei. In Südasien ist es häufig Brauch, während Hochzeiten und anderen Feiern Gewehrsalven in die Luft zu feuern. Trotz Verbots ist dies auch in Indien weit verbreitet.

+++ 14.38 Uhr: Russisches Olympisches Komitee: Suspendierung aufgehoben +++

Das Russische Olympische Komitee hat eine Aufhebung der Sanktionen gegen Russland bestätigt. "Das ROK ist wieder vollständiges Mitglied der internationalen olympischen Familie", sagte ROK-Präsident Alexander Schukow am Mittwoch der Agentur Interfax. Zuvor hatten russische Medien unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtet, dass das Internationale Olympische Komitee die Suspendierung aufgehoben habe. Eine Bestätigung vom IOC lag zunächst nicht vor.

Wegen des Dopingskandals bei den Winterspielen in Sotschi wurden nur 168 Athleten aus Russland in Südkorea zugelassen. Sie durften lediglich unter neutraler Flagge und ohne Nationalhymne antreten.

+++ 14.35 Uhr: Spaziergänger findet in Mecklenburg-Vorpommern Sack mit menschlichen Knochen +++

Einen verwitterten Sack mit Knochen zweier Menschen hat ein Spaziergänger nahe Bandenitz in Mecklenburg-Vorpommern gefunden. Wie die Polizei in Ludwigslust mitteilte, steht eine gute Woche nach dem Fund in einem morastigen Gebiet inzwischen zweifelsfrei fest, dass es sich um die menschlichen Überreste zweier Männer handelt. Die rechtsmedizinische Untersuchung der Knochen lasse auf eine Liegezeit von mehreren Jahrzehnten schließen.

+++ 14.25 Uhr: Pirmasens schließt Tore für Zuzug von Flüchtlingen +++

Die Stadt Pirmasens wird in Abstimmung mit der Landesregierung den Zuzug von anerkannten Flüchtlingen ohne Arbeits- oder Ausbildungsplatz stoppen. Dazu werde ein Erlass an alle Ausländerbehörden im Land vorbereitet, teilte die rheinland-pfälzische Integrationsministerin Anne Spiegel (Grüne) in Mainz mit. Die Stadt teilte mit: "Pirmasens erkämpft Zuzugssperre für anerkannte Asylbewerber."

Aufgrund der niedrigen Mieten in der strukturschwachen Westpfalz sind deutlich mehr Flüchtlinge nach Pirmasens gezogen als in andere Städte des Landes. Eigentlich muss Pirmasens nur 0,99 Prozent der landesweit zu verteilenden Flüchtlinge aufnehmen - tatsächlich leben dort aber 2,23 Prozent der Flüchtlinge. 

+++ 14.12 Uhr: Sprengfalle in Mali tötet sechs Soldaten +++

Bei der Explosion eines Sprengsatzes im Zentrum Malis sind mindestens sechs Soldaten getötet worden. Ihr Fahrzeug stieß in der Nähe des Ortes Dioura in der Region Ségou auf eine Sprengfalle, wie die Streitkräfte am Mittwoch erklärten. Der von den Ausläufern der Sahara geprägte weitläufige Norden Malis dient Milizen und islamistischen Terroristen als Rückzugsgebiet. Zuletzt kam es jedoch auch zunehmend im Zentrum des Landes zu Anschlägen und Angriffen. Die Bundeswehr beteiligt sich mit rund 1000 Soldaten an einer UN-Friedensmission zur Stabilisierung des westafrikanischen Landes.

+++ 14.07 Uhr: Mann in Niedersachsen nachts ins Eis eingebrochen und offenbar erfroren +++

Im niedersächsischen Winsen ist ein Mann offenbar nachts in einen vereisten Fluss eingebrochen und danach bei schneidender Kälte erfroren. Ein Spaziergänger habe den 38-Jährigen am Mittwochmorgen entdeckt, teilte die Polizei in Buchholz in der Nordheide mit. Feuerwehrleute bargen ihn aus dem zugefrorenen Gewässer. Ihm war jedoch nicht mehr zu helfen.

Nach einer ersten Auswertung der Spuren war der Mann zunächst offenbar über einen zugefrorenen Teich gelaufen und dann beim Überqueren eines Arms des Flusses Luhe eingebrochen. Zwar hatte er noch seine durchnässte Jacke ausgezogen. Er schaffte es demnach aber nicht mehr, eine Böschung hinauf zu klettern. Die genaue Todesursache ist noch offen. Hinweise auf Fremdeinwirkung gibt es nicht.

+++ 14.05 Uhr: Neymar fällt nach Angaben seines Vaters mindestens sechs Wochen aus +++

Nach seiner Fußverletzung wird Brasiliens Stürmerstar Neymar nach Angaben seines Vaters mindestens sechs Wochen ausfallen. "Paris Saint-Germain weiß, dass sie in den nächsten Spielen ohne Neymar auskommen müssen", sagte Neymars Vater dem Sender ESPN Brasil. Das sei davon unabhängig, ob der Spieler operiert werde oder nicht.

Damit würde der 26-Jährige beim entscheidenden Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Real Madrid am kommenden Dienstag in Paris fehlen. 

+++ 14.00 Uhr: Mindestens zehn Tote bei Zusammenstoß zweier Züge in Ägypten +++

Beim Zusammenstoß eines Passagierzugs mit einem Güterzug sind in Ägypten mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen, 15 weitere wurden verletzt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ereignete sich das Unglück in der nördlichen Provinz Behaira, die Ursache war zunächst unklar.

In Ägypten kommt es immer wieder zu schweren Zugunglücken. Im vergangenen August starben 41 Menschen bei einer Zugkollision in der Nähe der Küstenstadt Alexandria. Im November 2013 stieß ein Zug südlich von Kairo mit einem Bus zusammen, 27 Menschen kamen dabei ums Leben. Beim bislang schwersten Unglück der jüngeren Geschichte kamen im Jahr 2002 ebenfalls südlich der Hauptstadt 373 Menschen bei einem Brand in einem vollbesetzten Zug ums Leben.

+++ 13.57 Uhr: AfD-Politiker ficht Landtagswahl in Sachsen vor Verfassungsgericht an +++

Ein früherer AfD-Kreischef aus Sachsen hat gerichtlich die dortige Landtagswahl 2014 angefochten. Arvid Immo Samtleben beantragte vor dem Sächsischen Verfassungsgerichtshof in Leipzig, die Ungültigkeit der Wahl festzustellen. Ursprünglich hatte er auch erreichen wollen, dass ihm anstelle der AfD-Abgeordneten Karin Wilke das Mandat zugesprochen wird, weil er aus seiner Sicht kurz vor der Wahl rechtswidrig von der Kandidatenliste der AfD gestrichen worden war. Nach einem Rechtsgespräch verzichtete Samtleben aber darauf. Der frühere Kreisvorsitzende von Bautzen beantragte laut Gericht jedoch hilfsweise, eine Neuwahl anzuordnen. Der Verfassungsgerichtshof will seine Entscheidung am 11. April verkünden.

