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News des Tages: Mann mit 86 Ehefrauen stirbt im Alter von 93 Jahren

Kreuzung aus Tiger und Löwe in Russland geboren +++ Bahn-Chef Grube tritt zurück +++ Starbucks will Flüchtlinge einstellen +++ Die Nachrichten des Tages im Newsticker.

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Muhammadu Bello Masaba hatte 86 Ehefrauen und 170 Kinder - nun ist er mit 93 Jahren gestorben (Symbolfoto)

Die News des Tages im Überblick:

+++ 23.33 Uhr: Chile schafft einzigartiges Meeresschutzgebiet +++

Chile hat im südlichen Pazifik ein 11.000 Quadratkilometer großes Meeresschutzgebiet geschaffen. Wie das Nationale Fischereiamt (Sernapesca) am Montag mitteilte, liegt das Gebiet beim Juan-Fernández-Archipel, 670 Kilometer vom Festland entfernt. In der Schutzzone befinden sich Seehunde, seltene Fischarten, Tiefseekorallen, Schwämme und Seeanemonen. Die Ökoregion liegt außerdem auf dem Wanderweg von Grünen und Schwarzen Schildkröten sowie von verschiedenen Wal- und Delfinarten. Laut Sernapesca ist das neue Areal eines von weltweit elf einzigartigen Meeresschutzgebieten zum Erhalt der Biodiversität.

+++ 22.34 Uhr: Mann mit 86 Ehefrauen im Alter von 93 Jahren gestorben +++

Ein Nigerianer, der wegen seiner 86 Ehefrauen bekannt geworden war, ist im Alter von 93 Jahren aus gesundheitlichen Gründen gestorben. Muhammadu Bello Masaba sei bereits am Samstag gestorben, sagte sein Sprecher Salahu Bello der Nachrichtenagentur AFP. 2008 war er wegen "prahlerischer Nichtachtung der religiösen Gesetze" und wegen "illegaler Vereinigung mit 86 Ehefrauen" vor ein islamisches Scharia-Gericht gestellt worden. Solche Gerichte überwachen die Einhaltung der Scharia und existieren in zwölf nigerianischen Bundesstaaten.

Das Gericht hatte dem Mann befohlen, im Einklang mit dem Islam nur vier seiner Ehefrauen zu behalten. Doch Masaba weigerte sich mit der Begründung, er habe keine religiösen Vorschriften verletzt. Als er ins Gefängnis kam, demonstrierten seine 86 Ehefrauen mit 20 seiner 170 Kinder vor dem traditionellen Gerichtshof in Minna, der Hauptstadt des Bundesstaates Niger. Letztendlich setzte das Gericht den Fall aus. "Baba weigerte sich, Medikamente zu nehmen. So lebte er. Seine Familie ist immer noch intakt. Seine 86 Frauen waren bei ihm, als er starb", sagte der Sprecher des Verstorbenen.

+++ 20.03 Uhr: Schlichtungsverfahren zwischen Lufthansa und Pilotengewerkschaft Cockpit endet +++

Im festgefahrenen Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa und der Pilotengewerkschaft Cockpit endet am Dienstag offiziell das Schlichtungsverfahren. Unklar war bis zuletzt aber, ob bereits Ergebnisse verkündet werden oder die Schlichtung sogar verlängert wird. Der frühere UN-Botschafter Gunter Pleuger versucht als Schlichter, einen Kompromiss zwischen den Tarifpartnern zu finden.

Im November hatte die Pilotengewerkschaft die Lufthansa an sechs Tagen bestreikt; tausende Flüge fielen aus. Cockpit forderte eine nachträgliche Gehaltserhöhung ab 2012 von durchschnittlich 3,7 Prozent pro Jahr. Lufthansa bot der Gewerkschaft zuletzt eine Steigerung um 4,4 Prozent in zwei Stufen sowie eine Einmalzahlung an.

+++ 19.05 Uhr: US-Diplomaten protestieren gegen Einreiseverbot +++

Mehrere US-Diplomaten haben offiziell gegen die von US-Präsident Donald Trump verhängten Einreiseverbote für Bürger mehrerer muslimischer Länder protestiert. Dies teilte ein Ministeriumssprecher am Montag in Washington mit. Es war aber unklar, wieviele Diplomaten die offizielle Protestnote unterzeichneten, die zunächst nicht veröffentlicht wurde.

