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News des Tages : Mauer-Streit: Trump legt Veto gegen Kongress-Beschluss ein und hält Notstand aufrecht

Sturm im Norden: Entwurzelte Bäume, Autobahn gesperrt, Fähren fahren nur eingeschränkt +++ Ermittlungen gegen mehr als ein Dutzend Polizisten in München +++ Ford will 5000 Arbeitsplätze in Deutschland streichen +++ Seehofer beruft erste Frau in Riege seiner Staatssekretäre +++ Die Nachrichten des Tages im Newsticker.

US-Präsident Donald Trump

US-Präsident Donald Trump

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Donald Trump legt Veto gegen Anti-Notstands-Beschluss ein (21.08 Uhr)
  • AKK für Verbleib von Merkel im Kanzleramt bis 2021 (18.57 Uhr)
  • Skandal bei Münchner Polizei (16.55 Uhr) 
  • Ford will 5000 Arbeitsplätze in Deutschland streichen (16.15 Uhr)
  • Karstadt-Eigner Benko bestätigt Kauf des Chrysler Buildings (15.44 Uhr)
  • Betreiber von Wohngruppe sollen jahrelang Bewohnerinnen missbraucht haben (13.35 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 21.08 Uhr: Trump unterzeichnet Veto gegen Anti-Notstands-Beschluss des Kongresses +++

Im Streit um die von ihm angestrebte Mauer an der Grenze zu Mexiko hat US-Präsident Donald Trump das erste Veto seiner Amtszeit eingelegt. Damit blockierte Trump einen Beschluss des Kongresses, mit dem seine Notstandserklärung zur Finanzierung der Grenzmauer aufgehoben worden war. Dies berichteten US-Medien übereinstimmend.

Mauerbau-Streit: Trump twittert sein Veto gegen Senatsentscheidung

+++ 20.28 Uhr: Rihanna geht gegen Hamburger Schönheitssalon vor +++

Ein Hamburger Schönheitssalon hat Probleme mit der bekannten R&B-Sängerin Rihanna. Grund dafür ist nicht etwa eine verpatzte Dienstleistung, sondern der Name des Geschäftes. Inhaberin Samia El Aidi hat den Salon nach ihrer Nichte und ihrer Tochter benannt - "Rihana Lami". Doch das stößt den Anwälten der Sängerin bitter auf, denn auch Rihanna ist in der Branche unterwegs. Die Juristen fürchten Verwechslungen und die Ausnutzung des guten Rufes von Rihanna, die unter anderem eine Kosmetikkollektion hat.

Deshalb haben Anwälte nun Widerspruch gegen die Marke "Rihana Lami" eingelegt. Es gebe ein markenrechtliches Widerspruchsverfahren, sagte ein Sprecher des Deutschen Patent- und Markenamtes der Nachrichtenagentur DPA. Der Widerspruch sei auf 38 Seiten relativ umfangreich begründet worden. Bis es zu einer Entscheidung kommt, könne es noch etwa ein Jahr dauern, sagte der Sprecher. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet. 

+++ 19.45 Uhr: Attentäter von Neuseeland war auf dem Balkan unterwegs +++

Bulgarien ermittelt, ob der Attentäter von Neuseeland Kontakte in dem Balkanland gehabt hat, da auf seinen Waffen Namen von Kämpfern gegen die Osmanen eingraviert seien. Der Attentäter von Christchurch habe im November 2018 Bulgarien als Tourist besucht und sich an historischen Orten aufgehalten, sagte Generalstaatsanwalt Sotir Zazarow nach einem Treffen von Regierungsvertretern mit den bulgarischen Geheimdiensten. 

Der Attentäter sei anschließend nach Rumänien und Ungarn weitergereist. Er habe nach den bulgarischen Erkenntnissen 2016 auch andere Balkanländer wie etwa Serbien besucht. Bulgarien prüfe nun, was für Kontakte der Mann in Bulgarien gehabt habe.

In einem im Internet kursierenden Video über die Bluttat in Christchurch sind mit Namen und Symbolen beschriebene Waffen des mutmaßlichen Täters zu sehen. Einige Beschriftungen verweisen auf die Belagerung Wiens durch die Türken 1683, die Schlachten im Russisch-Osmanischen Krieg 1877-78 am Schipkapass im bulgarischen Balkangebirge und den Kampf des albanischen Fürsten Skanderbeg (1405-1468) gegen die Osmanen.