+++ 13.35 Uhr: SPD kritisiert Gleichsetzung von AfD und Linken durch die CDU als "Sauerei" +++

Der Beschluss der Unionsfraktion, im Bundestag weder mit der AfD noch mit der Linkspartei zusammenzuarbeiten, ist bei der SPD auf scharfe Kritik gestoßen. Er halte die Gleichsetzung von AfD und Linkspartei für eine "Sauerei", sagte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Carsten Schneider in Berlin. "Das ärgert mich wirklich sehr." Zwar gebe es auch bei der Linken "ein paar Irre", sagte Schneider. Aber die Mehrheit stehe zur demokratischen Grundordnung. Schneider verwies darauf, dass die Linke in Thüringen mit Bodo Ramelow den Ministerpräsidenten stellt. Als problematisch bezeichnete es Schneider etwa, dass die Linke bei dem Antisemitismus-Antrag des Bundestages außen vor geblieben war. Die CDU/CSU hatte am Dienstag auf einer Fraktionssitzung beschlossen, inhaltlich weder mit AfD noch mit den Linken zusammenzuarbeiten.

+++ 13.23 Uhr: Ägyptische Sängerin muss wegen anstößigem Video ins Gefängnis +++

Eine ägyptische Sängerin ist wegen eines anstößigen Musikvideos zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass Laila Amir in dem Clip unangemessene sexuelle Anspielungen mache, berichtet die staatliche Zeitung "Al-Ahram". Der Regisseur sei zu sechs Monaten Gefängnis, ein männlicher Schauspieler in dem Video zu drei Monaten verurteilt worden. Gegen die Urteile kann Berufung eingelegt werden.

Das Video "Boss Ommak" ("Schau deine Mutter an") war im Dezember veröffentlicht worden und hatte in einigen ägyptischen Medien Empörung ausgelöst. In dem Clip tanzt die Sängerin in einigen Szenen knapp bekleidet, während ihr ein Mann zuschaut. Der Titel reimt sich zudem auf eine in Ägypten bekannte Beleidigung.

+++ 13.00 Uhr: Gericht verurteilt Rossmann zu Geldbuße von 30 Millionen Euro +++

Das Oberlandesgericht Düsseldorf (OLG) hat eine Geldbuße in Millionenhöhe gegen die Drogeriekette Rossmann verhängt. Das Gericht verurteilte das Unternehmen wegen der vorsätzlichen Missachtung einer Kartellstrafe zu einer Geldbuße in Höhe von 30 Millionen Euro, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Auch die Prozesskosten muss Rossmann demnach tragen.

Zuerst hatte die "Lebensmittelzeitung" über das Urteil berichtet. Hintergrund des Rechtsstreits ist eine Entscheidung des Bundeskartellamtes, das 2014 und 2015 wegen Preisabsprachen beim Vertrieb von Röstkaffee der Marke Melitta Geldbußen gegen mehrere Unternehmen - darunter auch Rossmann - verhängt hatte. Gegen Melitta wurde keine Geldbuße verhängt, da der Kaffeeröster bereits vor Einleitung des Verfahrens umfassend mit dem Bundeskartellamt kooperierte.

Mit Ausnahme von Rossmann stimmten laut Bundeskartellamt alle Unternehmen einer einvernehmlichen Verfahrensbeendigung zu. Rossmann legte gegen den Bußgeldbescheid hingegen Einspruch ein, über den nun das OLG zu entscheiden hatte.

+++ 12.55 Uhr: Polizei in Oberfranken nimmt schwerbewaffneten Reichsbürger fest +++

Die Polizei in Oberfranken hat einen schwerbewaffneten mutmaßlichen Reichsbürger festgenommen. Bei seiner Festnahme am Sonntag im Stadtgebiet von Hof habe der 61 Jahre alte Mann eine geladene scharfe Schusswaffe sowie eine geladene Schreckschusswaffe bei sich geführt, teilten die Ermittler mit. In seiner Wohnung sei dann eine Vielzahl scharfer Schusswaffen, darunter drei scharfe Langwaffen, und mehr als 2000 Schuss Munition gefunden worden.

Der nun in Untersuchungshaft sitzende Hofer sei nach einer Brandstiftung an einem Fahrzeug im vergangenen Oktober ins Visier der Ermittler geraten. Bei einer Durchsuchung in der vergangenen Woche habe sich der Verdacht der Brandstiftung erhärtet. Deshalb sei am Sonntag der Zugriff erfolgt, bei dem der Mann sich widerstandslos habe festnehmen lassen. Der Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Reichsbürger laute auf Brandstiftung, Verstoß gegen das Waffengesetz und gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.

+++ 12.49 Uhr: Tschechischer Rentner soll islamistischen Anschlag vorgetäuscht haben +++

Um Hass gegen Muslime zu schüren, soll ein Rentner in Tschechien zwei Züge zum Entgleisen gebracht haben. Der 70-Jährige sei vorige Woche festgenommen worden und sitze nun in Untersuchungshaft, sagte Staatsanwalt Marek Bodlak der Onlineausgabe der Zeitung "Lidove noviny" am Mittwoch. Der Tscheche habe an den Unglücksorten Schreiben in schlechtem Arabisch hinterlassen, die den Verdacht auf einen dschihadistischen Anschlag lenken sollten.

Im vorigen Sommer waren zwei Personenzüge in der Gegend um Mlada Boleslav gegen absichtlich gefällte und auf der Zugstrecke liegende Bäume geprallt. In beiden Fällen entstand Sachschaden, es kam zu mehrstündigen Streckensperrungen.

+++ 12.45 Uhr: Rom kündigt Diesel-Fahrverbot ab 2024 an +++

Die Bürgermeisterin von Rom, Virginia Raggi von der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung, hat ein Diesel-Fahrverbot ab 2024 angekündigt. Ab diesem Zeitpunkt werde es verboten sein, im Zentrum der italienischen Hauptstadt ein Dieselfahrzeug zu nutzen, teilte die Politikerin über die sozialen Netzwerke mit. Demnach hatte sie die Ankündigung bereits am Montag bei dem Treffen "Women4Climate" in Mexiko gemacht. Einzelheiten nannte Raggi nicht.

Der US-italienische Autobauer Fiat Chrysler wird nach Informationen der "Financial Times" im Juni den Verzicht auf den Dieselmotor ab 2022 bekanntgeben. Grund sei die rasch nachlassende Nachfrage nicht nur in Europa, sondern auch weltweit.

+++ 12.35 Uhr: Brief mit unbekannter Substanz löst Beschwerden auf US-Armeebasis aus +++

Ein Umschlag mit einer "unbekannten Substanz" hat auf einer US-Militärbasis nahe Washington bei mehreren Soldaten Beschwerden ausgelöst. Elf Menschen klagten am Dienstag nach Öffnung des Briefs über Unwohlsein, wie das US-Marinekorps mitteilte. Einige Soldaten berichtete über ein Verbrennungsgefühl. Ob es sich um einen Anschlag handelte, blieb zunächst unklar. Ein Verwaltungsgebäude auf dem Gelände der Militärbasis wurde nach dem Zwischenfall evakuiert. Drei Armeeangehörige sagten dem Fernsehsender CNN, an den Händen und im Gesicht ein "Gefühl von Verbrennungen" gespürt zu haben.

Nach Angaben der Armee wurden mehrere Soldaten medizinisch behandelt, ihr Zustand sei stabil. Die Polizei der Armeebasis untersuche den Vorfall gemeinsam mit örtlichen Gefahrgutexperten, der Ermittlungsbehörde der Marine sowie der Bundespolizei FBI, erklärte das Marinekorps. Armeesprecher Brian Block sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP, es sei zu früh, um zu sagen, ob es sich um einen terroristischen Angriff gehandelt habe oder nicht. 