+++ 17.20 Uhr: Lieferwagen rutscht auf zugefrorenen See - Eis hält +++

Ein 34-Jähriger ist in der Nähe von Knittlingen in Baden-Württemberg von der Straße abgekommen und mit seinem Lieferwagen auf einem zugefrorenen See gelandet. Wie die Polizei mitteilte, hatte sich zuvor die Fahrertür an dem Wagen geöffnet. Dadurch wurde der Mann auf dem Weg nach Knittlingen abgelenkt und kam von der Fahrbahn ab. Daraufhin durchbrach er mit dem Fahrzeug die Leitplanke - und kam auf einem zugefrorenen See zum Stehen. Die Kälte der vergangenen Tage war wohl seine Rettung: Er konnte sich auf der ausreichend dicken Eisschicht unverletzt in Sicherheit bringen. Helfer der Feuerwehr zogen das Fahrzeug mit einer Winde ans Ufer.

+++ 16.38 Uhr Uhr: Französische Ermittler befragen Fillon und seine Frau zu Vorwürfen +++

Französische Ermittler haben den konservativen Präsidentschaftskandidaten François Fillon und seine Frau laut Medienberichten zu Vorwürfen befragt, seine Ehefrau Penelope jahrelang zum Schein als parlamentarische Mitarbeiterin beschäftigt zu haben. Das Paar sei getrennt angehört worden, berichteten die Sender BFMTV und Franceinfo unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Quellen. Eine Bestätigung dafür gab es zunächst nicht, die nationale Finanz-Staatsanwaltschaft reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage.

+++ 16.13 Uhr: 82-Jährige zieht Spur der Verwüstung durch Lübeck +++

Eine 82-jährige Autofahrerin hat für eine ganze Unfallserie in einem Lübecker Wohngebiet gesorgt. Die Seniorin habe sich mit ihrem unbeleuchteten Kleinwagen zunächst über einen Gehweg zwischen geparkten Autos und eine Mauer hindurchzwängen wollen und dabei unter anderem drei Fahrzeuge beschädigt, teilte die Polizei in der schleswig-holsteinischen Stadt mit. Anschließend kollidierte die Seniorin auf der Fahrbahn mit einem entgegenkommenden Auto, fuhr ohne anzuhalten weiter und geriet nach kurzer Zeit auf einen Grünstreifen neben der Straße. Dort rammte sie erst einen Feldstein und überfuhr dann ein Verkehrsschild, das sie samt Mast und Betonfundament komplett herausriss und mit ihrem Fahrzeug mitschleifte. Trotz der unter ihrem Auto klemmenden Trümmer setzte sie ihre Irrfahrt am Freitagabend allerdings noch ein Stück fort. Erst der Zusammenstoß mit einem größeren Blumenkübel am Straßenrand beendete diese. Herbeigeeilte Beamten seien auf eine "unverletzte, aber sichtlich geschockte" Frau gestoßen, berichtete die Polizei. "Ihren Führerschein händigte die Seniorin den Polizisten noch an Ort und Stelle aus."

+++ 16.07 Uhr: Schüler in Paris auf offener Straße erstochen +++

Bei einer Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen in Paris ist ein Schüler auf offener Straße erstochen worden. Der 17-jährige Gymnasiast wurde um die Mittagszeit in der Nähe seiner Schule im Osten der französischen Hauptstadt von mehreren Jugendlichen angegriffen, wie aus übereinstimmenden Quellen bekannt wurde. Aus Polizeikreisen hieß es, die Angreifer hätten mindestens einmal zugestochen und ihr Opfer verletzt am Boden liegend zurückgelassen. 

+++ 15.56 Uhr: Kurdischer Parteichef aus Haft entlassen +++

Nach mehr als zwei Monaten Untersuchungshaft hat ein türkisches Gericht die Entlassung des Fraktionschefs der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP angeordnet. Idris Baluken werde freigelassen, entschied das Gericht in der Kurdenmetropole Diyarbakir nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Dies habe das Gericht unter anderem damit begründet, dass jegliche Beweise gegen ihn gesammelt worden seien. Für Baluken gelte allerdings ein Reiseverbot.

