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News des Tages: Dänemark lädt türkischen Ministerpräsidenten aus

+++ 16-Jährige stirbt bei Lawinenunglück in Österreich +++ Erdogan droht den Niederlanden in diplomatischer Krise +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Dänemark Binali Yildirim

Dänemark hat den türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim - hier bei einer Rede in Zypern - ausgeladen

Eine Auswahl der Nachrichten des Tages für Sie im Überblick.

+++ 20.33 Uhr: Mann greift Passanten mit Messer an - Festnahme +++

Ein Mann mit einem Messer hat im rheinland-pfälzischen Frankenthal mehrere Passanten angegriffen. Der Täter sei in der Innenstadt überwältigt und festgenommen worden, berichtete die Polizei in einer ersten Stellungnahme. Er habe vier Menschen verletzt, es sei aber niemand getötet worden. Über das Motiv des Täters wie auch zu seiner Person machten die Ermittler zunächst keine Angaben.

+++ 19.34 Uhr: Putin-Sprecher: Treffen Putin-Trump vielleicht erst in Hamburg +++

US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin könnten sich erst beim G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg treffen. "Wenn wir keine Einigung für einen früheren Gipfel erzielen, dann ist zu erwarten dass sie beim G20 in Hamburg aufeinandertreffen", sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview des US-Senders CNN. Peskow kritisierte die öffentliche Diskussion und Wahrnehmung Russlands in den USA. Russland werde für alles Negative verantwortlich gemacht. Wie aus dem Nichts sei Russland zum Alptraum für die Vereinigten Staaten geworden. "Wir möchten wirklich, dass diese Hysterie aufhört", sagte Peskow.

Russland habe keinerlei Absichten, auf die internen Angelegenheiten anderer Länder Einfluss zu nehmen. Die Vorwürfe, russische Hacker hätten die Computer amerikanischer Organisationen, darunter die Demokratische Partei, ausspioniert, seien falsch. Präsident Putin habe sich auch nie für einen der beiden Kandidaten im US-Präsidentschaftswahlkampf ausgesprochen. Allerdings deutete Peskow an, dass Putin eine persönliche Präferenz für Trump haben könnte.
Dieser habe sich der gemeinsamen Lösung von Problemen gegenüber offener gezeigt als Hillary Clinton. 

+++ 18.25 Uhr: Bus rast in Gruppe von Straßenmusikern in Haiti: 34 Tote +++

Ein Busfahrer in Haiti ist auf der Flucht nach einem Unfall in eine Menschenmenge gerast und hat dabei Dutzende Menschen getötet. Zunächst hatte der Mann mit seinem Bus in Gonaïves zwei Fußgänger angefahren, von denen einer starb und der andere verletzt wurde. Der Fahrer versuchte, von dem Unfallort zu flüchten und raste dabei in drei Musikbands, die zu Fuß durch die Straßen zogen, wie das Nachrichtenportal "Haiti Libre" unter Berufung auf den Zivilschutz DPC berichtete. Dabei seien weitere 33 Menschen umgekommen und 14 verletzt worden. Die Menschenmenge versuchte anschließend, den Bus mit seinen Insassen in Brand zu setzen. Die Polizei konnte jedoch den Fahrer und die Passagiere in Sicherheit bringen.

+++ 17:01 Uhr: Dänemark lädt türkischen Ministerpräsidenten Yildirim aus +++

Die dänische Regierung hat den für den 20. März geplanten Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim abgesagt. Ein solcher Besuch könnte angesichts der "aktuellen Angriffe der Türkei gegen die Niederlande nicht stattfinden", erklärte der dänische Ministerpräsident Lars Lökke Rasmussen. Er habe seinem türkischen Kollegen vorgeschlagen, "unser Treffen zu verschieben". Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und andere Mitglieder der türkischen Regierung erhoben am Wochenende gegen die Niederlande Faschismus-Vorwürfe.

"In normalen Zeiten wäre es ein Vergnügen, den türkischen Ministerpräsidenten zu empfangen", hieß es in Rasmussens Erklärung. Noch am 10. Dezember habe er in Ankara "ein offenes und konstruktives Gespräch" mit Yildirim geführt. Derzeit beobachte die dänische Regierung jedoch "sehr besorgt" die aktuellen Entwicklungen in der Türkei.