+++ 12.19 Uhr: Bericht: Schweizer Bankräuber Hugo Portmann kommt nach 35 Jahren frei +++

Nach einem halben Leben in Haft soll der Schweizer Bankräuber Hugo Portmann einem Medienbericht zufolge bald frei kommen. Der 60-Jährige solle bereits in ein paar Wochen entlassen werden, berichtete die "Zeit". Portmann ist in der Schweiz nicht nur für seine Überfälle und Ausbruchsversuche berüchtigt, sondern auch dafür bekannt, dass er vehement eine Therapie verweigert, die ihn vor einer Sicherungsverwahrung bewahren könnte.

Nach bisheriger Rechtsprechung wäre eine Therapie zur Aufarbeitung seiner Taten Bedingung dafür, dass Portmann nach Ende seiner 35-jährigen Haftstrafe nicht sicherungsverwahrt wird. Der bekannte Häftling beharrt jedoch darauf, dass sein Innenleben niemanden etwas angehe: "Der Kopf ist das Einzige, was mir noch gehört", sagt er der "Zeit". Ein neueres Bundesgerichtsurteil und ein Gutachten brachten laut der "Zeit" nun die Wende zu Portmanns Gunsten. Demnach ist die Sicherungsverwahrung nur für Häftlinge mit einer schweren psychischen Erkrankung erlaubt, die in einem Zusammenhang mit dem Delikt steht. Ein Basler Psychiater kam laut "Zeit" im vergangenen Sommer in einem Gutachten aber zu dem Schluss, dass bei Portmann "keine psychische Störung von Krankheitswert" vorliege, die sich mit seinen Delikten "in Verbindung bringen lässt".

+++ 12.17 Uhr: EuGH: Befristete Anstellung im Rentenalter ist rechtens +++

Die befristete Anstellung eines Arbeitnehmers nach Erreichen des Rentenalters steht nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) im Einklang mit EU-Recht. Betroffene würden gegenüber jüngeren Kollegen nicht diskriminiert, befanden die Luxemburger Richter. Zudem liege kein Missbrauch befristeter Arbeitsverträge vor. Das Bremer Landesarbeitsgericht hatte den EuGH um Klärung gebeten (Aktenzeichen C-46/17).

Im konkreten Fall hatte ein Lehrer kurz vor Erreichen des Rentenalters beantragt, weiter als Lehrer arbeiten zu können. Die Stadt erklärte sich für einen befristeten Zeitraum einverstanden. Einen weiteren Antrag lehnte sie später jedoch ab. Der Lehrer argumentierte, die Befristung verstoße gegen EU-Recht.

+++ 12.15 Uhr: Sexualstraftäter soll kurz nach Haft Kind missbraucht haben +++

Wenige Monate nach seiner Haftentlassung soll ein vorbestrafter Sexualstraftäter in Baden-Württemberg ein fünfjähriges Mädchen missbraucht haben. Er hatte wegen mehrfachen Kindesmissbrauchs fünf Jahre und neun Monate lang im Gefängnis gesessen und war im November 2017 freigekommen, wie die Staatsanwaltschaft Tübingen mitteilte. Die Mutter des Mädchens hatte am Sonntag Anzeige wegen sexuellen Missbrauchs ihres Kindes erstattet. Der Mann sitzt seit Montag in Untersuchungshaft.

Obwohl der 38-Jährige laut Staatsanwaltschaft und Polizei ein Kontaktverbot zu weiblichen Kindern und Jugendlichen hatte, traf der Deutsche am Samstag in Altensteig seine spanische Arbeitskollegin und deren Tochter. An ihrem Wohnort, einem ehemaligen Hotel, in dem Zimmer vermietet werden, spielte er nach Angaben der Ermittler mit dem Mädchen und zog sich mit ihm allein in ein Zimmer zurück. Dort soll der Mann das Kind unsittlich berührt haben.

Er stehe unter Führungsaufsicht und sei als rückfallgefährdet eingestuft gewesen, hieß es. Die zwei- bis fünfjährige Aufsicht soll Verurteilten den Übergang in die Freiheit erleichtern und verhindern, dass sie neue Taten begehen. Dazu werden ihnen Bewährungshelfer zur Seite gestellt. Überwachung durch die Polizei ist nicht vorgesehen. 

+++ 12.10 Uhr: Türkischer Moderator nach Attacke auf liberale Landsleute zurückgetreten +++

Ein türkischer Fernseh-Moderator ist zurückgetreten, nachdem er mit einem scharfen Angriff auf liberale Landsleute für Empörung gesorgt hatte. Der Moderator Ahmet Keser des regierungsnahen Fernsehsenders Akit TV hatte die Einwohner liberaler Viertel in Istanbul am Dienstag als "Verräter" bezeichnet. Auch das Parlament sei voll von ihnen, sagte Keser in seiner Sendung "Gün Basliyor" (Der Tag beginnt).

Der Moderator hatte zuvor Vorwürfe zurückgewiesen, die türkische Armee töte bei ihrer Offensive gegen kurdische Einheiten im syrischen Afrin auch Zivilisten. "Wenn wir Zivilisten töten würden, dann würden wir mit Cihangir, Nisantasi und Etiler anfangen, da gibt es haufenweise Verräter", sagte er dann mit Blick auf drei besonders säkulare, liberale Stadtteile Istanbuls, in denen die Bevölkerung als mehrheitlich gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan eingestellt gilt. "Und es gibt sie auch im türkischen Parlament."

+++ 12.00 Uhr: Finanzinvestoren übernehmen HSH Nordbank +++

Eine Gruppe mehrerer Finanzinvestoren um die New Yorker Investmentgesellschaft Cerberus übernimmt die HSH Nordbank. Die Käufer zahlen rund eine Milliarde Euro. Ein entsprechender Beschluss ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei einer Sitzung der schleswig-holsteinischen Landesregierung und des Hamburger Senats am Mittwoch in Kiel gefallen.

+++ 11.57 Uhr: Italienischer Soldat schießt Ehefrau mit Dienstwaffe nieder +++

Mit seiner Dienstwaffe hat ein Soldat der italienischen Carabinieri seine Frau niedergeschossen und anschließend die beiden Töchter des Paares als Geiseln genommen. Am Mittwochvormittag hielt er sich immer noch mit den 8- und 14-Jährigen Mädchen im Haus der Familie in Cisterna di Latina etwa 70 Kilometer südöstlich von Rom verbarrikadiert, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die 39-Jährige sei aufgrund schwerster Verletzungen an der Brust und im Gesicht ins Krankenhaus nach Rom geflogen worden. Carabinieri-Kollegen des Mannes versuchten ihn zum Aufgeben zu bewegen. Das Paar stand offenbar kurz vor der Scheidung.

+++ 11.45 Uhr: Russland will Terroranschlag bei Confed Cup verhindert haben +++

Russland hat während des Confederations Cups im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben einen Anschlag verhindert. Im Juni seien mehrere Verdächtige in der russischen Hauptstadt festgenommen worden, sagte Igor Kuljagin vom Anti-Terror-Komitee in Moskau. Sie hätten einen Terroranschlag während eines Fußballspiels vorbereitet. Details nannte er nicht.

Insgesamt hätten die russischen Behörden 2017 etwa 25 Terroranschläge sowie rund 70 Verbrechen mit terroristischem Hintergrund vereitelt. Dabei sollen sie auch Dutzende Terrorzellen in ganz Russland ausgehoben und mehr als 1000 Verdächtige festgenommen haben.