+++ 15.40 Uhr: Seltener Liger in russischem Wanderzirkus geboren +++

Ein seltener Liger - eine Mischung aus Tiger und Löwe - ist in einem russischen Wanderzirkus auf die Welt gekommen. Die Mutter ist ein Tigerweibchen und der Vater ein Löwe. Eine Kreuzung beider Tierarten ist extrem selten. "Sie war sehr einsam. Deshalb haben wir entschieden, sie mit dem Löwen zusammenzubringen", sagte Zoodirektor Erik Airapetjan russischen Medien. Der Liger sei bereits vor zwei Monaten in der Nähe der südrussischen Stadt Kamensk-Schachtinski geboren worden und werde derzeit mit Ziegenmilch gefüttert. Der kleine Liger werde von den Zoomitarbeitern "Zar" genannt, sagte der Direktor.

Ein ausgewachsener Liger kann bis zu 400 Kilogramm wiegen und etwa dreieinhalb Meter groß werden. In der freien Natur kommt ein Liger nicht vor, Kreuzungen sind umstritten. In Russland wurde erstmals 2004 in Nowosibirsk ein Liger geboren.

+++ 15.25 Uhr: Tote in Gartenlaube: Obduktion angeordnet +++

Nach dem ungeklärten Tod von sechs jungen Leuten in einer Gartenlaube in Arnstein in Bayern ist am Montag die Obduktion der Leichen angeordnet worden. Sie sollte noch im Laufe des Tages erfolgen. Angeordnet wurden außerdem Blutuntersuchungen "auf etwaige körperfremde Stoffe", wie die Würzburger Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei mitteilten. Warum die Teenager starben, sei nach wie vor noch unklar. Die Ermittlungen werden den Angaben zufolge "aufgrund der Vielzahl der Verstorbenen und des Umfangs der erforderlichen Untersuchungen" noch einige Zeit in Anspruch nehmen. 


+++ 14.56 Uhr: AfD sieht Trumps Einreiseverbot als "Vorbild für Deutschland" +++

Die AfD sieht in dem von US-Präsident Donald Trump verhängten Einreiseverbot für Bürger aus mehreren muslimischen Staaten ein Vorbild für Deutschland. "Trump macht es richtig, er macht es uns vor", erklärte Parteivize Alexander Gauland. Der Einreisestopp sei "konsequent und klug", Bundeskanzlerin Angela Merkel solle sich ein Beispiel daran nehmen, so erträumt es sich Gauland. Nach dem Motto "Man kann erst wieder aufnehmen, wenn man zu Hause Klarheit geschaffen hat" solle auch Merkel verfahren, so der stellvertretende AfD-Vorsitzende. Es entspreche einer "vernünftigen Logik", ein solches Dekret zu erlassen, so lange die Bedrohungslage durch Einwanderern aus diesen Ländern "nicht einwandfrei geklärt ist".

+++ 14.41 Uhr: Homosexuelle in Norwegen können nun auch kirchlich heiraten +++

Schwule und Lesben in Norwegen können sich von nun an auch in der Kirche das Jawort geben. Die Synode der norwegischen Kirche verabschiedete in Trondheim eine Liturgie, die die kirchliche Trauung von homosexuellen Paaren möglich macht. 89 von 112 Mitgliedern votierten für den Vorschlag. Zuvor hatte das Kirchenparlament im vergangenen Jahr für die Homo-Ehe vor dem Traualtar gestimmt. Für die neue Liturgie wurde der traditionelle Text leicht geändert. So heißt es daran etwa nicht "Braut und Bräutigam". Zudem werden einige andere Bibelstellen zitiert. Auf dem Standesamt können sich Schwule und Lesben in Norwegen seit 2009 das Jawort geben. Bei der kirchlichen Trauung hinkte das Land bislang aber hinter seinen skandinavischen Nachbarn hinterher: In Dänemark ist sie seit 2012 erlaubt, in Schweden sogar schon seit 2009.

+++ 14.39 Uhr: Linke prüft Klage gegen Trumps Einreiseverbot +++

Die Linke prüft nach Angaben der Parteivorsitzenden Katja Kipping eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof gegen das Einreiseverbot von US-Präsident Donald Trump. Kipping fordert via Twitter, Bundeskanzlerin Angela Merkel müsse den US-Botschafter einbestellen und über die Europäische Union eine Protestresolution in die Vereinten Nationen einbringen. "Das ist ein Kreuzzug gegen Muslime, aber auch ein Kreuzzug gegen Bürgerrechte", sagte Kipping dem Sender n-tv. "Man muss auch sagen, wenn die Bundeskanzlerin nicht tätig wird, dann hätte jeder Bürger hierzulande das Recht, gegen Untätigkeit zu klagen, und zwar beim Europäischen Gerichtshof."

