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News des Tages: China ermittelt gegen vermissten Interpol-Chef wegen mutmaßlicher "Gesetzesverstöße"

Interpol-Chef seit zwei Wochen vermisst +++ Bundeswehr-Soldat stirbt bei Übung in Litauen +++ Unfall mit Hochzeits-Limousine - Mehrere Tote +++ Mindestens vier Tote nach Erdbeben in Haiti +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Interpol-Präsident Meng Hongwei wird vermisst

 Interpol-Präsident Meng Hongwei wird vermisst 

AFP

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • China ermittelt gegen vermissten Interpol-Chef (19.14 Uhr)
  • Hundehalter protestieren gegen den Brexit (18.18 Uhr)
  • Eltern vergessen Sechsjährige nach Termin im Rathaus (12.17 Uhr)
  • Bundeswehr-Soldat bei Übung in Litauen gestorben (7.22 Uhr)
  • Unfall mit Hochzeits-Limousine - Mehrere Tote (5.43 Uhr)

Die News des Tages:

+++ 20.03 Uhr: Bulgarische TV-Journalistin vergewaltigt und ermordet +++

In der bulgarischen Donaustadt Russe ist eine Moderatorin des lokalen Fernsehsender TVN vergewaltigt und ermordet worden. Die Polizei prüft sowohl berufliche als auch persönliche Gründe für den Mord, wie der Bezirksstaatsanwalt von Russe, Georgi Georgiew, nach einem Bericht des bulgarischen Staatsfernsehens BNT sagte.

Die Leiche der 30-Jährigen war dem TV-Bericht zufolge am Samstag in einem Park am Donauufer von Russe entdeckt worden. Der unbekannte Täter habe die Frau geschlagen, vergewaltigt und dann erwürgt, berichteten Medien in Sofia. Innenminister Mladen Marinow bestätigte die Vergewaltigung der Moderatorin. Die besten Kriminalisten seien zur Aufklärung des Mordes nach Russe geschickt worden, versicherte Regierungschef Boiko Borissow.

+++ 19.14 Uhr: China ermittelt gegen Interpol-Chef wegen mutmaßlicher "Gesetzesverstöße" +++

Nach tagelangem Rätselraten hat China eine Erklärung für das Verschwinden von Interpol-Chef Meng Hongwei geliefert. Die chinesische Behörde für Korruptionsbekämpfung teilte mit, sie habe Ermittlungen gegen Meng wegen des "Verdachts auf Gesetzesverstöße" aufgenommen. Zuvor hatte die in Frankreich ansässige internationale Polizeibehörde Interpol von China eine Erklärung für das Verschwinden ihres Chefs gefordert.    

Der Chinese Meng war am 25. September zu einem Besuch in seinem Heimatland China eingetroffen. Seine Frau gibt an, seitdem nichts mehr von ihm gehört zu haben. Die französische Justiz hatte am Freitag öffentlich erklärt, dass sie zum Verbleib des Behördenchefs ermittle. Laut einem Bericht der Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" von vergangener Woche wurde der 64-Jährige bei seiner Ankunft in Peking von Vertretern der nationalen Disziplinarkommission abgeführt. Diese Behörde gab nun die Ermittlungen gegen Meng bekannt. Sie ist unter anderem für die Verfolgung von Korruption in den Reihen der Staatsbediensteten zuständig.

+++ 18.18 Uhr: Wooferendum: Hundehalter demonstrieren in London gegen den Brexit +++

Hunderte Hundehalter haben mit ihren Tieren in London gegen den Brexit demonstriert. Unter dem Motto "Wooferendum" forderten sie eine Volksabstimmung über das finale Abkommen zum EU-Austritt. Viele Herrchen und Frauchen hatten ihren Tieren EU-Fahnen auf den Rücken gebunden oder blaue Hundecapes mit gelben Sternchen umgelegt. Mit Plakaten wie "Brexshit" oder "Brexit is bollocks" - "Brexit ist Mist" zogen sie vom noblem St.-James-Viertel über den Trafalgar Square zum Parlament.