Das russische Sportministerium versicherte, dass die Lage während der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer unter Kontrolle sein werde. "Es gibt kein Risiko für die Spiele in Russland", teilte die Behörde mit.

+++ 11.40 Uhr: Erster Prozess in Freiburger Missbrauchsfall +++

Im Fall des jahrelang missbrauchten Jungen aus dem Raum Freiburg beginnt Mitte April der erste Prozess. Die Jugendkammer des Landgerichts Freiburg ließ die Anklage gegen einen 41-Jährigen zu, wie das Gericht mitteilte. Als erster Verhandlungstag wurde der 12. April festgelegt, danach wurden bislang nur zwei weitere Verhandlungen am 18. und am 19. April angesetzt.

Dem Angeklagten werden unter anderem schwere Vergewaltigung, schwerer sexueller Missbrauch von Kindern, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung und Besitz kinderpornografischen Materials zur Last gelegt. Er sitzt seit September in Untersuchungshaft. Der 41-Jährige gehörte laut Gericht zu den "Kunden" des mutmaßlichen Haupttäters und ist wegen anderer Sexualstraftaten bereits vorbestraft. Er stand deshalb auch unter Führungsaufsicht.

+++ 11.35 Uhr: Schnee und Eis legen Verkehr in Teilen Großbritanniens lahm +++

Schnee und Eis haben den Verkehr in Großbritannien am Mittwoch teilweise lahmgelegt. Hunderte Züge fielen aus wegen der "Bestie aus dem Osten" ("The Beast from the East"), wie das Wetterphänomen genannt wird. Starke Schneefälle machten Straßen teilweise unbefahrbar. Vor allem Schottland und der Osten Englands sind davon betroffen.

Hunderte Schulen blieben geschlossen. Der Flughafen Glasgow stellte den Flugverkehr zeitweise ein. Auch der Betrieb des Express-Zugs zum Londoner Flughafen Heathrow war zeitweise unterbrochen. Der britische Wetterdienst sagte für die kommenden Tage weitere starke Schneefälle voraus - vor allen in Schottland.

+++ 11.26 Uhr: An Stute vergangen - Ermittler überprüfen Reitställe +++

Die Polizei sucht in der Nähe von Stuttgart einen Mann, der sich an einem Pferd vergangen haben soll. Dazu überprüfen die Ermittler Reitställe in der Region. Wie ein Polizeisprecher sagte, werden Betreiber und auch Reiter befragt, um Hinweise auf den Täter zu bekommen. Der Polizei zufolge hatte ein Stallbesitzer in der Nacht zum Sonntag in Aichwald im Kreis Esslingen einen Mann erwischt, der sich an einer Stute verging. Er konnte flüchten. Nach ersten Ermittlungen war er über das Tor in den Pferdestall und in die Box der Stute eingedrungen. "Dort stieg er auf einen in dem Stall vorgefundenen Hocker und verging sich sexuell an dem Tier", hatte die Polizei am Montag mitgeteilt. Der Mann ist demnach 20 bis 25 Jahre alt und sprach akzentfreies Deutsch.

+++ 11.25 Uhr: Franz-Ferdinand-Sänger stänkert gegen Königshaus +++

Der schottische Rocker Alex Kapranos (45) hat für das britische Königshaus harsche Worte übrig. "Es ist ein Anachronismus, der uns in die Zeit zurückwirft, in der Diebstahl am Volk begangen wurde", sagte der Sänger der Band Franz Ferdinand der "Berliner Zeitung". Das Königshaus sei heute sowieso irrelevant. "Ich finde es sogar richtig peinlich, dass wir eine Königsfamilie haben. Und ich habe das Gefühl, dass Prinz Harry es manchmal auch peinlich findet, Teil davon zu sein."

Ihm gefalle an Harry und dessen Bruder William, dass sie aus einer Generation stammten, der die Bedeutungslosigkeit des Königshauses sehr bewusst sei. "Ich habe die Hoffnung, dass sie den Scheiß mit Würde auflösen werden, wenn es so weit ist. Das hätte längst geschehen müssen." Über Harrys Verlobte, Meghan Markle, sagte Kapranos, die scheine eine coole Frau zu sein.

+++ 11.23 Uhr: Steinbach gibt Vorsitz der Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen ab +++

Die frühere CDU-Politikerin Erika Steinbach hat den Vorsitz der Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen abgegeben. Steinbach gebe das Amt auf eigenen Wunsch auf, teilte die Stiftung mit. Der frühere hessische Kultus- und Justizminister Christean Wagner (CDU) übernimmt den Posten. Er dankte Steinbach für ihren "seit 18 Jahren unermüdlichen Einsatz" für die Stiftung.

Steinbach hatte die Stiftung 2000 gegründet, die sich mit dem Schicksal deutscher Vertriebener und Spätaussiedler befasst. Die 74-Jährige hatte bis zu ihrem Parteiaustritt im Januar 2017 zum konservativen Flügel der CDU gehört.

+++ 11.18 Uhr: Männer stehlen bei klirrender Kälte Handschuhe +++ 

Bei zweistelligen Minusgraden haben zwei Männer in einem Kaufhaus in Braunschweig je ein Paar Handschuhe eingesteckt - ohne zu bezahlen. Als ein Ladendetektiv die beiden am Vorabend ertappte, habe ein 18-Jähriger heftige Gegenwehr geleistet, teilte die Polizei mit. Bei dem jungen Mann wurde Werkzeug zum Abtrennen von Sicherungsetiketten gefunden. Sowohl er wie auch zwei Kaufhausmitarbeiter, wurden bei der Festnahme leicht verletzt. Der andere Mann konnte entkommen. Die Polizei ermittelt wegen räuberischen Diebstahls.

+++ 11.14 Uhr: Neue Wendung im Fall um "einvernehmlichen" Sex mit einer Elfjährigen +++

Nach dem angeblich "einvernehmlichen" Sex mit einer Elfjährigen muss sich ein Franzose nun wohl doch wegen Vergewaltigung verantworten. Die Staatsanwaltschaft von Pontoise nordwestlich von Paris ordnete eine richterliche Voruntersuchung an, wie die Nachrichtenagentur AFP erfuhr. Der Fall schlägt in Frankreich hohe Wellen, da es anders als in Deutschland bisher kein gesetzliches Schutzalter für Minderjährige gibt.

Ursprünglich stand der 28-Jährige nur wegen "sexueller Beeinträchtigung" des Mädchens vor Gericht. Darauf stehen bis zu fünf Jahre Haft. Die Familie der Elfjährigen verlangte, ihn wegen Vergewaltigung anzuklagen, die mit bis zu 20 Jahre Gefängnis geahndet werden kann. Der Mann wird nun erneut einem Untersuchungsrichter vorgeführt.