Neuseeland: Rechtsterrorist tötet 40 Menschen bei Angriff auf Moscheen

+++ 19.37 Uhr: Katholische Kirche in Costa Rica bittet um Vergebung für Missbrauchsfälle +++

Die katholische Kirche in Costa Rica hat um Vergebung für Missbrauchsfälle gebeten. Den Verbrechen und Opfern sei bisher nicht genügend Aufmerksamkeit gegeben worden, erklärten die neun Bischöfe der Bischofskonferenz des mittelamerikanischen Lands in einer Videobotschaft, die in lokalen Medien verbreitet wurde. Künftig würden Kandidaten für das Priesteramt stärker überprüft werden, hieß es in der Botschaft. Zudem würden Richtlinien für den Schutz von Minderjährigen an die Kirchenmitarbeiter verteilt, um Missbrauch zu verhindern. Hintergrund dabei sind Vorwürfe gegen einen costa-ricanischen Priester und einen Ex-Priester der Erzdiözese in San José.

+++ 19.33 Uhr: EU und USA setzen weitere Russen wegen Ukraine-Konflikt auf die Sanktionsliste +++

Die EU hat weitere russische Geheimdienstler, Militärs und Grenzschützer auf ihre Sanktionsliste gesetzt. Den insgesamt acht Personen werde vorgeworfen, Mitverantwortung für die jüngste Eskalation des Ukraine-Konflikts zu tragen, teilte die Vertretung der Mitgliedstaaten mit. Dabei sei "ohne jede Rechtfertigung militärische Gewalt" angewendet worden. Bei der Konfrontation im Schwarzen Meer hatte die russische Küstenwache Ende November drei ukrainische Marineboote gewaltsam an der Fahrt durch die Meerenge von Kertsch ins Asowsche Meer gehindert. Die Boote samt Besatzung wurden festgesetzt. Die Seeleute sind bis heute in U-Haft. Die EU-Staaten hatten bereits im Dezember deren sofortige Freilassung gefordert. Unterdessen haben die USA wegen der Krim-Annexion in Eigenregie noch weitere Sanktionen verhängt, unter anderem gegen sechs Rüstungsfirmen, die auf der Krim tätig sind, darunter Werften.

+++ 19.24 Uhr: Deutscher Marc Almert gewinnt die Sommelier-Weltmeisterschaft +++

Der Deutsche Marc Almert ist der beste Sommelier der Welt. Der 27-jährige Experte für Weine gewann die Sommelier-Weltmeisterschaften 2019 im belgischen Antwerpen, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Im Finale setzte er sich gegen eine Dänin und einen Letten durch. Der Kölner arbeitet im Sterne-Restaurant "Pavillon" des Luxushotels Baur au Lac in Zürich und wurde 2017 bereits als bester Sommelier Deutschlands ausgezeichnet. Insgesamt nahmen 66 Teilnehmer aus 63 Ländern an dem alle drei Jahre stattfindenden Wettbewerb teil.

+++ 18.58 Uhr: Anngeret Kramp-Karrenbauer: Merkel soll volle Amtszeit als Kanzlerin absolvieren +++

In der Debatte um einen vorzeitigen Wechsel im Kanzleramt hat sich CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer für einen Verbleib von Angela Merkel (CDU) bis zum Ende der Legislaturperiode ausgesprochen. Sowohl die Bevölkerung allgemein als auch die CDU-Mitglieder wollten, "dass die Bundeskanzlerin bleibt", sagte Kramp-Karrenbauer am Freitag in einem Interview mit RTL Aktuell. "Im Übrigen ist das auch mein Wunsch", betonte sie.

+++ 18.57 Uhr: Regenfluten im mittleren Westen der USA - Missouri für Schifffahrt gesperrt +++

Das stürmische Winterwetter mit zum Teil heftigen Regenfällen hat die Schifffahrt auf dem Missouri River zum Teil lahmgelegt. Auf einem Abschnitt von 100 Meilen zwischen den Städten Omaha (Nebraska) und St. Joseph (Missouri) sei der Fluss wegen extrem hoher Wasserstände und gefährlicher Strömungen für Schiffe nicht befahrbar, teilte die Küstenwache mit. Zwischen St. Joseph und Kansas City dürfe nur mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit gefahren werden. Nach Angaben von Meteorologen haben schwere Regenfälle und Schneeschmelze zu historischen Fluten im Mittleren Westen der USA geführt. In Nebraska sind der Damm eines großen Stausees und ein Atomkraftwerk nach Angaben des Wetterdienstes in Gefahr.

