HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: Mehrere Tote bei Schießerei in Zeitungsredaktion bei Washington

Italien mit Veto zu Flüchtlingsbeschlüssen +++ Richter lehnt Freispruch von Deniz Yücel ab +++ Überschwemmungen während Urlaubssaison in Griechenland +++ Die Nachrichten des Tages im Ticker.

Annapolis

In Annapolis wurden mehrere Menschen in einer Zeitungsredaktion erschossen.

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Schüsse in Nachrichtenredaktion in Maryland (21.25 Uhr)
  • Italien blockiert vorläufig erste Gipfelbeschlüsse in Brüssel (20.28 Uhr)
  • Löw und Bierhoff kündigen nach Rückkehr "harte Analyse" an (16.15 Uhr) 
  • Italien droht mit Veto bei EU-Gipfel zu Flüchtlingsbeschlüssen (14.41 Uhr)
  • Eritreer in Ismaning bewusstlos geprügelt (13.26 Uhr)

Die Nachrichten des Tages: 

+++ 22.54 Uhr: Mindestens fünf Tote bei Schüssen in Maryland +++

Durch Schüsse in der Redaktion einer Lokalzeitung in Annapolis im US-Bundesstaat Maryland sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Das gab der Polizeichef der Stadt, Bill Krampf, bekannt. Ferner hätten mehrere weitere Menschen zum Teil schwere Verletzungen erlitten. Der Schütze sei festgenommen worden. Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus. Der Verdächtige werde vernommen. Über ein mögliches Motiv wurde zunächst nichts bekannt.

+++ 22.07 Uhr: Schüsse in US-Zeitung - Verdächtiger festgenommen +++

Nach weiteren Berichten von Lokalmedien wurde ein Verdächtiger festgenommen. Die "Capital Gazette" zählt zu den ältesten Tageszeitungen in den USA. Die Stadt Annapolis ist die Hauptstadt des Bundesstaates Maryland.  

Die Polizei hat nach Medienberichten das betroffene Gebäude geräumt und die Bevölkerung aufgerufen, sich fernzuhalten. Spezialkräfte suchten nach möglichen Sprengsätzen. Die Gegend wurde weiträumig abgesperrt. 

Der Gouverneur des Bundesstaates Maryland, Larry Hogan, zeigte sich betroffen. "Ich war völlig bestürzt, als ich von dieser Tragödie in Annapolis erfuhr", schrieb er auf Twitter. Er forderte die Bevölkerung auf, allen Anweisungen der Behörden Folge zu leisten.

+++ 21.25 Uhr: Mehrere Tote bei Schüssen in Zeitungsredaktion bei Washington +++

In einer Zeitungsredaktion in Annapolis nahe der US-Hauptstadt Washington sind nach Angaben des zuständigen Sheriffs mehrere Menschen erschossen worden. Der Tatort ist der Newsroom der Zeitung "Capital Gazette", sagte Bezirkssheriff, Ron Bateman in einem Live-Telefonat dem Sender Fox News. Örtliche Medien berichteten von vier Toten.

Ein Reporter der betroffenen Zeitungsredaktion schrieb auf Twitter: "Ein Einzelschütze hat in meinem Büro auf mehrere Menschen geschossen. Einige davon sind tot." Nach Schilderung von Augenzeugen haben sich Beschäftigte unter Schreibtischen versteckt, um sich vor den Schüssen zu schützen. 

+++ 21.10 Uhr: Österreichs Kanzler droht Gegenmaßnahmen bei deutschem Alleingang an Grenze an +++

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat für den Fall eines deutschen Alleingangs bei der Zurückweisung von Flüchtlingen an der Grenze mit Gegenmaßnahmen gedroht. "Wenn Deutschland hier Maßnahmen setzt, dann werden wir selbstverständlich die gleichen Maßnahmen an unseren Grenzen setzen, um Schaden von der Republik Österreich abzuwenden", sagte Kurz in Brüssel. "Das werden notgedrungenerweise Handlungen an der Grenze zu Deutschland sein."

Damit reagierte Kurz auf die Drohung von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), jene Asylbewerber an den deutschen Grenzen zurückzuweisen, die bereits in einem anderen EU-Land registriert sind. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will dies verhindern und stattdessen "europäische Lösungen" ausarbeiten, um den Weiterzug registrierter Flüchtlinge von einem EU-Land in ein anderes zu verhindern.

+++ 20.28 Uhr: Italien blockiert vorläufig erste Gipfelbeschlüsse in Brüssel +++

Italien hat beim EU-Gipfel erste Beschlüsse blockiert. Ministerpräsident Giuseppe Conte wolle zunächst die für den Abend geplante Debatte über die Migrationspolitik der Europäischen Union abwarten, hieß es am Abend aus italienischen Regierungskreisen in Brüssel. Eine Pressekonferenz der EU-Spitzen wurde abgesagt.

Offenbar wollte Conte damit ein Druckmittel in der Hand behalten. Denn er hatte schon am Nachmittag gedroht, die gesamte Gipfelerklärung nicht mitzutragen, wenn die EU-Partner der Regierung in Rom beim Thema Asyl nicht entgegenkommen. EU-Ratspräsident Donald Tusk hatte ursprünglich vor, erste Beschlüsse zur Handelspolitik und Verteidigungspolitik bereits am Nachmittag im Konsens billigen zu lassen. Dies wollte Conte nicht akzeptieren, wie es aus Teilnehmerkreisen hieß.