+++ 13:49 Uhr: Toter hinter Supermarkt - Drei dringend Tatverdächtige gefasst +++

Nach dem gewaltsamen Tod eines 32-Jährigen in Sachsen-Anhalt hat die Polizei drei dringend Tatverdächtige gefasst. Das teilte ein Polizeisprecher am Sonntag in Magdeburg mit. Die Männer sind zwischen 30 und 33 Jahre alt und sind seit Samstag in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen sie. Das 32 Jahre alte Opfer war am 4. März von Passanten in Aschersleben hinter einem Supermarkt nahe einer Kleingartenanlage tot gefunden worden. Die Leiche wies schwere Verletzungen auf.

+++ 13:29 Uhr: Erdogan: Niederlande werden Preis für ihr Verhalten bezahlen +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den Niederlanden erneut gedroht. "Hey Holland, wenn Ihr die türkisch-niederländischen Beziehungen vor den Wahlen am Mittwoch opfert, werdet Ihr den Preis dafür bezahlen", sagte Erdogan am Sonntag in Istanbul. Die Niederlande hatten am Samstag dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu die Einreise verweigert und die auf dem Landweg eingereiste Familienministerin Fatma Betül Sayan Kaya zur deutschen Grenze zurück eskortiert.

Erdogan erhob bei seiner Rede am Sonntag gegen die Niederlande erneut den Vorwurf nationalsozialistischer und "faschistischer" Methoden.

+++ 10:27 Uhr: 16-Jährige stirbt bei Lawinenunglück in Österreich+++

Eine 16-Jährige ist in Österreich wegen einer Lawine ums Leben gekommen. Die Jugendliche hatte laut Polizei am Samstag im Skigebiet Turracher Höhe mit einer Skifahrergruppe einen Hang außerhalb der gesicherten Piste gequert. Dabei löste sich das Schneebrett, das mehrere Menschen mitriss, darunter die 16-Jährige und ihre zehnjährige Schwester. Während die Schwester ohne Blessuren davonkam, wurde die 16-Jährige von den Schneemassen begraben. Helfer fanden sie später in zwei Metern Tiefe. Sie wurde wiederbelebt, erlag am späten Samstagabend aber ihren Verletzungen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte

+++ 9:54 Uhr: Zwölf Menschen aus defektem Ski-Lift in Oberhof gerettet  +++

Wegen eines Defekts an einem Ski-Lift haben zwölf Menschen in luftiger Höhe in Oberhof im Thüringer Wald festgesteckt. Nach etwa anderthalb Stunden konnten sie gerettet werden, wie ein Sprecher der Bergwacht am Sonntag sagte. Den Angaben zufolge saßen die Skifahrer in dem Sessellift in etwa zehn Metern Höhe fest. Zwei Fahrgäste brachte die Feuerwehr Oberhof über eine Drehleiter in Sicherheit. Die restlichen Wintersportler seien von Rettern der Bergwacht mit Sicherungsleinen abgeseilt worden, sagte der Sprecher. Verletzt wurde niemand.

+++ 9:23 Uhr: "We Are Family“ - US-Sängerin Joni Sledge mit 60 Jahren gestorben +++

Joni Sledge von Sister Sledge. Dieses Foto der Sängerin wurde 2004 aufgenommen.

Joni Sledge von Sister Sledge. Dieses Foto der Sängerin wurde 2004 aufgenommen.

Die für ihren gemeinsam mit ihren Schwestern gesungenen Disko-Hit "We Are Family" bekannte US-Musikerin Joni Sledge ist tot. Sie starb im Alter von 60 Jahren in ihrem Haus im US-Bundesstaat Arizona, wie ihr Sprecher Biff Warren mitteilte. Die Umstände ihres Todes seien noch nicht geklärt.

"Wir vermissen sie und sehnen uns nach ihr, ihrem Glanz und der Aufrichtigkeit, mit der sie das Leben geliebt hat", teilte ihre Familie mit. Gemeinsam mit ihren drei Schwestern trat die Sängerin als Gruppe Sister Sledge auf, 1979 landeten sie mit "We Are Familiy" einen Mega-Hit.