+++ 18.42 Uhr: Entwurzelte Bäume: Sturm und Unwetter im Norden +++

Sturm und Unwetter haben im Laufe des Tages den Straßen- und Zugverkehr in Norddeutschland beeinträchtigt. Umgestürzte Bäume verursachten auf der A21 bei Bad Oldesloe in Schleswig-Holstein eine Vollsperrung. Der Sylt-Shuttle nahm nach Angaben der Bahn zum Beispiel keine Wohnwagengespanne und Lkw mit leeren Anhängern mit. Bei den Fähren zu den Halligen und Nordfriesischen Inseln kam es zu Fahrplanänderungen und Verspätungen, wie die Wyker Dampfschiffs-Reederei mitteilte. Auch die Fähre Rostock nach Gedser in Dänemark wurde am Abend eingestellt, wie die Reederei Scandlines informierte. Für den Abend meldete der Deutsche Wetterdienst (DWD) Weststurm mit zeitweise schweren Böen, auch Gewitter seien nicht ausgeschlossen. An der Elbe in Hamburg-St. Pauli wurden in der Nacht Wasserstände bis 1,50 Meter über dem mittleren Wasserstand erwartet. Eine Überflutung des Hamburger Fischmarkts war nicht auszuschließen.

+++ 17.42 Uhr: Salvini lehnt jegliche Schuldzuweisungen nach Anschlag in Neuseeland ab +++

Nach dem Angriff eines Rechtsextremisten auf zwei Moscheen in Neuseeland hat Italiens rechtsgerichteter Innenminister Matteo Salvini jegliche Schuldzuweisungen gegen ihn zurückgewiesen. Im Online-Dienst Twitter verurteilte Salvini am Freitag die Anschläge mit mindestens 49 Toten und Dutzenden Verletzten und brachte seine "Verachtung für die hassenswerten Mörder" zum Ausdruck. Zugleich sprach er von "Mitleid" gegenüber denjenigen, die sagen würden, "'es ist immer Salvinis Schuld'".

+++ 17.05 Uhr: Boeing will Software an der Bord der 737 Max innerhalb von zehn Tagen ändern +++

Nach dem Flugzeugabsturz in Äthiopien will Boeing die Modernisierung einer möglicherweise fehlerhafte Software an Bord des betroffenen Flugzeugtyps innerhalb der kommenden zehn Tage abschließen. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Freitag aus Branchenkreisen erfuhr, soll dann die Installation der veränderten Software für das sogenannte Trimmsystem MCAS nur zwei Stunden dauern.

+++ 16.55 Uhr: Ermittlungen gegen mehr als ein Dutzend Polizeibeamte in Bayern +++ 

Gegen mehr als ein Dutzend Polizeibeamte bei der Münchner Polizei wird dienstrechtlich und strafrechtlich ermittelt. Fünf Beamte seien vom Dienst suspendiert, acht weitere an andere Dienststellen versetzt worden, wie das Polizeipräsidium München am Freitag mitteilte. Beamte des sogenannten Unterstützungskommandos (USK) der Münchner Polizei sollen demnach in sozialen Netzwerken Inhalte geteilt haben, "die eine straf- beziehungsweise dienstrechtliche Bewertung erfordern". Darunter seien zwei mutmaßlich antisemitische Youtube-Videos. Zudem gehe es um die Benutzung eines Tasers, also Elektroschockers, gegenüber anderen Kollegen innerhalb der Ausbildung, was der Dienstanweisung widerspreche.

"Wir dulden bei der Bayerischen Polizei auch im privaten Bereich nicht, dass beispielsweise über das Internet bezogene Inhalte mit rechtsextremen, fremdenfeindlichen oder antisemitischen Bezug verbreitet werden", erklärte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann. "Wer sich derart verhält, hat in den Reihen der Polizei nichts zu suchen."