+++ 11.10 Uhr: Syrer wegen Terrorverdachts in Baden-Württemberg festgenommen +++

Die Bundesanwaltschaft hat einen 33 Jahre alten Syrer wegen Terrorismusverdachts in Baden-Württemberg festnehmen lassen. Der Mann soll die islamistische Al-Nusra-Front, einen Ableger des Terrornetzwerks Al Kaida, unterstützt haben, teilte die Anklagebehörde in Karlsruhe mit. Außerdem stehe er im Verdacht, Freiheitsberaubung begangen zu haben. Der Zugriff erfolgte bereits am Dienstag im Regierungsbezirk Karlsruhe. Dabei sei auch die Wohnung des 33-Jährigen durchsucht worden. Er wurde am Dienstag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Der Verdächtige soll im syrischen Bürgerkrieg Mitglied einer paramilitärischen Miliz gewesen sein, die an der Seite der Freien Syrischen Armee gegen die Regierungstruppen gekämpft habe. Er habe im April 2014 die Gefangennahme eines Syrers veranlasst, der Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) war. Ziel sei ein Gefangenenaustausch gewesen, der jedoch scheiterte. Der damals gefangen Genommene wurde bereits im September 2016 wegen des Verdachts der IS-Mitgliedschaft festgenommen und im März 2017 vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf angeklagt.

+++ 11.05 Uhr: Bericht: Johnson stellt Londons Haltung zu Irland-Grenze in Frage +++

Der britische Außenminister Boris Johnson hat einem Bericht zufolge Zweifel an der bisherigen Haltung seiner Regierung zur künftigen Grenze zwischen Irland und Nordirland geäußert. In einem Brief an Premierministerin Theresa May spreche Johnson von einer möglichen "harten Grenze" auf der irischen Insel, berichtete der TV-Sender Sky News am Dienstag unter Berufung auf das vertrauliche Schreiben. Es sei falsch, sich auf die Frage der Grenzfreiheit zu konzentrieren, wird der Minister zitiert.

Johnson äußerte sich demnach über mögliche Folgen einer befestigten Grenze zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland. "Selbst nach Wiedereinführung einer harten Grenze wäre damit zu rechnen, dass mindestens 95 Prozent der Waren die Grenze ohne Kontrollen passieren", zitierte der Sender aus Johnsons Schreiben.

+++ 11.00 Uhr: Dutzende Menschen nach Schiffsunglück im Kongo vermisst +++

Bei einem Schiffsunglück im Kongo sind möglicherweise Dutzende Menschen ertrunken. Ein Konvoi aus verbundenen Booten kenterte bei Kwamouth in der westlichen Provinz Mai-Ndombe auf dem Fluss Kongo, wie die Behörden mitteilten. Seit dem Unglück in der Nacht zum Dienstag gelten Dutzende Passagiere als vermisst, wie der zuständige Beamte im Verkehrsministerium, Kipoy Ngiam, erklärte.

+++ 10.55 Uhr: Brief mit unbekanntem Reizstoff sorgt für Großeinsatz in Bremer Mehrfamilienhaus +++

Ein Brief mit einem unbekannten Reizstoff hat in Bremen einen größeren Einsatz von Polizei und Rettungskräften ausgelöst. Nach Polizeiangaben erhielt ein 70-Jähriger am Dienstag eine Postsendung mit einem weißen Pulver und erlitt nach dem Öffnen sofort Reizungen in Nase und Gesicht. Einsatzkräfte sperrten deshalb das gesamte Mehrfamilienhaus, in dem der Mann wohnt, ab.

Auch Polizisten und Rettungssanitäter, die den Empfänger in seiner Wohnung zuerst versorgten, durften das Gebäude wegen des unklaren Gefahrenlage zunächst nicht verlassen. Erst mussten sie ihre Kleidung wechseln. Der 70-Jährige kam zur Beobachtung in ein Krankenhaus. Da ein Schnelltest keine verwertbaren Ergebnisse ergab, brachten Polizisten eine Probe in ein Speziallabor. Ergebnisse soll es am Donnerstag geben.

+++ 10.50 Uhr: Polizei findet eine Tote und eine lebensgefährlich Verletzte in Essener Wohnung +++

Bei einem mutmaßlichen Kapitaldelikt in einer Essener Wohnung ist in der Nacht zum Mittwoch eine 47-Jährige getötet und eine weitere Frau lebensgefährlich verletzt worden. Ein 55 Jahre alter Tatverdächtiger wurde in der Wohnung vorläufig festgenommen, wie Staatsanwaltschaft und Polizei berichteten. Weitere Einzelheiten zu der Bluttat teilten die Ermittler zunächst nicht mit. Die Polizei richtete eine Mordkommission ein.

Ein Anwohner hatte am frühen Mittwochmorgen gegen 02.15 Uhr Schreie aus einer Nachbarwohnung gehört und die Polizei alarmiert. In der Wohnung im Stadtteil Holsterhausen entdeckten die Beamten wenig später die beiden Opfer und den Mann. Die lebensgefährlich verletzte Frau, deren Identität zunächst nicht zweifelsfrei geklärt war, wurde in eine Klinik gebracht.

+++ 10.42 Uhr: Ex-Telekom-Chef Obermann soll in Airbus-Verwaltungsrat einziehen +++

Der frühere Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, René Obermann (54), soll in den Verwaltungsrat des europäischen Flugzeugbauers Airbus einziehen. Obermann solle den Platz des früheren Präsidenten des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Hans-Peter Keitel, übernehmen, dessen Amtszeit auslaufe. Das teilte Airbus mit. Derzeit ist Obermann unter anderem Berater bei der Beteiligungsgesellschaft Warburg Pincus.

Die Airbus-Hauptversammlung solle am 11. April über die neuen Verwaltungsratsmitglieder entscheiden. Es werden zusammen drei Sessel in dem Gremium frei, auch der von Jean-Claude Trichet. Der 75 Jahre alte Franzose war früher Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB).

+++ 10.40 Uhr: Hollywoodstar Barbra Streisand hat ihren Hund geklont +++

Hollywood-Schauspielerin Barbra Streisand hat ihren sterbenden Hund geklont - gleich zwei Mal. Das erzählte die 75-Jährige in einem am Dienstag veröffentlichten Interview des US-Magazins "Variety". Demnach entnahm sie Zellen aus dem Maul und dem Bauch ihres Hundes Samantha, als dieser im vergangenen Jahr starb. Details zum anschließenden Verfahren nannte sie nicht.

Die beiden Klone des Coton de Tuléar oder auch Baumwollhund genannten Vierbeiners hören auf die Namen Miss Violet und Miss Scarlett. Um die kleinen Tiere mit dem weißen Wuschelfell auseinanderhalten zu können, kleidet Streisand sie in violette und scharlachrote (scarlet) Mäntelchen. Sie warte darauf, dass die Hündchen älter würden, damit sie sehen könne, ob sie Samanthas "braune Augen und ihre Ernsthaftigkeit" geerbt hätten, sagte die zweifache Oscar-Gewinnerin. Zu Streisands Hundefamilie gehört noch Miss Fanny, eine entfernte Verwandte Samanthas.

+++ 10.25 Uhr: Monica Lierhaus leidet noch immer unter Folgen schwerer Erkrankung +++

Die vor Jahren schwer erkrankte Fernsehmoderatorin Monica Lierhaus leidet noch immer unter den Folgen. Weil ihr Gleichgewichtssinn gestört sei, sei sie unlängst gestürzt, sagte die 47-Jährige dem Magazin "Bunte". Sie habe sich Jochbeinbrüche zugezogen. "Seither ist meine rechte Gesichtshälfte gelähmt."

Lierhaus berichtete weiter: "Ich habe immer noch Schmerzen, sie werden auch nicht weniger, sie sind immer da - ich muss damit leben, dass sie nun ein Teil von mir sind." Was ihr Mut mache, sei ein Motto ihrer geliebten Urgroßmutter, sagte sie: "Haltung, Prinzessin, Haltung!"