Der humorvolle Protest soll nach Angaben der Veranstalter zu Menschen durchdringen, die beim trockenen Thema EU-Austritt schon abgeschaltet haben. "Manchmal ist es besser, wenn man eine Botschaft mit ein bisschen Humor rüberbringt, als allzu moralisierend und ernst zu sein", sagte Teilnehmerin Kim Milward der Deutschen Presseagentur. Die sehbehinderte 48-Jährige war mit ihrem Blindenhund Woody extra aus Northampton angereist. Sie hofft, dass es zu einem zweiten Brexit-Referendum mit der Möglichkeit zur Abkehr vom EU-Austritt kommt.

+++ 18.05 Uhr: 20 Menschen bei Verkehrsunfall in den USA getötet +++

Bei einem katastrophalen Verkehrsunfall sind in den USA 20 Menschen getötet worden. Nach Medienberichten stieß eine so genannte "Stretch Limo" - eine verlängerte Luxuslimousine - im Bundesstaat New York mit einem anderen Auto zusammen und raste dann in eine Gruppe von Passanten vor einem Ladengeschäft. Der Unfall ereignete sich demnach am Samstag im Landkreis Schoharie nahe von New Yorks Landeshauptstadt Albany. Die Berichte zitierten Polizeiangaben, wonach die Limousine offenbar mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war.

+++ 17.13 Uhr: Niederländische Polizei fahndet nach Besitzer von ausgesetztem Löwenbaby +++

Die niederländische Polizei fahndet nach dem Eigentümer eines Löwenbabys, das in einem Käfig auf einem Feld nahe Utrecht ausgesetzt worden ist. "Heute haben wir eine ziemlich ungewöhnliche Nachricht erhalten: 'ein Zeuge hat einen Mini-Löwen in einem Käfig auf einem Feld gefunden'", schrieb die örtliche Polizei am Sonntag auf ihrer Facebook-Seite. Vor Ort hätten Beamte dann das Löwenjunge eingesammelt, das offenbar ausgesetzt worden sei.

Laut niederländischen Medienberichten hatte ein Jogger das Tier am Morgen nahe dem Dorf Tienhoven entdeckt. Demnach wurde das ungefähr vier Monate alte Tier zunächst von einem Tierarzt untersucht und dann in eine Tierschutzstation im Norden des Landes gebracht. Die Polizei rief mögliche Zeugen auf, sich mit Hinweisen zum Besitzer des Löwen zu melden.

+++ 16.45 Uhr: Juden gründen umstrittene Vereinigung in der AfD +++

Jüdische Mitglieder der AfD haben sich zu einer Bundesvereinigung innerhalb ihrer Partei zusammengeschlossen. Die Vorsitzende Vera Kosova sagte nach der Gründung in Wiesbaden, die AfD distanziere sich von Antisemitismus in jeglicher Form. Mehrere jüdische Organisationen hatten mit scharfer Kritik auf die Ankündigung reagiert, diese Vereinigung zu gründen. 

Voraussetzung für eine Aufnahme in die Bundesvereinigung sei neben der AfD-Mitgliedschaft eine ethnische oder eine religiöse Zugehörigkeit zum Judentum, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Wolfgang Fuhl. Die Bundesvereinigung will sich nach bisherigen Plänen den Namen JAfD geben, wie der Beisitzer im Vorstand, Leon Hakobian, sagte.

+++ 16.15 Uhr: Berlin droht Streit mit Rom um Sammelabschiebungen von Migranten +++

Zwischen Deutschland und Italien bahnt sich ein Streit um Sammelabschiebungen von Migranten an. "Wenn jemand - in Berlin oder Brüssel - vorhat, Dutzende von Migranten mit nicht-autorisierten Charterflügen abzuladen, sollte er wissen, dass kein Flughafen verfügbar ist und sein wird. Wir schließen die Flughäfen, wie wir bereits die Häfen geschlossen haben", erklärte der rechte Innenminister Matteo Salvini. 