+++ 16.40 Uhr: Kein konkreter Tatverdacht wegen verschwundenem Lügde-Beweismaterial +++

Bei den Diebstahl-Ermittlungen zu dem verschwundenen Beweismaterial im Missbrauchsfall von Lügde gibt es bisher keinen konkreten Tatverdacht. "Ein strafrechtlicher Tatverdacht gegen eine bestimmte Person hat sich bislang nicht ergeben", teilten die Staatsanwaltschaft Detmold und die Polizei Bielefeld auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. 

Die Staatsanwaltschaft Detmold hatte am 6. März ein Strafverfahren gegen unbekannt wegen des Verdachts des Diebstahls der 155 CDs und DVDs eingeleitet. Diese waren im Dezember aus einem nicht gesicherten Raum der Kreispolizei Lippe verschwunden. Der Verlust blieb wochenlang bis Ende Januar unbemerkt. Da die intensive Suche nach den Datenträgern ergebnislos geblieben sei, könne ein Diebstahl nicht ausgeschlossen werden, hieß es. 

+++ 16.38 Uhr: Schlag gegen internationale Schleuserbande in Tschechien +++

Mit mehreren Razzien hat die tschechische Polizei einen mutmaßlichen internationalen Schleuserring ausgehoben. Zwölf Verdächtige, die aus ehemaligen Sowjetrepubliken stammen, wurden festgenommen, wie ein Sprecher in Prag mitteilte. Ihnen wird vorgeworfen, mindestens hundert Migranten aus Vietnam, Bangladesch und Sri Lanka über die Ukraine nach Tschechien und von dort nach einem Zwischenstopp weiter nach Deutschland geschleust zu haben. Die Migranten mussten den Schleusern den Angaben zufolge für die gesamte Strecke aus Süd- und Südostasien nach Westeuropa bis zu 20.000 Euro zahlen. Bei einer Verurteilung drohen den Männern Haftstrafen von bis zu zehn Jahren. Sieben der Festgenommenen wurden in Untersuchungshaft genommen, die anderen unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt.

+++ 16.30 Uhr: Zwei Männer wegen Terror-Anschlägen von Paris festgenommen +++

Im Zusammenhang mit den Terroranschlägen von Paris 2015 hat die niederländische Polizei in Amsterdam zwei Männer festgenommen. Die Verdächtigen sollen der Terrormiliz IS möglicherweise die Waffen zu den Anschlägen geliefert haben, teilte die dortige Staatsanwaltschaft mit. Die Männer im Alter von 29 beziehungsweise 31 Jahren waren bereits am Dienstag festgenommen worden. Die Ermittler hatten in ihren Wohnungen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Computer, Dokumente und Handys sicher gestellt. Bei den Anschlägen in Paris waren unter anderem automatische Waffen benutzt worden. Einige der mutmaßlichen Täter sollen im Oktober 2015 in den Niederlanden gewesen sein, um die Waffen abzuholen.

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+++ 16.24 Uhr: Gut 300.000 bei Klimaprotesten in Deutschland +++

Mehr als 300.000 Demonstranten haben nach Schätzungen der Veranstalter an den bundesweiten Protesten für mehr Klimaschutz teilgenommen. Wie die Organisation "Fridays For Future Germany" auf Twitter weiter mitteilte, gab es Proteste in mehr als 230 Städten. Zu den größten Kundgebungen in Berlin, Köln und München kamen nach Polizeiangaben jeweils mehr als 10.000 Teilnehmer. Weltweit waren mehr als 2000 Kundgebungen in rund 125 Ländern geplant. Unterstützung bekommt die ursprünglich von jungen Leuten initiierte Bewegung mittlerweile auch aus anderen Generationen. So haben rund 23.000 Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Stellungnahme unterzeichnet, um dem Anliegen der Klimabewegung Nachdruck zu verleihen.