+++ 10.24 Uhr: BER will Kosten durch Bau von Mietkauf-Terminal senken +++

Bei der Erweiterung des neuen Hauptstadtflughafens BER sollen Mietkauf- oder Leasingmodelle die anfänglichen Kosten senken. Darüber werde für den Bau des geplanten Terminals 2 diskutiert, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup bei einem Rundgang im Terminal Schönefeld. Der im neuen Businessplan genannte zusätzliche Finanzbedarf von 770 Millionen Euro könne so um 220 bis 270 Millionen Euro sinken. "Es würde die Finanzlast ein Stück weit in die Zukunft transferieren", sagte Lütke Daldrup. 400 Millionen Euro könne die Flughafengesellschaft am Kapitalmarkt selbst aufbringen.

Bei Mietkauf-Modellen können gemietete Objekte innerhalb einer bestimmten Frist und zu einem vorher vereinbarten Preis gekauft werden.

+++ 10.16 Uhr: Taliban töten fünf Menschen und entführen viele in Südafghanistan +++

Die radikalislamischen Taliban haben am Vorabend einer Friedenskonferenz im Süden Afghanistans mindestens fünf Menschen getötet und viele weitere entführt. Der Polizeisprecher der Provinz, Achmadsia Durrani, sagte, die Islamisten hätten am frühen Dienstagabend einen Polizeiposten an der Grenze zwischen den Provinzen Kandahar und Urusgan angegriffen und mindestens fünf Polizisten getötet. Noch während des Gefechtes hätten weitere Kämpfer etwa zwei Kilometer entfernt einen Bus gestoppt und 19 Passagiere entführt. Afghanische Medien berichteten von rund 30 Entführten. Unter ihnen seien Sicherheitskräfte, sagte Durrani. Es sei unklar, wo sie seien und wie es ihnen gehe.

+++ 10.07 Uhr: Maas: Verbraucher sollen "nicht Zeche zahlen für Versagen der Autobranche" +++

Nach dem Diesel-Urteil des Bundesverwaltungsgerichts hat der für Verbraucherschutz zuständige Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) eine Entlastung der Autofahrer bei technischen Nachrüstungen gefordert. Die Autofahrer dürften "nicht die Zeche zahlen für das Versagen der Autobranche", sagte Maas der "Rheinischen Post". "Wir erwarten von der Automobilindustrie, dass sie Euro 5- und Euro 6-Fahrzeuge technisch nachrüstet", sagte Maas. Alleinige Software-Updates reichten nicht aus, sagte Maas. Die Kosten für notwendige Nachrüstungen dürften aber nicht an den Käufern hängenbleiben.

Pauschale Fahrverbote lehnte Maas ab. Diese gingen am Ende zu Lasten der Autofahrer und der Wirtschaft, kritisierte er. Auch der Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf, Andreas Ehlert, lehnt eine neue Umweltzone mit der blauen Plakette strikt ab. "Das würde es den Kommunen sehr leicht machen, Fahrverbote flächendeckend zu verhängen", sagte er dem "Handelsblatt".

+++ 10.06 Uhr: Riexinger kritisiert designierten Gesundheitsminister Spahn als zu rechts +++

Linken-Chef Bernd Riexinger hat den designierten Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) als zu rechtsgerichtet kritisiert. "Spahn übernimmt sehr viele Positionen von der AfD. Man drängt die AfD aber nicht zurück, indem man ihre Positionen übernimmt", sagte Riexinger der "Frankfurter Allgemeinen Woche". Dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Spahn in ihr Kabinett holen will, nannte Riexinger ein "Zugeständnis an den rechten Flügel".

Jens Spahn sei die "falsche Antwort" auf die AfD, zitierte die Wochenzeitung Riexinger vorab aus ihrer aktuellen Ausgabe. "Man muss eine andere Antwort finden, doch die ist weder von der CDU noch von der großen Koalition zu erwarten", sagte er. Eine richtige Antwort wäre laut Riexinger, "klare Kante gegen Rassismus und Nationalismus zeigen, und eine soziale Offensive starten, damit Flüchtlinge nicht gegen andere Menschen ausgespielt werden können".

+++ 10.05 Uhr: Türkei will trotz US-Kritik an Offensive in Afrin festhalten +++

Trotz scharfer Kritik aus den USA fühlt sich die Türkei nicht an die UN-Resolution über eine Waffenruhe in Syrien gebunden und will ihre Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG in Afrin fortsetzen. Die Türkei sehe sich nicht als eine der Kriegsparteien und führe in der nordsyrischen Region Afrin einen Kampf gegen "Terrororganisationen" teilte das Außenministerium in Ankara zur Begründung mit. Zudem werde Afrin im Resolutionstext nicht explizit als Region aufgezählt, in der die humanitäre Lage besorgniserregend sei.

+++ 10.03 Uhr: Arbeitslosenzahl geht im Februar auf 2,546 Millionen zurück +++

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Februar leicht gesunken. Im Vergleich zum Vormonat ging die Zahl der Jobsucher um 24 000 auf 2,546 Millionen zurück. Das ist der niedrigste Wert in diesem Monat seit mehr als 25 Jahren. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mitteilte, sank die Zahl der Erwerbslosen gegenüber dem Vorjahr sogar um 216 000. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 5,7 Prozent zurück.

"Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt setzt sich auch im Februar fort", sagte der BA-Vorstandsvorsitzende Detlef Scheele. Die Arbeitslosigkeit sei gesunken, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung weiter auf Wachstumskurs und die Arbeitskräftenachfrage bleibe auf sehr hohem Niveau. Im Februar waren 764 000 offene Stellen bei der Bundesagentur gemeldet - 90 000 mehr als vor einem Jahr.

+++ 10.00 Uhr: Nordrhein-westfälische Schulministerin will Medienkunde verbindlich machen +++

Medienkunde soll in Nordrhein-Westfalen zum Pflichtprogramm an Schulen werden. Einen entsprechenden Erlass bereitet derzeit Landesschulministerin Yvonne Gebauer (FDP) vor, wie die "Rheinische Post" berichtete. Jede Schule solle für sich bis 2021 verbindlich ein fächerübergreifendes Konzept entwickeln, an ein separates Schulfach sei vorerst aber nicht gedacht, hieß es demnach im Düsseldorfer Schulministerium.

Grundlage seien die Standards, die der Medienkompetenzrahmen vorgebe. "Lehrer und Schüler sollen in die Lage versetzt werden, mit modernen digitalen Medien umzugehen und sie im Unterricht zu nutzen", sagte ein Ministeriumssprecher. Laut dem Bericht arbeitet das Landesschulministerium überdies dem Vernehmen nach an einer umfassenden Digitalisierungsstrategie.

+++ 09.45 Uhr: Facebook berät US-Zeitungen beim digitalen Abo-Geschäft +++

Facebook will US-Zeitungen bei der Anwerbung von Abonnenten für ihre Online-Ausgaben unterstützten. Gemeinsam mit den Verlagen sollen Strategien erarbeitet werden, um mehr Kunden zum Abschluss eines Digital-Abos zu bewegen, wie der US-Internetkonzern mitteilte. An dem Pilotprojekt mit einem Volumen von drei Millionen Dollar beteiligen sich demnach 13 US-Zeitungen, darunter der "Boston Globe", die "Chicago Tribune" und der "Miami Herald".
Facebook will den Redaktionen nach eigenen Angaben Experten für Bezahlinhalte an die Seite stellen und maßgeschneiderte Strategien für die jeweiligen Zeitungen entwickeln.
Während Facebook und andere Online-Plattformen das Geschäft mit Online-Anzeigen dominieren, haben Verlage massive Probleme, Geld im Netz zu verdienen. Viele Zeitungen setzen daher auf Bezahlschranken. Bislang konnten aber nur wenige US-Blätter erfolgreiche Abo-Modelle im Netz aufbauen, allen voran die "New York Times" mit mehr als 2,6 Millionen digitalen Abonnenten.