Die Deutsche Presse-Agentur hatte von Beschäftigten am Flughafen München erfahren, dass die bayerischen Behörden für die kommenden Tage eine erste Sammelabschiebung nach Italien in Eigenregie vorbereiten. Den Angaben zufolge sollen bayerische Polizisten einen Charterflug mit Migranten begleiten, für deren Asylanträge nach den Dublin-Regeln der EU Italien zuständig ist. Das bayerische Innenministerium wollte die Informationen weder bestätigen noch dementieren.

+++ 15.43 Uhr: Kramp-Karrenbauer stellt Doppelpass für Deutsch-Türken infrage +++

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer hat die doppelte Staatsbürgerschaft für Menschen mit türkischen Wurzeln infrage gestellt. Kramp-Karrenbauer warf dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan eine Beeinflussung der türkischstämmigen Bevölkerung in Deutschland vor. Erdogan wolle nicht, "dass Menschen mit türkischen Wurzeln ihren Platz in dieser Gesellschaft finden", sagte die CDU-Politikerin auf dem Deutschlandtag der Jungen Union (JU) in Kiel.    

"Er nimmt sie in Geiselhaft für seine eigene Politik in der Türkei, er treibt sie in Loyalitätskonflikte, er trennt sie von diesem Gemeinwesen und das dürfen wir nicht zulassen", fügte Kramp-Karrenbauer hinzu. Wenn es in diesem Punkt kein Entgegenkommen der türkischen Seite gebe, "dann muss das Thema Doppelpass insbesondere mit Blick auf die Menschen mit türkischen Wurzeln" auf die Tagesordnung. "Wir können Illoyalitäten nicht auf Dauer dulden."

+++ 15.10 Uhr: Umweltaktivisten kehren in Hambacher Forst zurück +++

Nach dem Rodungsstopp im Hambacher Forst und der Großdemonstration am Samstag sind Umweltaktivisten in das Waldgebiet zurückgekehrt. Ein Polizeisprecher berichtete von Barrikaden auf den Wegen und "zeltähnlichen Strukturen" am Boden, die mit Brettern verbaut seien. Es sei auch eine Form von kleinen Siedlungen entstanden. Nach Einschätzung der Polizei sind die neu errichteten Behausungen aber nicht vergleichbar mit den Baumhäusern, die von der Polizei im Hambacher Forst zuvor geräumt worden waren.    

Die Aktion Unterholz hatte am Wochenende eine "neue Besetzung" des Waldgebiets angekündigt. Auch das Aktionsbündnis "Ende Gelände" erklärte, bis zu einem Kohleausstieg bleiben zu wollen. "Wir freuen uns über weitere Baumhäuser und Strukturen", hieß es im Kurzbotschaftendienst Twitter.

+++ 14.15 Uhr: Busfahrer lässt Affen auf Lenkrad fahren und wird suspendiert +++

Ein indischer Busfahrer hat einen Affen auf seinem Lenkrad fahren lassen und mit dem Video einen Internethit gelandet, dafür aber Ärger mit seinem Arbeitgeber heraufbeschworen. Das Video zeigt, wie der Affe auf dem Lenkrad hockt und scheinbar den Bus steuert, während der 36-Jährige Fahrer mit der linken Hand die Gänge wechselt und gelegentlich den Affen krault. Die rechte Hand hat der Fahrer allerdings stets am Steuer. 

Der Busfahrer sei nach der Veröffentlichung des Videos suspendiert worden, die Sicherheit der Fahrgäste dürfe er nicht gefährden, sagte eine Sprecherin der staatlichen Verkehrsbetriebe am Sonntag. Die Aufnahme sei am vergangenen Montag im südindischen Bundesstaat Karnataka entstanden. Beschwerden über den Vorfall vonseiten der 30 Passagiere habe es nicht gegeben. 

+++ 13.45 Uhr: Waldbrand in Portugal - Großeinsatz im Naturpark von Sintra +++

In der Nähe von Lissabon hat die Feuerwehr stundenlang mit einem Großeinsatz gegen einen schweren Waldbrand gekämpft. Betroffen war der Naturpark von Sintra-Cascais, gleich vor den Toren der portugiesischen Hauptstadt. Neun Menschen seien leicht verletzt worden, darunter acht Feuerwehrleute, berichtete die Zeitung "Público". Den Angaben zufolge war der Brand am Samstagabend um kurz vor 23 Uhr aus noch unbekannter Ursache ausgebrochen.