+++ 16.21 Uhr: Dänische Polizei wirft 26-Jährigem drei Morde an Senioren vor +++

Ein 26-Jähriger wird in Dänemark verdächtigt, im Laufe mehrerer Wochen drei ältere Menschen getötet zu haben. Die Ermittlungen seien aufgenommen worden, nachdem eine 81-jährige Frau in der vergangenen Woche tot in ihrer Wohnung in einem Gebäudekomplex im Kopenhagener Stadtteil Østerbro gefunden worden sei, teilte die Polizei in der dänischen Hauptstadt mit. Der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Er stritt die Tat ab. Der Mann soll nach Angaben der Polizei an einen Schlüssel für die Wohnung der 81-Jährigen gelangt sein, ehe er sie dort tötete. Im Anschluss soll er das Apartment mit zwei Kreditkarten verlassen haben, mit denen er später Einkäufe tätigte. Auch in den anderen Fällen sollen mutmaßlich Kreditkarten gestohlen worden sein.

+++ 16.15 Uhr: Ford will 5000 Arbeitsplätze in Deutschland streichen +++

Der US-Autobauer Ford will in Deutschland 5000 Arbeitsplätze abbauen. Dies bestätigte ein Ford-Sprecher. Zuvor hatte der "Kölner Stadt-Anzeiger" darüber berichtet.

+++ 15.44 Uhr: Karstadt-Eigner Benko bestätigt offiziell Kauf des Chrysler Buildings +++

Die Signa-Holding des österreichischen Investors René Benko und ein US-Partner haben den Kauf des weltberühmten Chrysler Buildings in New York bestätigt. "Wir erwerben eine Legende", sagte Jürgen Fenk, Mitglied des Executive Boards der Signa-Gruppe. Der Kauf des 319 Meter hohen Wolkenkratzers passe perfekt in das Signa-Konzept des Erwerbs historischer Gebäude in besten Innenstadtlagen, hieß es. Nach Medienberichten soll der Kaufpreis etwas mehr als 150 Millionen Dollar betragen (derzeit rund 134 Millionen Euro). Benko ist in Deutschland vor allem als Kaufhaus-Investor bekannt. Das 1930 erbaute Gebäude mit seiner silber glänzenden Spitze und den darunter liegenden Edelstahlbögen aus der Art-Déco-Zeit hat 77 Stockwerke. Es gilt als renovierungsbedürftig.

Video: Lindner kritisiert, dass "Schuleschwänzen" heiliggesprochen wird

+++ 15.01 Uhr: Dresden muss 40.500 Euro Strafe wegen Zuschauer-Vergehen zahlen +++

Zweitligist Dynamo Dresden muss 40.500 Euro Strafe wegen Verfehlungen von Fans zahlen. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund mit. Insgesamt wurden vier Fälle unsportlichen Verhaltens geahndet. Die Dresdner können gegen die Entscheidung vorgehen. Es ging um Vorkommnisse beim Zweitligaspiel auswärts gegen den FC St. Pauli am 1. Dezember vergangenen Jahres. Nach Angaben des DFB zerstörten Dresdner Zuschauer vor dem Anpfiff die sanitären Einrichtungen im Gästebereich, so dass diese im Laufe der ersten Halbzeit für die weitere Nutzung hätten gesperrt werden müssen. In der zweiten Halbzeit hatten Dresdner Zuschauer versucht, eine Zaunfahne der Gastgeber zu entwenden. Bei den nachfolgenden Auseinandersetzungen wurde ein Ordner verletzt. Zudem sei ein Banner mit diskriminierendem Inhalt und durch einen Zuschauer der "Hitler-Gruß" gezeigt worden.

+++ 14.56 Uhr: Polizist verletzt Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft durch Schuss +++

Bei einem Einsatz in einem Flüchtlingsheim in Bad Honnef hat ein Polizist auf einen Bewohner geschossen und ihn am Arm verletzt. Der 30 Jahre alte Senegalese sei in ein Krankenhaus gekommen, aber nicht in Lebensgefahr, teilte die Bonner Polizei mit. Demnach hatte der Beamte mit einem Kollegen am Morgen Mitarbeiter des Ausländeramtes begleitet, weil der 30-Jährige abgeschoben werden sollte. In der kommunalen Unterkunft habe sich dann jedoch eine Bedrohungssituation entwickelt, in deren Verlauf der Mann ein Messer gezogen habe. Schließlich habe einer der beiden 60 Jahre alten Polizisten geschossen. Die Bonner Staatsanwaltschaft und die Kölner Polizei haben die Ermittlungen übernommen.

