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+++ Nachrichten im Ticker +++: Claudia Schiffers Cousin ist der neue Chef der Piratenpartei

+++ Piratenpartei wählt Claudia Schiffers Cousin zum neuen Vorsitzenden +++ Hälfte der Deutschen lehnt weitere Merkel-Amtszeit ab +++ Autobahnbrücke in England eingestürzt +++ Kauder will Bürger um 15 Milliarden Euro im Jahr entlasten +++ Die Nachrichten im Überblick.

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Patrick Schiffer ist neuer Bundesvorsitzender der Piratenpartei. Er ist der Cousin von Supermodell Claudia Schiffer

+++ Claudia Schiffers Cousin ist neuer Chef der Piratenpartei +++

Der Düsseldorfer Medien-Designer Patrick Schiffer steht nun an der Spitze der Piratenpartei und wird diese in die Bundestagswahl 2017 führen. Rund 300 Mitglieder wählten den Cousin des Top-Models Claudia Schiffer bei einem Bundesparteitag in Wolfenbüttel zum neuen Bundesvorsitzenden. Er setzte sich am Samstag mit 59,2 Prozent der Stimmen gegen vier Mitbewerber durch - darunter war auch der bisherige Vorsitzende Stefan Körner.

+++ 11.28 Uhr: Mehr als die Hälfte der Deutschen wollen keine weitere Amtszeit von Kanzlerin Merkel

Jeder zweite Deutsche ist einer Umfrage zufolge gegen eine vierte Amtszeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach der Bundestagswahl im kommenden Jahr. In einer von der "Bild am Sonntag" veröffentlichten Emnid-Umfrage gaben 50 Prozent der Befragten an, dass sie dies nicht wollen. Dagegen wünschen sich 42 Prozent der Bürger, dass die Kanzlerin noch einmal antritt.

+++ 9.53 Uhr: Beobachtungsstelle: Türkische Armee tötet in Syrien mindestens 20 Zivilisten +++

Bei türkischen Luft- und Artillerieangriffen im Norden Syriens sind nach Aktivistenangaben mindestens 20 Zivilisten getötet worden. Bei den Angriffen auf Dscheb al-Kussa, einem Dorf südlichen der syrischen Grenzstadt Dscharablus, seien am Sonntag außerdem 50 Zivilisten verletzt worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte der Nachrichtenagentur AFP mit. Die Türkei hatte am Mittwoch ihre Offensive "Schutzschild Euphrat" gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sowie gegen kurdische Rebellen gestartet.

+++ 8.53 Uhr: Fußgängerbrücke über britischer Autobahn eingestürzt +++

Eine Fußgängerbrücke über einer Autobahn im Südosten Englands ist eingestürzt. Wie die Rettungskräfte mitteilten, wurde ein etwa 50-jähriger Motorradfahrer mit Verdacht auf Rippenbrüche ins Krankenhaus gebracht. Die Autobahn M 20 in der Grafschaft Kent, die London mit Dover verbindet, wurde in beide Richtungen gesperrt. Grund für den Einsturz sei wohl ein Laster mit hohem Aufbau, der die Brücke gerammt haben soll, teilte die Polizei mit. Der Vorfall ereignete sich an einem Tag mit erheblichem Verkehrsaufkommen. Viele Briten auf dem Weg zum Kurzurlaub an die Kanalküste oder nach Frankreich. Der kommende Montag ist in Großbritannien ein Feiertag.

 +++ 7.53 Uhr: Rekordjäger entzündet 72 000 Kerzen auf Geburtstagskuchen +++

Der Champion der Guinness-Weltrekorde, Ashrita Furman (61), hat sich nach eigenen Angaben mit 72 000 Kerzen auf einem Geburtstagskuchen einen weiteren Eintrag im Guinness-Buch verdient. Furman hat demnach seit 1986 insgesamt 621 Weltrekorde aufgestellt, von denen 206 noch ungebrochen sind. Das Guinness-Buch der Rekorde bezeichnet ihn als produktivsten Rekordhalter. Furman entzündete die Lichter am späten Samstag (Ortszeit) in New York zu Ehren seines Meditationslehrers Sri Chinmoy (1931-2007). Der indische Geistliche und Athlet wäre in diesem Jahr 85 geworden. Der für ihn gebackene Kuchen reichte mit einer Größe von 13,5 auf drei Meter gerade aus für das Lichtermeer. Bedingung für den neuen Guinness-Rekord war, dass alle 72 000 Kerzen wenigstens zwei Minuten lang gleichzeitig brannten. Beim Anstecken halfen 70 Freunde von Furman mit Gasfackeln. Zur Belohnung gab es ein Stück Kuchen.