Die Einsatzkräfte arbeiteten mit rund 700 Mann vom Boden aus sowie mit mehreren Löschflugzeugen, hieß es unter Berufung auf den Zivilschutz. Starke Winde hätten die Flammen immer wieder angefacht, jedoch seien sie seit dem Mittag weitgehend unter Kontrolle. Zwei Häuser und ein Fahrzeug seien beschädigt worden, fast 350 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Auch ein Campingplatz wurde evakuiert.

+++ 13.27 Uhr: Zwei Tote bei Brand in Schweizer Restaurant +++

Bei einem Restaurantbrand in der Schweiz sind zwei Menschen gestorben. Wie die Kantonspolizei St. Gallen  mitteilte, wurden zudem zwei Personen verletzt. Das Restaurant brannte laut Mitteilung in der Nacht auf Sonntag vollständig aus. Die beiden Toten wurden am Morgen gefunden. Das Gebäude und der Brandschutt wurden weiter durchsucht. Die Polizei versucht zudem herauszufinden, ob sich möglicherweise noch mehr Menschen in dem Haus befanden, als der Brand ausbrach. Der Sachschaden wird auf mehrere Hunderttausend Franken geschätzt. Die Brandursache war zunächst nicht bekannt.

+++ 12.50 Uhr: Aktivisten bauen im Hambacher Forst neue Baumhäuser +++

Klimaaktivisten haben im Hambacher Forst mit dem Bau neuer Baumhäuser begonnen. Gut 100 Braunkohle-Gegner hätten dort in Zelten übernachtet und seien jetzt mit Bauen und Sägen beschäftigt, berichtete eine dpa-Reporterin. Auch schleppten sie Baumstämme. Auf einem Transparent stand:" Climate Justice Now! #Hambibleibt". 

+++ 12.24 Uhr: Türkei geht von Mord an saudiarabischem Journalisten in Istanbul aus +++

Nach dem Verschwinden des saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi geht die türkische Polizei davon aus, dass der Regierungskritiker im Konsulat seines Landes in Istanbul ermordet wurde. Ersten Erkenntnissen zufolge sei dafür eigens ein saudiarabisches Kommando in die Türkei gereist, das noch am selben Tag wieder abgeflogen sei, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus türkischen Regierungskreisen. Saudi-Arabien wies die Vorwürfe umgehend zurück.

+++ 12.17 Uhr: Eltern vergessen Sechsjährige nach Termin im Rathaus +++

Ein sechs Jahre altes Mädchen ist im Ludwigshafener Rathaus-Center von seinen Eltern vergessen worden. Dies fiel erst auf, als Mitarbeiter der Stadtverwaltung das Kind am Freitag nach Feierabend entdeckten und seine Eltern verständigten. Sie holten das Kind 20 Minuten später unversehrt ab, wie die Polizei berichtete. Dem Mädchen war während der Besprechung seiner Eltern in der Stadtverwaltung am Nachmittag langweilig geworden. Die Eltern hatten ihrem Nachwuchs daher erlaubt, auf dem Flur zu spielen. Als sie gingen, vergaßen sie ihre Tochter jedoch. Wie viele Stunden das Kind allein im Rathaus-Center war, stand zunächst nicht fest. Worum es bei der Besprechung ging, sagte die Polizei nicht.

+++ 11.40 Uhr: Mutter von ausgesetztem Baby meldet sich bei Polizei in Köln +++  

Sechs Tage nach dem Fund eines ausgesetzten Babys in Köln hat sich die Mutter bei der Polizei gemeldet. Die 32-Jährige erschien am Freitag auf einer Polizeiwache und offenbarte sich, wie die Polizei mitteilte. Die Kölnerin wurde vernommen und ärztlich untersucht. Zu den Motiven der Tat wurde nichts bekannt. Ein Anwohner hatte den neugeborenen Jungen vor mehr als einer Woche in Köln-Porz gefunden. Das Baby lag in eine Decke gewickelt auf einem Weg. Dem Säugling geht es nach Aussage der behandelnden Ärzte den Umständen entsprechend gut. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts der Aussetzung.