+++ 09.30 Uhr: Kipping: Tafeln möglichst überflüssig machen +++

In der Debatte um das Vorgehen der Essener Tafel hat die Linke-Vorsitzende Katja Kipping einen Kurswechsel in der Sozialpolitik verlangt. Sie wolle nicht über irgendwelche Quoten nach Nationalitäten für die Nutzer der Tafeln diskutieren, sagte sie im ZDF-"Morgenmagazin". "Ich möchte darüber diskutieren, wie wir möglichst die Tafeln überflüssig machen, weil niemand mehr hungern muss in diesem Land."

Kipping sagte weiter: "Das, was in den Tafeln passiert, ist ein großes Alarmsignal." Es sei zugleich ein Handlungsauftrag an die Politik: "Wir brauchen jetzt für dieses Land einen Sozialpakt, der sicherstellt, dass alle garantiert vor Armut geschützt sind, unabhängig davon, was sie für einen Pass haben." Der Pakt müsse auch dafür sorgen, dass Menschen mit mittleren Einkommen besser gestellt werden.

+++ 09.00 Uhr: Mutmaßlicher Geiselnehmer in Stralsund stellt sich Polizei +++

Spezialeinheiten der Polizei haben am Dienstag in Stralsund einen mutmaßlichen Geiselnehmer festgenommen. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, hatte sich der 37-Jährige am Dienstagabend über den Notruf gemeldet und gesagt, dass er eine Schusswaffe und eine Geisel bei sich habe. Er forderte demnach, dass die Polizei kommen und ihn in seiner Wohnung festnehmen solle.

"Da die Ernsthaftigkeit seiner Behauptung nicht ausgeschlossen werden konnte", schrieb die Polizei, rückten Spezialkräfte an. Sie verhandelten mit dem Mann und konnten ihn dazu bewegen, die mutmaßliche Geisel freizulassen. Kurz darauf stellte sich der Mann den Beamten und ließ sich festnehmen.

+++ 08.40 Uhr: Designierter Kanzleramtschef für schnellere Asylverfahren und Abschiebungen +++

Der designierte Chef des Bundeskanzleramts, Helge Braun (CDU), hat sich für schnellere Asylverfahren und erleichterte Rahmenbedingungen für Abschiebungen ausgesprochen. "Wir müssen nach wie vor bei den Asylverfahren schneller werden", sagte Braun der "Bild". "Dazu dienen die im Koalitionsvertrag vereinbarten Anker-Zentren. Dort sollen Asylbewerber für die gesamte Dauer ihrer Antragsprüfung untergebracht werden. Aufnahme, rechtskräftige Entscheidung und Rückführung - alles an einem Ort."

Auch die Rahmenbedingungen für Abschiebungen müssten dringend verbessert werden. "Damit dann auch die Rückführungen reibungslos funktionieren, brauchen wir mehr Verwaltungsrichter und müssen die Voraussetzungen für den Ausreisegewahrsam senken", sagte Braun. "Und wir brauchen auch mehr Rücknahmeabkommen mit den Herkunftsländern."

+++ 08.34 Uhr: Nach Journalistenmord in der Slowakei: Spur zur Mafia erhärtet +++

Hinter dem Doppelmord an einem slowakischen Aufdeckungsjournalisten und seiner Verlobten könnte nach Medienberichten ein Netzwerk der italienischen Mafia stecken. Die letzte Reportage des ermordeten Jan Kuciak sollte offensichtlich dieses komplizierte Netzwerk mit Verbindungen bis in höchste slowakische Regierungsstellen offenlegen.

Den unvollständig gebliebenen Text veröffentlichten am Mittwochmorgen mehrere slowakische Medien in Zusammenarbeit mit dem Internetportal Aktuality.sk, für das Kuciak gearbeitet hatte. Vermutungen in diese Richtung hatte Anfang der Woche auch schon Tom Nicholson, der Investigativ-Journalist der Tageszeitung "Sme", geäußert.

Nach Kuciaks Recherchen hatten sich mutmaßliche Mitglieder der kalabrischen 'Ndrangheta im Osten der Slowakei auf Steuerbetrug um fingierte Rechnungen sowie Betrügereien um EU-Förderungen spezialisiert. 

+++ 08.20 Uhr: Thailand will kein Urlaubsziel für Sex-Touristen mehr sein  +++

Thailand will seinen Ruf als Urlaubsziel für Sex-Touristen loswerden. Premierminister Prayut Chan-o-cha rief einem Bericht der "Bangkok Post" zufolge dazu auf, Städte wie Pattaya und andere Urlaubsregionen zu "Orten des Qualitäts-Tourismus"
zu machen. Nach offiziellen Zahlen verdienen in dem südostasiatischen Land mehr als 120 000 Menschen ihr Geld im Geschäft mit Sex. Prayut, der seit einem Militärputsch vor bald vier Jahren an der Regierung ist, sagte: "Wir müssen ein Bewusstsein schaffen, dass das keine gute Beschäftigung ist. Macht das nicht!"

Der General reagierte damit auf Äußerungen von Gambias Tourismusminister Hamat Bah, die in Thailand Empörung ausgelöst hatten. Der Minister hatte sein westafrikanisches Heimatland mit den Worten verteidigt: "Wir sind kein Ziel von Sex-Touristen. Wenn ihr ein Sex-Ziel haben wollt, fahrt nach Thailand." In dem mehrheitlichen buddhistischen Königreich ist Prostitution offiziell verboten. Die Gesetze werden aber nur sehr lax umgesetzt.

+++ 08.18 Uhr: Von Trump kritisierter Richter weist Einwände gegen Mauer an Grenze zu Mexiko ab +++

Im Streit um die geplante Mauer an der Grenze zu Mexiko hat ein US-Richter Einwände von Umweltschützern abgewiesen. Richter Gonzalo Curiel, dessen Objektivität aufgrund seiner mexikanischen Wurzeln von US-Präsident Donald Trump in der Vergangenheit in Frage gestellt worden war, urteilte am Dienstag, dass es keine "ernsthaften verfassungsmäßigen Zweifel" an gewährten Ausnahmen für Umweltvorschriften zum Bau der Mauer gebe. Er verwies zugleich darauf, dass das Urteil keine Aussage zum politischen Streit um die Mauer treffe.

Trump bezeichnete das Urteil im Kurzbotschaftendienst Twitter als "großen juristischen Sieg". "Jetzt kann dieses wichtige Projekt fortgesetzt werden", twitterte der Präsident.
Im Präsidentschaftswahlkampf 2016 hatte Trump die Objektivität des Richters bei einem Urteil im Zusammenhang mit der umstrittenen Trump-Universität aufgrund von Curiels mexikanischen Wurzeln in Frage gestellt. "Er ist Mexikaner", sagte Trump über den Richter, der in den USA geboren und aufgewachsen ist. "Er hätte sich für befangen erklären sollen."