+++ 14.47 Uhr: Pompeo zuversichtlich über Fortsetzung der Gespräche mit Nordkorea +++

US-Außenminister Mike Pompeo hat sich trotz scharfer Töne aus Nordkorea optimistisch gezeigt, dass die Atomverhandlungen mit dem isolierten Land fortgesetzt werden können. Er bleibe zuversichtlich, dass die US-Regierung die Gespräche mit Nordkorea fortsetzen könne, sagte er. Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un habe versprochen, die Atomtests nicht wieder aufzunehmen. Die USA erwarteten, dass Kim dieser Verpflichtung nachkomme. Die nordkoreanische Führung hatte zuvor weitere Verhandlungen über ihr Atomwaffenprogramm infrage gestellt. Kim Jong Un wolle bald eine offizielle Erklärung zu seinem künftigen Kurs abgeben.

+++ 14.41 Uhr: Beim Verstecken tödlich verletzt: Kind verblutete durch Schnittwunden +++

Ein in Nordrhein-Westfalen beim Versteckspiel tödlich verletzter Junge ist an einer Schnittwunde durch Glasscherben verblutet. Das ergab die Obduktion, wie die Polizei Kleve mitteilte. Der Junge habe sich bei dem tragischen Vorfall am Mittwoch im niederrheinischen Goch an weggeworfenem Fensterglas im Gebüsch geschnitten. "Die Gefäßverletzung am Oberschenkel war erheblich", sagte ein Polizeisprecher.

Der Junge war mit einem gleichaltrigen Spielkameraden unterwegs, als es zu dem Unfall kam. Ein Notarzt konnte ihn zwar noch in ein Krankenhaus in Kleve bringen. Dort habe sich sein Zustand aber so sehr verschlechtert, dass er kurz darauf starb. Die Familie wurde betreut.

+++ 14.02 Uhr: Seehofer beruft erste Frau in Riege seiner Staatssekretäre +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer beruft die erste Frau in die bislang ausschließlich mit Männern besetzte Riege seiner Staatssekretäre: Anne Katrin Bohle soll die Nachfolgerin des ausgeschiedenen Baustaatssekretärs Gunther Adler werden, wie das Innenministerium am Freitag mitteilte. Bohle leitet derzeit die Abteilung für Stadtentwicklung und Denkmalpflege im nordrhein-westfälischen Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung.

+++ 13.35 Uhr: Betreiber von Wohngruppe sollen jahrelang Bewohnerinnen missbraucht haben +++ 

In einer Wohngruppe für hilfsbedürftige Menschen in Raum Gifhorn in Niedersachsen sollen Bewohnerinnen über Jahre hinweg sexuell missbraucht und misshandelt worden sein. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hildesheim sitzt das Ehepaar, das die Wohngruppe betreute, wegen der Vorwürfe in Untersuchungshaft. Der Mann soll in elf Fällen Kinder missbraucht haben, seiner Frau wird Misshandlung von Schutzbefohlenen vorgeworfen.

Die Ermittlungen wurden nach Angaben der Ermittler im Januar durch die Anzeige einer ehemaligen Bewohnerin der Wohngruppe ausgelöst. Bei Durchsuchungen fanden sich demnach Beweismittel wie Datenträger, die den Verdacht untermauern. Das Ehepaar leitete die Wohngruppe seit etwa 25 Jahren. Die Polizei richtete eine Sonderkommission ein. Sie soll alle früheren Bewohner der Gruppe identifizieren und befragen.

+++ 13.30 Uhr: Erstmals Massengrab von jesidischen IS-Opfer im Nordirak geöffnet +++

In der Sindschar-Region im Nordirak ist erstmals ein Massengrab mit jesidischen Opfern der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) geöffnet worden. Die Zeremonie in der Ortschaft Kodscho fand im Beisein von Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad statt, die selbst aus dem Ort stammt. Nach der Eroberung durch die IS-Miliz im August 2014 waren dort womöglich hunderte Männer und Frauen ermordet worden, während mehr als 700 Frauen und Kinder entführt wurden.