+++ 7.45 Uhr: Lichtsignale und SOS im Sand retten gestrandetes Paar +++

Lichtsignale und ein "SOS im Sand haben einem auf einer einsamen Pazifik-Insel gestrandetem Paar nach einer Woche die Rettung gebracht. "Die Such- und Rettungsaktion für Linus und Sabina Jack wurde erfolgreich abgeschlossen", teilte die US-Küstenwache mit. Die Besatzung eines US-Militärflugzeugs war auf das große "SOS" aufmerksam geworden, das die beiden Gestrandeten auf der unbewohnten mikronesischen Insel East Fayu in den Sandstrand geschrieben hatten. Das Paar war am 17. August mit einem fünf Meter langen Boot von der mikronesischen Insel Weno aufgebrochen, um zur Insel Tamatam zu fahren. Als sie dort nicht wie angekündigt am nächsten Tag eintrafen, wurde Alarm ausgelöst. Die Suchmannschaft bekam den Hinweis, dass auf East Fayu offenbar jemand Lichtsignale aussende. Daher wurde ein Flugzeug zu der Insel geschickt. Dort entdeckten die Einsatzkräfte die Buchstaben "SOS" im Sand und ganz in der Nähe das vermisste Paar. Die beiden hatten mit "begrenztem Proviant und ohne Notfallausrüstung" auf der Insel ausharren müssen, erklärte die Küstenwache. Ein Patrouillenboot brachte sie schließlich auf das Atoll Nomwin. Während der einwöchigen Suchaktion hatte die US-Küstenwache 15 Schiffe und zwei Flugzeuge eingesetzt, um ein rund 43.000 Quadratkilometer großes Gebiet abzusuchen.

+++ 7.12 Uhr: Schwäbisch-Hall-Chef verteidigt Kündigung von Bausparverträgen +++

Die Bausparkasse Schwäbisch Hall hält angesichts niedriger Zinsen an der Kündigung zahlreicher alter Verträge fest. "Das machen wir schon aus Gründen der Gleichbehandlung der Bausparer", sagte Vorstandschef Reinhard Klein der "Welt am Sonntag". Was möglich und zulässig sei, werde man nutzen müssen. Allerdings seien die Verträge, die gekündigt würden, im Schnitt 22 Jahre alt. "Es macht sicherlich keine Freude, Verträge zu kündigen. Aber man kann auch sagen: Nach 15 bis 20 Jahren kann ein Vertrag auch enden", betonte Klein. Wer die Zuteilung so lange ablehne, sei vermutlich nicht mehr interessiert, das Darlehen in Anspruch zu nehmen. "Aber gerade das ist der Zweck des Bausparens." Die hohen Guthabenzinsen der Verträge aus den 1990er-Jahren sind für die Branche in den heutigen Niedrigzins-Zeiten eine Belastung. Die große Kündigungswelle begann 2015, als 200 000 Altverträge aufgelöst wurden. Trotz allem rechnet Klein damit, dass bei Schwäbisch Hall auch in diesem Jahr neue Verträge mit einer Bausparsumme von rund 30 Milliarden Euro abgeschlossen werden.

+++ 6.45 Uhr: FDP-Chef strikt gegen "automatisches dauerhaftes Aufenthaltsrecht" +++

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat die schwarz-rote Regierung eindringlich aufgefordert, ein Jahr nach dem großen Flüchtlingsandrang die Weichen neu zu stellen. "Ich halte es für notwendig, dass die Bundesregierung eines mal unmissverständlich klarmacht: Wenn Menschen wirklich in Not sind, dann geben wir ihnen Schutz - aber nicht auf Dauer", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Sondern wenn in der alten Heimat die Lage wieder sicher und stabil ist, dann reisen diese Leute in der Regel zurück - das ist die Genfer Flüchtlingskonvention." Der FDP-Chef sagte, er halte "den Begriff eines Integrationsgesetzes, wie die große Koalition ihn gewählt hat, für falsch. Es darf kein automatisches dauerhaftes Aufenthaltsrecht geben." Wer nicht mehr bedroht sei und auf Dauer bleiben wolle, "der soll sich darum legal bewerben dürfen". Dann müsse dieser Migrant aber "unseren Einwanderungskriterien entsprechen, die für dauerhaften Aufenthalt definiert werden - Anerkennung unserer demokratischen Rechtsordnung und Sicherung des Lebensunterhalts seiner Familie".