+++ 19.15 Uhr: Bericht: Trump soll sich bei G7-Gipfel abfällig über die Nato geäußert haben +++

US-Präsident Donald Trump soll sich beim G7-Gipfel Anfang Juni in Kanada laut einem Medienbericht hinter verschlossenen Türen abfällig über die Nato geäußert haben. Trump habe die Militärallianz bei dem Treffen mit den westlichen Partnern als "so schlimm wie Nafta" bezeichnet, berichtete das US-Nachrichtenportal "Axios". 

Nafta ist das Freihandelsabkommen der USA mit Kanada und Mexiko von 1994. Trump sieht die USA durch das Abkommen übervorteilt und droht mit dem Ausstieg aus der Vereinbarung. Die Nato wiederum hatte Trump vor seinem Amtsantritt vor 17 Monaten als "obsolet" bezeichnet, was die Partnerstaaten damals erheblich alarmierte. Derart harsche Worte für die Allianz wählte er allerdings seither zumindest öffentlich nicht mehr. Trump kritisiert jedoch ständig, dass die USA einen überproporzionalen Finanzbeitrag zu dem Bündnis leisteten. Er verlangt vor allem von Deutschland, sein Verteidigungsbudget deutlich aufzustocken.

+++ 19.05 Uhr: Ungarn offen für Gespräche mit Deutschland über Migration +++

Ungarn zeigt sich offen für Gespräche über ein Abkommen mit Deutschland zur Migrationspolitik. Die deutsche Regierung habe am Rande des EU-Gipfels in Brüssel um bilaterale Verhandlungen gebeten, hieß es aus ungarischen Regierungskreisen in Brüssel. "Ungarns Position zur Migration ist klar, aber wir sind immer offen für Dialog. Aus unserer Sicht ist es richtig, wenn jeder mit jedem verhandelt." Ungarns vertritt die Linie, dass keine weiteren Flüchtlinge nach Europa kommen sollten.

+++ 18.55 Uhr: Ex-Staatschef Saakaschwili in Georgien zu Haftstrafe verurteilt +++

Ein georgisches Gericht hat den ehemaligen Staatschef Michail Saakaschwili Berichten zufolge in Abwesenheit wegen Amtsmissbrauchs zu sechs Jahren Haft verurteilt. Er habe während seiner Amtszeit Befugnisse überschritten und 2005 einen Angriff auf einen georgischen Oppositionellen mitorganisiert, urteilte das Gericht in Tiflis dem Staatsfernsehen zufolge. Andere Beteiligte seien ebenfalls zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

+++ 18.02 Uhr: Drei geladene Pistolen in einer Woche am Flughafen Baltimore +++

Die Sicherheitskräfte am Flughafen Baltimore-Washington haben binnen einer Woche drei Menschen beim Versuch erwischt, mit geladener Schusswaffe an Bord eines Flugzeugs zu gelangen. Nach Waffen bei zwei Männern in den Vortagen sei eine mit sieben Kugeln geladene Pistole im Handgepäck einer Frau aus Pennsylvania gefunden worden, teilte die Sicherheitsbehörde TSA mit. Die Frau hatte angegeben, die Waffe sei vermutlich von ihrem Ehemann in dem Koffer geblieben, und sie habe die Pistole gar nicht bemerkt. Sie sei von der Polizei vorübergehend festgenommen worden.

+++ 17.45 Uhr: 45 Kinder und Betreuer in Ferienanlage an Norovirus erkrankt +++

In einer Ferienanlage in Thüringen sind 45 Schüler und Betreuer an Norovirus erkrankt. Das Klinikum in Coburg (Bayern) habe den Verdacht bestätigt, sagte ein Sprecher des Landratsamtes im thüringischen Sonneberg. Die Erkrankten hatten zuvor über Übelkeit, Bauchschmerzen und Brechdurchfall, teils auch über Fieber und Kreislaufprobleme geklagt. 20 Erkrankte mit schwereren Symptomen wurden in Krankenhäusern der Region behandelt werden. Die anderen wurden in der Ferienanlage in Rauenstein im Kreis Sonneberg von Ärzten und Rettungskräften betreut und behandelt. Die Kinder seien stabil, hieß es.

+++ 17.30 Uhr: Steinmeier zum Asylstreit: Wunden werden schwer heilen +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sorgt sich um die Folgen für die Demokratie durch den erbitterten Asylstreit zwischen CDU und CSU. Die politischen Kosten dieser wochenlangen Auseinandersetzung seien schon jetzt hoch, sagte Steinmeier der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Natürlich müsse über die Zukunft der Zuwanderungspolitik gestritten werden. "Mich besorgen aber Art und Schärfe der gegenwärtigen Auseinandersetzung zutiefst", sagte Steinmeier. "Die Wunden, die man sich gegenseitig durch öffentliche Worte zugefügt hat, werden schwer heilen."