+++ 14.09 Uhr: Behörde veröffentlicht Namen tausender SS-Wachleute in Auschwitz +++

Polen hat eine Datenbank mit den Namen von etwa 8500 SS-Männern des ehemaligen deutschen Konzentrationslagers Auschwitz veröffentlicht. Die Namensliste sowie Fotos und Gerichtsurteile gegen SS-Funktionäre wurden im Internet zugänglich gemacht, wie das Krakauer Büro der polnischen Behörde des Nationalen Gedenkens (IPN) mitteilte. Es handele sich um das bisher umfangreichste Register dieser Art. Es entstand in Zusammenarbeit mit dem Forscher Aleksander Lasik von der Universität Bydgoszcz, wie IPN-Vorsitzender Jaroslaw Szarek sagte. Die Datenbank soll demnach um weitere deutsche Lager ergänzt werden. Szarek bezeichnete das Projekt als Antwort auf die historisch falsche Bezeichnung "polnische Todeslager". "Wir zeigen die Besatzung und zeigen, wer die SS-Männer waren", sagte er.

+++ 14.07 Uhr: Hund springt aus Autofenster und fährt mit Zug nach Bremen +++

Ein Hund ist im niedersächsischen Verden aus einem Autofenster gesprungen und in den nächsten Zug gestiegen. Der bayrische Gebirgsschweißhund fiel in einer Bahn in Richtung Bremen auf, weil er "freundlich wedelnd" Kontakt suchte, wie die Bundespolizei mitteilte. Wie sich später herausstellte, war der Rüde namens Quando entwischt, als seine Besitzerin einige Erledigungen machte. Er lief schnurstracks zum Bahnhof, überquerte die Bahnstrecke und schloss sich auf der Suche nach seinem Frauchen einsteigenden Fahrgästen an. Der Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Donnerstag. In Bremen nahmen ihn zwei Diensthundeführer, die gerade auf Streifenfahrt waren, in Empfang. Später wurde er der überglücklichen Besitzerin übergeben.

+++ 14.05 Uhr: Steigende Ölpreise treiben Inflation in Deutschland auf 1,9 Prozent +++

Kräftig steigende Energiepreise haben die Inflation in Deutschland zum Jahresbeginn auf den höchsten Stand seit Juli 2013 getrieben. Die Verbraucherpreise lagen im Januar um 1,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt am Montag anhand vorläufiger Daten mitteilte. Damit zog die jährliche Teuerung im zweiten Monat in Folge deutlich an, für den Dezember hatten die Wiesbadener Statistiker 1,7 Prozent errechnet. Treiber waren erneut anziehende Preise für Heizöl, Kraftstoffe und Mieten. Energie war um 5,8 Prozent teurer als vor Jahresfrist. Von Dezember auf Januar sank das Preisniveau insgesamt um 0,6 Prozent.

+++ 13.41 Uhr: Terrorverdächtiger Abrini wegen Pariser Anschlägen beschuldigt +++

Die französischen Behörden haben einen Belgier marokkanischer Abstammung wegen der Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 offiziell beschuldigt. Mohamed Abrini wurde einem Antiterror-Richter im Pariser Justizpalast vorgeführt, wie seine Anwälte mitteilten. Abrini ist zudem einer der Hauptverdächtigen der Brüsseler Anschläge vom 22. März 2016. Die Ermittler halten ihn für den "Mann mit dem Hut" vom Brüsseler Flughafen. Die belgischen Behörden überstellten Abrini für 24 Stunden nach Frankreich. Ein Überwachungsvideo zeigt ihn zwei Tage vor den Pariser Attacken zusammen mit dem einzigen Überlebenden der Anschlagskommandos, Salah Abdeslam. Bei den Angriffen auf das Fußballstadion Stade de France, Restaurants und den Musikclub Bataclan in Paris töteten die Islamisten 130 Menschen.

+++ 13.37 Uhr: Grünes Licht für Regierungs-Neustart in Österreich +++

Der Neustart der Regierung in Österreich ist perfekt. Die Parteigremien von SPÖ und ÖVP gaben grünes Licht für das 35-seitige neue gemeinsame Programm. Auf einer kurzen Sondersitzung der Regierung bekannten sich alle Minister zu der Vereinbarung. Auch der bisher zögerliche Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) beugte sich. "Ich werde meine Unterschrift leisten", sagte er unmittelbar vor der Sitzung. Damit ist der Weg frei für das Programm, das ein gemeinsames Regieren der rot-schwarzen Koalition bis zum regulären Wahltermin im Herbst 2018 möglich machen soll. Der neue Pakt umfasst Maßnahmen in Höhe von vier Milliarden Euro, die durch Einsparungen und Konjunktureffekte finanziert werden sollen. Die Koalition von sozialdemokratischer SPÖ und konservativer ÖVP hatte tagelang um einen Neustart gerungen.