+++ 11.26 Uhr: Umfrage: Jeder Siebte nennt sich "ständiger Raucher" +++

Rund jeder Siebte in Deutschland (14 Prozent) bezeichnet sich einer Umfrage zufolge als "ständiger Raucher". Weitere 7 Prozent nennen sich "Gelegenheitsraucher", wie das Meinungsforschungsinstitut Forsa für den Sender RTL ermittelte. Vier von fünf Befragten (79 Prozent) sind nach eigenen Angaben Nichtraucher. Die meisten Nichtraucher gibt es laut der Umfrage in der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen (83 Prozent). Von denjenigen Befragten, die angeben, dass sie derzeit zumindest gelegentlich rauchen, sagen zwei Drittel (65 Prozent), dass sie schon einmal versucht haben, mit dem Rauchen aufzuhören. Dies geben Frauen mit 71 Prozent häufiger an als Männer (58). 38 Prozent der Nichtraucher sagen von sich, dass sie früher geraucht haben.

+++ 11.21 Uhr: US-Außenminister Pompeo trifft Nordkoreas Machthaber +++

Vier Monate nach dem aufsehenerregenden Gipfeltreffen zwischen den USA und Nordkorea ist US-Außenminister Mike Pompeo mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un zusammengekommen. Er habe eine gute Reise nach Pjöngjang gemacht, um Kim zu treffen, twitterte Pompeo am Sonntag. "Wir machen weiter Fortschritt bei den Vereinbarungen des Singapur-Gipfels." Kim hatte bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Juni seinen Willen zur atomaren Abrüstung bekräftigt.

+++ 10.44 Uhr: Interpol fordert von China Erklärung nach Verschwinden von Interpol-Chef Meng +++

Nach dem Verschwinden des Interpol-Chefs Meng Hongwei hat die internationale Polizeiorganisation von China eine Erklärung verlangt. Interpol habe die Behörden in Peking über "offizielle Kanäle" um Aufklärung über Mengs Verbleib gebeten, erklärte Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock. Der Chinese Meng ist seit einer China-Reise Ende September verschwunden. Laut einem Bericht der Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" wurde der 64-Jährige bei seiner Ankunft in Peking von Mitgliedern der nationalen Disziplinarkommission abgeführt. China äußerte sich bislang nicht zu Mengs Verschwinden.

+++ 10.20 Uhr: Taucher bergen toten Ruderer aus dem Main +++

Die Leiche eines vermissten 83 Jahre alten Ruderers ist im Main bei Offenbach geborgen worden. Taucher der Frankfurter Feuerwehr fanden den Toten unter Wasser, wie die Polizei in Offenbach berichtete. Der Mann war seit Freitagabend vermisst worden. Die genaue Todesursache stand zunächst nicht fest. Die Polizei geht von einem Unglück aus. Mitglieder eines Rudervereins hatten den Ruder-Einer am Freitag auf dem Fluss gefunden. Von dem Mann, der Mitglied in einem Offenbacher Ruderverein war, fehlte zunächst jede Spur. Sein Auto fand die Polizei in der Nähe seines Vereins. 

+++ 10.14 Uhr: Noch 5000 Vermisste nach Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Indonesien +++

Mehr als eine Woche nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Indonesien werden in der am schwersten getroffenen Küstenstadt Palu noch rund 5000 Menschen vermisst. Wie ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde mitteilte, stammten die Vermissten aus den beiden weitgehend zerstörten Stadtvierteln Petobo und Balaroa. Auf der Insel Sulawesi hatten am Freitag vergangener Woche ein schweres Erdbeben und ein Tsunami verheerende Zerstörungen angerichtet, bisher wurden mehr als 1760 Leichen geborgen.

+++ 9.59 Uhr: Jede zweite neu geschaffene Stelle in Deutschland mit Ausländern besetzt +++

Jede zweite neu geschaffene Stelle wurde in Deutschland zuletzt mit ausländischen Arbeitskräften besetzt. Vor allem Erwerbstätige aus Polen und Rumänien übernahmen neue Jobs, wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS) unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit berichtete. Insgesamt stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland nach aktuellen Angaben vom Juli im Vergleich zum Vorjahr um etwa 700.000 - rund 330.000 davon waren Deutsche. Die Zahl der Ausländer, die neue Jobs besetzten, stieg im selben Zeitraum hingegen um 370.000. 