Er hoffe, "dass die Beteiligten zu einer Sprache zurückfinden, die Kompromisse ermöglicht, die in jeder Regierungskonstellation nötig sind". Das Staatsoberhaupt warnte zugleich vor unabsehbaren Folgen des Streits auch für die EU. Bei europäischen Politikern sei die Sorge groß, dass in der gegenwärtigen Krise Europas auch noch der Stabilitätsfaktor Deutschland wegfalle. "Das ist etwas, was in unserem eigenen Land teilweise auf besorgniserregende Weise unterschätzt wird."

+++ 17.15 Uhr: "Lifeline"-Kapitän zum Verhör in Malta +++

Der deutsche Kapitän der Rettungsschiffs "Lifeline" musste erneut der Polizei in Malta Rede und Antwort stehen. Claus-Peter Reisch sei verhört worden, am Vorabend habe er lediglich Formalien bei der Polizei erledigen müssen, sagte Neil Falzon, der die Dresdner Organisation Mission Lifeline in Valletta juristisch unterstützt, der Deutschen Presse-Agentur. Bisher wurde das Schiff noch nicht beschlagnahmt. Das hatte Maltas Premier Joseph Muscat am Mittwoch angekündigt. 

+++ 17.10 Uhr: Hund zieht Zwölfjährige auf Straße - Mädchen schwer verletzt +++

Ein Hund hat eine Zwölfjährige beim Gassigehen in Sindelfingen (Baden-Württemberg) auf die Straße gezogen und so in einen Unfall verwickelt. Wie die Polizei mitteilte, wurde das Mädchen bei dem Vorfall schwer verletzt. Der angeleinte Hund hatte die Zwölfjährige am Mittwoch plötzlich über die Straße gezogen - vermutlich weil er auf der anderen Seite weitere Hunde gesehen hatte. Ein Auto erfasste das Tier. Das Mädchen wurde hinterhergezogen und prallte mit dem Kopf gegen den Außenspiegel des Autos. Ein Rettungshubschrauber brachte die Zwölfjährige ins Krankenhaus. Auch der 38 Jahre alte Fahrer, der einen Schock erlitt, wurde in ein Krankenhaus gebracht. Ob der Hund den Unfall überlebte, war zunächst unklar.

+++ 16.52 Uhr: Nato begrüßt geplantes Treffen von Trump mit Putin +++

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat das geplante Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin begrüßt. "Für mich ist Dialog kein Zeichen der Schwäche, sondern ein Zeichen der Stärke", kommentierte er in Brüssel. Mit Russland zu reden, entspreche "absolut" der politischen Linie der Nato. "Wir wollen keinen neuen Kalten Krieg und wir wollen Russland auch nicht isolieren", ergänzte er. Ziel der Allianz sei eine bessere Beziehung zu Russland.

Offen ließ Stoltenberg allerdings, was er vom Zeitpunkt des Treffens mit Putin hält. Es soll nur vier Tage nach dem Nato-Gipfel am 11. und 12. Juli stattfinden. In Bündniskreisen war zuletzt befürchtet worden, dass Diskussionen über das Treffen von Trump und Putin den Gipfel überschatten könnten.

+++ 16.35 Uhr: Luxemburgs Premier Bettel nennt CSU "irgendeine bayerische Partei" +++

Zum Auftakt des EU-Gipfels hat sich Luxemburgs Regierungschef Xavier Bettel verärgert über das Vorgehen der CSU in der Migrationspolitik gezeigt. "Es kann nicht sein, dass irgendeine bayerische Partei entscheidet, wie Europa funktioniert", sagte Bettel in Brüssel. Er hoffe, dass "auch Herr Seehofer verstehen wird", dass Europa in der Flüchtlingspolitik zusammenarbeiten müsse. Bettel warnte vor nationalen Alleingängen bei der Zurückweisung von Flüchtlingen, wie sie Seehofer angekündigt hat: Dies würde in Europa zu einem "Domino-Effekt" führen. Für den Abend erwarte er "schwierige" Gespräche der EU-Staats- und Regierungschefs über die Migrationspolitik, sagte der Liberale aus Luxemburg. Die Gipfelberatungen stehen unter dem Eindruck des Streits der deutschen Unionsparteien CDU und CSU. 

+++ 16.15 Uhr: Löw und Bierhoff kündigen nach Rückkehr harte Analyse an +++

Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Teammanager Oliver Bierhoff haben eine "knallharte" Analyse des WM-Debakels angekündigt. Von einem möglichen Löw-Rücktritt war nach der Rückkehr der Fußball-Nationalmannschaft aus Russland aber nicht die Rede. "Es braucht tiefgreifende Maßnahmen, es braucht klare Veränderungen, und das müssen wir jetzt besprechen, wie wir das tun", sagte der entthronte Weltmeister-Coach am Frankfurter Flughafen. Bierhoff kündigte an, in den kommenden Tagen intensiv nach den Ursachen für das historische WM-Aus zu suchen. "Wir werden täglich in Kontakt sein."