+++ 6.35 Uhr: Anklage ermittelt weiter nach Heilpraktikerrausch +++

Fast ein Jahr nach dem Massenrausch bei einem Heilpraktikerseminar im niedersächsischen Landkreis Harburg ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei weiter wegen Drogenmissbrauchs. "Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen", sagte Oberstaatsanwalt Kai Thomas Breas in Stade. Mit einer Anklageerhebung sei in den nächsten Wochen zu rechnen. Im Fokus stünden unverändert die beiden Organisatoren des Seminars und zwei Helfer, sagte Breas. Die Ermittlungsverfahren gegen die übrigen 25 Teilnehmer waren bereits im vergangenen September kurz nach dem Vorfall eingestellt worden. Nach dem Massenrausch am 4. September im südlich von Hamburg gelegenen Handeloh waren mehr als 160 Rettungskräfte im Einsatz. Die Seminarteilnehmer kamen mit Wahnvorstellungen, Krämpfen, Luftnot und Herzrasen in Krankenhäuser. In zwei Kapseln wurde die verbotene Psychodroge 2C-E nachgewiesen, wie die Behörden damals mitteilten.

+++ 5.54 Uhr: Experte: Fahrradmarkt lockt zahlreiche Start-ups +++

Die Umsätze mit Rädern und E-Bikes sind 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent auf 2,42 Milliarden Euro gestiegen. Das Wachstum locke zahlreiche Neugründer und Start-ups in die Szene, heißt es beim Zweirad-Industrie-Verband (ZIV). "Es gibt viele Schrauber und Bastler, die sich gut auskennen", sagte ZIV-Sprecher David Eisenberger "Da entstehen natürlich auch neue Geschäftskonzepte - eine ganze Menge." Doch nur die wenigsten könnten sich auch dauerhaft am Markt halten. Genaue Zahlen dazu gebe es nicht, sagte Eisenberger im Vorfeld der Messe Eurobike vom 31. August bis zum 4. September in Friedrichshafen am Bodensee. Er schätze die Zahl der erfolgreichen Neugründer auf etwa fünf Prozent. "Ich würde mal sagen, es ist ein sehr kleiner, einstelliger Bereich, der tatsächlich auch wirtschaftlichen Erfolg hat. Eine Sichtbarkeit nach außen, eine Popularität erreichen nur die allerwenigsten." Das liege unter anderem daran, dass manchen Gründern Eigenschaften wie unternehmerisches Geschick fehle. "Ein Produkt und tolle Ideen alleine reichen nicht", sagte Eisenberger.

+++ 4.18 Uhr: Union will Einbrüche härter bestrafen +++

Die Union will Einbrüche künftig härter bestrafen und die Gesetze rasch entsprechend ändern. "Die Union will, dass Einbruch jetzt als Verbrechen eingestuft wird, gleichgestellt mit Raub. Dann gilt eine Mindeststrafe von einem Jahr Gefängnis", sagte der Unionsfraktionsvorsitzende Volker Kauder der "Bild am Sonntag". Dann würden die Urteile allgemein härter ausfallen, zudem dürfte die Staatsanwaltschaft Verfahren nicht länger wegen Geringfügigkeit einstellen. Dies wäre "ein starkes Signal", um die Zahl der Einbrüche zu senken, sagte Kauder der Zeitung. "Alle drei Minuten ein Einbruch in Deutschland - das kann ein Rechtsstaat nicht hinnehmen." Nach dem Willen des Fraktionschefs sollen zudem Bürger schon ab einer Summe von 500 Euro staatliche Zuschüsse erhalten, wenn sie neue Schlösser an Türen und Fenstern einbauten. Bisher galt eine Mindestsumme von 2000 Euro.