+++ 9.39 Uhr: Rübenroder kracht gegen Strommast - Strom fällt aus, Mann sitzt fest +++

Ein Mann ist mit einem Rübenenterfahrzeug gegen einen Strommast gefahren und hat im Landkreis Hannover einen mehrstündigen Stromausfall verursacht. Der Strommast kippte auf den Rübenroder, wie die Polizei mitteilte. Da zunächst unklar war, ob noch Strom fließt, musste der Mann fast zwei Stunden in dem Erntefahrzeug ausharren. Per Telefon hielt er den Kontakt zu den Einsatzkräften.

+++ 8.52 Uhr: Zwei Israelis bei Angriff im Westjordanland getötet +++

Bei einem Angriff im nördlichen Westjordanland sind zwei Israelis getötet worden. Nach israelischen Medienberichten eröffnete ein Palästinenser das Feuer auf drei Angestellte in einer Fabrik im Industriegebiet nahe der israelischen Siedlung Barkan. Der Rettungsdienst Zaka teilte mit, zwei Israelis seien anschließend an ihren schweren Verletzungen gestorben. Eine weitere Frau erlitt nach Angaben von Sanitätern schwere Verletzungen. Die israelische Armee teilte mit, die genauen Umstände würden noch untersucht. Armee und Polizei suchten in der Umgebung nach dem Täter.

+++ 8.05 Uhr: The Walking Dead"-Schauspieler Scott Wilson gestorben +++

US-Schauspieler Scott Wilson, bekannt unter anderem aus der Zombie-Serie "The Walking Dead", ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Bei Wilson hätten sich zuvor Komplikationen nach einer Leukämie-Erkrankung bemerkbar gemacht, berichtete das Onlinemagazin "TMZ" unter Berufung auf seinen Sprecher. "Ruhe im Paradies, Scott. Wir lieben Dich!", hieß es auf dem offiziellen Twitteraccount von "The Walking Dead". In der Serie trat Wilson als Farmer und Familienoberhaupt Hershel Greene auf. 

+++ 7.22 Uhr: Bundeswehr-Soldat bei Übung in Litauen gestorben +++

Ein Bundeswehr-Soldat ist bei einer Übung in Litauen ums Leben gekommen. Wie die Bundeswehr mitteilte, kollidierte der Fahrer eines Bergepanzers auf dem Übungsplatz Pabrade am Nachmittag mit seinem Fahrzeug mit einem Baum. Der Mann sei durch herabstürzendes Astwerk schwer am Kopf verletzt worden. Trotz erster Hilfe und sofort eingeleiteter Rettungskette sei wenig später der Tod des Soldaten durch einen deutschen Truppenarzt festgestellt worden. Der Vorfall wird demnach derzeit durch deutsche Feldjägerkräfte und die litauischen Behörden untersucht.

+++ 6.05: In Prag entkommene Grüne Mamba nach drei Tagen eingefangen +++

Erst nach drei Tagen haben Zoologen und Polizei in Prag eine aus ihrem Terrarium entkommene Grüne Mamba gefunden und eingefangen. Das hochgiftige Tier hatte am Dienstag seine Halterin durch einen Biss lebensgefährlich verletzt und war ins Freie gelangt. Wie das Nachrichtenportal Novinky.cz berichtete, tauchte die Schlange am Freitag in einem banachbarten Garten im Prager Stadtteil Hlubocepy wieder auf. Das Internetportal veröffentlichte ein Polizeivideo, auf dem das Einfangen der offenbar unversehrten Giftschlange zu sehen ist. Die 30-jährige Frau, die das Reptil nach Auskunft der Behörden illegal besessen hatte, schwebte am Wochenende noch in Lebensgefahr.