+++ 16.13 Uhr: Vulkan-Ausbruch auf Bali - Dutzende Flüge abgesagt +++

Wegen eines Vulkanausbruchs auf der indonesischen Ferieninsel Bali sind Dutzende Flüge abgesagt worden. Die malaysische Fluggesellschaft AirAsia strich 22 Flüge von und nach Bali. Fünf weitere Verbindungen wurden verschoben. Auch die australische Airline JetStar sagte 14 Flüge ab. Der Vulkan Agung, rund 75 Kilometer vom beliebten Ferienort Kuta entfernt, hatte zuvor große Rauch- und Aschewolken ausgestoßen, die mehr als tausend Meter hoch stiegen. Die indonesische Behörde für Katastrophenmanagement erklärte, die Gefahrenstufe habe sich dennoch nicht geändert. Der Flugverkehr sei nicht in Gefahr.

+++ 15.32 Uhr: EU-Migrationsgipfel hat begonnen +++

Beherrscht vom Streit über die Asylpolitik hat der EU-Gipfel in Brüssel begonnen. Unter hohem Erfolgsdruck sucht Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dort nach einem Ausweg aus dem erbitterten Asylstreit mit der CSU. Bis zum Wochenende will sie eine europäische Lösung präsentieren, die Innenminister und CSU-Chef Horst Seehofer vom nationalen Alleingang bei Zurückweisungen von mehr Migranten an der deutschen Grenze abhält.

+++ 14.41 Uhr: Italien droht mit Veto bei EU-Gipfel zu Flüchtlingsbeschlüssen +++

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hat mit einem Veto gegen die geplanten Beschlüsse des EU-Gipfels zur Flüchtlingsfrage gedroht, sollten seine Forderungen nicht erfüllt werden. Er sei dann bereit, "daraus alle Konsequenzen zu ziehen", sagte Conte vor dem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel. Eine Blockade der Gipfelbeschlüsse zu Migration sei von ihm zwar nicht gewünscht, aber "eine Möglichkeit".

+++ 14.09 Uhr: Gipfel von Putin und Trump findet am 16. Juli in Helsinki statt +++

Der Gipfel zwischen dem russischen Staatschef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump findet am 16. Juli in der finnischen Hauptstadt Helsinki statt. Das teilte der Kreml in Moskau der Agentur Interfax zufolge mit.

+++ 13.43 Uhr: Familienvater erleidet schweren Stromschlag beim Auffüllen von Kinderpool +++

Ein Familienvater hat in einem Fluss bei Goslar in Niedersachsen einen schweren Stromschlag erlitten, als er mit einer Tauchpumpe einen Kinderpool auffüllen wollte. Er brach in der Grane bewusstlos zusammen, wie die Polizei mitteilte. Zwei Kinder und zwei Erwachsende erlitten demnach leichte Stromschläge.

Zunächst bekam den Ermittlungen zufolge die siebenjährige Tochter des 36-Jährigen einen Stromschlag, als sie nach der Tauchpumpe sah. Als ihr Vater sie dann herauszog, brach er im Wasser zusammen. Auch eine Freundin der Tochter, deren Mutter und ein herbeigeeilter Nachbar wurden durch leichte Stromschläge verletzt. Der 36-Jährige wurde in eine Klinik nach Goslar gebracht. Die Polizei beschlagnahmte die Tauchpumpe. Die genaue Ursache des Stromschlags ist unklar.

+++ 13.26 Uhr: Eritreer bei ausländerfeindlichem Übergriff bewusstlos geprügelt +++

Ein 28 Jahre alter Deutscher hat am S-Bahnhof Ismaning bei München einen Eritreer bewusstlos geschlagen. Der Täter war nach Angaben der Polizei mit einem gleichaltrigen Freund in der S-Bahn auf eine Gruppe Afrikaner getroffen. Zuerst machten die beiden abfällige, fremdenfeindliche Bemerkungen über die Afrikaner. Nach dem Aussteigen am Bahnhof Ismaning riss der 28-Jährige den 21-jährigen Eritreer zu Boden und trat auf ihn ein. Das Opfer verlor das Bewusstsein und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Der Vorfall ereignete sich bereits am Abend des 15. Juni. Aufgrund der Verletzungen des Opfers und der Sprachschwierigkeiten habe aber erst jetzt ermittelt werden können, was vorgefallen sei, sagte eine Polizeisprecherin. Die beiden Deutschen wurden wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung angezeigt.

+++ 13.14 Uhr: 86-Jähriger verwechselt Brems- und Gaspedal und fährt mehrere Menschen an +++

Weil er beim Einparken auf dem Parkplatz eines Supermarkts Gas- und Bremspedal verwechselte, hat ein 86-jähriger Mann im niedersächsischen Delmenhorst mehrere Menschen mit seinem Auto teils schwer verletzt. Ein 17 Jahre alter Jugendlicher, dessen 40 Jahre alte Mutter, die 83 Jahre alte Ehefrau des Autofahrers und eine 45 Jahre alte Frau seien bei dem Unfall verletzt worden, teilte die Polizei mit.

Demnach wollte der Senior neben dem Eingang des Supermarkts parken, als er statt auf die Bremse auf das Gaspedal drückte. Dabei sei er in eine vor dem Supermarkt aufgebaute Sitzgruppe einer Bäckerei gefahren. Das Auto habe den auf einem Stuhl sitzenden 17-Jährigen erfasst, der schwere Verletzungen erlitt. Seine Mutter sei leicht verletzt worden, ebenso eine andere Frau in der Sitzgruppe. Die Ehefrau des unverletzt gebliebenen Fahrers habe ebenfalls schwere Verletzungen erlitten.