+++ 7:58 Uhr: Erneut Streik von Bodenpersonal an Berliner Flughäfen +++

Passagiere müssen zum Wochenstart erneut mit Verspätungen und Flugausfällen an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld rechnen. Die Gewerkschaft Verdi hat die rund 2000 Beschäftigten des Bodenpersonals zu einem weiteren Streik aufgerufen. Das teilte sie am Sonntagmorgen mit. Der Ausstand soll am Montagmorgen gegen 4 Uhr mit Beginn der Frühschicht starten und am Dienstagmorgen mit dem Ende der Nachtschicht gegen 5 Uhr enden. Es gebe kein neues Angebot der Arbeitgeberseite, sagte Verdi-Sprecher Andreas Splanemann. "Das macht den Streiktag erforderlich."

Verdi fordert bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten einen Euro mehr pro Stunde für die Mitarbeiter des Bodenpersonals sowie zusätzlich strukturelle Verbesserungen im Tarifvertrag. Die Arbeitgeber boten zuletzt bei einem Gesamtvolumen von acht Prozent die schrittweise Erhöhung der Löhne in allen Entgeltgruppen an - bei einer Laufzeit von drei Jahren.

+++ 7:50 Uhr: Großeinsatz in Offenburg wegen "möglicher Anschlagsandrohung" beendet +++

Der Großeinsatz der Polizei wegen einer "möglichen Anschlagsandrohung" in Offenburg ist beendet. Das teilte ein Polizeisprecher am Sonntagmorgen mit. Der Einsatz hatte von Samstagabend bis zum frühen Sonntagmorgen gedauert. Als mögliches Ziel stand eine nicht näher benannte Diskothek in Offenburg im Raum. Zur Art und Herkunft der Drohung wollte der Sprecher zunächst keine Angaben machen. Die Polizei hatte ihre Präsenz mit Hilfe von Kräften aus verschiedenen Landesteilen stark erhöht. Fahrgäste der öffentlichen Verkehrsmittel, die nach Offenburg unterwegs waren, seien verstärkt kontrolliert worden. Wie viele Polizisten in der Nacht im Einsatz waren, sagte der Sprecher noch nicht. "Die Ermittlungen zu den Hintergründen laufen", teilte er mit. Die Staatsanwaltschaft Offenburg sei nun involviert.

+++ 06:50 Uhr: Siegesserie beendet: Dallas und Nowitzki verlieren gegen Phoenix+++

Die Siegesserie der Dallas Mavericks um Basketball-Superstar Dirk Nowitzki ist vorbei. Die Texaner verloren in der nordamerikanischen Profiliga NBA am Samstag nach zuletzt vier Erfolgen in Serie gegen die Phoenix Suns mit 98:100 (47:45) und mussten im Kampf um die Playoff-Plätze einen Rückschlag hinnehmen. Nowitzki überzeugte bei den Gastgebern mit 23 Punkten und elf Rebounds. 

Dennis Schröder und die Atlanta Hawks feierten beim deutlichen 107:90 (47:35) bei den Memphis Grizzlies den dritten Sieg hintereinander. Der Braunschweiger kam auf 16 Punkte und acht Assists. Die Hawks bleiben weiterhin Fünfte in der Eastern Conference.


+++ 6:21 Uhr: Elefant tötet Pfleger in japanischem Zoo +++

Ein Elefant hat in einem japanischen Zoo einen Tierpfleger getötet. Nach Polizeiangaben wusch der Pfleger den Elefanten am Sonntag im Adventure Word-Tierpark in der Präfektur Wakayama, als das Tier seinen Rüssel schwenkte und ihn damit schlug.

Durch die Wucht des Schlages wurde der Pfleger laut Polizei zu Boden geschleudert und tödlich am Kopf verletzt. Der Mann starb im Krankenhaus. Das Unglück ereignete sich vor der morgendlichen Öffnung des Zoos für die Besucher.

+++ 4:49 Uhr: Bär aus Osnabrücker Zoo ausgebrochen und erschossen +++

 Ein Bär ist im Osnabrücker Zoo aus dem Gehege ausgebrochen und daraufhin erschossen worden. Zwischenzeitlich sei der Zoo geräumt worden, sagte Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann. "Wir haben sofort mit dem Team reagiert, zum Schutz der Besucher mussten wir das Tier erschießen." Bei dem Bären habe es sich um einen der beiden sogenannten Cappuccino-Bären, eine der Attraktionen des Zoos, gehandelt.

Bär Tips sei es auf noch unbekannte Weise gelungen, die Bärenanlage zu verlassen. Noch vor Eintreffen der alarmierten Polizei sei das Tier getötet worden. Mit der Polizei wurde am Samstagnachmittag nach der Ausbruchsstelle gesucht, über die der Bär aus dem Gehege gelangen konnte. Nach dem Zwischenfall konnten die Besucher den Zoo wieder betreten, ein Teilbereich blieb abgesperrt. Gefahr für die Besucher habe aber zu keinem Zeitpunkt bestanden.