+++ 5.43 Uhr: Unfall mit Hochzeits-Limousine - Mehrere Tote +++

Beim Zusammenprall eines Autos mit einer voll besetzten Hochzeits-Limousine sind bei Schoharie im US-Staat New York mehrere Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei waren die beiden Fahrzeuge an einer Kreuzung zusammengestoßen. Mehrere Schwerverletzte seien mit dem Rettungshubschrauber in umliegende Krankenhäuser geflogen worden. Über die genaue Zahl der Opfer sowie über den genauen Unfallhergang machte die Polizei zunächst keine Angaben.

+++ 5.30 Uhr: Mindestens vier Tote nach Erdbeben in Haiti +++

Bei einem schweren Erdbeben im Karibikstaat Haiti sind nach ersten Medienberichten im Norden des Landes mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Internetportals Loop Haiti starben in Port-de-Paix drei Menschen in den Trümmern ihrer Häuser, ein weiterer Toter wurde aus Gros Morne gemeldet. Das Zentrum des Bebens der Stärke 5,9 lag 20 Kilometer nordwestlich von Port-de-Paix, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Nach ersten Medienberichten stürzten im Norden des Landes in mehreren Orten Gebäude ein oder wurden schwer beschädigt. In Plaisance du Nord stürzte die Fassade der katholischen Kirche ein.

+++ 4.54 Uhr: Immer weniger Volks- und Raiffeisenbanken +++

Auf dem Land werden die Banken rar. Grund ist ein seit Jahrzehnten anhaltender Fusionstrend, der sich in den vergangenen Jahren wegen steigenden Kostendrucks und Regulierungsaufwands beschleunigt hat. Die Branche rechnet damit, dass es auch in den kommenden Jahren weitere Zusammenschlüsse gibt, wenn auch in etwas langsamerem Tempo. Allein in Bayern - einer traditionellen Hochburg genossenschaftlicher Kleinbanken - gab es 2017 16 Fusionen, dieses Jahr werden es nach Einschätzung des Genossenschaftsverbands (GVB) in München voraussichtlich acht Zusammenschlüsse sein, wie GVB-Präsident Jürgen Gros sagt. Die nackten Zahlen: 1970 gab es in Westdeutschland noch 7096 Volks- und Raiffeisenbanken, 2000 waren es im wiedervereinten Deutschland 1794, im vergangenen Jahr noch 915. Dabei fehlt es den Genossenschaften keineswegs an Beliebtheit: Die Zahl der Mitglieder ist in den vergangenen knapp fünf Jahrzehnten von gut sechs auf 18 Millionen Menschen gestiegen. 

+++ 3.03 Uhr: Erdbeben erschüttert Hait +++

Haiti ist von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Das Zentrum des Bebens der Stärke 5,9 lag 20 Kilometer nordwestlich von Port-de-Paix, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Berichte über Schäden oder Tote gab es zunächst nicht.  

+++ 2.38 Uhr: Fähre wegen möglicher Bombe evakuiert +++

Wegen eines möglichen Sprengsatzes an Bord ist eine Fähre zwischen Nordirland und England vorsorglich vor dem Auslaufen in Richtung Liverpool evakuiert worden. Alle Passagiere mussten in Belfast das Schiff verlassen, berichtete die Agentur PA. Zuvor war ein Hinweis auf einen versteckten Sprengsatz bei den Behörden eingegangen. Bei einer gründlichen Durchsuchung sei nichts Verdächtiges gefunden worden, daher konnten die Passagiere am frühen Sonntagmorgen wieder an Bord gehen.

+++ 2.14 Uhr: Schäuble sieht Einzug der AfD in den Bundestag nicht nur negativ +++

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sieht den Einzug der AfD in den Bundestag nicht nur negativ. Die Mehrheit der großen Koalition sei "nicht mehr so überdeutlich wie in der vergangenen Wahlperiode, das macht die Debatten spannender", sagte Schäuble der "Bild am Sonntag". Bei sechs Fraktionen seien die Redezeiten kürzer und die Reden unterschiedlicher. Eine dramatische Veränderung des Klimas im Bundestag stellt Schäuble nach einem Jahr im Amt nicht fest. "Dass eine Debatte auch mal heftig wird, muss ein Parlament aushalten." Der Umgangston sei "insgesamt nicht so schlimm, dass man sich darüber aufregen muss". Das Problem sei ein anderes: "Wer wie die AfD Vorurteile gegenüber Minderheiten zu politischen Zwecken ausbeutet, verstößt gegen den demokratischen Grundkonsens. Da muss man einschreiten." Eine Koalition der CDU mit der rechtspopulistischen AfD lehnt Schäuble entschieden ab. "Da bin ich sehr klar: Nicht mit der AfD."