+++ 13.07 Uhr: Wolf soll in Polen zwei Kinder angegriffen haben +++

Ein Wolf soll in Südostpolen zwei Kinder attackiert und verletzt haben. Polizeiangaben zufolge wurde das Tier, bei dem es sich mutmaßlich um einen Wolf handelte, von einem Jäger erschossen. Ergebnisse einer DNA-Untersuchung, die Aufschluss über Art und Herkunft des Tieres geben sollen, stehen noch aus. Tollwut wurde nach Angaben des örtlichen Veterinäramts ausgeschlossen. Das Tier wies demnach keine Anzeichen einer Erkrankung auf.

Behördenangaben zufolge griff das Tier die Kinder am Dienstagabend in zwei aufeinander folgenden Attacken in der Gebirgslandschaft Bieszczady an, die an die Slowakei und die Ukraine grenzt. Erst wurde ein acht Jahre altes Mädchen, dann nur zwei Kilometer weiter ein zehn Jahre alter Junge verletzt. Beide Kinder kamen zeitweilig ins Krankenhaus, wurden inzwischen aber wieder entlassen.

+++ 13.05 Uhr: Richter lehnt Freispruch von Deniz Yücel ab +++

Am ersten Tag des Prozesses gegen den "Welt"-Journalisten Deniz Yücel in der Türkei hat der Richter einen Freispruch des Angeklagten abgelehnt. Die Bedingungen dafür seien unter anderem "wegen der Schwere der Anklage nicht gegeben", sagte er im Gericht im Istanbuler Stadtviertel Caglayan. Außerdem müssten erst noch Beweise geprüft werden. Er forderte außerdem eine "schriftliche Aussage" von Yücel. Eine Videoaussage, wie von Yücels Anwalt Veysel Ok vorgeschlagen, wollte er nicht akzeptieren. Das Gericht vertagte sich nach einer knappen Dreiviertelstunde Verhandlungsdauer auf den 20. Dezember.

Yücel nimmt an dem Prozess nicht teil. Er war im Februar nach einjähriger Untersuchungshaft entlassen worden und ausgereist. Der deutsch-türkische Journalist hatte sich im Februar 2017 der türkischen Polizei gestellt und war daraufhin ein Jahr lang ohne Anklage inhaftiert worden.

+++ 12.55 Uhr: 17-Jähriger an Grenze zu Israel von Panzer tödlich verletzt +++

Ein Palästinenser ist bei dem Versuch, aus dem Gazastreifen nach Israel einzudringen, tödlich verletzt worden. Er und ein Komplize hätten Brandbomben bei sich gehabt, erklärte die israelische Armee. Soldaten hätten die beiden ausgemacht, als sie auf den Grenzzaun zugekrochen seien, und hätten mit einem Panzer auf sie gefeuert. Der 17-Jährige erlag später seinen Verletzungen, wie das palästinensische Gesundheitsministerium in Gaza mitteilte. Der zweite Palästinenser wurde ebenfalls verletzt.

Seit 30. März haben israelische Soldaten bei teilweise gewaltsamen Protesten an der Gaza-Grenze mehr als 130 Palästinenser getötet. Viele davon waren Mitglieder der radikalislamischen Hamas, die in dem Küstengebiet herrscht. Israel, die USA und die EU stufen die Hamas als Terrororganisation ein.

+++ 12.52 Uhr: Zahl extremistischer Straftaten in Österreich deutlich gesunken +++

Österreich hat 2017 einen deutlichen Rückgang bei rechts- und linksextremistischen Straftaten registriert. Wie die Generaldirektorin für öffentliche Sicherheit, Michaela Kardeis, in Wien mitteilte, wurden vergangenes Jahr 211 Straftaten als linksextremistisch eingestuft - 44,9 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Zumeist handelte es sich bei den Vergehen um Sachbeschädigungen. Bei den rechtsextremen Handlungen wurden 1063 Straftaten gezählt - 19 Prozent weniger als noch 2016.

"Nach wie vor geht in Österreich die höchste Gefährdung vom islamistischen Extremismus aus", sagte Kardeis. Weiterhin würden neue islamistische Gruppen versuchen, auf der Straße neue Leute anzuwerben. Gleichzeitig verzeichnet das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) starke Rückgänge bei der Zahl der Menschen, die für die Terrororganisation Islamischer Staat in den Krieg ziehen möchten. Dem BVT sind aktuell 313 Personen bekannt, die sich derzeit für den IS an kriegerischen Handlungen beteiligen oder beteiligen wollen. 2017 seien nur sechs Personen ausgereist, 59 Menschen konnten an der Ausreise gehindert werden.

+++ 12.49 Uhr: Dreiste Diebe bauen komplettes Gerüst um Wohnhaus ab +++

Sperrige Beute: Ein komplettes Gerüst rund um ein Wohnhaus haben unbekannte Diebe im hessischen Nidda abgebaut. Das grün-weiße Gerüst im Wert von rund 15.000 Euro stand seit vergangenem Jahr an allen vier Seiten des Wohnhauses, wie die Polizei in Friedberg mitteilte. Irgendwann zwischen Freitag und Montag wurde es dann "unberechtigter Weise abgebaut und entwendet".