+++ 13.18 Uhr: Italienischer Polizei gelingt Schlag gegen Flüchtlings-Schleuser +++

Nach zweijährigen Ermittlungen ist der italienischen Polizei ein Schlag gegen ein internationales Schleusernetzwerk gelungen. Die Bande soll Flüchtlinge und Migranten überwiegend aus Syrien von Italien nach Frankreich gebracht haben. 18 Tatverdächtige verschiedener Nationalitäten wurden in Italien festgenommen, drei von ihnen sitzen bereits im Gefängnis, wie die Polizei mitteilte. Internationale Haftbefehle seien gegen 16 weitere Personen außerhalb des Landes erlassen worden. Die Migranten bezahlten den Schleppern zwischen 1000 und 5000 Dollar (umgerechnet zwischen rund 940 und 4700 Euro). Der Schleuserring hatte von Mailand aus operiert.

+++ 13.08 Uhr: Geschmolzener Brennstoff in Atomruine Fukushima entdeckt +++

Fast sechs Jahre nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima ist der Betreiberkonzern möglicherweise erstmals geschmolzenem Brennstoff auf die Spur gekommen. Wie Tepco bekanntgab, zeigen Kameraaufnahmen eine schwarze Masse unter dem havarierten Reaktor Nummer 2. Es wäre das erste Mal, dass die Bergungskräfte in einem der zerstörten Reaktoren geschmolzenen Brennstoff gefunden hätten. Sollte sich dies bestätigen, wäre dies ein wichtiger Schritt bei den Bemühungen um einen Rückbau der Anlage, hieß es. Eine vollständige Stilllegung wird 30 bis 40 Jahre dauern.

Am 11. März 2011 hatte ein Erdbeben der Stärke 9,0 und ein gewaltiger Tsunami den Nordosten Japans verwüstet und im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi einen Super-Gau verursacht. Sechs Jahre danach stehen die Tausenden von Arbeitern in der Atomruine weiter vor großen Herausforderungen. Dazu gehört die Bergung der geschmolzenen Brennstäbe in den zerstörten Reaktoren, über deren Verbleib bislang noch keine volle Klarheit herrscht. Die Entdeckung der schwarzen Masse könnte nun Licht ins Dunkel bringen. Hierzu hatte Tepco eine ferngesteuerte Kamera eingesetzt, die an einem 10,5 Meter langen Teleskoparm montiert war.

+++ 13.05 Uhr: Umwelthilfe verklagt Ikea wegen Elektroschrott-Rücknahme +++

Der private Verein Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat den Möbelhändler Ikea verklagt, weil dieser angeblich die Vorschriften zur Rücknahme von Elektrogeräten nicht einhält. Das Unternehmen habe eine Erklärung verweigert, dass festgestellte Verstöße abgestellt würden, erklärte die DUH. Daraufhin habe man Klage beim Landgericht Frankfurt eingelegt. Ikea wies die seit dem Sommer 2016 erhobenen Vorwürfe erneut zurück. Man habe sich bereits vor Inkrafttreten des entsprechenden Gesetzes umfassend vorbereitet und setze es in sämtlichen Einrichtungshäusern sowie im Versandhandel um, sagte eine Unternehmenssprecherin in Hofheim bei Frankfurt. Man habe daher keinen Anlass gesehen, gegenüber der DUH Erklärungen abzugeben.

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+++ 13 Uhr: Kreise: CDU-Vorstand einstimmig für Merkel als Kanzlerkandidatin +++

Die CSU unterstützt nach Angaben aus Parteikreisen die neuerliche Kanzlerkandidatur von CDU-Chefin Angela Merkel. Der CSU-Vorstand gab am Montag formal grünes Licht, dass Merkel bei einer gemeinsamen Präsidiumssitzung von CDU und CSU in München zur Kanzlerkandidatin ausgerufen werden darf. Der Vorstandsbeschluss sei einstimmig gefasst worden, verlautete aus Teilnehmerkreisen.