+++ 8.14 Uhr: Tobias Hans beerbt Annegret Kramp-Karrenbauer +++

Das Saarland bekommt einen neuen Ministerpräsidenten: Der CDU-Politiker Tobias Hans soll am Donnerstag (1. März) die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer antreten, die als neue CDU-Generalsekretärin nach Berlin wechselt. Die Wahl von Hans an die Spitze der regierenden großen Koalition an der Saar gilt als so gut wie sicher. Die CDU hat den 40-Jährigen einstimmig nominiert - die SPD trage die Entscheidung für Hans mit, hieß es aus Parteikreisen. Hans, bisher Fraktionschef im Landtag, wird nach seiner Wahl der jüngste Ministerpräsident Deutschlands sein.

+++ 7.37 Uhr: Patient bekommt im Labor gezüchteten Knochen implantiert +++

Israelische Forscher haben einem Patienten im Labor gezüchtetes Knochengewebe aus körpereigenen Zellen implantiert. Damit sei eine Lücke von vier Zentimetern in seinem Schienbein geschlossen worden, sagte der behandelnde Arzt, Nimrod Rozen vom Haemek Krankenhaus im Norden , vor Journalisten. Bislang sei weltweit niemand in der Lage gewesen, eine solche Lücke so zu schließen.

Der 44-jährige Patient hatte sich bei einem Fahrradunfall das Schienbein gebrochen. Trotz einer Operation, bei der ihm ein Nagel eingesetzt worden war, wuchs der nicht wieder zusammen, wie Rozen sagt. Die israelische Firma Bonus Biogroup in der Küstenstadt Haifa hat das Knochengewebe gezüchtet. Dafür wird dem Patienten Fettgewebe abgesaugt, wie Firmenchef Schai Meretzki das Verfahren erklärt. Dann werden dem Fettgewebe bestimmte Stammzellen entnommen und daraus im Labor innerhalb von zwei Wochen Knochengewebe gezüchtet. Das Gewebe wird mit einer Spritze an die betroffene Körperstelle injiziert. Die Ärzte legen die umliegenden Muskeln um das neue Knochengewebe, um dieses zu stabilisieren. Innerhalb von zwei Monaten entwickle sich das Gewebe zu einem Knochen und verbinde sich mit den angrenzenden Knochenstücken, sagte Meretzki.

+++ 7.32 Uhr: Mehr als 2200 Angriffe auf Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte  +++

und Flüchtlingsunterkünfte sind in Deutschland im vergangenen Jahr mehr als 2200 Mal Ziel von Angriffen geworden. Wie das Bundesinnenministerium auf eine Anfrage der Linken mitteilte, zählten die deutschen Behörden 2219 Angriffe. Demnach gab es 1906 Angriffe auf Flüchtlinge und 313 Anschläge und Überfälle auf Unterkünfte, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwochsausgaben) unter Berufung auf die Regierungsantwort berichteten. Dabei wurden mehr als 300 Menschen verletzt.
Zu den Delikten zählen gefährliche Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung, Volksverhetzung, Hausfriedensbruch, schwere Brandstiftung und Sprengstoffexplosionen. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Attacken allerdings zurück: 2016 gab es mehr als 3500 Angriffe auf Flüchtlinge und ihre Unterkünfte.

+++ 7.21 Uhr: Elf Menschen erkranken in US-Stützpunkt - verdächtiger Brief +++

Nach Öffnung eines verdächtigen Briefs in einem US-Militärstützpunkt in Virginia sind elf Menschen erkrankt. Drei von ihnen seien in ein Krankenhaus für weitere Untersuchungen gebracht worden, teilten die US-Marines am späten Dienstagabend auf Twitter mit. Ihr Zustand sei stabil. Ermittlungen seien eingeleitet worden.
Das Gebäude im Stützpunkt Myer-Henderson Hall sei evakuiert worden, die Ermittler hätten es überprüft und den Brief beseitigt.

+++ 7.11 Uhr: Oscar-Gewinner stehen fest +++

Die   stehen fest, nur kennt noch niemand den Ausgang der Abstimmung: Bis zum Dienstagabend (Ortszeit) mussten die Stimmzettel der über 8000 Oscar-Juroren - mit der Post oder online - bei der Filmakademie in Beverly Hills eingetroffen sein. Nach Angaben der Academy of Motion Picture Arts and Sciences zählen nun Mitarbeiter der Prüfgesellschaft PricewaterhouseCoopers die Stimmen aus.

Die streng gehüteten Ergebnisse in 24 Kategorien werden am kommenden Sonntag in verschlossenen Umschlägen direkt zur Preis-Gala gebracht.
Die Academy verleiht die Oscar-Trophäen in diesem Jahr zum 90. Mal. 

+++ 7.01 Uhr: Südafrikas Parlament stimmt für Enteignung von weißen Farmern +++

Die Abgeordneten im Parlament von haben sich am Dienstag für eine Enteignung von Farmern ohne Entschädigung ausgesprochen. Der Antrag wurde von der linksradikalen Partei Kämpfer für wirtschaftliche Freiheit (Economic Freedom Fighters, EFF) eingebracht und nach Änderungen auch von der Regierungspartei ANC unterstützt. Der Antrag könnte zu einer Änderung der Verfassung führen. Das Thema der Landenteignungen ist seit dem Ende der Apartheid in Südafrika eine der heikelsten Fragen. Der neue Präsident Cyril Ramaphosa hatte in seiner ersten großen Rede nach seinem Amtsantritt Mitte Februar die Enteignung von Farmern ohne eine Entschädigung unterstützt - solange dadurch die Lebensmittelproduktion gesteigert werde.
Ein Großteil der Agrarfläche in Südafrika gehört auch 24 Jahre nach dem Ende der Apartheid noch den Weißen. Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie befinden sich 73 Prozent der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche immer noch in weißer Hand. 1994 waren es 85 Prozent.
"Die Zeit für Ausgleich ist vorbei; jetzt ist Zeit für Gerechtigkeit", sagte der EFF-Vorsitzende Julius Malema vor dem Parlament. "Es geht um unsere Würde. Wir wollen keine Rache." Malema war einst Chef der ANC-Jugend.

+++ 5.00 Uhr: Grabeskirche in Jerusalem nach Protest wieder geöffnet +++

Nach dreitägiger Schließung als Zeichen des Protests ist die Grabeskirche in Jerusalem wieder geöffnet worden. Um 4.00 Uhr Ortszeit (3.00 Uhr MEZ) öffneten zwei Wachmänner die großen Holztüren und ließen die ersten Pilger hinein. In den vergangenen Tagen hatten tausende Pilger und Touristen vor verschlossenen Türen gestanden. Die Führungen der griechisch-orthodoxen, der katholischen und der armenischen Kirche, die gemeinsam die Grabeskirche verwalten, hatten am Dienstagabend gemeinsam mitgeteilt, die Kirche am nächsten Morgen wieder für Pilger zu öffnen. Sie hatten am vergangenen Sonntag die Schließung angeordnet, um gegen Steuerforderungen sowie gegen eine geplante Landrechts-Reform der israelischen Regierung zu protestieren. Nun deutete die Regierung Gesprächsbereitschaft an. Die in der Jerusalemer Altstadt gelegene Grabeskirche ist eine der heiligsten Stätten des Christentums. Dort soll Jesus gekreuzigt, begraben worden und wiederauferstanden sein. Die Kirche zieht täglich zahlreiche Besucher an. 

rös/dho / DPA / AFP