Die Ermittler hoffen nun, dass jemand den Abbau des Gerüsts beobachtet hat - ohne zu ahnen, dass er Augenzeuge eines dreisten Diebstahls wurde. Immerhin dürften mehrere Täter mit entsprechenden Transportfahrzeugen am Werk gewesen sein, wie es im Polizeibericht hieß.

+++ 12.45 Uhr: "Anne Will" unterbricht für Söder die Sommerpause +++

Die ARD-Talkssendung "Anne Will" unterbricht ihre Sommerpause. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) werde am Sonntag (1. Juli) in der Sendung zu Gast sein, teilte der für das Talkformat zuständige Norddeutsche Rundfunk in Hamburg mit. Eine genaue Sendezeit stehe noch nicht fest. Welche weiteren Gäste Moderatorin Anne Will im Studio in Berlin noch erwartet, soll morgen mitgeteilt werden. Anne Will hatte sich am 10. Juni in die Sommerpause verabschiedet.

Ebenfalls am Sonntag startet das ZDF-Politikmagazin "Berlin direkt" seine Sommerinterviews. Erster Gast ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). ZDF-Hauptstadtstudioleiterin Bettina Schausten befragt sie ab 19.10 Uhr.

+++ 12.34 Uhr: Mann rettet frisch geborenen Esel aus Elektrozaun +++

Ein Radfahrer hat in Baden-Württemberg einen frisch geborenen Esel aus einem Elektrozaun gerettet. Der 58-Jährige entdeckte das hilflose Tier gestern auf einer Weide im Landkreis Reutlingen, wie die Polizei mitteilte. Der Retter schnitt den elektrischen Weidezaun durch, obwohl er dadurch selbst Stromstöße abbekam. Die Polizei machte anschließend des Besitzer des Tieres ausfindig, der sich umgehend um das erst wenige Stunden alte Eselchen kümmerte.

+++ 12.26 Uhr: Prozess gegen Deniz Yücel in Istanbul gestartet +++

In Abwesenheit des Angeklagten hat in Istanbul der Prozess gegen den "Welt"-Journalisten Deniz Yücel begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft Yücel Terrorpropaganda und Volksverhetzung vor. Die ungewöhnlich kurze Anklageschrift stützt sich vor allem auf einige Artikel von Yücel. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte Yücel einen Terroristen und einen deutschen Agenten genannt. Nach Angaben seines Anwalts Veysel Ok könnte der Journalist zu bis zu 18 Jahren Haft verurteilt werden. Yücel war im Februar aus einjähriger Haft entlassen worden und ausgereist. Die Inhaftierung von Yücel und anderen Deutschen hatte im letzten Jahr die Beziehungen zwischen Berlin und Ankara schwer belastet.

+++ 12.23 Uhr: Beschuldigter Vater äußert sich nach Familiendrama nicht +++

Nach dem Familiendrama im mittelfränkischen Gunzenhausen mit vier Toten äußert sich der beschuldigte Vater nicht zur Tat. Der 31-Jährige habe bei seiner Vernehmung im Krankenhaus keine Angaben gemacht, sagte Oberstaatsanwalt Michael Schrotberger. Zugleich sei ihm der Haftbefehl wegen vierfachen Mordes eröffnet worden. Das Ansbacher Amtsgericht hatte diesen bereits am Vortag erlassen. Sobald es die Gesundheit des Mannes zulasse, komme er in Untersuchungshaft, sagte Schrotberger. Der 31-Jährige soll am Dienstag seine zwei Jahre jüngere Frau, seine dreijährige Tochter sowie die sieben und neun Jahre alten Söhne mit einem Messer getötet haben. Danach sprang er aus dem dritten Stock und verletzte sich dabei schwer.

+++ 11.47 Uhr: Razzia gegen regierungskritische Online-Plattform in Türkei +++

Die türkische Polizei ist in Istanbul nach Angaben einer regierungskritischen Online-Plattform mit einer Razzia gegen das Medium vorgegangen. Wie die Plattform sendika.org mitteilte, haben Sicherheitskräfte die Tür zu ihrem Büro im Stadtteil Sisli aufgebrochen und die Redaktion durchsucht. Zu dem Zeitpunkt seien keine Journalisten anwesend gewesen. Hintergrund der Polizeiaktion sei eine Ermittlung gegen den Redakteur Ali Ergin Demirhan, teilte sendika.org mit. Details waren zunächst nicht bekannt. Ein Großteil der Medien in der Türkei steht der islamisch-konservativen Regierung nahe. Kritische Journalisten weichen oft auf Online-Plattformen aus. Zahlreiche Webseiten sind jedoch gesperrt und in der Türkei nicht aufrufbar. 