+++ 3.28 Uhr: Indisches Schiff vor der Küste des Oman gesunken +++

Vor der Küste des Oman ist am Samstag ein indisches Frachtschiff voll mit Fahrzeugen und Nahrungsmitteln für den Jemen gesunken. Fischer und die Polizei des Sultanats hätten alle elf Besatzungsmitgliedern an Bord retten können, berichtete die staatliche omanische Nachrichtenagentur ONA. Demnach verunglückte der Frachter, der in der Hafenstadt Schardschah in den Vereinigten Arabischen Emiraten beladen worden war, wegen eines "technischen Fehlers". Die Zeitung "Times of Oman" berichtete, an Bord seien 69 Fahrzeuge, Nahrungsmittel, Reifen und Maschinenöl gewesen. Demnach wollte das Schiff in den Hafen Mukalla im Südosten des Jemen. Berichten zufolge ging das Schiff unter, weil es überladen war.

+++ 3.25 Uhr: Selfie mit Merkel veränderte das Leben von syrischem Flüchtling +++

Ein Selfie mit Angela Merkel hat den syrischen Flüchtling Anas Modamani nicht nur berühmt gemacht, sondern auch seinem Leben eine andere Richtung gegeben. "Angela Merkel hat mein Leben verändert", sagte der 19-jährige Syrer ein Jahr nach dem Foto mit der Bundeskanzlerin der "Bild am Sonntag". Nach dem Foto kam er zu einer Organisation, die Flüchtlingspatenschaften vermittelt und ihm eine Berliner Gastfamilie fand. Seit Januar lebt Modamani nun bei dieser Familie im östlichen Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Modamani sagte, er habe gar nicht gewusst, wen er vor sich hatte, als er am 10. September 2015 in einem Flüchtlingsheim in Spandau mit Merkel ein Selfie machte. Dabei wurde er von Journalisten fotografiert. Erst später habe er von syrischen Freunden erfahren, mit wem er sich fotografiert hatte. "Danach wusste ich, sie ist die Chefin Deutschlands."


+++ 2.43 Uhr: Automobilzulieferer erhöht nach Beilegung von Streit mit VW den Ausstoß +++

Nach der Beilegung des Streits mit Volkswagen hat der Zulieferer ES Automobilguss die Produktion erhöht, damit bei dem Wolfsburger Automobilkonzern bald wieder die Bänder regulär laufen können. "Wir haben die Lieferungen sofort wieder aufgenommen. Kurz nach der fairen und gütlichen Einigung sind die ersten Lastwagen Richtung Volkswagen gerollt", sagte der Geschäftsführer Alexander Gerstung der "Bild am Sonntag". "Wir arbeiten in drei Schichten. Von unserer Seite wird alles getan, damit VW die Produktion wieder starten kann", versicherte Gerstung. Die Lieferungen würden jeden Tag eng mit Volkswagen abgestimmt. Im Rechtsstreit um stornierte Aufträge und Produktqualität hatte der Teilehersteller aus dem sächsischen Schönheide Anfang August keine Sitzbezüge und Gussteile mehr ausgeliefert. Daraufhin hatte VW die Produktion in mehreren Werken drosseln müssen. Laut Gerstung wurden nach der Einigung am Dienstag alle Klagen zurückgezogen. "Für uns hat das Verfahren keine Grundlage mehr, da die Lieferungen nach der Einigung direkt wieder aufgenommen wurden", sagte der Geschäftsführer der Firma, die zur Prevent-Firmengruppe gehört. Zu dem Konzern zählt auch der Zulieferer CarTrim, der wegen des Streits mit dem Wolfsburger Konzern ebenfalls die Lieferungen eingestellt hatte.