+++ 12.24 Uhr: Bahn-Chef Rüdiger Grube tritt zurück +++

Wie Spiegel Online meldet, tritt der Chef der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, zurück. Demnach gebe es "Ärger mit dem Aufsichtsrat". Auch die deutsche Presse-Agentur berichtet entsprechend. Am Morgen war bereits bekanntgeworden, dass Grube, der eigentlich kurz vor seiner Vertragsverlängerung stand, keine Gehaltserhöhung bekommen soll. Das hatte das "Handelsblatt" unter Berufung auf Regierungskreise berichtet.

Grube habe dem Aufsichtsrat vorgeworfen, sich nicht an Absprachen gehalten zu haben. Ihm sei zuvor eine Vertragsverlängerung um drei Jahre bis Ende 2020 zugesichert worden, er habe im Gegenzug auf eine Gehaltserhöhung und auf eine Abfindung im Falle eines vorzeitigen Abgangs verzichtet, hieß es aus dem Umfeld des Aufsichtsrats.

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+++ 11.02 Uhr: Philippinen wollen umstrittene Anti-Drogen-Einheit auflösen +++

Auf den Philippinen sollen nach der Ermordung eines südkoreanischen Geschäftsmanns die besonders umstrittenen Anti-Drogen-Sondereinheiten der Polizei aufgelöst werden. Polizeichef Ronald Dela Rosa kündigte am Montag zugleich "interne Säuberungen" an. Der Geschäftsmann war vor drei Monaten vermutlich von korrupten Polizeibeamten entführt und getötet worden. Der Kampf gegen die Drogenkriminalität wird in dem südostasiatischen Inselstaat unter dem neuen Präsidenten Rodrigo Duterte brutal geführt. International gibt es viel Kritik daran. Nach offiziellen Angaben wurden seit Dutertes Amtsantritt im vergangenen Juni bereits mehr als 2250 Verdächtige im Kampf gegen die Drogenkriminalität getötet.

+++ 10.16 Uhr: Goebbels-Sekretärin Brunhilde Pomsel mit 106 Jahren gestorben +++

Die ehemalige Sekretärin des NS-Propagandaministers Joseph Goebbels, Brunhilde Pomsel, ist tot. Pomsel sei am Freitag mit 106 Jahren in ihrem Münchner Altenheim gestorben, sagte der österreichische Regisseur Christian Krönes. Krönes hatte mit Pomsel den Dokumentarfilm "Ein deutsches Leben" gedreht, in dem die als eine der letzten Zeitzeuginnen aus dem Umfeld des engsten NS-Führungszirkels geltende Pomsel über ihre Arbeit unter Goebbels berichtete. Pomsel arbeitete von 1942 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 im von Goebbels geleiteten Propagandaministerium. Das Ende des Kriegs erlebte sie im Führerbunker in Berlin, wo sie bis zum Suizid Adolf Hitlers am 30. April 1945 war. Ihre eigene Rolle im Nationalsozialismus bezeichnete Pomsel bis zum Ende als unbedeutend, von der Judenvernichtung wollte sie trotz ihrer Nähe zum engsten NS-Führungszirkel nichts mitbekommen haben.

+++ 10.06 Uhr: 43 Festnahmen im Zusammenhang mit Waldbränden in Chile +++

Im Zusammenhang mit den verheerenden Waldbränden in Chile sind 43 Menschen wegen des Vorwurfs der Brandstiftung festgenommen worden. Sie seien "möglicherweise verantwortlich" für einige der Feuer, sagte Präsidentin Michelle Bachelet. Die meisten Verdächtigen wurden demnach in den am schwersten betroffenen Regionen O'Higgins, Maule und Biobio festgenommen. Ihnen droht eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren. Die nach Angaben der Regierung schlimmsten Waldbrände in der Geschichte Chiles wüten bereits seit mehr als einer Woche im Süden und im Zentrum des Landes. Elf Menschen kamen bislang ums Leben. Mehr als 400.000 Hektar Land fielen den Flammen zum Opfer, tausende Bewohner der dünn besiedelten Region mussten ihre Häuser verlassen. Mehrere Dörfer wurden komplett zerstört. 