+++ 0.59 Uhr: Seehofer erteilt Bündnis von CDU/CSU mit AfD klare Absage +++

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer schließt eine Koalition der Union mit der AfD kategorisch aus. "Herr Gauland kann sagen, was er will: Es gibt keine Koalition zwischen Union und AfD. Nein, nein, nein", sagte der Bundesinnenminister der "Welt am Sonntag". Seehofer bekräftigte zugleich seine Unterstützung für eine neuerliche Kandidatur von Kanzlerin Angela Merkel für den CDU-Vorsitz. Dies finde er richtig. "Erst in dieser Woche konnte ich die Kanzlerin wieder in einem schwierigen Koalitionsausschuss in Topform erleben. Sie macht mit voller Energie ihre Arbeit und lässt keinen Zweifel aufkommen, dass sie noch viel vorhat."

+++ 0.10 Uhr: Proteste gegen Kavanaugh: 164 Menschen festgenommen +++

Bei den Protesten rund um die Abstimmung über den Supreme-Court Kandidaten Brett Kavanaugh hat die Polizei mehr als hundert Menschen festgenommen. Das teilte eine Sprecherin am Samstag mit. Im Kapitol in Washington hatten etliche Menschen gegen die Berufung des umstrittenen Kandidaten protestiert, dem mehrere Frauen sexuelle Übergriffe in den 80er Jahren vorwerfen. 

Einzelne Demonstranten unterbrachen die Abstimmung selbst, indem sie sich von der Zuschauertribüne mit wütenden Rufen an die Senatoren wandten. Insgesamt wurden laut Polizei 164 Menschen festgenommen. 

+++ 0.06 Uhr: Militär rettet 120 Migranten aus Seenot vor Malta +++

Die Streitkräfte Maltas haben 120 in Seenot geratene Migranten aus den Gewässern vor der Küste der Mittelmeerinsel geborgen. Das Boot der Flüchtlinge sei bei einer Routinepatrouille entdeckt worden, teilte das Militär am Abend mit. Die geretteten Menschen sollten am Sonntagmorgen auf der Insel eintreffen.

+++ 0.01 Uhr: Rechtsrockkonzert im thüringischen Apolda nach Gewalt gegen Polizei aufgelöst +++

Nach Gewalt gegen Polizisten ist ein Rechtsrockkonzert im thüringischen Apolda am Samstagabend nach kurzer Zeit aufgelöst worden. Wie die Polizei im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte, warfen Teilnehmer Flaschen auf Polizisten, auch von Dächern aus. Acht Beamte seien leicht verletzt worden, sie seien aber weiter dienstfähig. Mehr als 700 Rechte hatten sich auf dem Marktplatz der Stadt versammelt. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, Unterstützung erhielt sie von Kollegen aus Baden-Württemberg. Eine Polizeisprecherin, die sich vor Ort aufhielt, sagte der Nachrichtenagentur AFP, zu der Veranstaltung auf dem Marktplatz seien mehr als 700 Rechte gekommen. Es seien Lieder und Reden vorgetragen worden. Zum Inhalt der Lieder - etwa, ob verbotene Texte gesungen wurden - konnte die Sprecherin keine Angaben machen. Schätzungsweise 700 Gegendemonstranten hätten an einer "angemeldeten Spontanversammlung" teilgenommen.      Die Versammlung, deren Beginn für 19 Uhr angemeldet war, wurde bereits gegen 20 Uhr beendet. Laut Polizei erklärte der Veranstalter die Versammlung eigenständig für beendet, während die Polizei ebenfalls begonnen hatte, die Versammlung aufzulösen.

fin / DPA / AFP