+++ 4:34 Uhr: Betrunkene fährt durch Brückengeländer in U-Bahn-Tunnel +++

Statt gleich die Bahn für den Heimweg zu nehmen, ist eine Betrunkene in Düsseldorf mit ihrem Auto durch ein Brückengeländer gefahren und auf den U-Bahn-Gleisen gelandet. Nach einer kurzen Weiterfahrt "wie auf Gleisen" kam ihr Auto nach Polizeiangaben erst am Eingang zu einem Tunnel zum Stehen. Die Frau zog sich bei dem Unfall in der Nacht zum Sonntag leichte Verletzungen zu. Auf der U-Bahn-Verbindung zwischen Krefeld und Düsseldorf kam es durch den Unfall in der Nacht zu Beeinträchtigungen. Die Bergung des Autos aus dem Tunnel sollte aber noch in den frühen Morgenstunden abgeschlossen werden, hieß es.

+++ 2:07 Uhr: Abgesagte Auftritte türkischer Politiker - Spontan-Demo in Düsseldorf +++

Vor dem niederländischen Generalkonsulat in Düsseldorf haben sich in der Nacht auf Sonntag etwa 300 Menschen versammelt, um gegen die Absagen von Veranstaltungen türkischer Politiker in den Niederlanden zu protestieren. Die spontane Kundgebung verlaufe bisher friedlich, teilte die Polizei am frühen Sonntagmorgen mit. Die Polizei schütze die Veranstaltung und das Konsulat. Vor Ort seien etwa 150 Beamte. Die Polizei setzte auch einen Hubschrauber ein, um sich aus der Luft ein Bild von der Lage zu machen. Bilder und Videos auf Twitter zeigten Menschen, die Türkei-Fahnen schwenkten und "Holland Nazis" skandierten.

+++ 0:39 Uhr: Panne bei Zaubershow in Las Vegas - Criss Angel im Krankenhaus +++

Der amerikanische Illusionskünstler Criss Angel (39) ist bei einem Stunt in Las Vegas bewusstlos geworden und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Wie ein Sprecher des Magier am Samstag der US-Zeitschrift "People" bestätigte, sei es am Freitag zu dem Vorfall gekommen, als sich Angel kopfüber an den Füßen gefesselt von einem Seil hängend aus einer Zwangsjacke befreien wollte. Bei diesem Stunt habe er das Bewusstsein verloren. Er musste auf die Bühne heruntergelassen werden, die Show wurde abgebrochen.

Nach Untersuchungen und Tests im Krankenhaus sei Angel am Samstagmorgen (Ortszeit) entlassen worden, hieß es in der Mitteilung. Ob er am Wochenende bei weiteren Shows auftreten würde, war zunächst nicht sicher. In seiner 90-minütigen Darbietung "Mindfreak Live" im Luxor-Casino zeigt Angel Entfesselungen und andere gefährliche Tricks. 

+++0:08 Uhr: CSU-Politiker: Bundeswehr aus Türkei abziehen+++

Nach den jüngsten Provokationen aus Ankara wird erneut die Forderung laut, in der Türkei stationierte Bundeswehrsoldaten abzuziehen. Der außen- und sicherheitspolitische Sprecher der CSU-Bundestagsabgeordneten, Florian Hahn, sagte der "Bild am Sonntag": "In dieser aufgeheizten Atmosphäre gerade gegenüber Deutschland erscheint es zunehmend unsicher, ob die türkische Regierung den Schutz unserer Soldatinnen und Soldaten in Incirlik umfassend gewähren kann und will. Die Bundesregierung sollte daher jetzt jegliche Investitionen in die Infrastruktur des Luftwaffenstützpunkts stoppen und, im zweiten Schritt, die Verlegung der Tornados einleiten."

Im Streit um verhinderte Wahlkampfauftritte türkischer Minister in Deutschland hatte Präsident Recep Tayyip Erdogan der Bundesregierung Nazi-Methoden vorgeworfen.

Hahn sagte, Deutschland dürfe nicht zulassen, dass die Bundeswehr zum Faustpfand in Erdogans Machtspiel werde.


anb/tim / DPA / AFP