+++ 9.17 Uhr: Airbnb vermittelt nach US-Einreiseverbot kostenlose Unterkünfte für Betroffene +++

Das Zimmervermittlungsportal Airbnb bietet Betroffenen des US-Einreiseverbots für Muslime kostenlose Übernachtungen an. "Airbnb stellt Flüchtlingen und jedem, dem die Einreise in die USA verweigert wird, eine kostenlose Unterkunft", schrieb Airbnb-Chef Brian Chesky auf Twitter. Wer dringend eine Unterkunft suche, könne ihn kontaktieren. In einem weiteren Eintrag verwies Chesky auf eine Internetseite von Airbnb, auf der sich Menschen registrieren können, wenn sie eine Unterkunft kostenfrei zur Verfügung stellen wollen. "Lasst uns alle Wege finden, um Menschen miteinander zu verbinden, anstatt sie trennen", hatte er bereits am Samstag getwittert.

+++ 8.53 Uhr: Bund verweigert Bahn-Chef Grube Gehaltserhöhung +++

Bahn-Chef Rüdiger Grube bekommt bei seiner anstehenden Vertragsverlängerung einem Zeitungsbericht zufolge keine Gehaltserhöhung. Anders als von Grube gewünscht werde es keine Gehaltserhöhung geben, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Regierungskreise. Der 65-Jährige und der Bund als Eigentümer verständigten sich demnach nach intensiven Verhandlungen aber darauf, den Vertrag um drei und nicht nur wie zwischenzeitlich offenbar angedacht um zwei Jahre zu verlängern. Grube steht seit Mai 2009 an der Spitze des Unternehmens und bekommt eine Festvergütung von 900.000 Euro im Jahr. Inklusive Boni verdiente er im Geschäftsjahr 2015 gut 1,4 Millionen Euro. Allerdings rutschte das Unternehmen 2015 erstmals seit zwölf Jahren in die roten Zahlen.

+++ 8.06 Uhr: Emirates stellt nach Trump-Dekret Besatzung für US-Flüge um +++

Angesichts des US-Einreiseverbots für Muslime stellt die arabische Fluggesellschaft Emirates ihre Besatzung für Flüge in den USA um. "Die jüngste Änderung der Einreisebedingungen in die USA für Bürger von sieben Staaten gilt für alle Reisenden und Crewmitglieder", teilte die größte Airline der Vereinigten Arabischen Emirate mit. Das Unternehmen habe bei der Besatzung deshalb "notwendige Änderungen" vorgenommen, um die neuen Anforderungen zu erfüllen. Unter den Angestellten von Emirates sind auch Bürger von den sieben mehrheitlich muslimischen Staaten, gegen die US-Präsident Donald Trump am Freitag ein vorübergehendes Einreiseverbot verhängt hatte. Die Fluggesellschaft fliegt mehrere Städte in den USA an. Bisher sei kein Besatzungsmitglied von der Neuregelung betroffen gewesen, erklärte das Unternehmen. Die Flüge finden den Angaben zufolge wie geplant statt.

+++ 6.51 Uhr: Sechs tote Teenager in Gartenlaube: Hintergrund weiter unklar +++

Nach dem Fund von sechs Toten in einer Gartenlaube in Unterfranken geben die Hintergründe des schrecklichen Geschehens weiter Rätsel auf. "Die Umstände sind nach wie vor unklar", sagte Polizeisprecher Björn Schmitt. Eine Obduktion der Leichen soll Aufschluss über die Todesursache der sechs jungen Menschen geben. Am Sonntag hatte ein besorgter Vater in Arnstein im Landkreis Main-Spessart in dem Gartenhäuschen die Leichen der sechs jungen Menschen im Alter von 18 und 19 Jahren entdeckt. Unter den Opfern sind auch ein Sohn und eine Tochter des Mannes. Die sechs jungen Leute hatten in der abgelegenen Gartenlaube eine Party gefeiert.

+++ 6.34 Uhr: Kanadas Premier spricht nach Schüssen auf Moschee von "Terroranschlag" +++

Nach den tödlichen Schüssen auf eine Moschee der kanadischen Stadt Quebec hat Premierminister Justin Trudeau von einem "Terroranschlag" gesprochen. "Wir verurteilen dieses terroristische Attentat auf Muslime in einem Gotteshaus", erklärte Trudeau. Am Vorabend hatten zwei bewaffnete Männer im Islamischen Zentrum der Stadt das Feuer auf Gläubige eröffnet und dabei nach übereinstimmenden Angaben fünf Menschen erschossen. 