+++ 11.10 Uhr: Tschechiens Regierungschef: "Können nicht den ganzen Planeten retten" +++

Vor dem EU-Gipfel in Brüssel hat der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis eine gemeinsame Verantwortung für Mittelmeerflüchtlinge abgelehnt. "Wir können nicht den ganzen Planeten retten", sagte der Gründer der populistischen ANO-Partei der Agentur CTK zufolge in Prag. Es sei die Aufgabe Italiens, Griechenlands, Spaniens und Maltas, die Südgrenze der Europäischen Union abzusichern. Die Flüchtlingsboote müssten bereits in Nordafrika am Ablegen gehindert werden. "Wer nach Europa kommt, das bestimmen die Schleuser, denn das ist ihr Geschäft", sagte der 63-Jährige, dessen neues Minderheitskabinett am Mittwoch ernannt worden war. Er bestehe darauf, dass den Menschen, die nach Europa wollten, in ihren Herkunftsländern geholfen werde. Zudem sprach er sich dafür aus, die australische Flüchtlingspolitik zu kopieren. Australien bringt auf See aufgegriffene Flüchtlinge in Internierungslagern in Nachbarländern unter.

+++ 10.30 Uhr: Bis Ende Mai 4100 Dublin-Überstellungen an andere EU-Länder +++

In den ersten fünf Monaten dieses Jahres haben die deutschen Behörden einem Medienbericht zufolge im Rahmen der europäischen Dublin-Verordnung 4100 Flüchtlinge in andere EU-Mitgliedsländer abgeschoben. Das schreibt die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Parlamentsanfrage der Linksfraktion.

Die Dublin-Verordnung regelt, welches EU-Land für das jeweilige Asylverfahren zuständig ist. In der EU dürfen Flüchtlinge nur in einem Mitgliedstaat einen Antrag auf Asyl stellen. Häufig ist dann das Land zuständig, in dem der Migrant erstmals EU-Territorium betreten hat. Wird ein Schutzsuchender dann in einem weiteren EU-Land vorstellig, kann er in das zuständige Land abgeschoben werden. 

+++ 10.12 Ihr: Gauland glaubt nicht an europäische Lösung im Asylstreit +++

AfD-Fraktionschef Alexander Gauland rechnet nicht mit einer europäischen Lösung im Asylstreit und plädiert für eine Schließung der Grenzen für Flüchtlinge. Den Menschen müsse in ihren Herkunftsregionen geholfen werden, sagte er im Bundestag. "Dafür könnten sie einen europäischen Hilfsfonds auflegen", sagte er an die Adresse von Bundeskanzlerin Angela Merkel. "Wir haben nicht das geringste dagegen, Menschen in Not zu helfen. Aber hören Sie auf, Probleme ohne Ende in unser Land zu importieren, dagegen sind wir."

+++ 9.39 Uhr: Russland will Treffen der Außenminister vor Putin-Trump-Gipfel +++

Vor einem erwarteten Gipfeltreffen zwischen dem russischen Staatschef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump dringt Moskau auf Gespräche der Außenminister. Ein Treffen der Chefdiplomaten Sergej Lawrow und Mike Pompeo sei notwendig, sagte der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow der Agentur Interfax in Moskau. Der Zeitplan sei zwar eng, doch könne es im Laufe der kommenden zwei Wochen stattfinden, sagte er. 

Putin und Lawrow hatten am Mittwoch mit Trumps Sicherheitsberater John Bolton über den bevorstehenden Gipfel der beiden Präsidenten beraten. Es soll das erste großangelegte Treffen von Putin und Trump werden. Die Verhandlungen sollen in einem Drittland stattfinden. Ort und Zeit sollten am Donnerstag bekanntgegeben werden. Das Verhältnis zwischen Russland und den USA ist aufgrund zahlreicher Streitfragen gespannt wie nie seit dem Ende des Kalten Krieges. 

+++ 8.53 Uhr: Weitere Leichen in explodiertem Bremer Wohnhaus entdeckt +++

Bei der Explosion in einem Reihenhaus im Bremer Stadtteil Huchting sind nach neuesten Angaben drei Menschen ums Leben gekommen. Im betroffenen Gebäude wurden eine 41 Jahre alte Frau und ihr siebenjähriger Sohn tot aufgefunden, wie die Polizei in der Hansestadt mitteilte. In einem angrenzenden Haus wurde eine 70-jährige Frau Opfer des Unglücks.

+++ 8.19 Uhr: Zwei Grundschüler bei Messerattacke in Shanghai getötet +++

Bei einer Messerattacke sind in Shanghai zwei Grundschüler getötet worden. Ein Mann plötzlich auf die Schüler und einen Erwachsenen auf dem Heimweg von der auch von ausländischen Kindern besuchten Grundschule im Stadtbezirk Xuhui eingestochen, berichteten amtliche chinesische Medien. Der Mann konnte überwältigt und festgenommen werden, wie auf Videos im Internet zu sehen war. Der Messerangriff passierte nahe einem der beiden Gelände der Schule an der Pubei-Straße im Bereich Tianlin, wo auch Kinder mit Pässen aus Hongkong, Macao, Taiwan und anderen Ländern zur Schule gehen. Die private Schule ist auf Fremdsprachen spezialisiert. Ob es sich bei den Opfern um Ausländer handelte, wurde zunächst nicht berichtet. Der begleitende Erwachsene wurde verletzt. Das Motiv des Angreifers war vorerst unklar.