+++ 2.23 Uhr: Berlins Bürgermeister gegen Freihandelsabkommen Ceta +++

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat sich gegen das Freihandelsabkommen Ceta zwischen der Europäischen Union und Kanada ausgesprochen und damit gegen SPD-Chef Sigmar Gabriel gestellt. "Bei Ceta habe ich große Bedenken. Wenn es nicht in den nächsten Wochen noch dramatische Weiterentwicklungen und Verbesserungen gibt, kann ich mir nicht vorstellen, dass wir das aus Berlin unterstützen können", sagte Müller der "Berliner Morgenpost" (Sonntagsausgabe). Müller stellt sich damit gegen seinen Parteivorsitzenden Gabriel. Der Bundeswirtschaftsminister wirbt gegen starke Widerstände in der SPD für den Vertrag mit den Kanadiern. Müller sagte, Berlins Politik zur Stärkung der öffentlichen Daseinsvorsorge und der Rekommunalisierung der Energieversorgung, des Wohnungsbaus und des Gesundheitssystems stünde im Konflikt zu den geplanten Handelsabkommen mit Kanada und den USA. Diese wollten den privaten Bereich stärken.

+++ 2.15 Uhr: Weise: Integration von Flüchtlingen in Arbeitsmarkt wird lange dauern +++

Die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt wird nach Ansicht des Vorstandschefs der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, eine langwierige Aufgabe. "Es wird lange dauern und viel kosten", sagte Weise, der derzeit auch dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vorsteht, der "Bild am Sonntag". 70 Prozent derer, die gekommen sind, seien zwar erwerbsfähig. Trotzdem werde "ein Großteil von ihnen zunächst in die Grundsicherung fallen, bevor wir sie in Arbeit bringen". Weise sagte weiter: "Es sind Akademiker gekommen, ihr Anteil ist allerdings gering. Ich schätze, etwa zehn Prozent. Hinzu kommen noch rund 40 Prozent, die zwar keine Berufsausbildung haben, aber praktische Arbeitserfahrung." Weise betonte: "Wir setzen deshalb alles dran, die Menschen möglichst schnell in die Jobcenter zu bringen."

+++ 1.57 Uhr: Kabarettist Hans Scheibner feiert 80. Geburtstag mit Liederabend +++

Mit einer Mischung aus Lesung und Konzert hat der Kabarettist Hans Scheibner am Samstag in der Hamburger Laeiszhalle seinen 80. Geburtstag gefeiert. Unter den Gästen befanden sich die ehemalige "Tagesschau"-Sprecherin Dagmar Berghoff, der Musiker Achim Reichel sowie Fernsehmoderatorin Sandra Maahn, die auch auf der Bühne in Erscheinung trat. Jubilar Scheibner strotzte vor Energie und sorgte für viele Lacher, als er aus seiner gerade erschienenen Autobiografie "In den Himmel will ich nicht!" vorlas. Mit seinen vier Begleitmusikern spielte er zudem seine bekanntesten Lieder, darunter seinen Durchbruchs-Hit "Ich mag so gern am Fließband stehn", die Anti-Atomkraft-Ballade "Achterndiek" und das Satire-Stück "Das macht doch nichts, das merkt doch keiner"

+++ 1.43 Uhr: Anwalt: Früherer Guantanamo-Häftling in Hungerstreik getreten +++

Ein früherer Guantanamo-Häftling ist laut seinem Anwalt aus Protest gegen seine Inhaftierung in Venezuela in einen Hungerstreik getreten. Jon Eisenberg äußerte sich besorgt über den Zustand seines Mandanten Jihad Diyab, nachdem er keinen Kontakt zu ihm herstellen konnte. Der Syrer war 2002 im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet festgenommen worden und zwölf Jahre lang ohne Anklage im US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba festgehalten worden, bevor er vor zwei Jahren freikam. Zusammen mit fünf Mithäftlingen wurde Diyab 2014 nach Uruguay gebracht. Im Juli wurde er jedoch von Venezuelas Geheimdienst festgenommen, nachdem er nach Caracas gereist war. Offenbar habe er seine Familie sehen wollen, sagte sein Anwalt Eisenberg. Die Behörden in Venezuela äußerten sich bisher nicht zu dem Fall. Der US-Menschenrechtsaktivist Andres Conteris sagte unter Berufung auf informierte Kreise, Diyab habe den Hungerstreik begonnen, nachdem er erfahren habe, dass Venezuela mit Uruguay über seine Abschiebung verhandele. Er hoffe, in die Türkei oder ein anderes Land ausreisen zu können, um dort seine Familie wiederzutreffen.