+++ 6.21 Uhr: Volkswagen überholt Toyota als größter Autobauer der Welt +++

Der japanische Autobauer Toyota hat die Krone als größter Autobauer der Welt an Volkswagen verloren. Nach am Montag vorgelegten Daten verkaufte die Toyota-Gruppe, zu der auch der Kleinwagenspezialist Daihatsu Moto und der Nutzwagenhersteller Hino Motors gehören, im vergangenen Jahr weltweit 10,17 Millionen Fahrzeuge. Das ist ein knappes Plus von 0,2 Prozent zum Vorjahr. Der Erzrivale aus Wolfsburg setzte dagegen 10,31 Millionen Autos ab. Es ist das erste Mal seit fünf Jahren, dass der japanische Branchenprimus die Führung als größter Autobauer abgeben musste.

+++ 6.11 Uhr: Mehrere Tote bei mutmaßlichem Terroranschlag auf Moschee in Kanada +++

Mutmaßliche Terroristen haben während des Abendgebets eine in der kanadischen Ostküstenmetropole Quebec gestürmt und mehrere Menschen erschossen. Die örtliche Polizei bestätigte, dass es eine Schießerei mit Toten und Verletzten sowie mehrere Festnahmen gegeben habe, nannte aber zunächst keine genauen Zahlen. Der Vorsitzende der Moschee sagte der Deutschen Presse-Agentur, er sei gebeten worden, fünf Leichen zu identifizieren. Der Premierminister der Provinz Quebec, Philippe Couillard, bezeichnete die Bluttat in der Nacht zum Montag als Terrorakt. Medienberichten zufolge wurden zwei Verdächtige festgenommen. Einen von ihnen hätten die Sicherheitskräfte nach einer Verfolgungsjagd gefasst. Laut der Zeitung "Le Soleil" war einer der der Festgenommenen mit einem Kalaschnikow-Sturmgewehr bewaffnet.


+++ 5.35 Uhr: Starbucks will in den nächsten fünf Jahren 10.000 Flüchtlinge einstellen +++

Als Reaktion auf das von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot für Bürger aus mehreren muslimischen Staaten will in den nächsten fünf Jahren weltweit 10.000 Flüchtlinge einstellen. Dies kündigte der Chef der US-Café-Kette, Howard Schultz, in einem auf der Firmen-Website veröffentlichten Brief an seine Mitarbeiter an. Demnach wird der Konzern in allen 75 Ländern, in denen er Filialen betreibt, in den nächsten Jahren Flüchtlinge einstellen, die vor Kriegen, Verfolgung und Diskriminierung geflohen seien. Beginnen werde er in den USA mit der Beschäftigung von Flüchtlingen, die in ihren Ländern für das US-Militär gearbeitet hätten, wie etwa Übersetzer. Scharf kritisierte Schulz auch die Pläne Trumps, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko hochzuziehen, um illegale Einwanderer zu stoppen. "Baut Brücken, keine Mauern", schrieb er. Nach seinen Angaben wird Starbucks weiterhin in Mexiko investieren, wo der Konzern bereits 600 Cafés mit 7000 Mitarbeitern hat.

+++ 5.25 Uhr: Flugzeug muss nach Start in Hamburg wegen Geruchs an Bord umkehren +++

Wegen eines sonderbaren Geruchs an Bord ist am Sonntagabend ein Germanwings-Flugzeug aus in Richtung Stockholm wieder umgekehrt. Sechs Menschen in dem Airbus 319 hatten über Unwohlsein geklagt, wie die Hamburger Feuerwehr mitteilte. Drei von ihnen waren Besatzungsmitglieder und wurden nach der Landung in ein Krankenhaus gebracht. Die drei Passagiere wurden den Angaben zufolge von Rettungskräften vor Ort untersucht. Die Ursache für den Geruch in der Flugzeugkabine war zunächst unklar.

+++ 3.51 Uhr: Mindestens vier Tote bei Schießerei in Moschee in Quebec +++

Bei einer Schießerei im islamischen Kulturzentrum der kanadischen Stadt sind nach Angaben örtlicher Medien mindestens vier Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden. 

+++ 2.33 Uhr: Brand in Hallenkomplex sorgt für Millionenschaden +++

Ein Brand in einem Hallenkomplex in Heilbronn hat einen geschätzten Schaden von rund drei Millionen Euro verursacht. Das Mehrzweckgebäude mit Lagerräumen, Büros und Werkstätten fing aus zunächst ungeklärter Ursache am Sonntagabend Feuer, wie die mitteilte. Die Halle wurde durch die Flammen komplett zerstört. Weil Einsturzgefahr bestand, hätten die Ermittler am Abend noch nicht mit der Spurensuche beginnen können, sagte ein Polizeisprecher. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand.

jen / DPA / AFP