+++ 8.03 Uhr: Leiche nach Explosion in Bremer Wohnhaus entdeckt +++

Bei der Explosion in einem Bremer Wohnhaus ist ein Mensch ums Leben gekommen. Einsatzkräfte bargen am Morgen eine Leiche aus den Trümmern, wie die Polizei mitteilte. Gegen 4.30 Uhr hatte es im Dachgeschoss des Reihenhauses im Stadtteil Huchting eine heftige Explosion gegeben. Die Detonation habe das Haus bis auf die Grundmauern zerstört, sagte der Pressesprecher der Feuerwehr. Ein angrenzendes Haus ging nach Angaben der Polizei ebenfalls in Flammen auf.

+++ 7.05 Uhr: Explosion in Bremer Wohnhaus - Häuser evakuiert +++

Im Dachgeschoss eines Wohnhauses in Bremen hat es am Morgen eine heftige Explosion gegeben. Die Detonation habe das Reihenendhaus bis auf die Grundmauern zerstört, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Ob Menschen zum Zeitpunkt der Explosion in dem Haus im Stadtteil Huchting waren, ist noch unklar. Ein Bewohner gilt dem Sprecher zufolge als vermisst. Die angrenzenden Reihenhäuser seien durch die Explosion stark beschädigt worden. "Dass deren Bewohner nicht verletzt worden sind, grenzt an ein Wunder", so der Sprecher. Die Wucht der Explosion habe Trümmerteile 50 Meter weit geschleudert. "So etwas habe ich noch nicht gesehen."

Die Ursache für die Explosion ist noch unklar. "Wir werden hier alles mit schwerem Gerät auf links krempeln", sagte der Sprecher. Die Flammen seien zwar gelöscht, die Ruine aber noch heiß. Im Umkreis von 100 Metern hatten die Einsatzkräfte der Polizei zufolge vorsorglich alle Häuser evakuiert. Rund 70 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

+++ 6.27 Uhr: Überschwemmungen während Urlaubssaison in Griechenland +++

Schwere Regenfälle haben in den vergangenen Tagen in erhebliche Schäden angerichtet und vielen Touristen den Urlaub verdorben. Wie die Feuerwehr am mitteilte, musste sie fast 400 Mal ausrücken, um Menschen zu helfen, Wasser aus überschwemmten Häusern zu pumpen und Geröll von den Straßen zu beseitigen. Die Autobahn zwischen Athen und der Hafenstadt Korinth musste am Mittwochnachmittag vorübergehend gesperrt werden. Betroffen waren vor allem die bei Urlaubern beliebte Halbinsel Chalkidiki im Norden des Landes und die Region Mandra westlich von Athen. Tote oder Verletzte gab es nicht. Das meteorologische Amt rechnete mit einer Wetterbesserung und sommerlichen Verhältnissen ab Freitag.

+++ 6.14 Uhr: Trump empfängt Italiens Regierungschef Conte im Weißen Haus +++

Donald Trump wird Italiens neuen Regierungschef am 30. Juli im Weißen Haus empfangen. Das gab die US-Regierung in Washington bekannt. Conte fährt wie Trump einen harten Kurs in der Migrationspolitik und steht an der Spitze einer Regierung aus Linkspopulisten und Rechten. Der Besuch soll den Angaben zufolge dazu dienen, die Kooperation beider Länder im Umgang mit internationalen Konflikten zu verbessern. Außerdem wollen beide Seiten ihre gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen vertiefen.

+++ 6.07 Uhr: Regen erschwert Suche nach eingeschlossenen Jungen in Thailand +++

Die Suche nach der seit sechs Tagen in einer Höhle in eingeschlossenen Jugend-Fußballmannschaft wird durch starken Regen weiter behindert. Die zwölf Jungen im Alter von 11 bis 16 Jahren und ihr Trainer werden seit Samstag vermisst. Es gebe immer noch keine Lebenszeichen von ihnen, sagten lokale Beamte.

+++ 3.19 Uhr: Facebook kippt eigenes Drohnenprojekt +++

Facebook stellt die Entwicklung einer eigenen sonnenbetriebenen Drohne ein, mit der Menschen in schwer zugänglichen Gebieten Zugang zum Internet erhalten sollten. Die Unternehmen werde bei diesem Thema künftig mit anderen Partnern wie Airbus zusammenarbeiten, teilte das Online-Netzwerk mit. Die eigene Firma für die Solardrohne Aquila in Bridgewater im Südwesten Englands werde geschlossen.

+++ 1.05 Uhr: Apple und Samsung legen jahrelangen Patentstreit bei +++

Apple und Samsung haben ihren zähen Patentstreit in den USA nach mehr als sieben Jahren beigelegt. Die Konditionen der außergerichtlichen Einigung wurden nicht bekannt. Die zuständige kalifornische Richterin Lucy Koh ordnete die Einstellung des Verfahrens ein. Es ging auf eine Klage von Apple vom April 2011 zurück. Der US-Konzern warf darin dem südkoreanischen Konkurrenten Samsung vor, Design und Technik des iPhone und iPad kopiert zu haben.

ivi / AFP / DPA