+++ 1.23 Uhr: Medien: Kurdische Rebellen beschießen Flughafen von Diyarbakir +++

Kurdische Rebellen haben einem Medienbericht zufolge den Flughafen von Diyarbakir im unruhigen Südosten der Türkei unter Beschuss genommen. Vier Raketen seien auf freiem Feld in der Nähe eines Polizeipostens auf dem Flughafen eingeschlagen, berichtete die Nachrichtenagentur Dogan am Samstagabend. Die Explosionen seien in der ganzen Stadt zu hören gewesen, doch gebe es ersten Berichten zufolge keine Toten oder Verletzten. Laut Dogan wurden die Raketen von Kämpfern der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) abgefeuert. Demnach wurden die Flüge nach dem Beschuss ausgesetzt und die Passagiere im Innern des Flughafengebäudes in Sicherheit gebracht. Im Südosten Anatoliens gibt es seit dem Zusammenbruch eines Waffenstillstands zwischen der PKK und dem türkischen Staat vor einem Jahr fast täglich Gefechte und Anschläge.

+++ 1.15 Uhr: Trump will als Präsident umgehend illegale Migranten ausweisen +++

Donald Trump will im Fall seiner Wahl ab dem ersten Tag im US-Präsidentenamt illegale Migranten ausweisen. Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat sagte bei einer Wahlkampfveranstaltung in Des Moines im Bundesstaat Iowa am Samstag, er werde "rasch kriminelle illegale Immigranten aus diesem Land entfernen - einschließlich der hunderttausenden kriminellen illegalen Immigranten, die unter der Obama-Clinton-Regierung in die US-Gemeinden entlassen wurden". Er werde eine große Grenzmauer bauen, illegalen Migranten den Zugang zu Sozialleistungen verwehren und ein System einführen, um sicherzustellen, dass niemand nach Ablauf seines Visums im Land bleibt. "Wenn wir nicht die Visa-Ablaufdaten durchsetzen, haben wir eine offene Grenze. So einfach ist das", sagte Trump, zu dessen zentralen Wahlversprechen der Bau einer Grenzmauer zu Mexiko und die Bekämpfung der illegalen Einwanderung zählen. In vielen Punkten bleiben seine Pläne aber vage.

+++ 0.25 Uhr: Kauder will Bürger um 15 Milliarden Euro im Jahr entlasten +++

Der Unionfraktionsvorsitzende Volker Kauder hat sich dafür ausgesprochen, in der kommenden Legislaturperiode die Bürger um 15 Milliarden Euro zu entlasten. "In der nächsten Legislaturperiode wird es noch eine größere Steuererleichterung geben. Ich kann mir eine Entlastung um die 15 Milliarden Euro im Jahr vorstellen", sagte Kauder der "Bild am Sonntag". Es sollten davon vor allem die Familien und die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen profitieren. Angesichts der hohen Steuereinnahmen wird seit Wochen in allen Parteien über die Senkung der Steuern diskutiert. Kauder versicherte in der "Bild am Sonntag", dass die Union zu ihren Wahlversprechen stehe. "Im letzten Regierungsprogramm haben wir keine Steuererleichterungen versprochen. Aber wir haben zugesagt, dass es keine neuen Steuern sowie keine Steuererhöhungen gibt, und dass wir die Mütterrente verbessern. Das haben wir eingehalten."

+++ 0.14 Uhr: Jeder Zweite gegen vierte Amtszeit von Kanzlerin Merkel +++

Die Frage, ob Angela Merkel auch nach der Bundestagswahl 2017 Kanzlerin bleiben soll, spaltet die Deutschen. Jeder zweite Bürger lehnt nach einer Emnid-Umfrage im Auftrag der "Bild am Sonntag" eine vierte Amtszeit der CDU-Vorsitzenden ab. Die Zahl der Befürworter ist mit 42 Prozent nur unwesentlich kleiner.
Unter den Unions-Anhängern sprachen sich 70 Prozent für eine weitere Amtszeit Merkels aus; 22 Prozent sind dagegen. Damit haben sich Merkels Sympathiewerte dem Bericht zufolge leicht verschlechtert. Im vergangenen November hätten noch 45 Prozent der Befragten eine weitere Amtszeit befürwortet, 48 Prozent lehnten sie ab.
 

jek / DPA / AFP