+++ 13.12 Uhr: Rund 10.000 Schüler demonstrieren in Wien gegen Klima-Kollap +++

Rund 10.000 Schüler haben nach Angaben der Polizei in Wien für mehr Klimaschutz demonstriert. "Viele Erwachsene fliegen jede Woche mit dem Flugzeug", kritisierte die zwölfjährige Gymnasiastin Mika aus Wien umweltschädliche Mobilität. "Wir essen nie Fleisch und fahren so gut wie nie mit dem Auto", schilderte eine andere Schülerin den Versuch ihrer Familie, möglichst wenig zum Entstehen klimaschädlicher Gase beizutragen. 

+++ 13.12 Uhr: Bundeswehr suspendiert "Reichsbürger" nach Oldenburger Gerichtsurteil  +++

Die Bundeswehr hat erstmals einen Soldaten wegen Verbindungen zu sogenannten Reichsbürgern als Extremisten eingestuft und vom Dienst suspendiert. Ein Gericht in Oldenburg hatte im Jahr 2018 geurteilt, dem Mann sei von der zuständigen Behörde zu Recht die Waffenbesitzkarte und ein kleiner Waffenschein entzogen worden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur begann danach eine Überprüfung des Mannes, nach der gegen ihn auch ein Uniformtrageverbot verhängt wurde. Der Mann habe bei den Behörden erklärte, er wohne im Königreich Preußen und dort im Großherzogtum Oldenburg, berichtete das Magazin. Sogenannte Reichsbürger lehnen die Bundesrepublik Deutschland als Staat und ihre Behörden ab.

+++ 11.41 Uhr: Polizei in Neuseeland evakuiert nach Anschlägen Wohngebiet in Stadt Dunedin +++

Bei den Ermittlung zu den Anschlägen auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch hat die Polizei ein Wohngebiet in der 350 Kilometer entfernt gelegenen Stadt Dunedin evakuiert. Anwohner in der Nähe eines Hauses seien vorsichtshalber in Sicherheit gebracht worden, erklärte die Polizei. Das Haus sei im Zusammenhang mit den Ermittlungen "von Interesse", hieß es. Nähere Einzelheiten wurden nicht genannt.

+++ 11.34 Uhr: Mehrheit hält AKK als Kanzlerin für ungeeignet +++

Eine Mehrheit der Deutschen hält CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer als mögliche Bundeskanzlerin für ungeeignet. 51 Prozent der Befragten äußerten sich im am Freitag veröffentlichen ZDF-"Politbarometer" in diesem Sinne. Nur 34 Prozent hielten AKK demnach als Nachfolgerin von Kanzlerin Angela Merkel für geeignet.

Der Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen zufolge trauen auch nur 41 Prozent der Befragten Kramp-Karrenbauer zu, die CDU erfolgreich in die Zukunft zu führen. 44 Prozent tun dies demnach nicht. Unter den CDU-Anhängern vertrauen zwar immerhin 60 Prozent auf AKK, allerdings 31 Prozent nicht. Von ihren Fähigkeiten als mögliche Kanzlerin zeigen sich 53 Prozent der CDU-Anhänger überzeugt, 38 Prozent nicht.

+++ 11.15 Uhr: Auto bei Unfall in Niedersachsen zweigeteilt - Fahrer leicht verletzt +++ 

Glück im Unglück hat ein 22-Jähriger Autofahrer gehabt, dessen Auto nahe Stade in Niedersachsen bei einem Unfall in zwei Teile gerissen wurde. Der Mann wurde nur leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Am Morgen verlor der 22-Jährige in einer Linkskurve die Kontrolle über sein Auto. Der Wagen geriet ins Schleudern und prallte gegen einen Baum. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Auto in zwei Teile gerissen und komplett zerstört. Den Gesamtschaden schätzte die Polizei auf 5000 Euro.

+++ 11.13 Uhr: Barley: Immer nur mehr Zeit für Brexit-Prozedere bringt "keine Lösung" +++

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) hat sich zurückhaltend über die jüngste Brexit-Entscheidung des britischen Parlaments geäußert. Eine Verschiebung des Brexits sei möglich, man müsse aber wissen, was man mit dieser Zeit anfangen wolle, sagte die SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl im rbb-Inforadio. "Immer nur mehr Zeit einzuräumen, bringt ja keine Lösung."

+++ 10.02 Uhr: Interpol stellt Fahndungsaufruf zu 20 Verdächtigen in Khashoggi-Fall aus +++

Die internationale Polizeiorganisation Interpol hat auf Antrag der Türkei einen Fahndungsaufruf zu 20 Verdächtigen im Fall der Ermordung des saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi herausgegeben. Wie das türkische Justizministerium mitteilte, gab Interpol am 1. März eine sogenannte Red Notice für 20 Verdächtige heraus, die an dem Mord im Istanbuler Konsulat Saudi-Arabiens beteiligt gewesen sein sollen. Die Türkei hatte sie demnach Ende vergangenen Jahres beantragt.

+++ 9.45 Uhr: Kramp-Karrenbauers Beliebtheit eingebrochen +++

Die Beliebtheitswerte der neuen CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer sind dem ZDF-"Politbarometer" zufolge eingebrochen. Aus der Skala der beliebtesten zehn Politiker fiel sie deshalb heraus, ergab die am Freitag veröffentlichte Befragung der Forschungsgruppe Wahlen. Auf der Skala der Beliebtheitswerte von plus 5 bis minus 5 kam sie nur noch auf 0,7, nachdem sie vor zwei Wochen bei 1,4 gelegen hatte. Die repräsentative Umfrage wurde nach Kramp-Karrenbauers viel kritisiertem Fastnachtswitz erhoben, in dem sie sich über Extra-Toiletten für Intersexuelle und die Toilettengewohnheiten von Männern lustig gemacht hatte.

+++ 6.03 Uhr: Zahl der Asylsuchenden aus der Türkei weiterhin auf hohem Niveau +++

Die Zahl der Asylsuchenden aus der Türkei liegt weiterhin auf hohem Niveau: Im Januar registrierten die deutschen Behörden 851 Bewerber aus der Türkei, im Februar waren es 702, wie das Bundesinnenministerium auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Sevim Dagdelen mitteilte. Im November waren 735 und im Dezember 623 Neuzugänge gezählt worden. In den vergangenen Monaten erkannten die deutschen Behörden rund jeden zweiten Asylbewerber aus der Türkei an. Nachdem die Schutzquote im November 50,7 Prozent und im Dezember 53,3 Prozent betrug, lag sie im Januar und Februar bei 49,7 Prozent beziehungsweise 50,5 Prozent.

+++ 5.11 Uhr: Lastwagen kippt um und verliert 24 Tonnen Käse +++

Ein Lastwagen ist in Niedersachsen umgekippt und hat dabei 24 Tonnen Käse verloren. Der Laster war bei Edewecht auf einem Damm beim Überholen eines Traktors in den aufgeweichten Untergrund eingesunken und auf die Seite gestürzt, wie die Polizei mitteilte. Der 36-jährige Fahrer wurde dabei nur leicht verletzt. Bevor der Lkw aufgerichtet und abgeschleppt werden konnte, musste ein Bergungsunternehmen die 24 Tonnen Käse aufsammeln, die der Laster geladen hatte. Der Damm musste dafür bis in die Nacht hinein voll gesperrt bleiben.

+++ 4.57 Uhr: Sojus-Rakete mit Raumfahrern aus den USA und Russland an ISS angedockt +++

Fünf Monate nach der Notlandung einer russischen Sojus-Rakete ist dieses Mal bei einer erneuten bemannten Sojus-Mission alles glatt gegangen: Nach ihrem Start vom russischen Raumfahrtbahnhof im kasachischen Baikonur dockte die Rakete mit zwei US-Astronauten und einem russischen Kosmonauten am Freitag an der Internationalen Raumstation ISS an, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte.

+++ 0.53 Uhr: Israels Militär attackiert Ziele im Gazastreifen +++ 

Nach Meldungen über Raketenangriffe auf den Großraum Tel Aviv haben israelische Kampfjets mehrere Ziele im Gazastreifen attackiert. Die israelischen Streitkräfte bestätigten auf Twitter Angriffe auf mehrere "terroristische" Ziele, machten zunächst aber keine näheren Angaben dazu. Laut dem Nachrichtensender Al-Arabija waren mindestens vier Explosionen in dem Küstengebiet am Mittelmeer zu hören, davon eine besonders schwere in der Stadt Gaza. Beschossen wurde demnach auch ein Quartier der radikalen Palästinenserorganisation Hamas in Chan Junis.

ivi / dho /wue / AFP / DPA